Serpentia

Emilios Rückkehr

Sommer 1183

Dante, Terminus, Assan, Henry, Theobald, Sir Quintus

Schon seit langem berichten die Dörfler von St. Corona, daß eine Art dämonischer Geist, ganz in Feuer gehüllt, um die Kirche schleicht. Vater Taddeo kann dies allerdings nicht bestätigen, da sich die Erscheinung nie zeigt, wenn er in der Nähe ist. Auch der von ihm um Hilfe gebetene Petrus hat nicht mehr Glück: Ihm zeigt die flammende Gestalt sich genauso wenig.
Der merkwürdige Geist richtet allerdings nicht mehr an, als daß er die Dörfler erschreckt, daher kümmern sich die beiden Priester nicht allzusehr um diesen Fall. Als Petrus aber Terminus davon berichtet, ist dieser sofort dafür, etwas gegen die Erscheinung zu tun. Er hält die Gestalt für den Geist Emilios, jenes unglücklichen Flambeaus, der damals den Priester von St. Corona tötete und sich dann auch noch der Macht des Ungenannten verschrieb.
Zusammen mit dem Quaesitor Dante, dessen Leibgrog Assan, Sir Quintus und den beiden Elitekämpfern Henry und Theobald reist der Tytalus nach St. Corona. Er hat die Hoffnung, daß Emilio sich ihnen zeigt, da ja keiner von ihnen ein Priester ist.
Seine Rechnung geht auf: Schon in der ersten Nacht sieht zuerst Assan, dann auch die anderen, eine feurige Erscheinung am Horizont, die sich schnell auf das Dorf und seine Kirche zubewegt. Als sie näher kommt, erkennt Terminus in der von Flammen umwaberten Gestalt mit der geschwärzten Rüstung, auf der ein umgedrehtes Kreuz zu erkennen ist, und dem brennenden Schwert tatsächlich Emilio, den ehemaligen Flambeau. Während sich Quintus, Henry und Theobald dem dämonischen Untoten entgegenstellen, beginnt Terminus einen Zauber, der die Kreatur in die Hölle zurückbannen soll, und Dante bereitet sich vor, einen Blitzschlag nach der Gestalt zu werfen.
Terminus hat tatsächlich einigen Erfolg mit seinem Spruch, denn die Flammen, die den untoten Kreuzritter umgeben, werden kleiner, aber Dantes Blitzschlag zeigt überhaupt keine Wirkung. Auch die dämonische Gestalt kann einen Erfolg verbuchen: Das flammende Schwert trifft Henry, der darauf verletzt und von gräßlichen Schmerzen versehrt zu Boden geht.
Terminus setzt allerdings sofort nach, und auch Dante beginnt, den selben Zauber wie der Tytalus zu weben. Allerdings hat ihr Gegner nun seinen wahren Feind erkannt und stürmt auf Terminus zu, wobei er den sich in seinen Weg stellenden Theobald einfach über den Haufen rennt. Zwar kann der Magus seinen Spruch noch wirken, dann aber trifft ihn die Klinge des untoten Flambeaus. Schwerverletzt geht Terminus zu Boden. Als aber Emilio seinem Feind ein Ende machen will, ist Sir Quintus da und wirft sich in einem Akt völliger Selbstaufopferung in den Schlag des brennenden Schwertes, der ihn auch trifft. Dadurch vermag er zwar den verwundeten Tytalus zu retten, wird aber selbst auch sehr schwer verletzt.
Schließlich kann auch Dante seinen Spruch wirken, aber seine mangelnde Erfahrung mit dieser Art von Magie zeigt sich auf fatale Weise: Statt den Untoten zu schwächen, schenkt der Spruch diesem noch mehr Macht, wenn auch nicht viel. Dennoch raubt die Anstrengung dem glücklosen Quaesitor das Bewußtsein, sodaß jetzt nur noch Theobald, Assan und der schwer angeschlagene Henry gegen den immerhin stark geschwächten Dämon stehen.
Assan, der kein so gewaltiger Kämpfer wie die anderen Grogs ist, besinnt sich auf eine neue Strategie: Schnell rennt er in die nahe Kirche, um dort Weihwasser zu holen. Schließlich müßte ein feuriger Dämon besonders empfindlich dagegen sein.
Draußen können der noch unverletzte Theobald und Henry die Schwäche des Untoten nutzen und ihn zu Boden ringen. So sehr sie allerdings auf die nur noch sehr schwach brennende Gestalt einschlagen, gelingt es ihnen doch nicht, sie völlig zu vernichten. Dieser Ruhm bleibt dem zurückkehrenden Assan überlassen, der den ehemaligen Flambeau mit dem Weihwasser übergießt und so seine teuflische Glut endlich löscht. Der schwärzliche, verbrannte Körper des gefallenen Kreuzritters zerfällt binnen Sekunden zu Asche, die sich schnell im Wind verweht.
Die Verwundeten werden nach dem Ende des Kampfes in den Bund zurück gebracht, wo sie sich die Zeit damit vertreiben, von dem ja ebenfalls verletzten Terminus die gälische Sprache zu erlernen. Dabei schleichen sich allerdings gewisse Ächzer und Stöhner, die auf den Gesundheitszustand des Tytalus zurückgehen, in die Aussprache mit ein…

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Marganma

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