Serpentia

Der Magier und der Assassine

Winter 1186

Llwellyn, Colleen, Henry, Andrew, Ali der Riese, Sheherazade, Carmen de Soza

Als wieder einmal eine Lieferung Whisky nach Damaskus abgehen soll, beschließt Llwellyn, der großen Stadt einen Besuch abzustatten. Zwar ist Aladin im Moment nicht da, aber dennoch können der Magier und sein Leibgrog Henry ohne Probleme im Haus des Bjornaer unterkommen.
Aber schon am Morgen nach ihrer Ankunft gibt es Probleme: Bereits kurz vor Sonnenaufgang werden die beiden Männer von einem Diener aus dem Schlaf gerissen – was zumindest bei Llwellyn ein mittelschwerer Kraftakt ist – und gewarnt, sie müßten sofort fliehen. Offenbar ist in der Nacht ein einflußreicher Emir, Maimud al-Hailad, auf ungewöhnliche Weise ermordet worden, und der Verdacht fiel auf die zauberkräftigen Ungläubigen, mit denen Aladin Kontakt hält. Wie es scheint, wurde der Emir, der für seinen Haß auf die christlichen Eroberer und seinen messerscharfen strategischen Verstand bekannt war, durch ein Feuer getötet, das aber nur seinen Körper berührt, das Bett jedoch unversehrt gelassen hatte. In dem Gemach fand sich neben der Leiche auch eine kleine Brosche in der Form des Drachensymbols von Serpentia!
Um den Schergen der Stadtgarde zu entgehen, die schon zu Aladins Haus unterwegs sind, werden Henry und Llwellyn hastig als Bettler verkleidet und zu einem Seiteneingang hinaus gelassen. Keinen Moment zu früh: Vor dem Anwesen steht schon eine größere Menge Schaulustiger, die die Verhaftung der mörderischen Ungläubigen erleben wollen.
In dieser Menge befindet sich auch Carmen de Soza, eine Quaesitorin aus Spanien. Sie ist auf den Spuren von vier Flambeaus ins Heilige Land gekommen und verfolgte einen davon bis nach Damaskus. Die Magier waren auf dem letzten Tribunal wegen ständiger Einmischung in mundane Angelegenheiten aus Spanien verbannt worden, und nun bestand die Befürchtung, daß die Hitzköpfe ihren Kampf gegen die Moslems in der Levante weiterführen würden. Tatsächlich suchten sie auch sehr zielstrebig Crux Liberandi auf, wo sie wohl mit offenen Armen empfangen wurden. Schon kurz nach ihrer Ankunft brach jedoch einer von ihnen, ein gewisser Sebastiano, erneut auf, und zwar in Richtung der moslemischen Gebiete. Da Carmen, die von ihrem Meister auf die vier Unruhestifter angesetzt worden war, nichts Gutes hinter diesem Ausflug vermutete, folgte sie dem weißhaarigen Flambeau, der sie nach Damaskus führte. Schließlich hatte sie die Stadt am Vortag erreicht. Der durch Feuer hervorgerufene Tod eines der Hauptstrategen Saladins machte sie nun mißtrauisch, und so kommt es, daß auch sie sich zu Aladins Haus begeben hatte, um sich dort einmal umzuschauen.
Dabei fallen ihr die beiden Bettler auf, die das Anwesen verlassen, zumal ihre scharfen Augen erkennen können, daß einer der „Bettler“ schlecht verstecktes, hellblondes Haar hat. In der Annahme, die beiden könnten vielleicht etwas mit dem Fall zu tun haben, folgt sie ihnen.
Henry jedoch bemerkt die gutaussehende Frau recht schnell, sodaß es zu einem Gespräch zwischen Llwellyn und Carmen kommt. So hört der Ire das erste Mal von Sebastiano, dem er durchaus zutraut, etwas mit dem Mord zu tun zu haben. Während die beiden Magier noch in der Seitengasse stehen und diskutieren, kommen noch zwei Leute zu der Gruppe, die auch an den Vorgängen interessiert sind: Sheherazade, eine recht gutaussehende Araberin und Ali der Riese, ein Söldner, der seinen Beinamen nicht ohne Grund hat.
