Serpentia

Das Große Tribunal 1195

Frühling 1195

Nakatia

In Durenmar ist ein Großteil der Gäste – jene, die nicht an den Beratungen zum Großen Tribunal teilnehmen wollen – in eine Zeltstadt vor dem Bund ausgelagert. Auch die Magier des Bundes selbst, die nicht stimmberechtigt sind, dürfen die Beratungshallen nicht betreten. Den Stimmberechtigten steht es allerdings frei, diese Hallen jederzeit zu verlassen.
Auf dem Großen Tribunal sind die Primi aller Häuser – außer dem Primus Flambeau – und je drei Vertreter aus jedem Tribunal als Stimmberechtigte anwesend. Jeder hat das Recht, genau ein Problem vorzutragen, damit darüber diskutiert und abgestimmt wird. Die Beschlüsse des Großen Tribunals sind für alle hermetischen Magier bindend.
Die Neuankömmlinge werden von den Dienern Durenmars empfangen und kurz in die Etikette des Großen Tribunals eingewiesen: Die Prima Bonisagus fungiert als Praeca, der Primus Guernicus als amtierender Quaesitor. Die Probleme werden in folgender Reihenfolge vorgetragen: Zunächst haben die Primi das Wort, der Rest folgt nach Anzahl der Siegel – je mehr Siegel, desto früher kann man seinen Antrag vorbringen. Die Abstimmungen werden ebenfalls in dieser Reihenfolge gehandhabt. Bei den Primi oder bei Siegelgleichheit entscheidet das Hausprestige: Die Rangfolge ist Bonisagus, Guernicus, Mercere, Jerbiton, Tremere, Flambeau, Verditius, Criamon, Tytalus, Merinita, Bjornaer und Ex Miscellania.
Durch ihre vielen Siegel stehen die Levantiner ziemlich hoch in der Reihenfolge: Septimus Maximus kommt an vierter Stelle (wenn man die Primi nicht einrechnet, die ohnehin jeder nur ein Siegel halten), Dux Severus an sechster und Nakatia an neunter.
Während der Vorgespräche am ersten Tag trifft Nakatia einige alte Bekannte: Malfaitar ist als Vertreter des Loch Leglean Tribunals anwesend, auch er sehr hoch an der achten Stelle platziert. Aus Irland sind gleich zwei Bekannte da: Mortius Ex Tremere, der unfreundliche Princeps von Circulus Ruber, und Gladius Dei, der gläubige Bonisagus aus Ex Cinis. Außerdem ist Caligo, die junge Tremere aus Novgorod anwesend, genauso wie Illicalites, der Lehrmeister von Julius. Eine unangenehme Überraschung ist die Anwesenheit von Custodia Ex Guernicus, umso mehr, als Nakatia von Gladius Dei erfährt, daß die fanatische Quaesitora einen Iter Magorum gegen Serpentia beantragen will. Sie scheint sogar recht gute Argumente zu haben: Mehrere Magier des Bundes wurden wegen Dämonismus verurteilt, der junge Bund gewann einen Krieg gegen einen älteren Bund voller Flambeaus und Tremere, Andrews verdächtige Lehrlinie, Llwellyns verdächtiger Name, der gewonnene Bellum Magorum von Andrew gegen Incendiarius, das Auftauchen der serpentianischen Magier in der Nähe von Zentren dämonischer Aktivitäten (Aifenmoor, Schwarzenbruck) und so weiter. Allein für sich wäre wohl keines ein ausreichendes Argument für weiterreichende Konsequenzen, aber wenn man alles zusammennimmt, ergibt sich doch ein eher beunruhigendes Bild…
Zwar versucht Nakatia alles, um die Zusammenhänge zu erklären und die Vorwürfe zu entschärfen, aber sie hat den definitiven Eindruck, daß es ihr nicht vollständig gelingt. Später, während der Beratungen, kommt es deswegen noch zu einem ernsthaften Zwischenfall: Als die schon sehr senile Erzmagierin Persephone Ex Flambeau erfährt, daß ein Magus von seinem Meister auf den hermetischen Namen „Llwellyn“ getauft wurde, und daß dieser Meister in der Zeltstadt vor dem Bund logiert, stürmt sie los, um diesen Verräter zu töten. Dieuog ist ziemlich überrascht, als ihn mitten in einer Diskussion plötzlich ein Feuerball trifft. Glücklicherweise hält seine Parma. Persephone kann von ein paar besonneneren Köpfen beruhigt und wieder hineingebracht werden. Dort hat das Ganze zwei Konsequenzen: Llwellyn wird vom Großen Tribunal dazu verdonnert, innerhalb von sieben Jahren seinen Namen zu ändern oder einem Iter Magorum entgegenzusehen, und Persephone wird zu einer Strafe von mehreren Türmen Vis verurteilt.
