Serpentia

Aladins Söhne

Herbst 1210

Padraig, Frederik, Sven, Jochen, Zafira, Jessica, Hamid, Mohammed (Damaskus)
Rhys und Henry, Michele, Ramon, Gwyweredd, Aella, Pierre, Tian (Bergwerk)

Bote von Dashan: Neuer Halbbruder von Aladin aufgetaucht

In der Stadt hören sie viele Gerüchte, darunter auch über Masoud al-Usami, der früher ein Imam war, aber dann gesehen wurde, wie er einen Bettler verprügelt hat. Er hat wegen dieser Geschichte Ansehen, seinen guten Ruf und sogar seine Frau verloren.
(Das war Mohammed, der ihn beobachtet hat. Als er ihn angesprochen hat, wurde er von den Leibwächtern verprügelt – er hat dann später dieses Verhalten öffentlich angeprangert, was einen richtigen Sturm der Empörung verursacht hat… irgendwann hat ihm dann jemand nahegelegt, die Stadt zu verlassen, weil Masoud sauer auf ihn war.)
Jedenfalls hat sich Masoud in seine Villa zurückgezogen und keiner weiß, was er dort treibt – vielleicht bereut er, aber wahrscheinlich macht er mit dunklen Mächten rum. Liegt ja in der Familie.

Bei Gilad werden sie – wie üblich – überschwänglich empfangen.

Bei Gilad treffen Paddy und Frederik auf einen sehr enthusiastischen Gilad, der sich total über seinen neuen Halbbruder freut. Der junge Aladin wirkt von Gilad Überschwang allerdings ein bisschen genervt. Padraig unterhält sich mit Gilad über die Räuber, die in Damaskus und Umgebung mittlerweile zu Volkshelden geworden sind, die den Magiern eine lange Nase drehen. Gilad beschließt, selber loszugehen, um die Räuber zu jagen – und wird dabei von Malakei unterstützt. Dashan, der ihn normalerweise von solchem Unsinn abhält, ist nicht da.
In der Zwischenzeit unterhält sich Frederik mit Aladin, der von seiner Reise erzählt, allerdings kein großer Erzähler ist. Das Gespräch kommt auch auf Magie, und Aladin erwähnt, dass er sich in einen Panther verwandeln kann. Aber er möchte nicht, dass Frederik auf ihn zaubert – offenbar hat ihn irgendwer instruiert, sowas nicht zuzulassen.

Währenddessen unterhält sich Zafira mit Tahila, Aladins Mutter. Die erzählt, dass sie den älteren Aladin 1187 kennengelernt hat, als er unterwegs war, um Saladins Schwester zu retten. Er hat auch sie vor irgendwelchen Kreuzfahrern gerettet, es gab eine spontane Hochzeit, und dann haben sie sich wieder getrennt – er weiter mit seiner Mission, sie erstmal nach Hause nach Ägypten. Irgendwie hat es sich nie ergeben, dass sie ihm nachgereist ist (sie war auch gar nicht so wild darauf, nach der überstürzten Hochzeit). Vor kurzem hat sie dann von Aladins Tod gehört und hat beschlossen, mit ihrem Sohn nach Damaskus zu reisen.
Als Zafira versucht, in Tahila zu lesen, geht etwas schief und sie bekommt starke Kopfschmerzen. Tahila bietet ihr einen Tee an – einen Tee, der eine Kräutermischung enthält, die nur ein sehr erfahrener Kräuterkundiger überhaupt verwenden würde.
Jessica findet bei Gesprächen mit den Dienerinnen heraus, dass sie nicht mit Tahila gekommen sind – nur zwei Leibwächter und ihr Sohn. Sie finden sie aber ziemlich freundlich und angenehm.
Im Harem hat Tahila allerdings durchaus bereits einiges zu sagen, zumal Samala, Aladins erste Frau, schon länger krank ist.

Gilad unterhält sich dann noch mit Paddy und Frederik über Turbanketten, dann verlassen sie Gilads Haus. Bei dieser Gelegenheit bemerkt Mohammed, wie Gilad mit seinem Lieblingssklaven Robert Händchen hält und sich die beiden intensiv anblicken. Er berichtet diesen Skandal natürlich Paddy, der das aber abwiegelt und meint, das wäre sicher ein Mißverständnis gewesen.