Die beiden hatten sich kurz vorher getroffen, da sie beide ein gewisses Interesse an einem anderen Mord, der in der gleichen Nacht geschah, verbindet. Einer von Sheherazades Freunden, ein junger Mann namens Halid, war getötet worden, nachdem er einige Tage zuvor einen merkwürdigen Botengang erledigt und dafür viel Geld erhalten hatte. Ali konnte beobachten, wie dieser Halid einem Mann einen Brief und ein Schmuckstück überbrachte. Der Söldner erkannte in dem Empfänger der Botschaft einen Vertrauten des Abbas Ibn Usama. Dieser ist Ali wohlbekannt: Als er noch Wesir in Damaskus war, hatte der Schwarzkünstler ihm einen grausamen Fluch auferlegt, durch den der Söldner nun sehr viel schneller altert als gewöhnliche Menschen. Er traf Sheherazade, als sie sich beide auf der Wachstation nach den näheren Umständen von Halids Tod erkundigten, und beschlossen, in dieser Angelegenheit zusammenzuarbeiten. Dabei erwähnte Sheherazade die beiden seltsamen Bettler, die Aladins Haus verlassen hatten, und in der Hoffnung, hier etwas erfahren zu können, gingen die zwei ungleichen Gefährten ihnen nach.
So kommt es, daß die beiden die Magier und Henry in der Gasse finden. Nach anfänglichem Mißtrauen erzählen sich dann alle Parteien noch einmal ihre Geschichten, wobei sie feststellen, daß gewisse Anknüpfungspunkte bestehen: Schließlich ist Abbas ein alter Feind von Serpentia, und es ist nicht auszuschließen, daß der Mord an dem Strategen durch seinen Assassinenfreunde stattgefunden hat. Immerhin kann Sheherazade sich erinnern, daß Halid die Botschaft an Abbas´ Vertrauten von einem weißhaarigen Ungläubigen erhalten hat – Sebastiano?
Um genauere Informationen über den Tod des Kaufmanns einzuholen, möchte Carmen ein Ritual durchführen, mit dem sie in die Vergangenheit sehen kann. Dazu allerdings benötigt sie entsprechendes Vis, daß aber weder sie noch Llwellyn dabei haben. Um die magische Substanz zu besorgen, schickt Llwellyn eine Nachricht durch Paddy an den Bund, wobei er gleichzeitig noch warnt, daß Christen im Moment in Damaskus nicht sonderlich beliebt sind. Beunruhigt beschließt Andrew, zusammen mit Colleen und dem Vis in die Stadt zu reiten, um den anderen beizustehen.
Währenddessen ziehen sich die frisch gefundenen Gefährten in eine Schenke zurück, um ihr weiteres Vorgehen zu beraten. Zwischendurch verlassen Llwellyn und Henry kurz die Wirtschaft, damit sie ihr Aussehen unauffällig durch Magie verändern können. Dabei allerdings werden sie von Straßenräubern so lange belästigt, bis Llwellyn der Geduldsfaden reißt und er einen der Banditen in eine lebende Fackel verwandelt. Dies fällt natürlich auf, aber immerhin sind die beiden Serpentianer so geistesgegenwärtig, sich schleunigst vom Ort des Geschehens zu entfernen.
Wieder in der Schenke angelangt, wird beschlossen, zunächst einmal Sebastiano zu beobachten. Der ist im christlichen Viertel in der Herberge „Zum Ochsen“ abgestiegen, die die Gefährten jetzt aufsuchen. Dabei finden sie allerdings nicht allzu viel heraus, außer daß der Flambeau ein ziemlich hitzköpfiges Temperament hat und den vier Grogs, die ihn begleiten, nicht allzu viel durchgehen läßt.
