Serpentia

Der Fluch von Montaigne

Sommer 1194

Andrew, Alen, Olf, Lionel, Frederik, Henry, Hélène, Nicodemus, Hans Achmed

Andrew hat schon längere Zeit Pläne geschmiedet, nach Rom zurückzukehren, um sich dort noch einmal nach der Bruderschaft des Roten Siegels umzuschauen. Zuvor jedoch schrieb er etliche Briefe an andere Magi im ganzen Orden, in denen er sich nach dem merkwürdigen Siegel erkundigte, das die beiden Meuchelmörder in die Brust eingesetzt trugen: Vor allem die beiden Worte „Rego Vim“ lassen ja auf eine hermetische Verbindung schließen.
Er erhielt mehrere Antworten auf seine Frage. Darunter waren etliche Warnungen, sich vor Verwicklungen in die politischen Verhältnisse des italienischen Tribunals zu hüten. Das Siegel kannte zwar keiner der Angeschriebenen, aber Ianitor aus Harco erwähnte, daß es viele Geheimbünde in Rom gibt, die möglicherweise hermetische Wurzeln haben könnten.
Trotz der negativen Antworten will Andrew nicht so leicht aufgeben: Er hat die Hoffnung, daß Leonis und Quintus´ Verwandter Sepulcrus Maximus, eine einflußreiche Figur in der Unterwelt Roms, das Siegel möglicherweise kennt.
Außerdem hat eine Reise nach Rom noch andere Vorteile: So kann man unter anderem Convivas Tochter Sina nach Vista Maris bringen, damit sie dort ihre Ausbildung bei Luna Ex Flambeau fortsetzen kann. Außerdem will Andrew, wenn er schon einmal in Südfrankreich ist, noch einmal den Ort aufsuchen, an dem Alocar gestorben ist. Er hat die Befürchtung, daß sich dort etwas Böses einnisten könnte.
Und auch Hélène hat ein Anliegen, das sich auf dieser Reise erledigen lassen könnte: Sie möchte das Orakel von Delphi aufsuchen, um einen Hinweis auf den Verbleib des verschwundenen Schutzengels von Serpentia zu bekommen.
So kommt es, daß in diesem Sommer Andrew, Llwellyn und Frederik in Begleitung von Hélène, Lin Chou Yüan und Nicodemus aufbrechen. Auch die Grogs Alen, Henry, Olf, Lionel und Hans Achmed sind dabei. Gemeinsam wollen sie mit dem Bundschiff, der Seewolf, zunächst nach Südfrankreich fahren.
Die Fahrt ist nicht sonderlich ereignisreich. Nur einmal gerät die Seewolf in einen dichten Küstennebel, der die Fahrt stark verlangsamt. Dort entdecken Alen und Hans Achmed im Wasser treibende Wrackteile, die von einem größeren Schiff zu stammen scheinen. Bei einer genaueren Untersuchung am Meeresgrund entdecken Andrew und Frederik, daß das andere Schiff wohl absichtlich von seltsamen Meerwesen versenkt wurde. Die Matrosen sind in merkwürdige Kokons eingesponnen, aber leider alle schon tot. Nicodemus meint dazu, daß sie immer noch „gefangen“ wären. Andrew will daraufhin in der nächsten Kirche eine Messe für ihre Seelen lesen lassen, in der Hoffnung, daß dies helfen möge, denn für eine größere Expedition unter Wasser ist die Gruppe nicht ausgerüstet.
Immerhin findet die Schiffsbesatzung während dieser Unternehmungen heraus, daß es sich bei den Eignern um Magier handelt, was einige dazu veranlaßt, das Schiff im nächsten Hafen zu verlassen. Allerdings kann schnell Ersatz gefunden werden, und so kommt das Schiff nach etwas über einem Monat Reise in Vista Maris an.
Dort scheint alles weitgehend beim Alten geblieben zu sein: Argus macht eine steinerne Miene, Remoir kann sich an niemanden erinnern und Marcel hat immer noch panische Angst vor dem Tod. Helios ist im Moment nicht im Bund, aber Luna freut sich über den Besuch und scheint sich recht gut mit ihrem neuen Lehrling zu verstehen.
