Serpentia

Die Seenymphe

Winter 1185

Sean, Llwellyn, Henry

Seit einiger Zeit wirken einige von Llwellyns und Seans Kinder sehr apathisch, es fehlt ihnen die Lebenslust und der Kampfgeist. Oft kann man sie völlig verloren in einer Ecke sitzend finden, wo sie auf eine Art innere Melodie zu lauschen scheinen.
Auf die Frage hin, wo sie die Musik, die sie so zu beschäftigen scheint, gehört hätten, geben die Kinder keine Antwort. Wie es scheint, haben sie versprochen, nicht darüber zu reden. Allerdings erfährt Sean von seiner nicht betroffenen Tochter Vanessa etwas anderes: Das Mädchen hat sich offenbar schon des öfteren mit ihrem Großvater mütterlicherseits, dem König der Eisigen Speere, getroffen.
Immerhin können Sean und Llwellyn von den Kindern erfahren, daß die Melodie etwas mit dem kleinen See vor Serpentia zu tun hat. Zusammen mit Llwellyns Leibgrog Henry und den griechischen Schwestern Eirena und Ephgenia begeben sich die beiden Männer schließlich eines Abends zum See.
Dort hören sie tatsächlich eine sehr verlockende und betörende Melodie, die von einer ebenso anziehenden Nymphe gesungen wird. Henry und Sean verfallen der verführerischen Schönheit beinahe sofort und stürzen sich in den See, um zu der Schönen zu gelangen. Dabei merken sie nicht, wie das Wasser immer höher steigt und schließlich droht, sie zu verschlingen.
Llwellyn allerdings ist weit weniger von dem Gesang der Nymphe beeindruckt. Um seine Kinder und auch Sean und Henry zu retten, spricht er einen Zauber und wirft einen Feuerball nach der betrügerischen Wasserfee. In einer blendenden Explosion vergeht die Nymphe, allerdings hat das gleißende Licht auch noch weit weniger erfreuliche Nebenwirkungen: Die Groga Ephgenia verliert durch den Lichtblitz ihr Sehvermögen völlig.
Llwellyn allerdings hat zunächst andere Sorgen: Er vermeint, sich zu erinnern, daß Nymphen von gelben Rosen angezogen werden. Zwar hat Sean, der eigentlich ein Experte auf diesem Gebiet ist, davon noch nie etwas gehört, aber das hält Llwellyn nicht davon ab, die Rosen, die tatsächlich in einem der Gärten Serpentias blühen, zu vernichten und ihre Überreste in einer Steinkugel auf ewig zu verschließen.
Mit dem Tod der Nymphe – oder der Vernichtung der gelben Rosen? – vergeht auch ihr Zauber und nach und nach werden die Kinder wieder normal. Zwar versucht Sean ein paarmal, Vanessa bei ihren Treffen mit ihrem Großvater zu beobachten, was ihm aber nie gelingt.

Comments

Marganma

I'm sorry, but we no longer support this web browser. Please upgrade your browser or install Chrome or Firefox to enjoy the full functionality of this site.