Danach beschließen Paddy, Frederik und Zafira noch, bei Dashan vorbeizuschauen. Dem geht es tatsächlich sehr schlecht – er ist schwer krank. Zafira und Frederik finden heraus, dass er vergiftet worden ist, von einer infernalen Pflanze, die vor seinem Fenster wächst. Die Pflanze wird ausgerissen und die Wurzeln ausgegraben.
Im Laufe der Untersuchung kommt Zafira darauf, dass Tahila ihr irgendwie vage bekannt vorkommt. Mit Unterstützung von Frederik gräbt sie etwas tiefer in ihrem Gedächtnis… ja, sie kennt die Frau, aber aus einer Zeit, wo sie selbst noch sehr, sehr klein war. Sie hat das vage Gefühl, dass ihr diese Frau früher sehr vertraut war – ein durchaus positives Gefühl.

Am nächsten Morgen fragt Zafira Jessica, ob Tahila ihr denn ähnlich sieht, und nach kurzem Überlegen bejaht Jessica – zumindest eine gewisse Ähnlichkeit ist da. Könnte es sich bei Tahila etwa um Zafiras Mutter handeln?

Dashan erwähnt noch, dass Tahila durchaus Ambitionen für ihren Sohn hat. Anscheinend ist sie hinter dem Bergwerk her, in dem Aladin der Ältere damals die magischen Steine hat abernten lassen.

Am nächsten Morgen besuchen sie Dashan, mit Mohammed im Schlepptau. Der wirkt noch eine Heilung auf Dashan, woraufhin es dem auch besser geht.
Danach legen sie noch eine Illusion der Giftpflanze auf das Haus, damit derjenige, der sie gepflanzt hat, weiterhin glaubt, dass sie noch da ist.

Wieder zu Hause planen sie, wie sie Tahila als Zafiras Mutter enttarnen können. Schließlich kommen sie auf die Idee, das bei einem Fest zu machen, dass Gilad für seinen neuen Bruder veranstalten soll – wenn dann auch noch Dashans einflussreiche Frau Yeshada entwesend ist, könnte das reichen, um sie und Aladin zu vertreiben.

Paddy schickt Gilad eine Nachricht, dass er mit ihm sprechen will, und bekommt eine Nachricht zurück, dass auch Gilad mit ihm sprechen möchte – zusammen mit einem wertvollen Turban als Geschenk, der auch weder vergiftet noch verflucht ist.

Bei dem Treffen eröffnet Gilad etwas zerknirscht, dass Paddy und Serpentia sich ja nicht um die Räuber gekümmert haben und er da ja ziemlich enttäuscht ist… jedenfalls muss sein Bruder ein Lehen haben, und da ist ja dieses Bergwerk und so. Paddy reagiert nicht sehr erfreut, aber Malakei flüstert Gilad etwas ins Ohr, und der weist Paddy zurecht.
Nach einigem Hin und Her erfährt Paddy, dass Aladin und Tahila morgen aufbrechen, um zum Bergwerk zu reisen, und Gilad erfährt, dass sein Lieblingsonkel Dashan krank ist.

Paddy grogophoniert mit Serpentia, um einen Stoßtrupp zum Bergwerk zu schicken, der sich mal anschaut, was dort passieren soll. Da werden Rhys und Henry, Michele, Ramon und das Lawinenhorn, Gwyweredd, Aella, Pierre und Tian mit der Löwenpfote dabei sein.

In Damaskus passiert nicht allzu viel – ein bulliger Typ mit Schleier verfolgt Zaphira, Dashan geht es etwas besser, den al-Azaeds geht es gut…
Am nächsten Tag brechen Tahila und Aladin auf zum Bergwerk, und der bullige Typ ist weg.

Vor dem Bergwerk sind Spuren von Leuten, die hier ein- und ausgehen. Aella hat eine Vision von einem Hirten mit einem seltsamen Hund und mehreren Herzschlägen, die aus dem Berg kommen.

Hinter ihnen, eine oder zwei Stunden entfernt, kommen Tahila und Aladin. Rhys und Michele beschließen, erstmal zu schauen, was die dort machen. Sie gehen erst mal auf das Plateau oberhalb des Bergwerks. Von dort aus sehen sie, wieder Dorfvorsteher (ein besonders großer, bulliger Mann) Tahila empfängt. Die beiden kennen sich offenbar nicht und sind auch nicht sonderlich begeistert von der Anwesenheit des jeweils anderen. Schließlich schlägt Tahilas Gruppe ihr Zelt auf einer Wiese auf und es wird ein Fest vorbereitet.

Die Mine im Bergwerk wird gerade von den Dörflern betrieben, mit ein paar Sklaven. Allerdings scheint nur ein Gang bewirtschaftet zu werden.