Immerhin kann Nakatia, bevor die Situation mit Custodia eskaliert, noch einige Informationen über die Lehrlinie von Maeve zusammentragen: Maeves Lehrmeister war Ceol an Tosd, dessen Herzform ein Lied war, das angeblich an der Nordküste Schottlands immer noch zu hören ist. Er hatte noch zwei andere Lehrlinge, Bellis und Avari, deren Herztiere schwarze Schwäne waren. Der hermetische Bruder von Ceol an Tosd war ein gewisser Simon. Seine Herzform soll eine Steinsäule gewesen sein. Beith, die junge Wind-Bjornaer aus Solis Defectio, stammt aus seiner Lehrlinie.
Am zweiten Tag eröffnet Procera, die Prima des Hauses Bonisagus, das Große Tribunal. Zunächst nennt ein jeder Anwesende seinen Namen, trägt sein Anliegen vor und nennt die Zahl seiner Siegel. Danach gibt es eine längere Beratungsphase, bis am nächsten Tag zu den Abstimmungen geschritten wird. Hier folgt eine Zusammenfassung der Magier, ihrer Themen und der Abstimmungsergebnisse:
1. Procera Prima Bonisagus möchte, daß die Kunde von Drachen gesammelt und nach Durenmar geschickt werden soll.
2. Erzmaga Mercuria Prima Guernicus möchte das Recht auf die Ernennung von Hopliten auf den Primus Guernicus beschränken. Der Antrag wird mit 238 Siegeln dafür, 151 Siegeln dagegen und 146 Enthaltungen angenommen.
3. Peregrina Prima Mercere klagt Doissetep an, Nachrichten mundan gelesen zu haben. Die Magier dieses Bundes entgegnen, daß nichts im Codex dagegen spräche – schließlich hätten sie nicht mit Magie spioniert. Das Tribunal entscheidet mit 251 Siegeln dafür, 183 Siegeln dagegen und 101 Enthaltung, daß dieses Verhaltung illegal ist. Doissetep wird zu fünf Türmen Vis als Strafe verurteilt.
4. Etienne de Romarin Primus Jerbiton wünscht einen Codexzusatz, nach dem die Kirche analog zu den Feen nicht zu belästigen ist. Der Antrag wird mit 317 Siegeln dafür, 195 Siegeln dagegen und 23 Enthaltungen angenommen.
5. Erzmaga Sollertia Prima Tremere verlangt, daß analog zu den außerhäusigen Quaesitores auch außerhäusige Mercere eingeführt werden sollen. Dieser Antrag wird allerdings mit 199 Siegeln dafür, 237 Siegeln dagegen und 99 Enthaltungen abgelehnt – zur sichtlichen Erleichterung der Mercere.
6. Sandyx Primus Verditius stellt eine neue Art magischen Gegenstand vor: Zauberlieder, die man auch an Mundane weiterlehren kann, und die dann einen bestimmten Effekt haben. Nur magisch begabte Personen können diese Lieder weiterlehren. Es kommt zu einer Abstimmung über den Rang der Personen, die man diese Lieder lehren darf: Mit 243 Siegeln für Consortis, 94 Siegeln für gar niemanden, 53 Siegeln für alle möglichen Mundanen und 145 Enthaltungen wird beschlossen, daß diese Lieder nur an Consortis weitergelehrt werden dürfen.
