Serpentia

Die Erlösung Karthagos

Frühling 1212

Bernward, Aaron, Frederik, Jochen, Gwyn, Paddy, Sven, Marit, Gwyweredd, Zafira

Im Frühling kommt ein Dörfler zum Bund: Sein Hof ist von einem Monster angegriffen worden – er vermutet einen Dämon. Rhys macht sich mit ein paar anderen auf die Jagd. Das Monster ist recht schnell gefunden und erlegt, allerdings handelt es sich nicht um einen Dämon, sondern um ein magisches Wesen, eine Art Lindwurm.

Auch die beiden Friedhofshexer Yasher-Ra und Mika-Tanit sind da, um das Monster zu bekämpfen. Sie haben vor ein paar Wochen schon einmal so einen Lindwurm erschlagen, allerdings war der kleiner.
In der Höhle, in der der Lindwurm gehaust hat, findet Rhys einen magischen Riß, aus dem das Monster vermutlich kam. Er schließt ihn zunächst.

Bernward ist im Bund allerdings schon seit mehreren Monaten aufgefallen, dass die Aura stark schwankt. Seine Untersuchungen haben ergeben, dass diese Störungen irgendwie mit Gwyn zu tun haben – die Sache fing wahrscheinlich genau dann an, als Gwyn in Venedig für ein paar Sekunden tot war. Gwyn selbst weiß nicht, was das Ganze soll.
Allerdings gibt es einen Zusammenhang mit dem Lindwurm: Vor einigen Tagen gab es eine besonders starke Schwankung in der Aura, und genau zu diesem Zeitpunkt ist der Lindwurm aufgetaucht.

Gwyn erinnert sich, dass er von Hassan Bey gehört hat, dass solche Lindwürmer in der karthagischen Regio eine ziemliche Plage sind. Er vermutet, dass die ganzen Dinge mit ihm als „Propheten“ und der karthagischen Regio zusammenhängen.

Bevor er und Bernward aufbrechen können, um mit Hassan Bey zu reden, trifft ein Brief von Terminus im Bund ein. Der ist gerade in Ägypten und hat sich mit Nakatia überworfen, weil die a) bei den Friedhofshexern rumhängt und b) Dämonen beschwört.
Er ist gerade in Thetis mit irgendwelchen Verbündeten, die ihm erklärt haben, die Friedhofshexer wollten eine infernale Regio öffnen und teuflisches Gezücht auf die Menschheit loslassen. Eines dieser Wesen hat er schon bekämpft, einen schwarzen Lindwurm. Jedenfalls würde er sich über Hilfe freuen.

Na gut, das scheint alles irgendwie zusammenzugehören. Hassan Bey bestätigt, dass die Lindwürmer auch in der Regio öfter auftauchen, dass die magischen Auraschwankungen auch in Damaskus spürbar – nicht so stark wie in Serpentia, aber sie nehmen mit Gwyns Anwesenheit zu. Offenbar hat sein kurzer Tod in Venedig einiges losgetreten.

Also beschließt Gwyn, nach Ägypten zu reisen und mit Koremun, dem Anführer der karthagischen Befreiungsfront, zu reden. Der hält sich vermutlich in der Regio der Friedhofshexer (charmanterweise „der Friedhof“ genannt), auf. Da ist auch Nakatia, zumindest laut Terminus.
Bernward, Frederik und Padraig begleiten ihn, dazu Zaphira, Gwy und ein paar Grogs; außerdem schließen sich auch Yasher-Ra und Mika-Tanit an. Die sind schließlich nur wegen Gwyn da.

Die Reise nach Ägypten verläuft ohne Probleme. Dort wollen Mika-Tanit und Yasher-Ra sie zur Regio der Friedhofshexer (einfach „Friedhof“ genannt führen, aber unterwegs werden sie in einem ausgetrockneten Wadi von einer Sternenmagierin überfallen.
Bevor es jedoch zu größeren Verlusten kommen kann, erkennt Frederik Terminus, der die Sternenmagierin begleitet hat. Terminus erklärt, sie hätten sie angegriffen, weil sie mit Friedhofhexern unterwegs waren (die haben sich klugerweise zurückgezogen). Er lädt sie nach Thetis ein, wo sich die Gegner der Friedhofshexer sammeln.