Da sie nicht viele andere Ansatzpunkte haben, beobachten die Gefährten dem Gasthof recht intensiv, wobei Sheherazade einen der Grogs bis zu einem Bordell verfolgt, wo dieser allerdings nur sehr kurz bleibt. Sie hält das aber nicht für allzu wichtig und erwähnt es den anderen gegenüber nicht.
Schließlich trifft am Abend des nächsten Tages Andrew mit dem Vis ein. Da es etwas problematisch erscheint, in Maimuds Schlafzimmer, wo er ermordet wurde, zu gelangen, will Carmen zunächst ihr Ritual an dem Brunnen, an dem Halid getötet wurde, durchführen. Tatsächlich kann sie sehen, wie der unglückliche junge Mann von einem erfahrenen Dolchkämpfer arabischer Herkunft ermordet wird. Allerdings scheint Halid sich gewehrt zu haben: Auf dem Boden kann die Quaesitorin etwas Blut finden, daß zu seinem Mörder gehören muß.
Am Tag darauf begibt sich Sebastiano auf den Markt. Dabei kann Carmen einen seiner Grogs in ein Gespräch verwickeln und sich mit ihm für den Nachmittag verabreden. Von diesem Mann erfährt sie schließlich, daß das Bordell als eine Art von Briefkasten für Sebastiano und einen anderen Mann, der der Beschreibung nach Abbas´ Vertrauter sein könnte, dient und sich die beiden heute Nacht noch dort treffen wollen.
Also finden sich die Gefährten am Abend in der Nähe des zweistöckigen Hauses ein, um herauszufinden, was die beiden denn voneinander wollen. Der Gedanke an ein Bündnis zwischen Abbas und Crux Liberandi jagt Andrew und Llwellyn einen gehörigen Schauer den Rücken herunter. Leider ist es nicht möglich, die beiden heimlich zu belauschen, denn kaum hat Ali gehört, daß der Vertraute des so verhaßten Ibn Usama sich in dem Bordell aufhält, als er auch schon mit seiner Söldnertruppe hinein stürmt. Die anderen folgen ihm, teils aus Neugier, teils um den Schaden zu begrenzen.
Wie Ali sehr schnell herausfindet, findet das Treffen im zweiten Stock des Hauses in einem fensterlosen Zimmer statt. Oben angekommen platzt er dann in das Treffen zwischen Murad, so der Name von Abbas´ Vertrauten, und Sebastiano. Den Söldnern stellen sich sofort die vier Grogs des Flambeaus und die fünf verschleierten Krieger des Assassinen entgegen. Während es zwischen diesen beiden Parteien zum Kampf kommt, erklärt Carmen Sebastiano den Iter Magorum wegen Diabolismus. Als Grund dafür scheint ihr sein Treffen mit dem Diener eines Schwarzkünstlers auszureichen. Der Flambeau ist recht erzürnt und fordert zunächst Beweise für diese Anschuldigung, die er für reichlich unhaltbar hält. Um den Lärm durch die Kämpfenden etwas zu mindern, läßt er kurzerhand den Boden, auf dem sie stehen, einbrechen, sodaß alle in dem Empfangsraum im Erdgeschoß stürzen.
Carmen ändert ihre Anschuldigung nun ab und ruft wegen Einmischung in mundane Angelegenheiten nochmals den Iter Magorum gegen Sebastiano aus. Dieser, schwankend zwischen Zorn und Amüsement, fordert erneut Beweise und fordert die Quaesitorin dann zum Certamen. Die versucht sich zunächst mit dem Hinweis auf Sebastianos vorgenommene Ausstoßung aus dem Orden herauszureden, geht dann aber doch darauf ein und fällt innerhalb weniger Sekunden ohnmächtig zu Boden. Daraufhin verläßt der Flambeau mit seinen Grogs das Freudenhaus, ohne weiterhin aufgehalten zu werden.
Llwellyn versucht zur selben Zeit, an Murad heranzukommen, doch dieser reibt an einem seiner Ringe, woraufhin ein Luftdjinn erscheint, das Dach aufreißt und den Assassinenführer durch die Lüfte hinfortträgt. Auch drei der arabischen Krieger können Alis Söldnern entkommen.
