Serpentia

Die Suche nach Newyddllyn

Winter 1194

Padraig, Gwyn, Mateen, Borric, Gwyweredd, Rafim, Pierre

Eines Tages, als sich Gwyn und Padraig wieder einmal im Wald aufhalten, treffen sie dort einen fremden Mann. Der Unbekannte stellt sich als Borric vor. Er ist Jäger und kommt gerade aus Schottland – offenbar ist er irgendwie durch den Feenwald gestolpert. Borric befindet sich auf der Suche nach seinem Bruder Newyddllyn.
Während Padraig und Gwyn noch beraten, was sie jetzt tun sollen, kommt der kleine Philippe des Weges, der fünfjährige Sohn von Isabelle und Jean-Claude. Er meint zunächst, er würde Borric kennen, dann jedoch stellt sich heraus, daß er dessen Bruder gesehen hat. Der befindet sich gerade zusammen mit einem Zirkus in St. Corona. Kurz entschlossen beschließen die beiden Lehrlinge, Borric zu seinem Bruder zu bringen. Philippe bekommt den Auftrag, Andrew Bescheid zu sagen, während die beiden Jungen sich Mateen und ein paar Pferde schnappen und mit Borric nach St. Corona reiten.
Bevor sie jedoch das Dorf erreichen, kommt ihnen schon eine Gruppe mehrerer Leute entgegen – Zirkusleute. Darunter ist eine wunderschöne dunkelhaarige Frau. Auch sie und ihre Freunde befinden sich auf der Suche nach Newyddllyn. Borrics Bruder gehört nämlich zu ihrer Truppe, er tritt zusammen mit einem weiblichen Feuerdjinn auf. Gestern abend war er mit ihr ein wenig in die Wüste gegangen, und nun ist er immer noch nicht zurück. Daher haben sich die Frau – Maria – und die anderen auf die Suche gemacht.
Bei den drei anderen handelt es sich um den Karawanenführer Rafim – einen Neffen des verstorbenen Kerim mit ebenso rotem Haar – , den Jongleur Pierre und einen irischen Barden namens Gwyweredd. Der Barde ist augenscheinlich in die schöne Maria verliebt, aber er ist nicht der einzige: Auch Gwyn hat ein Auge auf sie geworfen, was zu einem kleinen Konkurrenzkampf zwischen den beiden führt.
Währenddessen können Mateen und Borric die Spur Newydddllyn problemlos weiterverfolgen. Bald stellen sie fest, das eine größere Gruppe Berittener diesen Spuren ebenfalls folgt. Aber niemand weiß zu sagen, um wen es sich dabei handeln mag.
Kurz vor Einbruch der Dunkelheit erreichen die Verfolger die ersten Ausläufer des Gebirges. Dort werden sie von mehreren Bewaffneten mit Bögen angerufen und gefangengenommen. Offenbar handelt es sich bei ihnen um Sklavenhändler und Räuber, die sich mit ihrem Fang sehr zufrieden zeigen. Vor allem die schöne Maria gefällt ihnen sehr gut.
Die Gefangenen werden gefesselt und entwaffnet. Danach bringen die Räuber sie in ihr Lager und dort in ein bewachtes Zelt. In diesem Zelt befindet sich außer ihnen auch Borrics Bruder Newyddllyn, der aber nicht bei Bewußtsein ist. Vor allem Maria ist sehr glücklich, ihn wiederzusehen – offenbar bedeutet er ihr sehr viel.
Die Wachen lassen ihre Gefangenen zunächst allein. Daraufhin zieht Pierre mit einem Schulterzucken ein großes Messer aus seinem Hemd und beginnt, seine Fesseln loszuschneiden. Auch Rafim, Mateen, Borric und Gwyn werden befreit. Dann aber betreten einige Räuber erneut das Zelt, um nach den Gefangenen zu sehen. Einer von ihnen entdeckt Gwyns zertrennte Fesseln. Allerdings behauptet der Junge unschuldig und entrüstet, die Wache habe sie doch selber zertrennt und dann irgend etwas seltsames von ihm gewollt. Er macht einen solchen Aufstand, daß der Hauptmann der Räuber selbst ins Zelt kommt, um nach dem Rechten zu sehen.
Während er sich noch umschaut, bewegen sich Gwyn und Padraig vermeintlich schutzsuchend an seine Seite. Als die anderen beiden Räuber ein Stück von ihm weg sind, greifen sie an. Innerhalb kürzester Zeit verwandelt sich das Innere des Zelts in ein völliges Chaos. Es gelingt Gwyn, Padraig und Pierre, den Anführer als Geisel zu nehmen, während sich die anderen darum kümmern, ihnen die Zeit dafür zu verschaffen.
Aber kaum haben sie ihre Geisel, als sie feststellen, daß Maria und Newyddllyn nicht mehr da sind. In diesem Moment sehen sie auch den Feuerschein von draußen – offenbar haben die beiden den Djinn befreit! Jetzt haben die Gefährten leichtes Spiel mit den Räubern: Die meisten der Schurken fliehen, einige werden getötet, und der Rest gefangengenommen.
Endlich treffen sich auch Borric und Newyddllyn wieder: Der Zirkuskünstler ist ziemlich verblüfft, seinen Bruder hier zu sehen – und noch verblüffter, als er von dessen merkwürdiger Reisemethode hört. Höflich stellt er danach noch seine Djinn-Freundin Alia vor. Sie war von den Räubern gefangengenommen worden, als sie gerade in ihrem Ring ruhte. Danach war Newyddllyn ein leichtes Ziel für die Schurken.
Gemeinsam kehren alle gegen Mitternacht nach St. Corona zurück. Unterwegs laden Gwyn und Padraig noch den gesamten Zirkus nach Serpentia ein. Schließlich legen sie sich, erschöpft von ihrem Abenteuer, schlafen.
Als sie am nächsten Mittag gähnend die Herberge verlassen, müssen sie feststellen, daß ihr Lehrmeister draußen schon auf sie wartet. Andrew hatte sich ein wenig Sorgen um seine Lehrlinge gemacht und war schon sehr früh am Morgen nach St. Corona aufgebrochen. Zur Begrüßung ist er zunächst einmal sehr sarkastisch zu ihnen, bestätigt ihre Einladung an den Zirkus allerdings.
So kommt es, daß ein Zirkus Serpentia besucht. Die Kinder des Bundes sind begeistert von der Vorstellung, und auch viele der Erwachsenen schauen gerne zu.
Der Zirkus bleibt ein paar Tage, ehe er weiterzieht. Borric allerdings ist nicht dabei: Er kehrt durch den Feenwald nach Schottland zurück…

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Marganma

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