Rhys gräbt sich zu einem der anderen Stollen hinunter. Dabei fällt Michele auf, dass der Fels des Bergs vibriert. Rhys unterhält sich mit einem Stein, der in der Wand liegt. Der Stein ist nicht so begeistert, weil ihm jetzt ein Teil fehlt. Überhaupt sind da Leute im Nicht-Stein, die Steine kaputt machen. Und es sind auch Leute im Stein. Die machen nix kaputt.

„Zeig mir an diesem Kiesel, was der Steinmagier mit dir gemacht hat!"

Sie gehen weiter und erreichen den Stollen. Der wird gerade nicht bearbeitet, die Stützbalken sind morsch. Der Berg knirscht die ganze Zeit und scheint sich vage zu bewegen, das ist einigermaßen unheimlich. Glücklicherweise endet der Stollen relativ schnell, weil er nicht weiter ausgebaut worden ist.

Rhys und die anderen kehren wieder um – allerdings ist der Tunnel, den Rhys gegraben hat, schon wieder verschlossen. Es gelingt Rhys, die Wände wieder zur Seite zu schieben, aber es ist ziemlich knapp. Oben knirscht und rumpelt der Fels immer noch, und im Kessel werden ein paar Vorsichtsmaßnahmen ergriffen – z.B. werden die Sklaven von ihrem Lager an der Wand zum Tahilas Zeltplatz gebracht, damit ihnen keine Steine auf den Kopf fallen.

Da sich auf dem Plateau hin und wieder Hunde herumtreiben, baut Rhys eine Höhle zur Übernachtung und streut magisch erschaffenen Pfeffer davor. Später hört man dann aus dem Kessel lautes Gebell und Geheule, und irgendwo aus dem Gebirge ein lautes, tiefes Brüllen. Pierre meint, das hätte nach einer extrem großen Ziege geklungen… möglicherweise Baphomet.

Mitten in der Nacht taucht einer der großen Hunde bei der Höhle auf . Er schnüffelt herum und ignoriert den Pfeffer. Dann sieht er Henry und knurrt ihn an. Henry knurrt zurück, was den Hund maßlos irritiert. Der Hund weicht zurück und verschwindet zunächst. Aella, die ihm folgt, sieht, wie er am Rand des Kessels steht und nach unten sieht. Als er Aella bemerkt, springt er in den Abgrund.
Seine Leiche wird unten von anderen Hunden gefressen.

Mittlerweile hat sich unten auch einiges getan: Das große Haus unten ist erleuchtet, und um das Zelt von Tahila herum ist ein feiner Teppich Gras gewachsen.
Kurz darauf sehen sie unten, wie ein Panther im Kessel herumschleicht, von etlichen Hunden entdeckt und angegriffen wird und flieht. Sie rennen los, um den Panther zu unterstützen. Das gelingt auch, und der Panther verwandelt sich in einen Menschen. Es ist der junge Aladin, der allerdings nicht viel hilfreiches sagen kann. Er verabschiedet sich wieder von ihnen und zuckelt davon – allerdings nicht mehr in den Kessel.

Dort passieren mittlerweile interessante Dinge: Tahila und ihre Wächter haben ihr Zelt verlassen und versuchen, aus dem Kessel heraus zu kommen. In diesem Moment fliegt die Tür des Großen Hauses auf, und der große Dorfvorsteher steht dort: Mit Ziegenhörnern und glühenden Augen. Er und seine Meute machen sich an die Verfolgung, während Tahila und ihre Leute den Berg hinauf fliehen – genau auf die Serpentianer zu.

Rhys und Michele entscheiden sich, Tahila gegen die Baphomet-Dämonisten zu helfen. Dabei fällt auf, dass Tahilas Leibwächter (ein bulliger, verschleierter Kämpfer) über magische Kräfte verfügt, ähnlich wie Ding. Auch Tahila kann zaubern, zumindest mit Pflanzen.

Gemeinsam besiegen sie die Baphomet-Dämonen. Kaum ist der Anführer erschlagen, fangen einige Hunde und Ziegen an, sich in Menschen zu verwandeln. Allerdings nicht alle, aber Gwy lockt diese mit einem christlichen Lied an, und sie werden erschlagen.

Danach kümmert sich Tahila erstmal um die Verwundeten und fängt an, die Leute zu organiseren. Sie unterhält sich auch kurz mit Rhys, aber mehr als einige Oberflächlichkeiten werden nicht ausgetauscht. Auch Michele bekommt nichts weiter aus Aladin oder ihr heraus.