Sheherazade, die lieber außerhalb des Bordells zurückgeblieben war, kann nun sehen, wie Murad von seinem Djinn davongetragen wird. Als sie ihn verfolgt, sieht sie schon bald, wie der Assassinenführer irgendwo landet, aber als sie an dieser Stelle ankommt, ist er nirgendwo zu sehen. Llwellyn, der Murad ebenfalls verfolgt hat, findet heraus, daß der Araber wohl mit der Hilfe eines Erddjinns im Boden versunken sein muß und beginnt, mit seiner Magie an dieser Stelle ein Loch in die Erde zu bohren. Unglücklicherweise wird er dabei von der Stadtwache gestört, die hier nachts Patrouille geht. Die Gardisten bemerken das Loch zwar erst, als einer von ihnen hinein fällt, stellen danach aber eine Wache auf, damit sich hier niemand den Hals bricht.
Als sich die Gefährten schließlich wieder zusammenfinden, müssen sie sich eingestehen, daß die Ereignisse dieser Nacht wohl nicht allzu rühmlich für sie ausgefallen sind. Dennoch sind sie nicht bereit, aufzugeben. Am nächsten Tag will Carmen nun endlich zu Maimuds Haus gehen, um dort ihr Ritual durchzuführen, Llwellyn und Henry wollen solange den Gasthof „Zum Ochsen“ beobachten.
Tatsächlich verläßt Sebastiano Damaskus am nächsten Tag in bester Laune. Offenbar ist er nach letzter Nacht zu der Meinung gekommen, daß Serpentia wohl kein angemessener Gegner für einen Flambeau sein kann – so unfähig, wie sich die Leute da anstellen!
In Maimuds Haus gelingt es Carmen tatsächlich, zum Tatort vorgelassen zu werden, wo sie feststellen kann, daß der Mörder des Strategen derselbe Mann ist wie der, der Halid getötet hat.
Da sie von diesem eine arkane Verbindung hat, macht sie sich auf die Suche und kann sofort herausfinden, daß der Assassine sich noch in der Stadt aufhält.
Daraufhin brechen alle zusammen auf, um den Mörder dingfest zu machen, nur Andrew bleibt zurück, da er sich beim gestrigen Kampf den Fußknöchel verstaucht hat. Die Spur, die Carmen magisch verfolgt, führt zu einer Statue eines alten römischen Feldherrn. Llwellyn kann relativ leicht feststellen, daß diese Statue den Eingang zu einem Tunnel, der nach unten in die Erde führt, verbirgt. Henry und Ali beweisen nun ihre Körperkraft, indem sie die schwere steinerne Figur von ihrem Sockel herunter wuchten, wobei diese ihnen allerdings entgleitet und mit einem lauten Krachen auf dem Boden zerspringt. Dieser Lärm lockt die Stadtwache herbei, was dazu führt, daß sich alle recht hektisch in den Tunnel begeben, in dem eiserne Sprossen zum Herunterklettern angebracht worden sind. Llwellyn verschließt den Einstieg schnell noch mit einer Schicht Stein.
