Serpentia

Die Sünden des Vaters

Winter 1200

Andrew, Sir Quintus, Lady Colleen

Nachdem Aella mit den anderen aus England zurückgekehrt ist, hat sie eine besorgniserregende Vision: Sie sieht, wie Andrew (oder, wahrscheinlicher, sein Doppelgänger) mit einem Messer zwischen den Zähnen triefend nass an Bord eines Schiffes klettert und Liber Petri, der ihn nicht bemerkt, hasserfüllt mustert.
Als sie Andrew von dieser Vision erzählt, ist der zutiefst beunruhigt: Immerhin ist es gut möglich, daß sich der Doppelgänger wirklich an Bord des Schiffes, mit dem Liber Petri London abgefahren ist, geschlichen hat. Da er die Hoffnung hat, das Schiff in King´s Lynn abfangen zu können, bricht er sofort mit einigen Pferden, Sir Quintus und Lady Colleen auf.
Tatsächlich gelingt es den drei Rittern, das Schiff zu erreichen. Liber Petri scheint von ihrer Anwesenheit nicht sonderlich begeistert zu sein. Er verspricht aber, sich die Warnung der Serpentianer zu Herzen zu nehmen.
Bevor er das Schiff jedoch verläßt, hört Quintus plötzlich Andrews Stimme hinter sich, die mit einem Matrosen spricht – obwohl er genau weiß, daß sich der Magier noch in Liber Petris Kajüte aufhält. Als er Andrew davon berichtet, findet dieser heraus, daß sich der Matrose mit dem Bierhändler Albert Huntingdon unterhalten hat. Zwar macht der Händler bei einem kurzen Gespräch einen harmlosen Eindruck, aber Andrew, Quintus und Colleen beschließen dennoch, ein Stück mit dem Schiff mitzufahren. Vielleicht ist der Doppelgänger ja doch an Bord.
Auf dem Schiff fahren sechs englische Händler mit. Schon zwei Tage nach der Abfahrt geht einer von ihnen über Bord. Es scheint sich dabei um Charles Forsythe, einen Tuchhändler, gehandelt zu haben. Aber die drei Serpentianer finden schnell heraus, daß in Wirklichkeit Albert Huntingdon ermordet wurde. „Charles Forsythe“ ist eine Tarnung des Doppelgänger, der hier auf dem Schiff in Albert Huntingsdons Ebenbild verwandelt wurde. Allerdings nicht perfekt: Statt Huntingdons grünen hat der Doppelgänger immer noch graue Augen. Das fällt auch Sir Quintus auf, und der falsche Händler soll gefangen genommen werden. Das ist aber nicht so einfach, wie angenommen: Zunächst soll Liber Petri mit seinem magischen Augenglas feststellen, wer der vermeintliche Händler wirklich ist. Als der Magier den Mann jedoch durch die Linse hindurch ansieht, schwinden Liber Petri die Sinne und er sinkt zu Boden. In diesem Moment wird der Händler von einer unsichtbaren Kraft erfaßt und über die Reling des Schiffes geschleudert. Es gelingt Quintus, ihn zu retten und in sein Zimmer zu bringen, wo er, Andrew und Colleen sich dann um ihn „kümmern“ wollen.
Es stellt sich heraus, daß der Doppelgänger Andrew unehelicher Sohn mit der Schankmaid Patty Harper ist: William Harper. Er haßt seinen Vater, da er ihn dafür verantwortlich macht, daß seine Mutter früh und in Schande verstorben ist. Sein Plan war es, seinen Vater vollkommen zu ruinieren, damit der auch einmal am eigenen Leib erfährt, wie es ist, in völliger Armut zu leben. Bei seinen diversen magischen Verkleidungen hat ihm ausgerechnet Liber Petri geholfen, der wohl auch wußte, daß es sich bei ihm nicht um den echten Andrew Owen Fitzpatrick handelt. Er hat William Harper benutzt, um an verschiedene Gegenstände zu kommen, die er für sein Ritual benötigt. In Panik löscht er dem Doppelgänger das Gedächtnis, noch während Andrew und die anderen sich mit ihm unterhalten, aber zu spät: Die Serpentianer haben bereits von seinen Spielchen erfahren. William Harper ist sehr zornig, als sie ihm eröffnen, daß Liber Petri in seiner Erinnerung herumgepfuscht hat.
Von Harper erfahren die Serpentianer, daß er sich gut auf seine Rache vorbereitet hat: Zu seinen Informationsquellen zählen unter anderem Mentalia, Hugo und Sheila. Offenbar kennt er einen Magier in Transsylvanien, der Sheila unter seiner geistigen Kontrolle hat. Außerdem stellt sich heraus, daß William ein Netz aus Händler aufgebaut hat, die sich untereinander an einer bestimmten Brosche erkennen. Durch Magie erfährt Andrew genug über dieses Händlernetz, um es bei Bedarf übernehmen zu können.
Da sie Liber Petri nicht für den Mord an dem mundanen Händler Huntingdon bestrafen können, soll auch der Doppelgänger laufen gelassen werden, nachdem er versprochen hat, Andrew fortan in Ruhe zu lassen. Noch vor York verlassen die drei Serpentianer nach einer weniger freundlichen Aussprache mit Liber Petri das Schiff. Immerhin wird der Criamon ohne den Doppelgänger wohl nicht an die Reliquie herankommen, der er braucht.
An Land angekommen, lassen die drei Ritter William Harper seiner Wege ziehen und machen sich auf den Rückweg zum Bund, den sie auch wohlbehalten erreichen.

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Marganma

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