Einige Tage später kehren Tahila und Aladin nach Damaskus zurück und berichten von der Eroberung des Bergwerks. Aladins Rolle dabei wird etwas übertrieben, aber auch Rhys und die anderen werden erwähnt. Malakei ist davon nicht so begeistert – klar, ein Bündnis zwischen Tahila und Serpentia kann ihm nicht schmecken.

Zafira und Paddy versuchen, Malakei mit Illusionen von Tahila und Aladin zu täuschen, aber das geht ziemlich nach hinten los. Gilad vermutet, dass Anschläge auf Aladin geplant werden, und beauftrag Paddy, die Ursache herauszufinden. Daraufhin machen sich Paddy und Zafira auf den Weg zu Dashan.

Da kommt allerdings auch nicht so viel dabei heraus. Möglicherweise – das hat Gilad vermutet oder behauptet, zu vermuten – hat auch Masoud etwas damit zu tun.

Frederik, Jochen und Hamid haben es in der Zwischenzeit geschafft, eine Verschwörung um vergiftete Turbanketten aufzuklären. Sie kehren nach einer rauschenden Feier zurück und erfahren, was passiert ist.
Kurz darauf taucht Malakei auf. Er sagt nicht direkt, was er will, aber er gibt zu verstehen, dass er einem Bündnis mit Serpentia nicht abgeneigt wäre – wenn sie dafür Dashan loswerden. Dann hätte er auch keine Verwendung für Tahila und Aladin mehr.

Während Paady, Zafira und die anderen noch über sein Angebot nachdenken, fällt Mohammed auf, dass es draußen schneit. Mitten im Sommer. Allerdings nicht in ganz Damaskus, sondern nur über ihrem Haus. Als er sich umsieht, entdeckt er eine kleine Statue aus Stein, die vorher nicht auf dem Dach stand. Jessica klettert hoch, aber als sie sie anfassen will, verbrennt sie sich die Hand – das Ding ist eisig kalt. Außerdem fängt die Statue an, sich zu bewegen, direkt auf das Fenster zu, hinter dem Mohammed steht.
Nach kurzem Kampf gelingt es, das Ding zu verbrennen. Zafira meint, es wäre eine Art Eisdämon gewesen, ein niederer dienstbarer Geist. Um mehr herauszufinden, wendet sie sich an Tahilas Leibwächter, der die Gruppe immer noch beschattet
Der erzählt, ihnen wäre etwas gefolgt, als sie Masouds Haus beobachtet haben. Also machen sie sich sofort auf den Weg dorthin, um den Usami zur Rede zu stellen. Im Haus stellen sie fest, dass seine Haushälterin sich offenbar mit Dämonen eingelassen hat, vermutlich, weil sie in ihren Herrn verliebt war. Im Kampf wird die Frau erschlagen. Masoud ist nicht sehr begeistert, vor allem nicht von Mohammed, aber er hilft trotzdem, die Wunde zu verbinden, die dieser im Kampf erlitten hat.

In der Nacht kommt außerdem Tahila bei Zafira vorbei. Sie will sehen, ob es ihrer Tochter gut geht. Zafira möchte wissen, was damals eigentlich passiert ist – die Geschichte ist allerdings ziemlich kompliziert: Tahila war vor längerer Zeit Lehrling von Salvator Maris. Es kam dann allerdings innerhalb des Bundes zu einer Verschwörung, an der sie auch beteiligt war. Sie hat ihn verraten und sich mit anderen verbündet, musste das Schiff dann allerdings fluchtartig verlassen.
Kurz darauf hat sie Cesare Alessi kennengelernt und geheiratet. Da wurde auch ihre Tochter – Zafira – geboren. Als das Kind zwei oder drei Jahre alt war, hat jemand Tahila weißgemacht, dass Salvator und Cesare sich verbünden wollen, und der Preis, den Cesare für dieses Bündnis bezahlen muss, wäre sie. Daraufhin ist sie mit ihrer Tochter geflohen, aber das entpuppte sich als Falle: Salvator brachte das Schiff auf und nahm sie gefangen. Ihre Tochter hat sie zu diesem Zeitpunkt versteckt, weil sie befürchtete, dass Salvator das Kind umbringt.
Sie hat es geschafft, Salvator um den Finger zu wickeln, ihm etwas Wichtiges zu stehlen und zu entkommen. Dabei geriet sie allerdings in eine Regio, in der die Zeit anders verlief, und kehrte erst vor ein paar Jahren zurück.