Colleen, die als erste in den Tunnel gestiegen ist, sieht recht bald, daß der Einstieg in einer Höhle endet. Da diese nicht allzu hoch ist, kann man sich ohne Probleme vom Ende des Tunnels, der in der Decke der Höhle mündet, hinunterfallen lassen, was die Feenritterin dann auch tut. Dabei springt sie allerdings genau in den Zielbereich der beiden Armbrustschützen, die den Lärm oben natürlich gehört haben und nun bereit sind, ihr geheimes Versteck um jeden Preis zu verteidigen. Als Colleen sich in die Höhle fallen läßt, feuern die beiden Männer ihre Bolzen auf sie ab und können sie damit schwer verwunden. Auch Sheherazade wird von einem Bolzen getroffen, als sie nach der Irin in die Höhle kommt. Der nächste ist allerdings Henry, auf den sich die zwei Armbrustschützen und noch zwei andere Kämpfer stürzen. Nachdem aber auch Ali der Riese unten eintrifft, gelingt es den beiden, zwei der Assassinen zu töten und einen dritten (den Mörder Maimuds und Halids) schwer zu verwunden. Der letzte von ihnen flieht in einen Gang, der von der kleinen Eingangshöhle wegführt. Noch während der Kampf tobt, taucht auch der Luftelementar auf. Llwellyn, der als letzter immer noch im Einstiegstunnel an den Sprossen hängt, beginnt sofort, den Djinn durch sein entgegengesetztes Element, die Erde, zu bannen, indem er einfach einen riesigen Erdhaufen auf den Elementargeist wirft. Dies vernichtet zwar den Djinn, erschöpft Llwellyn aber so sehr, daß dieser den Halt verliert, auf den Boden der Höhle stürzt und sich dabei auch noch ein Bein bricht.
Kaum ist jedoch der Luftdjinn vernichtet, als sich der große Erdhaufen zu bewegen beginnt. Offenbar soll jetzt auch ein Erdelementar gegen die stark geschwächte Gruppe kämpfen. Selbst Henry ist in dem vorhergehenden Kampf mit den Assassinen verletzt worden, und Ali, der einzige unverletzte Kämpfer, macht sich an die Verfolgung des fliehenden Assassinen, in der Hoffnung, daß dieser ihn zu seinem Herrn führen wird.
So steht also nur Henry gegen den Erddjinn, als dieser sich vollends entwickelt hat. Leider hat der schon geschwächte Kämpfer keine Chance gegen das Wesen und wird von ihm mit solcher Wucht gegen eine Wand geschleudert, daß es ihn schier das Leben kostet.
Kaum daß Llwellyn aus dem Tunnel gestürzt ist, will Sheherazade die Chance zum Entkommen nutzen und klettert den Einstieg wieder nach oben. Dort allerdings hat Llwellyn den Eingang versiegelt. Über sich kann die Damaszenerin die Stimmen der rätselnden Stadtwachen hören, wer denn wohl die Statue umgeworfen habe. Während sie sich noch überlegt, ob sie vielleicht um Hilfe rufen soll, hört sie eine neue Stimme hinzukommen, die ihr recht vertraut ist. Es ist Andrew, der über eine arkane Verbindung mitbekommen hat, wie schlecht es um seine Gefährten steht, und nun die störenden Wachen wegschickt. Dann öffnet er den Tunneleingang wieder, läßt Sheherazade hinaus und klettert selbst hinunter.
Er kommt gerade an, als sich auch Colleen trotz ihrer Wunden wieder aufgerafft hat und nun versucht, eine empfindliche Stelle des steinharten Erddjinns zu finden. Carmen lenkt in der Zwischenzeit des starke, aber dumme Wesen durch einen störenden kleinen Luftwirbel ab, nach dem der Erdelementar vergeblich schlägt.
Andrew gelingt es zunächst, die Substanz des Wesens weicher zu machen, sodaß Colleens Schläge nun auch tatsächlich effektiv sind. Der Djinn allerdings merkt dies und nach einem vergeblichen Versuch gelingt es ihm auch, die junge Kämpferin mit einem ähnlich verheerenden Schlag wie Henry zu erwischen. In diesem Moment gerät Andrew seine Magie außer Kontrolle: Der Erddjinn wird wieder steinhart, und der Brite verliert wie schon zuvor Llwellyn das Bewußtsein, wobei er sich bei dem folgenden Sturz allerdings nicht sein Bein, sondern den Arm bricht.
In dieser Situation kehrt Ali endlich wieder. Er war bei der Verfolgung schon recht schnell auf Murad gestoßen, und nachdem er den schon verletzten verbliebenen Krieger getötet hatte, konnte er den Diener des Abbas Ibn Usama nun auch unschädlich machen. Dabei bemerkte er an dessen Hand zwei Ringe, einer mit einem hellen blauen, den anderen mit einem dunkelgelben Stein. Da er sich erinnerte, daß Murad die Djinns durch Reiben an diesen Ringen herbeigerufen hatte, nahm er die Schmuckstücke an sich und kehrte in die Eingangshöhle zurück.
