Serpentia

Das Große Tor der Träume

Frühling 1202

Padraig, Gwyn, Frederik, Jochen, Pierre, Dáirine, Patrick

Dáirine und Frederik reisen nach Damaskus, um einzukaufen, zusammen mit Padraig, Gwyn, Jochen, Pierre und Patrick, der nach Hélènes Tod Dáirine als Leibgrog zugeteilt wurde. Eines Nachts hat Frederik einen seltsamen Traum: Ein junges Mädchen läuft durch die Straßen der Stadt und versucht, „Zündhölzer“ zu verkaufen. Sie macht einen sehr abwesenden Eindruck. Nachdem Frederik ihr ein paar von diesen Hölzern abgekauft hat, verschwindet sie um eine Ecke, und der Magier wacht auf.
In der Nacht darauf findet er sich wieder in diesem Traum. Diesmal ist auch Gwyn dabei. Die beiden Männer folgen der jungen Frau, nachdem sie ihr Zündhölzer abgekauft haben, und kommen in eine kleine, dunkle Kaschemme. Dort verschwindet das Mädchen zusammen mit einem schmierig aussehenden Typen in einem Zimmer. Kurz darauf wachen Frederik und Gwyn wieder auf.
Als sie beginnen, nachzuforschen, stellen sie fest, daß es die Kaschemme aus ihrem Traum tatsächlich gibt. Auch der schmierig aussehende Kerl ist dort bekannt. Zusammen mit Dáirine, Padraig und den anderen beschließen Frederik und Gwyn, in der schmutzigen Herberge auf ihn zu warten. Aber sie sind nicht die einzigen: Die Schlägerbande von Achmed hat es ebenfalls auf ihn abgesehen. Als der Kerl auftaucht, kommt es zu einem Kampf zwischen den Serpentianern und Achmeds Jungs, der mit der Flucht der Damaszener endet. Leider ist aber auch der schmierige Kerl verschwunden. Von einem der Rabauken, den sie gefangen genommen haben, erfahren Frederik und die anderen, daß Achmed eine Art Kräuterhändler ist. Er hat ebenfalls von dem Mädchen geträumt und beschlossen, daß sie seine wahre Liebe ist. Daher wollte seine Bande sich auch den schmierigen Kerl vorknöpfen.
In der nächsten Nacht träumen alle von dem Mädchen. Diesmal ist der Traum von weiteren Gestalten bevölkert: Schwarz gekleidete Wachen tauchen auf und greifen die Charaktere an, und von ein paar Hausdächern springen verwegene (wenn auch nicht sehr kompetente) Gesellen und mischen sich ebenfalls ein. Der Kampf ist nicht sonderlich gefährlich: Wer getötet wird, wacht am nächsten Morgen ganz normal auf.
Dadurch, daß immer mehr Menschen in diesen Traum gezogen werden, wird die Situation immer verwirrender: Gilad ibn Usama taucht in ebenfalls auf, in eine merkwürdige Rüstung gehüllt. Er sucht nicht nach dem Mädchen, sondern nach einem jungen Mann, der die Hölzer verkauft – offenbar nimmt er die Gestalt anders wahr als die anderen. Auch Yusuf ibn Tariq al-Azaed, ein Djinnbeschwörer, träumt von ihr und verliebt sich in sie.
Schließlich kommen Pierre und Frederik auf die Idee, den Traum einfach bis zu seinem Ende ohne Störungen durchlaufen zu lassen. Es ist nicht ganz einfach, Gilad und Yusuf von der Notwendigkeit zu überzeugen, aber nach längeren Gesprächen gelingt es.
Im Traum läuft das Mädchen, wenn man es in Ruhe läßt, zu einer kleinen Nische und legt sich dort nieder. Auf einmal wird die Luft bitterkalt, und das zitternde Mädchen scheint in Gefahr, zu erfrieren. Obwohl Frederik und Gwyn versuchen, ihr zu helfen, führt das nur dazu, daß sie wieder aufwachen. Selbst das Mädchen will eigentlich keine Hilfe. Sie fordert Frederik auf, es endlich richtig zu machen.
Noch einmal lassen die Träumenden den Traum durchlaufen. Diesmal erfriert das Mädchen tatsächlich, und genau diesen Moment nutzt Frederik, um den Traum gemeinsam mit den anderen zu verlassen. Zunächst landen sie in einem schwarzen Raum, in dem eine riesige Traumblase herumschwebt, an die hunderte von anderen Blasen angekoppelt sind. Als sie in die riesige Traumblase eindringen, sehen sie zunächst einige wirre Visionen, bis sie scheinbar aufwachen.
Sie sind aber nicht mehr in Damaskus, sondern in einem Feenreich. Die örtlichen Feen haben ein gewaltiges Problem: Vor einiger Zeit ist ein Magier bei ihnen aufgetaucht, der sich „das Große Tor“ nannte. Er hat den Feen, die normalerweise nicht träumen, das erste Mal eigene Träume geschenkt, in denen sie spielen und viele Abenteuer erleben können. Jetzt sind viele der Feen süchtig nach diesen Träumen, und das Reich fängt langsam an, zu zerfallen. Da sie sich nicht allein helfen können, beschlossen die wenigen nicht-süchtigen Feen, einige Menschen herbeizuholen, die sie retten sollen. Dafür wurde der merkwürdige Traum mit dem Mädchen und den Zündhölzern erschaffen, der seinen Zweck ja auch erfüllt hat.
Die Serpentianer sind nicht eben begeistert. Durch die ständigen Wiederholungen in der Traumschleife sind vor allem Padraig und Gwyn entnervt und aggressiv. Trotzdem versprechen sie den Feen ihre Hilfe.
Es ist nicht ganz leicht, zum Großen Tor zu gelangen: Der einzige Weg zu dem Magier führt durch die Träume. Aber damit kennt sich Frederik aus. Es gelingt ihm, seine Gefährten durch ein Labyrinth verschiedener Träume zu lotsen – durch Ballszenen, einsame Schlösser, belagerte Festungen und über merkwürdige Leitern kommen sie endlich in den Palast des Großen Tors. Der Magier besitzt einige Wachen, die sich mit Patrick, Jochen, Gwyn und Padraig ein heftiges Gefecht liefern. Allerdings zeigt sich, daß Frederik ihm auf dem Gebiet der Träume durchaus ebenbürtig ist, und mit Dáirines Unterstützung können die beiden Magier das Große Tor der Träume besiegen.
Am nächsten Morgen nach diesem Kampf wachen alle Serpentianer wieder in ihren Betten auf. Padraig dreht sich gleich wieder um und schläft weiter – tief und fest und vor allem traumlos.

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Marganma

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