7. Erzmagus Sator Primus Criamon bittet darum, daß jeder Bund sein magisches Niveau untersuchen und die Ergebnisse nach Caverna schicken möge. Die Criamon dort erstellen eine Karte der Verbreitung von magischen Niveaus über die gesamte bekannte Welt.
8. Erzmaga Pascale de Laroux Prima Tytalus argumentiert, daß die Viszahlung bei der Benutzung von Durenmars Bibliothek gegen den Codexzusatz verstößt, in dem die Bonisagi schwören, ihr Wissen frei zugänglich zu machen. Daher fordert sie, daß diese Viszahlungen in Zukunft unterbleiben mögen. Der Antrag wird mit 166 Siegeln dafür, 246 Siegeln dagegen und 123 Enthaltungen abgelehnt.
9. Ardwin Primus Merinita fordert einen Sonderquaesitor aus seinem Haus, der den Codex in Bezug auf die Feen strenger durchsetzen soll. Dies wird ihm von den Quaesitores zugestanden.
10. Ragna Prima Bjornaer verlangt, die Deutschritter, mit denen der Bund Crintera zur Zeit in Fehde liegt, zu Feinden des Ordens zu erklären. Dies wird mit 66 Siegeln dafür, 291 Siegeln dagegen und 178 Enthaltungen abgelehnt.
11. Ceridwen Prima Ex Miscellania bittet darum, auch nicht-hermetische Gasthörer auf Tribunalen zuzulassen. Der Antrag wird mit 194 Siegeln dafür, 203 Siegeln dagegen und 138 Siegeln knapp abgelehnt.
12. Immanis Ex Tremere aus Coerces in Transsylvanien, 33 Siegel, beschuldigt den griechischen Bund Sobrietas, die Handelswege nach Coerces zu boykottieren und diesem Bund so Schwierigkeiten und Engpässe zu bereiten. Eine Bestrafung durch Viszahlung wird mit 180 Siegeln dafür, 182 Siegeln dagegen und 173 Enthaltungen sehr knapp abgelehnt.
13. Caterina Savonarole Ex Jerbiton aus Sol Argenteus im römischen Tribunal, 23 Siegel, fordert die Visschulden des novgorodischen Bundes Victoria zurück. Die Bünde Coerces und Crintera erklären, daß sie Victoria das Vis vorschießen werden.
14. Erzmaga Madeleine de Jervois Ex Jerbiton aus Valnastium in den Alpen, 21 Siegel, möchte Mundane ins Haus Jerbiton aufnehmen lassen, die durch ihr hohes Verständnis für Philosophie die magische Theorie ergänzen und weiterbringen können. Die Einführung dieser Latera Magi wird mit 298 Siegeln dafür, 169 Siegeln dagegen und 68 Enthaltungen angenommen.
15. Septimus Maximus Ex Jerbiton aus Oculus Caeli in der Levante, 21 Siegel, beantragt die Gründung eines neuen Nordafrikanischen Tribunals mit den fünf Bünden Questorin, Oculus Caeli, Thetis, Corona Fortunata und Jebel al-Batal. Der Antrag wird mit 341 Siegeln dafür, 78 Siegeln dagegen und 116 Enthaltungen angenommen.
16. Evandros Ex Miscellania aus Sobrietas in Theben, 21 Siegel, meldet einen merkwürdigen Visdiebstahl – fast so, als sei die Quelle durch eine Art Magie-Vampire leergesaugt worden. Er bittet das Große Tribunal, die Augen nach solchen Erscheinungen offen zu halten.