Sie reagiert geschockt und wütend, als Zafira ihr erzählt, dass sie keine schöne Kindheit bei den Blümchen-Dämonisten hatte. Offenbar hatte Aleyafur ihr zugesagt, dass sie sich um das Kind kümmern würde.

Zafira erfährt von ihr auch, dass Salvator Maris Aleyafur durchaus kennt und Geschäfte mit ihr gemacht hat. Laut Tahila ist er hinter dem Stein der Weisen her, der sich aber in der Hölle befinden soll. Um dorthin zu kommen (und wieder hinaus), spielt der Leviathan eine gewisse Rolle; und Salvator hat verschiedene Gegenstände gesammelt, die ihm helfen sollen, den Leviathan zu rufen und sicher in die Hölle und wieder zurück zu gelangen. Diese Gegenstände hat er in einer Regio auf einer Insel versteckt, und der einzige Schlüssel dazu ist eine Karte – genau die Karte, die Tahila ihm gestohlen hat. Vermutlich ist das dieselbe Karte, die Tabellarius an Serpentia übergeben hat, damit sie den Schatz für ihn finden.

Jedenfalls ist Tahila jetzt dabei, die Friedhofhexer zu unterwandern. Die sind hinter den blauen Steinen her, weil sie hoffen, damit die Karthager befreien zu können – das muss Tahilas Meinung nach aber nicht sein, sie hat nichts dagegen, wenn der Plan nicht aufgeht. Insofern wäre es ihr ganz recht, wenn die Serpentianer Aladin auffliegen lassen. Allerdings wäre es schön, wenn sie nicht dabei draufgehen würde.

Am nächsten Tag bereiten sich alle auf die Feier bei Gilad vor, bei der er seinen “Bruder” in die Gesellschaft einführen will. Dashan kommt am Nachmittag vorbei, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Er hat einige Belege gefunden, die beweisen, dass Aladin nie mit Tahila verheiratet war, und ein paar Zeugen aufgetrieben, die das bestätigen. Er möchte das Gilad vorlegen und ihn dazu bringen, von einem Magier überprüfen zu lassen, ob Gilad und Aladin junior wirklich verwandt sind. Dazu muss allerdings Malakei von Gilads Seite weg.

Na gut, für Malakei gibt es bereits einen Plan: Der Mann will offensichtlich nichts weiter als eine Position, in der er Geld und Respekt bekommt, ohne allzu viel dafür tun zu müssen. Da wäre es doch ideal, ihm eine Stellung als Verwalter wohltätiger Stiftungen für Serpentia anzubieten.

Die Feier ist sehr ausschweifend organisiert: Zwei ausgewachsene Panther in goldenen Käfigen, ein Pantherbaby, das Gilads Leibsklave herumschleppt, überall Dekorationen mit Panthermotiven und Nahrung in Pantherform. Aladin ist prächtig angezogen, mit einer Turbankette mit dem Bildnis eines Panthers. Er fühlt sich sichtlich unwohl. Gilad hingegen ist ganz in seinem Element.
Frederik lenkt Aladin ab, Paddy unterbreitet Malakei das Angebot, Zafira warnt Tahila vor. Derweil stellt Jessica fest, dass die beiden Panther zwar betäubt wurden, damit sie friedlich sind, bei dem einen das Betäubungsmittel jedoch langsam nachlässt. Sie verhindert, dass sich jemand an dem Käfig zu schaffen macht, allerdings wird dann der andere Panther mit Aufputschmittel versorgt und aus dem zweiten Käfig gelassen. Während Mohammed den ersten Käfig bewacht, schafft es Jessica, den freien Panther mit einer Gardinenstange (mit Panthermotiv!) im Schach zu halten, bis der Dompteur und seine Gehilfen kommen und das Tier wieder in den Käfig bugsieren.

In der Zwischenzeit versucht jemand anders, sich an Dashan heranzuschleichen, wird aber von Hamid entdeckt und aufgehalten.

Dashan kann seine Beweise Gilad also unterbreiten. Der fordert eine Untersuchung von Aladin, und Frederik bestätigt, dass die beiden nicht blutsverwandt sind. Aladin wirkt einigermaßen erleichtert, reißt sich den albernen Turban vom Kopf, verwandelt sich in einen Panther und flieht. Tahila hat das Anwesen schon vorher verlassen.

Gilad ist natürlich enttäuscht von seinem falschen Bruder. Er gibt den Steinbruch wieder an Paddy und Serpentia zurück und schenkt die protzige Pantherkette Jessica, weil die den Panther gezähmt hat. Immerhin kann er sich ja mit der Jagd nach den Räubern ablenken…

Comments

Marganma

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