Remoir arbeitet an einem seltsamen Projekt, und er scheint Nicodemus zu kennen – er begrüßt ihn freundlich, und scheint keine Schwierigkeiten zu haben, sich an ihn zu erinnern. Etwas kryptisch sprechen die beiden über „den richtigen Zeitpunkt“ und andere Dinge. Auch die anderen Magier von Vista Maris wissen wohl nicht so ganz, was sie davon halten sollen.
Jedenfalls bricht Andrew schon bald ins Landesinnere auf, nachdem er sich bei Luna erkundigt hat, wo ungefähr das verlassene Dorf liegen mag, in dem sein Lehrmeister den Tod gefunden hat. Llwellyn bleibt in Vista Maris zurück. Er möchte sich noch bißchen mit den anderen Magiern unterhalten, und außerdem kann er ohnehin nicht reiten.
Knapp zwei Tage nach ihrem Aufbruch kommen die Gefährten in das Dorf Montaigne. Die Einwohner wirken alle ziemlich niedergeschlagen, und der Ort sieht vernachlässigt aus – nicht zerfallen, aber es scheint sich niemand wirklich um dieses Dorf zu kümmern. Außerdem fällt auf, daß in allen Fenstern Knoblauchstränge hängen – zum Trocknen, wie der Wirt behauptet.
In der einzigen Herberge des trostlosen Ortes halten sich außer den Gefährten noch drei andere Männer auf: Einer ist sehr gut gekleidet und sitzt allein. Er macht keinen freundlichen Eindruck, denn als eine Katze beginnt, um ihn herumzustreichen, vertreibt er sie mit Fußtritten. Hélène, die sich um das erschreckte Tier kümmert, erfährt, daß der Fremde schon länger da ist. Die Katze hält ihn für unheimlich.
Die anderen beiden Gäste sind zusammen da – zwei Krieger, wie es scheint, von denen der eine sich sinnlos besäuft, bis der andere ihn schließlich dazu bringen kann, die Schenke zu verlassen.
Hélène und einige andere sind über die merkwürdige Trostlosigkeit dieses Ortes sehr besorgt und würden gerne länger hierbleiben, um näheres herauszufinden. Andrew will lieber weiterziehen, da er zunächst keinen Ansatzpunkt für irgendwelche weitergehenden Nachforschungen sieht. Dieser ergibt sich aber recht schnell: Frederik hat in der Nacht einen sehr deutlichen Traum. Er sieht den gutgekleideten Unheimlichen, wie dieser im Hof der schäbigen Burg, die auf einem Hügel über dem Dorf aufragt, ein riesiges Feuer entfacht hat. Der nüchterne der beiden Krieger bringt ihm ein Bündel Kleider, das ins Feuer geworfen wird und fragt, wie lange es noch dauern werde. Der Gutgekleidete erwidert, daß es nur noch wenige Nächte wären.
Daraufhin beschließen die Gefährten, dazubleiben und weitere Nachforschungen anzustellen. Schon bald finden sie heraus, daß es sich bei dem Trinker von letzter Nacht um den Herren von Burg und Dorf handelte, Jacques duMont. Schon seit etwas über einem Jahr hat er sich nicht mehr um die Belange des Dorfes gekümmert. Von Gästen will er auch nichts wissen. Der Gutgekleidete ist ein gewisser Claudius, über den nichts näheres bekannt ist, außer daß er schon seit ein paar Tagen als Gast auf der Burg weilt und eine Art Gelehrter ist.
Am Abend dringen Andrew, Frederik und die anderen in die Burg ein. Dazu benutzen einen Geheimgang, den sie in der Ruine einer nahen Kapelle gefunden haben. Das abgebrannte Gebäude gehörte wohl früher mit zur Burg. Im dortigen Keller entdecken sie mehrere Kerkerzellen, von denen aber nur eine gut instandgehalten ist – neue Gitterstäbe, ein stabiles Schloß. Allerdings ist ausgerechnet diese Zelle von innen aufgebrochen worden, und ein monströses Wesen – den Krallenspuren nach zu urteilen – hat sich hier befreit. Erstaunlich ist, daß sich in der Zelle noch ein Tablett mit einer guten Mahlzeit befindet. Die Gefährten folgen den Krallenspuren nach oben. Dort durchqueren sie den Rittersaal und kommen in den Hof, wo nichts von dem großen Feuer aus Frederiks Traum zu sehen ist. Moira berichtet Hélène, daß sie ein großes Wesen aus der Burg kommen und Richtung Wald verschwinden gesehen hat. Die Spuren weisen daraufhin, daß es die Kreatur aus dem Kerker ist, denn eines der Tore in der Burgmauer ist völlig zerschmettert.