17. Erzmagus Dux Severus Ex Tremere aus Sol Noctis in der Levante, 19 Siegel, möchte eine Regelung, ob Dämonenverfolgung im großen Stil ein Codexbruch sei. Es kommt zur Abstimmung, unter welchen Bedingungen die Jagd auf Dämonen gestattet sein soll: Für ein generelles Ja stimmen 157 Siegel, für ein generelles Nein 43 Siegel, dafür, Sodales bei der Jagd nicht zu gefährden 169 Siegel, 166 Siegel enthalten sich. Damit ist die Jagd auf Dämonen solange legal, wie Sodales nicht gefährdet werden.
18. Erzmaga Sequestria Ex Tremere aus Coerces in Transsylvanien, 18 Siegel, klagt den Verditius Iubar aus Verdi an, den Bund Coerces über merkwürdige magische Gegenstände ausspioniert zu haben. Zwar kann niemand genau erklären, welche Funktion die seltsamen Gegenstände überhaupt haben, aber Verdi wird mit 211 Siegeln dafür, 177 Siegeln dagegen und 147 Enthaltungen zu einer Strafe von 30 Bauern Vis verurteilt.
19. Malfaitar Ex Tytalus aus Solis Defectio in Loch Leglean, 18 Siegel, fordert mehr Hermesportale nach Schottland. Das Vis dazu soll aus den Strafen, die auf den Tribunalen verhängt werden, genommen werden. Das Große Tribunal stimmt prinzipiell zu, daß Hermesportale sehr nützlich sind, und fordert Malfaitar auf, entsprechende Zielbünde zu suchen und sich mit ihnen zu einigen.
20. Nakatia Ex Miscellania aus Serpentia in der Levante, 18 Siegel, möchte eine Regelung, bis zu welchem mundanen Status eine Person noch zum Consors ernannt werden kann. Die Abstimmung wird nach verschiedenen Rängen gestaffelt: So erhalten die Halter von Einzel- und Kleinlehen 3 Siegel, Vasallen größerer Herren 208 Siegel, regionale Herrscher 250 Siegel, überhaupt kein Adel 11 Siegel, freie Wahl bis zu Königen hinauf 15 Siegel. Mit 48 Enthaltungen dürfen nun nur noch Personen, deren Herrschaftsbereich nicht über eine bestimmte Region hinausgeht, zu Consortis gemacht werden.
21. Erzmagus Armin von Harberg Ex Bonisagus aus Durenmar im Rheintribunal, 16 Siegel, verlangt eine Regelung, die dem Veschwenden von Lehrlingen einen Riegel vorschiebt. Es wird über zwei Regelungen abgestimmt: Zum einen über die Befugnisse der Bonisagi, Lehrlinge einzufordern. Der Antrag, daß ein Bonisagus nur maximal drei geforderte Lehrlinge verlieren darf, wird mit 195 Siegeln dafür, 47 Siegeln dagegen und 293 Enthaltungen angenommen. Der Antrag, daß andere Magier nur maximal vier Lehrlinge in zehn Jahren verlieren dürfen, wird mit 241 Siegeln dafür, 152 Siegeln dagegen und 142 Enthaltungen ebenfalls angenommen.
22. Finiens Ex Criamon aus Dun na Suaine in Loch Leglean, 16 Siegel, warnt alle Anwesenden, daß eine größere Veränderung bevorstünde. In diesem Zusammenhang erwähnt er Visionen von fünfeckigen Stelen. Genaueres kann er nicht sagen.
23. Erzmaga Custodia Ex Guernicus aus Magvillus im römischen Tribunal, 15 Siegel, fordert einen Iter Magorum gegen den Bund Serpentia wegen Häufung von Verwicklungen mit infernalen Kräften. Als Alternative zu dem Iter Magorum bietet das Tribunal eine scharfe Überwachung des Bundes an. Mit 63 Siegeln für den Iter Magorum, 175 Siegeln für die Überwachung, 191 Siegeln für keinerlei Maßnahmen gegen Serpentia und 106 Enthaltungen kommt der Bund noch einmal ungeschoren davon.
