Serpentia

Der blaue Drache

Herbst 1190

Andrew, Dáirine, Alen, Colleen, Ignifer, Nicodemus von Neapel

Im Bund trifft eine Brieftaube aus Tripolis ein: Es handelt sich um eine Nachricht von Orson, daß ein paar sehr seltsame Leute in Richtung des Bundes unterwegs wären. Genaueres wird nicht erwähnt.
Neugierig geworden, beschließen Andrew, Dáirine und Colleen, den unvermuteten „Gästen“ entgegenzureiten. Auch Alen kommt als Andrews Leibgrog mit.
Unterwegs stoßen sie nach wenigen Tagen auch tatsächlich auf die Leute, auf die sich die Botschaft wahrscheinlich bezogen hat: Den Magus Ignifer aus dem Haus Bjornaer und seinen Leibgrog, Nicodemus von Neapel. Die beiden werden gerade von zwei Söldnern bedrängt, die allerdings bei dem Eintreffen der Serpentianer von ihnen ablassen. Die beiden Araber behaupten, ihrem Auftraggeber wäre das riesige Ei, das sich auf einem Kamel befindet, von dem Magier und seinem Grog gestohlen worden. Ignifer jedoch erzählt, er habe das Ei in einem kleinen Dorf gekauft. Der vorherige Besitzer wurde von den Einheimischen in der Wüste gefunden und erlag der Erschöpfung und den Verbrennungen, die ihm das Licht der heißen Wüstensonne zugefügt hatte. Da das seltsame Ei den Dörflern unheimlich gewesen sei, hätten sie sich bereitwillig davon getrennt.
Um die Wahrheit herauszufinden, beschließen Dáirine und Andrew, zu diesem Dorf zurückzukehren. Auch Ignifer ist damit einverstanden. Bei einer geaueren Untersuchung des Eis stellt sich heraus, daß es magisch ist und wohl zu einem Drachen gehört. Das Junge steht kurz vor dem Schlüpfen, und seine Mutter ist Dáirines Meinung nach schon in Richtung Levante unterwegs.
Auf dem Weg zu dem Dorf kommt es zu einem Überfall, bei dem einer der arabischen Söldner getötet wird. Der heimtückische Bogenschütze versucht zu fliehen, bricht sich aber bei dem Sturz in eine von Andrews Gruben das Genick. Bei ihm findet sich ein merkwürdiges getrocknetes Rabenauge, sonst aber nichts, was auf seine Identität hinweisen könnte.
Kurz bevor die Reisenden das fragliche Dorf erreichen, beginnt das Ei sich zu regen. Auch die Drachenmutter scheint schon ganz in der Nähe zu sein. Die Magi besorgen aus dem Dorf ein paar Ziegen und Schafe, um entsprechendes Futter für das Junge parat zu haben.
In der Nacht bemerken Nicodemus und Ignifer, daß in der Nähe des Eis, das außerhalb des Lagers der Gefährten steht, eine menschliche Gestalt umherschleicht, die aber zunächst wieder verschwindet.
Kaum jedoch ist das blaugrüne Drachenjunge aus seinem Ei geschlüpft und hat ein kleines Zicklein gefressen, als der Schleicher mit einigen anderen zurückkehrt. Ohne lange zu zögern greifen sie die Serpentianer, Nicodemus und Ignifer an. Während dieses Kampfes taucht die Mutter des kleinen Drachens auf, die sofort von dem augenscheinlichen Anführer der Söldner angegriffen wird. Da er gegen den Feueratem der Drachin gefeit ist und ein äußerst effektives Schwert besitzt, kann er sie schwer verwunden. Da aber greift Alen in den Kampf ein und stellt sich gegen ihn, bietet aber an, ihn zu schützen, wenn er sich ergibt.
Gemeinsam gelingt es der Drachin und Alen, den Krieger kampfunfähig zu machen. Da dieser sich daraufhin ergibt, stellt Alen sich gegen die Drachin, die nichts anderes im Sinn hat, als den Entführer ihres Eis zu töten. Da der Grog jedoch nicht zur Seite weicht, bläst sie schließlich beiden Männer ihren furchtbaren Atem entgegen. Damit aber hat Andrew gerechnet – und versenkt beide in einer tiefen Grube, über die der Feuerstoß wirkungslos hinweggleitet. Bei dem Sturz allerdings landet Alen so unglücklich auf seinem Schützling, daß dieser den Tod findet.
In der Zwischenzeit ist es den anderen gelungen, die restlichen Söldner zu töten oder in die Flucht zu schlagen. Einige davon schienen über übernatürliche Fähigkeiten zu verfügen – einer von ihnen konnte sich in eine Raubkatze verwandeln.
Die Drachenmutter – sie ist übrigens blau, was Andrew und Dáirine später zu gewissen Spekulationen im Hinblick auf Benedikts Befehl an Gerwald vor vielen Jahren veranlaßt – ist damit zufrieden und wendet sich ihrem Jungen zu. Nach einem kurzen Wortgefecht mit Andrew und Alen über die Ehrenhaftigkeit ihres Angriffs auf einen verwundeten Gegner nimmt sie ihr Kleines auf den Rücken und fliegt in Richtung Westen davon.
Bei dem Toten stellt sich heraus, daß seine Haut sehr hart und fest ist – offenbar wurde er schon einmal von Drachenblut benetzt. Außerdem trägt er ein magisches Schutzamulett bei sich, und auch sein Schwert scheint verzaubert zu sein. Die Gegenstände werden mit ihm begraben. Die gefangenen Söldner werden von den Magi mit Hinweisen auf die Gefährlichkeit ihres Berufs laufen gelassen.
Ignifer begleitet Andrew und Dáirine danach noch nach Serpentia, da er schon viel von dem Bund gehört hat. Dabei erfahren die beiden, daß sein Herztier recht ungewöhnlich ist – er ist eine Flamme. Da es dem Bjornaer ganz gut gefällt, bleibt er ein paar Wochen und verabschiedet sich mit dem Versprechen, einmal wiederzukommen und sich zu melden, wenn er noch einmal etwas von dem blauen Drachen und seinem Jungen hört.

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Marganma

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