Dort kommt er gerade rechtzeitig an, um den Kampf mit dem Erddjinn aufzunehmen. Vorher jedoch wirft er die beiden Ringe Carmen zu. Diese versucht zunächst, mit dem Ring, der mit dem dunkelgelben Stein verziert ist, den Erdelementar zu beherrschen. Als dieses nicht gelingt, zerschlägt sie das Juwel. Kaum hat sie es zwischen zwei Felsbrocken zermahlen, als der Erddjinn zu feinem Staub zerfällt. Ali hat zwar ein paar Kratzer davongetragen, ist aber nicht ernsthaft verletzt, im Gegensatz zu einem Großteil der anderen.
Da er hier in Damaskus einige Leute kennt, macht sich der Söldnerführer auf, um zunächst einen Arzt für die Verletzten zu finden. Draußen begegnet er Sheherazade, die in der Zwischenzeit die wiederkehrende Stadtwache abgelenkt hat. Gemeinsam wecken sie einen Heiler auf und bringen ihn ohne große Erklärungen zu den Verwundeten, die auch verbunden werden.
Carmen versucht noch, durch Andrew eine Nachricht an seinen Sohn zu schicken, daß Vis für die Verwundeten nötig sei, ist aber zu erschöpft, um den Spruch richtig zu wirken, wodurch im Bund die Nachricht eintrifft, Andrew und die anderen wären tot und Damaskus selbst zerstört. Beunruhigt prüft Terminus zunächst Henrys Gesundheitszustand nach, der zu diesem Zeitpunkt tatsächlich äußerst kritisch ist und schickt dann Sean mit einigen Grogs und etwas Vis nach Damaskus.
Die Verletzten werden zunächst zu Aladin gebracht, wo Henry nach einer sehr kritischen Nacht am nächsten Morgen gerettet werden kann. Allerdings wird sich der tapfere Kämpfer nie wieder ganz von der Wunde erholen und eine schwache Lunge zurückbehalten.
An diesem Morgen begeben sich Llwellyn und Carmen zusammen mit Ali und dem verwundeten Assassinen zum Kadi, um den Mord an Maimud al-Hailad aufklären. Der alte Mann hört ihnen ruhig zu und zeigt dann, daß auch er über geringe magische Fähigkeiten verfügt: Er blickt dem Meuchelmörder eine Weile in die Augen und befiehlt ihm dann, die Wahrheit zu erzählen, was dieser auch tut. Offenbar war es so, daß Sebastiano einen der käuflichen Assassinen angeheuert hat, Maimud zu töten und dabei die kleine Brosche mit dem Wappen von Serpentia zurückzulassen. Murad sah dieses Schmuckstück und nahm Kontakt mit dem weißhaarigen Flambeau auf, um herauszufinden, ob der Fremde vielleicht an einer Kooperation zum Schaden Serpentias interessiert sei. Dabei allerdings wurde er von den Gefährten gestört.
Carmen beschließt, auf dem nächsten Tribunal anwesend zu sein, um Sebastiano anzuklagen, bis dahin will sie in ihre Heimat Spanien zurückkehren. Auch die Wege der anderen Gefährten trennen sich, nachdem sie die Belohnung, die zur Ergreifung von Maimuds Mörder ausgesetzt war, unter sich aufgeteilt haben. Bis auf Henry, der wegen seiner schweren Verletzungen in Damaskus bleiben muß, kehren die Magier wieder nach Serpentia zurück, wo sie Terminus beruhigen können, daß sie wohlauf sind und die Stadt auch noch steht.

Comments

Marganma

I'm sorry, but we no longer support this web browser. Please upgrade your browser or install Chrome or Firefox to enjoy the full functionality of this site.