24. Erzmaga Alejandra de Cardenas Ex Tremere aus Ultores Patri in Iberia, 15 Siegel, fordert Repressalien und Visstrafen gegen die moslemischen Magier in Iberia. Dieser Antrag, der den persönlichen Animositäten im spanischen Tribunal entspringt, wird mit 157 Siegeln dafür, 203 Siegeln dagegen und 175 Enthaltungen abgelehnt.
25. Ciaran Ex Merinita aus Calanais in Loch Leglean, 15 Siegel, möchte wissen, wo es überall Steinkreise gibt und bittet, die entsprechenden Information an seinen Bund weiterzugeben.
26. Felicia Ex Bonisagus aus Siguenza in Iberia, 14 Siegel, fordert einen Siebenjahresfrieden für das iberische Tribunal, in dem jede aggressive Handlung streng geahndet wird – notfalls von Kräften außerhalb Spanien. Dieser Antrag wird mit 152 Siegeln dafür, 95 Siegeln dagegen und 288 Enthaltungen angenommen.
27. Erzmagus Ductor Magnus Ex Tremere aus Prunellier in Stonehenge, 14 Siegel, berichtet, daß sich der Bund Aelfstane mit angelsächsischen Bauern fraternisiert und sie gegen die normannische Oberhoheit aufstachelt. Mit 261 Siegeln dafür, 140 Siegeln dagegen und 134 Enthaltungen wird Aelfstane zu einer Visstrafe von 3 Türmen Vis verurteilt.
28. Hugo de Clé Ex Tytalus aus Doissetep in der Provence, 14 Siegel, fordert, daß die Flambeaus sich endlich einen neuen Primus wählen sollen. Dafür muß allerdings erst der alte – Fervens aus Val Negra – für tot erklärt werden. Dies geschieht mit 304 Siegeln dafür, 84 Siegeln dagegen und 147 Enthaltungen.
29. Erzmaga Jifaya bint Selim Ex Guernicus aus Tell al-Assad in Iberia, 13 Siegel, fordert Repressalien und Visstrafen für die christlichen Magier in Iberia. Auch dieser Antrag wird – genau wie der von Erzmaga Alejandra – mit 49 Siegeln dafür, 309 Siegeln dagegen und 177 Enthaltungen abgelehnt.
30. Probitas Ex Guernicus aus Sceptrum in Stonehenge, 13 Siegel, führt Klage gegen das Loch Leglean-Tribunal: Immer wieder würden schottische Visräuber in England einfallen, aber auf dem letzten Tribunal wären die englischen Kläger von dem schottischen Praeco Malfaitar jedesmal abgewürgt worden, wenn sie die entsprechende Beschwerde vorbringen wollten. Das schottische Tribunal wird mit 303 Siegeln dafür, 88 Siegeln dagegen und 144 Enthaltungen zu einer Königin Vis als Strafe verurteilt.
31. Erzmaga Corinna Sanmicheli Ex Tremere aus Doissetep in der Provence, 13 Siegel, möchte gern erfahren, wer die Visquellen ihres Bundes im Frühjahr 1192 förmlich leergesaugt hat. Das Große Tribunal rät ihr, sich mit Bruder Evandros aus Theben zu beraten, der von einem ähnlichen Phänomen berichtet hat.
32. Anna von Hirschau Ex Tremere aus Regina Bavariae in den Alpen, 13 Siegel, möchte mit den vier Bünden Regina Bavariae, Nordecke, Hermeshof und Hühnerstall ein bayrisches Tribunals gründen. Mit 186 Siegeln dafür, 134 Siegeln dagegen und 215 Enthaltungen wird dieser Antrag angenommen.
33. Martha Ex Merinita aus Irencillia im Rheintribunal, 13 Siegel, bittet darum, magischen Emanationen nicht zu schaden – also keine Visquellen sinnlos zu leeren, magische Auren nicht überzustrapazieren und ähnliche Dinge. Das Große Tribunal schließt sich dieser Empfehlung an.
