Serpentia

Der Streit der Djinns

Herbst 1196

Alen, Aella, Heracles

Alen will der neu angeworbenen Groga Aella die Umgebung des Bundes zeigen. Dazu nimmt er auch noch Heracles mit, der die Gegend auch noch besser kennenlernen soll.
Als sie schon mitten im Gebirge sind, hören hinter einem Felsvorhang ein Kind weinen. Es handelt sich dabei aber nicht um ein menschliches Mädchen, sondern um eine junge Djinna. Um sie herum stehen noch weitere unglückliche Djinnkinder. Alen, Aella und Heracles trösten das weinende Mädchen und fragen nach dem Grund für seine Tränen. Unter etlichen Schluchzern erzählt sie, daß sie zum Volk der Luftdjinns gehört, das hier in den Bergen lebt. Vor einiger Zeit haben sich die Männer und Frauen dieses Volkes böse zerstritten. Die Luftdjinns spielen nämlich liebend gern und erfüllen nur sehr widerwillig die wenigen Pflichten, die getan werden müssen: Kinder hüten und Töpfe putzen. Bisher wurde das ganze durch den Großen Plan geregelt, aber nun hat es Streit gegeben, und die Frauen sind alle ausgezogen. Die Männer wollten nun die lästigen Kinder – die sie ja die ganze Zeit hüten mußten – loswerden und haben sie mit einem Trick den Frauen überlassen: Sie haben behauptet, den Kindern ginge es bei ihnen besser, woraufhin die Frauen die Kinder entführt haben. Jetzt haben aber die Frauen keine Lust, sich sehr um die Kinder zu kümmern, wollen sie den Männern aber auch nicht wiedergeben. Wegen dieses ständigen Hickhacks sind die Kinder jetzt einfach weggelaufen.
Alen, Aella und Heracles beschließen, den Kindern zu helfen. Dazu müssen sie zunächst mit den Müttern reden, um deren Seite der ganzen Angelegenheit zu hören. Die Kinder sind von dem Vorschlag begeistert und schwingen sie sofort mit den Menschen in die Lüfte. Alen und Aella macht der wilde Flug nicht sonderlich viel aus, aber Heracles wird luftkrank. Er ist ziemlich erleichtert, als die übermütigen Kinder endlich auf einem kleinen Hochplateau landen. Dort halten sich etliche ältere, eindeutig weibliche Luftdjinns auf, die sehr erleichtert sind, ihre Kinder zurück zu bekommen. Ihre Königin lädt die drei Menschen herzlich ein, doch eine Weile zu bleiben und mit ihnen zu essen.
Während des Essens fragen Alen, Aella und Heracles ein wenig herum und finden heraus, daß der ganze Streit begann, weil die Männer an dem Großen Plan „herumgefuhrwerkt“ haben – sie haben versucht, zu betrügen. Als die Frauen sie zur Rede stellten, versuchten sie sich herauszureden, und schließlich beschloß der König, es von nun an zu halten wie die Menschen: Die Frauen sind fürs Kinderhüten und Töpfeputzen zuständig, und die Männer für alles andere. Daraufhin verließen die Frauen wutschnaubend die gemeinsame luftige Höhle. Das Putzen der Töpfe bezieht sich bei den Luftdjinns tatsächlich nicht auf so etwas profanes wie Geschirrspülen, sondern auf das Sauberhalten eines Verbindungskanals zu der Ebene der Luft, aus der sie alle stammen. Ohne diese Verbindung können sie in der menschlichen Welt nicht existieren.
Nachdem sie all das herausgefunden haben, bieten die drei Grogs der Königin an, zwischen den Frauen und den Männern zu vermitteln. Ein wenig zögernd gehen die weiblichen Luftdjinns darauf ein. Am nächsten Tag bringen die Kinder die drei Menschen in den luftigen Palast auf einem Berggipfel, in dem ihre Väter leben – sehr zu Heracles´ Begeisterung. Dort berichten sie dem König von ihrem Auftrag. Der ist zunächst nicht sonderlich angetan von der Einmischung der Menschen, sieht allerdings auch ein, daß irgend etwas getan werden muß. Im Moment kommen die Männer vor lauter Sorgen nicht einmal dazu, die Töpfe zu putzen!
Im Palast sehen Alen, Aella und Heracles nun das erste Mal den Großen Plan, den vor vielen Jahren ein Magier in die Wand geschrieben hat. Er ist denkbar einfach: „Im Frühling putzen die Frauen die Töpfe und hüten die Kinder. Im Sommer putzen die Männer die Töpfe und hüten die Kinder.“, und so weiter. Hier erfahren sie auch, daß es Tradition bei den Luftdjinns hat, mit dem Plan herumzufuhrwerken – jeder macht das, und bisher wurde stillschweigend darüber hinweggesehen. Aber dann haben sich die Frauen beschwert, und es kam zum Streit… Der König findet seinen Vorschlag, es zu handhaben wie die Menschen, sehr vernünftig, bis Alen ihm erklärt, daß es bei den Menschen viel mehr Pflichten gibt als Töpfe putzen und Kinder hüten.
Nach einer kurzen Beratung beschließen Alen, Aella und Heracles, einen neuen Plan vorzuschlagen – einen Plan, der die Pflichten gleichmäßig verteilt: „Im Frühling putzen die Frauen die Töpfe und die Männer hüten die Kinder. Im Sommer putzen die Männer die Töpfe und die Frauen hüten die Kinder.“ und so weiter.
Es gelingt den Grogs, den König und die Königin zu einem Treffen zu überreden (was wieder mit wilder Fliegerei verbunden ist). Dort redet Alen erst einmal beiden Parteien ins Gewissen und erklärt ihnen, daß sie sich doch immer noch gern hätten und lieber zusammen leben würden. Außerdem bräuchten die Kinder alle beide – Männer und Frauen. Etwas zerknirscht sehen die Djinns ihren Fehler ein und König und Königin reichen sich die Hände.
Nach einem rauschenden Fest werden die drei Grogs wieder zurück ins Tal geflogen (wobei Heracles erneut schlecht wird). Einige Tage später erhalten sie noch einmal Besuch von den Djinns: Sie bringen ihnen die ausgekratzten Reste aus den Töpfen, einen hübschen Kristall, wie ihn die Menschen doch recht gern hätten. Zunächst können sie nur einen Kristall bringen, aber auch die anderen beiden sollen noch einen haben, wenn es wieder Zeit zum Töpfeputzen ist.
Als sich Rhys diesen Kristall anschaut, stellt er fest, daß es sich um Auram-Vis handelt. Das Vis hat allerdings den kleinen Nachteil, das es nur im Freien eingesetzt werden kann….

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Marganma

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