Etwas widerstrebend gehen Bernward, Frederik und die anderen mit ihm mit. An die Sternenmagier haben sie keine so guten Erinnerungen.
In Thetis halten sich außer den Sternenmagiern auch noch einige Alchemisten aus Tripolis auf. Sie haben sich im Kampf gegen die Friedhofshexer verbündet. Außerdem ist außer Terminus noch ein hermetischer Magier anwesend: Cyon de Bresche, ebenfalls ein Tytalus. Ihm und seinen Sodalis sind die Serpentianer bereits bei der umgedrehten Pyramide über den Weg gelaufen, als die Sternenmagier ihn angeheuert haben, um Asineth zu befreien.

Terminus geht natürlich davon aus, dass die anderen Magier gekommen sind, um mit ihm gegen Nakatia und ihre dämonischen Verbündeten zu kämpfen. Allerdings gibt es relativ schnell Probleme, als die Überlebenden der Schlacht bei Serpentia hören, dass ihre alten Feinde hier sind – Cyon warnt Padraig, Bernward und die anderen, dass die vermutlich auf Rache aus sind, und hilft ihnen, Thetis fürs erste zu verlassen.

In der Wüste treffen die Serpentianer Yasher-Ra und Mika-Tanit wieder und erreichen den Friedhof ohne weitere Zwischenfälle.
Bei dem Friedhof handelt es sich nicht ausschließlich um einen Friedhof, sondern um eine große Regio, in der viele noch nach den alten Sitten der Ägypter leben. Allerdings gibt es hier eben den Kult der Friedhofshexer und eine riesige Nekropole, die um vieles größer ist als die Stadt der Sterblichen.

In der großen Pyramide des Friedhofs treffen sie schließlich Nakatia, Koremun (den Anführer der Karthager in dieser Welt) und Zafiras Mutter Terca. Die arbeitet jetzt mit den Friedhofshexern zusammen.

Bei einer großen Besprechung erfahren sie, dass die karthagische Regio demnächst zusammenbrechen wird. Wenn sie geöffnet und ihre Einwohner gerettet werden sollen, dann sollte das so schnell wie möglich passieren. Gwyn erklärt sich bereit, es zumindest zu versuchen – allerdings möchte er die Regio erst einmal anschauen, um einen geeigneten Evakuierungsplan aufzustellen. Tatsächlich wollen die Serpentianer aber erst mal wissen, was sie da auf die Welt loslassen würden.
Koremun ist einverstanden. Allerdings befindet sich der einzige Zugang, der richtig geöffnet werden kann, im alten Eshmun-Tempel in Karthago (oder in den Ruinen von Karthago). Dort ist mit Angriffen von Sternenmagiern und Alchemisten zu rechnen.

Die Lindwürmer tauchen allerdings überall dort auf, wo die Regio eine Verbindung zur sterblichen Welt hat – in der Nähe von Gwyn, oder dort, wo Koremuns Leute versucht haben, Ankersteine zu setzen, mit denen sie die Regio herunterziehen können. Dieser Plan wurde zwar aufgegeben, aber die Verbindung besteht nach wie vor.

Also geht die Reise weiter, diesmal mit einem fliegenden Artefaktschiff. Nakatia kommt nicht mit, die möchte lieber ihren Studien nachgehen, aber Koremun, Terca und viele der Friedhofshexer schließen sich an.
Unterwegs eröffnet Terca iher Tochter, welches Interesse sie eigentlich bei der Angelegenheit verfolgt: Aleyafur, die Blümchendämonin, ist an den giftigen Pflanzen der Regio interessiet und hätte gern eine davon. Die meisten Dämonen sind gegen infernale Gifte immun, aber gegen magische Gift (wie denen in der Regio) könnte das anders aussehen. Deswegen bittet sie Zafira, die Gwyn in die Regio begleiten wird, ihr eine Pflanze von dort mitzubringen.

In den Ruinen von Karthago lauern zwar schon die Sternenmagier und ihre Verbündeten, die Alchemisten, aber Koremun und seine Leute können Gwyn und die anderen zum alten Tempel bringen. Bevor Gwyn das Tor öffnet, müssen er und seine Begleiter Schutzkleidung anlegen; ansonsten würde die giftige Atmosphäre der Regio sie innerhalb von wenigen Stunden umbringen.