In der Nacht wollen die Magier und ihre Begleiter das Wesen nicht mehr verfolgen, und so schauen sie sich noch ein wenig in der Burg um. Dort scheint sich außer ihnen keiner aufzuhalten, aber sie können ein Buch entdecken, das wohl Claudius gehören muß. Um es näher zu untersuchen, begeben sich die Gefährten zurück ins Wirtshaus. Dort finden sie heraus, daß es sich um ein Buch mit Sagen aus der Gegend handelt. Eine davon erzählt von einem Fluch, der einen Mann in ein Monster verwandelte, aber nach einem Tag und einem Jahr wieder endete.
Am nächsten Morgen versuchen vor allem Frederik und Hélène, weiteres über den Burgherren herauszufinden. Dabei erfahren sie, daß er wohl vor einiger Zeit eine Affäre mit einem Zigeunermädchen hatte, sie jedoch wegen einer anderen verließ. Aber seine Verlobte starb noch vor der Hochzeit. Außerdem muß wohl um diesen Zeitpunkt vor etwa einem Jahr die Kapelle niedergebrannt sein.
Da die Zigeuner noch in der Gegend sind, statten Andrew, Hélène und die anderen ihnen einen Besuch ab. Die Fahrenden sind zunächst etwas mißtrauisch, eröffnen dann aber doch, daß sie unter einem Fluch stehen und die Gegend nicht mehr verlassen können. Außerdem schleicht seit ein paar Tagen ein Ungetüm durch den Wald. Es will wohl zu ihrem Lager, aber die Zigeuner kennen einige Rituale, die es noch fernhalten. Das junge Mädchen, das mit dem Burgherrn eine Affäre hatte, heißt Anna und ist nicht besonders glücklich darüber, wie der Adlige sie behandelt hat. Viel mehr können die Zigeuner auch nicht sagen, wiewohl einige der Serpentianer das Gefühl haben, daß sie etwas verheimlichen.
Auch mit Claudius kommt es an diesem Tag noch zu einem Gespräch. Dieser behauptet, er sei ein Gelehrter aus Italien, der sich hier aufhalten würde, um Geschichten aus der Gegend zu sammeln und aufzuschreiben. Er macht einen freundlichen und aufgeschlossen Eindruck, aber so ganz will ihm niemand trauen.
Am nächsten Abend kehren die Magier und ihre Begleiter zur Burg zurück. Auch heute abend meldet Moira, daß ein großes Wesen von der kleinen Festung aus weggelaufen sei – genau auf den Wald zu, in dem die Zigeuner lagern. Andrew und Henry beschließen, sofort dort nachzuschauen, während die anderen sich zunächst noch in der Burg umsehen wollen. Dort finden sie allerdings nichts interessantes vor, wie in der letzten Nacht sind alle Gebäude völlig menschenleer.
Im Wald angekommen hören Andrew und Henry auf einmal die Worte eines hermetischen Zauberspruchs in ihrer Nähe. Als sie darauf zulaufen, sehen sie Claudius, der von einem riesigen Ungetüm mit spitzen Zähnen und gelblichen Augen angegriffen wird. Er versucht gerade, das Wesen mit einem Zauberspruch aufzuhalten, als die beiden Männer ihm zu Hilfe kommen. Das Ungeheuer wird von Andrew zunächst in einer Erdgrube gefangen und mit Stangen dort unten gehalten.
Auch die anderen Serpentianer kommen nun hinzu und helfen, das Wesen im Zaum zu halten. Claudius ist für ihre Hilfe sehr dankbar. Er stellt sich jetzt als Magier des Hauses Ex Miscellania vor und behauptet, ein alter Freund von Helios zu sein. Dieser hätte ihn auch darauf aufmerksam gemacht, daß in Montaigne etwas nicht stimmen würde. Bei seiner Ankunft hat er dann selber festgestellt, daß der Burgherr unter einem Fluch leidet: Jeden Vollmond verwandelt er sich in ein grauenhaftes Ungetüm. Dieser Fluch wurde ihm von Anna, dem Zigeunermädchen, auferlegt, weil sie sich von ihm betrogen glaubte. Claudius hat nun herausgefunden, daß der Fluch am Jahrestag seiner Aussprechung permanent werden wird. Das Gleiche wird geschehen, wenn der Burgherr Anna tötet. In drei Tagen jährt sich der Fluch, und der hermetische Magus versucht schon seit seiner Ankunft, zu verhindern, daß er noch länger anhält.