34. Erzmaga Angelique de Bourgogne Ex Jerbiton aus Fontaine de Mercure in der Normandie, 12 Siegel, hat nicht näher zu identifizierendes Vis gefunden und zur Versteigerung mitgebracht. Sie hat das Vis schon während der Beratungsphase an eine unbekannte Partei verkauft.
35. Edgar von Schalenberg Ex Tremere aus Schwarzenberg im Rheintribunal, 12 Siegel, klagt gegen den Bund Crintera wegen deren Fehde mit den Deutschrittern, die eine eindeutige Einmischung in mundane Angelegenheiten darstellt. Mit 231 Siegeln dafür, 30 Siegeln dagegen und 274 Enthaltungen schließt sich das Große Tribunal dieser Sicht an und verurteilt Crintera zu einer Strafe von drei Türmen Vis.
36. Halophanta Ex Criamon aus Fudarus in der Normandie, 11 Siegel, erklärt, die Tradition der Tremere, ihren Lehrlingen das Siegel nach bestandener Prüfung nicht zu übergeben, stelle einen Verstoß gegen den Codex dar und sei abzuschaffen. Dieser Antrag wird mit 147 Siegeln dafür, 226 Siegeln dagegen und 162 Enthaltungen abgelehnt.
37. Erzmaga Persephone Ex Flambeau aus Victoria in Novgorod, 10 Siegel, fordert, den Iter Magorum gegen die Diedne auch auf deren Freunde und Verbündete auszudehnen. Dieser Antrag wird mit 110 Siegeln dafür, 192 Siegeln dagegen und 233 Enthaltungen abgelehnt.
38. Valentin Ex Criamon aus Caverna Umbrarum Saltandarum in den Alpen, 10 Siegel, legt die Ergebnisse der Untersuchung über das Phänomen des sogenannten Weißen Zwielichts vor. Eine Kopie dieses Berichts geht in die Bibliothek von Durenmar über.
39. Polyhymnia Ex Tytalus aus Amazon in Theben, 10 Siegel, fragt an, was mit den Visquellen ihres Bundes auf Zypern sei – zu welchem Tribunal gehört die Insel eigentlich? Zypern gehört traditionsgemäß zum Levantinischen Tribunal, mit dem sich die Magierin nun einigen muß.
40. Brenda Ex Miscellania aus Hereditas in Stonehenge, 10 Siegel, möchte die Ausbildung von Lehrlingen an einem größeren Adelshof unterbinden. Der Antrag wird mit 178 Siegeln dafür, 242 Siegeln dagegen und 115 Enthaltungen abgelehnt.
41. Ardor Glacialis Ex Flambeau aus Centipinna im römischen Tribunal, 9 Siegel, fordert, daß die Visquelle der wandernden Magierin Gallina Ex Bjornaer nicht dem Bund Harco zugesprochen wird. Dieser Antrag wird mit 158 Siegeln dafür, 159 Siegeln dagegen und 218 Enthaltungen knapp abgelehnt – die Visquelle bleibt bei Harco.
42. Furor Ex Flambeau aus Rossinhol in der Provence, 9 Siegel, ist gekommen, um seiner Dame ein Loblied zu singen, was ihm auch von der Praeca gestattet wird.
43. Najia al-Taheri Ex Bonisagus aus Aequinoctium in Theben, 8 Siegel, weist darauf hin, daß ihre astrologischen Studien auf große Veränderungen hinweisen und daß daher ein wenig mehr Zusammenarbeit innerhalb des Ordens angebracht wäre. Das Große Tribunal unterstützt diese Empfehlung.
44. Jelena Ex Guernicus aus Nidus Falconis in Transsylvanien, 8 Siegel, fordert, neben dem Abschließen eines Handels mit einem Dämon auch das Abschließen eines Handels mit infernalen Wesen zu bannen. Mit 391 Siegeln dafür, 1 Siegel dagegen und 143 Enthaltungen wird dieser Antrag ohne große Diskussion angenommen.