Gwyn gelingt es, das Tor zu öffnen. In der Regio wird er mit großer Freude begrüßt – er ist schließlich die einzige Hoffnung, die die Karthager haben. Die Regio selbst ist genauso lebensfeindlich wie geschildert: Alle Pflanzen sind giftig (auch wenn die meisten davon mittlerweile abgestorben sind), die Einwohner werden von giftigen Miasmen und Monstern geplagt und die Grenzen der Regio schrumpfen stärker und stärker zusammen. Am Horizont lauert das pure Chaos, aus dem die Monster geboren werden.

Die Königin von Karthago ist die Witwe des karthagischen Generals Hasdrubal, Eschmun-Belia. Sie ist mit ihrem Thron verschmolzen und kann ihn nicht mehr verlassen. Sie empfängt Gwyn und seine Begleiter und bittet sie, ihr Volk zu retten. Bei ihr ist auch Fabrizia, die einst mit Haidar – Hadrian – verheiratet war. Sie ist für die magische Technik hinter den Implantaten und Artefakten verantwortlich.

Nach einer kurzen Besprechung beschließen Gwyn und die anderen, die letzten Karthager aus der Regio zu führen. Diejenigen, die hauptsächlich für Kampf und Zerstörung geschaffen wurden und die am wenigsten menschlich sind, werden die Regio als erste verlassen und versuchen, die Sternenmagier und Alchemisten zu töten.

Es wird keine weitere Zeit verloren: Gwyn öffnet das Tor, Frederik und Bernward blocken die giftigen Dämpfe und Miasmen, sodass sie die Regio nicht verlassen können, während die Karthager hinausziehen. Draußen wie drinnen tobt eine heftige Schlacht – draußen gegen die Sternenmagier und Alchemisten, drinnen gegen die Monster, die das Tor entdeckt haben und nun ebenfalls hindurch wollen.
Bei den heftigen Kämpfen am Tor fällt Sven, während er die Magier beschützt.
Schließlich haben alle Karthager die Regio verlassen, es sind nur noch Monster da. Gwyn schwebt empor, um das Tor zu schließen, als ein monströser schwarzer Vogel auf ihn zufliegt. Aber es gelingt Padraig in letzter Sekunde, den Vogel mit einem illusionären Stein abzulenken – Gwyn schließt das Tor, der Vogel wird gespalten und die Regio sich selbst und dem endgültigen Zerfall überlassen.

Gwyn selbst ist bei dem Kampf um das Tor verletzt worden, aber die Karthager setzen ihm ein paar Metallteile in den Körper, und es geht ihm recht schnell wieder besser. So ganz geheuer ist ihm das allerdings nicht.

Schließlich sind alle Schlachten geschlagen und die Feinde der Karthager sind besiegt. Viele Kämpfer sind gefallen, darunter auch Fabrizia Aemiliana. Bei den heftigen Kämpfen am Tor hat auch Sven sein Leben gelassen. Terminus, der auf der Seite der Alchemisten gekämpft hat, wird sterbend auf dem Schlachtfeld gefunden, aber Frederik kann ihm das Leben retten.

Über 200 Karthager haben es aus der Regio geschafft. Wie viele von ihnen auf Dauer überleben können, ist ungewiss – viele der Implantate und Artefakte benötigen eine hohe magische Aura, um langfristig zu funktionieren. Gwyn beschließt, die Überlebenden zunächst zum Friedhof zu führen, wo es ja eine magische Aura gibt. Der Rest reist mit dem fliegenden Artefakt sofort zurück, da Frederik und Bernward wieder zurück nach Serpentia wollen.

Padraig möchte zunächst bei seinem Freund bleiben, aber Gwyn macht ihm klar, dass es eine Lebensaufgabe ist, auf die Karthager aufzupassen. Er denkt nicht, dass er nach Serpentia zurückkehren wird. Schweren Herzens nehmen die beiden Abschied voneinander – auch wenn Paddy darauf besteht, dass das kein Abschied für immer sein wird.

Beim Friedhof trennen sich Zafira und Terca, wobei Terca verspricht, ihre Tochter bald besuchen zu kommen. Zafira hat ihrer Mutter eine giftige Pflanze aus der Regio mitgebracht.

Frederik und Bernward haben Terminus mit nach Serpentia genommen. Der ist äußerst unglücklich darüber, dass die „infernalen“ Karthager die Regio verlassen haben. Er verlässt den Bund nach seiner Genesung.

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Marganma

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