Der Diener des Burgherrn hat mittlerweile die Zigeuner in Sicherheit gebracht – ausgerechnet in die Burg. Nach Sonnenaufgang, als sich das Ungheuer wieder in Jacques duMont verwandelt, sprechen die Magier noch einmal mit ihnen. Anna gibt zu, einen Fluch über den Burgherrn ausgesprochen zu haben: Allerdings sollte er nur nicht glücklich werden mit seiner neuen Frau – von einer Verwandlung in ein Ungeheuer war niemals die Rede. Sie wäre ohnehin eigentlich nicht in der Lage, einen so starken Fluch auszusprechen. Zusammen mit der Tatsache, daß die Zigeuner ja nicht in der Lage sind, die Gegend zu verlassen, scheint es mehr und mehr so, als hätten dunkle Mächte ihre Finger im Spiel. Möglicherweise hat jemand den Fluch Annas verstärkt?
Als Jacques endlich wieder aufwacht, sprechen einige der Gefährten auch mit ihm. Dabei erfahren sie, daß er die junge Marie, ein Mädchen aus einem der angrenzenden Dörfer, zur Frau nehmen wollte. Doch in der Hochzeitsnacht wurde sie grausam ermordet. und er selbst wachte mit blutbefleckten Kleidern neben ihrer Leiche auf. Seither verwandelt er sich immer bei Vollmond in eine Bestie und macht sich schwere Vorwürfe, da er sich für Maries Mörder hält. Bisher war er zu dieser Zeit immer in der Kellerzelle eingesperrt, aber vorletzte Nacht muß ihm jemand geholfen haben, zu entkommen.
Diesen und den nächsten Tag verbringen Andrew, Frederik, Nicodemus und die anderen damit, Jacques, seinen Diener Thomas, Claudius und Anna weiterhin zu den Ereignissen zu befragen, aber die Aussagen sind widersprüchlich, und es ist kaum festzustellen, wer von ihnen eigentlich lügt. Endlich kehrt am Tag, an dem sich der Fluch das erste Mal jähren würde, Henry zurück. Er hat aus einem der Nachbardörfer einen Priester geholt, der jetzt in der Ruine der Kapelle einen Exorzismus auf den Burgherrn sprechen soll.
Als sich alle – die Serpentianer, Jacques, Thomas, Claudius und der Priester – in die Kapelle begeben, wird Hélène von ihrem Schutzengel gewarnt, daß einer der Männer von einem Dämon besessen sei. Aber trotz größter Vorsicht gelingt es nicht, den Dämon, der von dem einen zum anderen wechselt, ganz auszutreiben. Um sicher zu gehen, daß er ihnen nicht entkommt, sollen alle in der Kapelle bleiben, bis der Priester das unheilige Wesen austreiben kann.
Während alle noch beraten, was denn nun genau zu tun sei, fällt Frederik auf, daß die Mauern der Kapelle, die zuvor bis auf den Boden niedergebrannt waren, jetzt wieder übermannshoch scheinen. Zusammen mit den anderen Seltsamkeiten kommt er zu dem Schluß, daß er möglicherweise immer noch träumt und versucht gezielt, aufzuwachen.
Er kommt im Rittersaal der Burg zu sich. Auch die anderen Gefährten sind da, schlafen aber noch. Im Gegensatz zu vorher scheint es jetzt mitten in der Nacht zu sein. Frederik weckt die anderen, die über die Geschehnisse genauso verwirrt sind wie er. Vorsichtig beschließen sie, sich zunächst auf den Weg zum Burghof zu machen.
Dort angekommen, hören sie einen seltsamen Singsang, der einem dämonistischen Ritus zu entstammen scheint. Als sie losrennen, sehen sie dieselbe Szene, die Frederik in seinem ersten Traum schon erblickte: Claudius vor einem großen Scheiterhaufen, der lichterloh brennt. Er ist derjenige, der singt. Der Diener Thomas kommt aus einem Seitengebäude und will ihm etwas bringen. Daran allerdings wird er von Nicodemus gehindert, während die anderen versuchen, Claudius gefangenzunehmen. Der allerdings kann entkommen.