45. Erzmagus Mortius Ex Tremere aus Circulus Ruber in Hibernia, 8 Siegel, wünscht eine Regelung darüber, wem das Vis eines besiegten Certamen-Gegner gehört – bekommt es der Sieger oder verbleibt es im Besitz des Verlierers? Das Tribunal entscheidet mit 206 Siegeln für den Sieger, 233 für den Verlierer und 106 Enthaltungen, daß das Vis beim Vorbesitzer verbleibt.
46. Erzmagus Gladius Dei Ex Bonisagus aus Ex Cinis in Hibernia, 7 Siegel, fordert endlich eine genaue Untersuchung der Zerstörung des walisischen Bundes Tagelyn durch von Stonehenge unabhängige Quaesitores. Mercuria Prima Guernicus sichert ihm eine solche Untersuchung zu.
47. Cor Vi Ex Bonisagus aus Vigil in Hibernia, 7 Siegel, legt seine Untersuchungen über Regio-Blasen, ihr Entstehen und verwandte Phänomene vor. Eine Kopie dieses Berichts verbleibt in der Bibliothek von Durenmar.
48. Caligo Ex Tremere aus Ventus Novus in Novgorod, 7 Siegel, klagt gegen den Bund Victoria, dessen Magier einen unprovozierten Angriff auf die Visquellen von Ventus Novus geführt haben. Dabei ist einer ihrer Bundbrüder verletzt worden. Mit 231 Siegeln dafür, 190 Siegeln dagegen und 114 Enthaltungen wird Victoria zu einer Visstrafe von drei Türmen verurteilt.
49. Illicalites Ex Miscellania aus Curiositas in der Normandie, 7 Siegel, fordert Einflußmöglichkeiten für wandernde Magier. Dazu stellt er den Antrag, daß ihnen – wenn sie um die Aufnahme bitten – der Tribunalsanschluß nicht verweigert wird (wie es zum Beispielt in Italien der Fall ist). Dieser Antrag wird mit 179 Siegeln dafür, 255 Siegeln dagegen und 101 Enthaltung abgelehnt.
50. Themistokles Ex Jerbiton aus Nereis in Novgorod, 6 Siegel, ist gekommen, um Vis gegen Wissen über seltsame magische Phänomene zu tauschen – ein Anliegen, daß er während der Beratungsphase ausreichend erfüllen kann.
Nach der Diskussion des letzten Antrags wird das Große Tribunal mit 42 Stimmen dafür, 4 Stimmen dagegen und 4 Enthaltungen am Nachmittag des vierten Tages für gültig erklärt. Procera verabschiedet ihre Gäste und löst schließlich die Versammlung auf.
Die Levantiner können mit dem Ergebnis des Großen Tribunals recht zufrieden sein. Alle drei haben gemerkt, daß Haus Tremere und Haus Jerbiton ein gewisses Abkommen haben – die beiden Primi haben in wichtigen Dingen zusammen und kein einziges Mal gegeneinander gestimmt. Viele der anderen Magi der entsprechenden Häuser haben sich an das Vorbild der beiden Primi gehalten, was sich vor allem für Dux Severus und Septimus Maximus als sehr günstig erwiesen hat,.
Septimus Maximus hat bei dieser Gelegenheit nicht nur den Primus seines Hauses, sondern auch die wahre Führerin der Jerbitons kennengelernt: Madeleine de Jervois, Erzmagierin und Quaesitorin. Sie stammt nicht nur auch der Lehrlinie des Hausgründers, sondern ist tatsächlich ein leiblicher Nachkomme von Jerbiton selbst, was ihr großes Prestige und noch größeren Einfluß verschafft – wie das Ergebnis der Abstimmung ihres Antrags sehr deutlich zeigt.
Nakatia und die anderen beiden bleiben auch den fünften Tag noch in Durenmar, bevor sie nach Al-Arama zurückkehren. Dort jedoch wartet eine schlechte Nachricht auf Nakatia – im Bund ist etwas Schreckliches geschehen….

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Marganma

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