Als die Magier Thomas befragen, gibt dieser zu, daß Claudius ein Dämonist ist, der die morgige Hochzeit von Jacques und Marie stören will. Da die Gefährten aus dem seltsamen Traumerlebnis zu wissen glauben, daß Marie in der Nacht vor der Hochzeit ermordet wird, stürmen sie sofort los, um zu verhindern, daß so etwas geschieht. Und tatsächlich: Im Zimmer der jungen Braut finden sie Jacques, zwar in menschlicher Gestalt, aber sein Verstand ist der eines aggressiven wilden Tieres. Gemeinsam können sie aber verhindern, daß er Marie etwas antut.
Als Olf und Hans Achmed gerade dabei sind, den besinnungslosen Burgherrn zu fesseln, fällt den Magiern ein, daß die Kapelle auch in dieser Nacht abgebrannt sein soll, was möglicherweise ebenfalls verhindert werden könnte. Schnell machen Andrew und die anderen sich auf den Weg durch den Geheimgang. In der Kapelle finden sie den Priester aus dem Nachbardorf, durch einen Zauber gefesselt. Außerdem ist der Boden des kleinen Gebäudes mit einer seltsamen Flüssigkeit getränkt, und überall brennen Kerzen. Die Gefährten löschen die Kerzen und zwingen die – leicht entzündliche – Flüssigkeit mit Magie in ein Gefäß. Auch der Priester wird aus seiner Starre befreit. Als sie jedoch gemeinsam das Gebäude verlassen, sehen sie Feuerschein in dem kleinen Wäldchen, in dem die Zigeuner ihr Lager hatten. Andrew benutzt den magischen Fluggürtel, um möglichst schnell zu den Fahrenden zu gelangen, und auch die anderen rennen Richtung Wald.
Dieser brennt schon lichterloh. Andrew kann die Zigeuner mit einer Schneise in der Erde aus dem Feuer retten. Als er jedoch seinen Flug fortsetzt, stellt er fest, daß die um sich greifenden Flammen auch Montaigne bedrohen könnten. Obwohl er von den vorherigen Zaubern schon sehr erschöpft ist, beschließt er, zwischen dem Dorf und dem Wald soviel Erde abzutragen, daß das Feuer keine Nahrung mehr findet und so die Gebäude verschont. Sein Spruch hat Erfolg, aber er verliert vor Erschöpfung die Besinnung und stürzt fast dreißig Schritte tief, verletzt sich dabei aber glücklicherweise nur leicht.
Auch der Rest hat versucht, das Feuer zu bekämpfen, hat aber schon bald aufgegeben, als klar wurde, daß keine Menschenleben gefährdet sind.
Schließlich läßt der Brand nach und die letzten Flammen ersterben. Die Verletzten – der Priester und Andrew – werden ins Dorf gebracht und dort von Hélène versorgt. Auch der Burgherr scheint am nächsten Morgen wieder bei klaren Verstand zu sein.
Im Nachhinein sind Frederik und die anderen von den Ereignissen ziemlich verwirrt, aber im Moment scheint das ganze einen guten Ausgang genommen zu haben. Allerdings ist der Dämonist Claudius entkommen und kann auch nicht wieder gefunden werden….

*
Nachdem sich alle noch ein wenig ausgeruht haben, setzen sie ihren Weg zu dem Ort, an dem Alocar gestorben ist, fort. Dort findet sich nicht viel außer Ruinen, die allerdings eine leicht infernale Aura aufweisen. Da dort nichts zu tun ist, kehren die Gefährten nach Vista Maris zurück.
Dort ist Helios mittlerweile angekommen. Er und die anderen werden von den Ereignissen in Montaigne unterrichtet. Sie wollen von nun an ein Auge auf diesen Ort haben. Was die infernale Aura in dem Ruinendorf angeht, so beschließt Helios, mit einem Priester dorthin zu gehen und für die nötige Weihung des Bodens zu sorgen. Der junge Flambeau kennt Claudius weder unter diesem Namen, noch sagt ihm die Beschreibung irgend etwas. Dennoch wird er natürlich die Augen nach diesem Mann offen halten.

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Marganma

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