Serpentia

Familienbande

Sommer 1199

Padraig, Dáirine, Olf, Frederik, Sheila, Colleen

Als Dáirine, Padraig und der restliche Troß bei den Llwellyns eintreffen, werden sie zunächst begeistert willkommen geheißen. Beim abendlichen Fest erfahren sie auch, warum: Es gibt einen neuen, normannischen Lehensherrn in der Gegend, der die Llwellyns bei einem Angriff auf die O´Malleys unterstützen will. Da die levantinischen Verwandten jetzt mit so vielen Bewaffneten gekommen sind, gehen die Llwellyns davon aus, daß sie von ihnen Hilfe und Beistand erhalten werden – nicht gerade zu Dáirines Begeisterung.
Es gibt noch weitere Unstimmigkeiten: Da Padraig und Gwyn Moslems sind, trinken sie keinen Whisky und essen kein Schweinefleisch, was natürlich negativ auffällt. Außerdem kommt auch noch heraus, daß Gwyns Frau Farina keine Christin ist, was für einigen Aufruhr sorgt. Immerhin kann man daran ja etwas ändern: Am übernächsten Tag ist Sonntag, und beim Gottesdienst soll sie dann getauft werden. Davon ist nun Farina wenig angetan, aber sie läßt sich von Padraig und Gwyn überreden, zunächst ruhig zu bleiben. Die beiden sind sicher, daß ihnen eine Lösung einfallen wird.
Am nächsten Tag will der Kriegsführer der Llwellyns, ein gewisser Rhys, zusammen mit Dáirine und den anderen Serpentianern seinem Lehensherrn Fabian deCoucy einen Besuch abstatten. Er nimmt ein paar seiner Krieger mit, die ein Auge auf Farina haben sollen – offenbar hat er gemerkt, daß die junge Frau von ihrer bevorstehenden Taufe nicht sonderlich begeistert ist.
Fabian deCoucy ist ein junger normannischer Adliger, leicht zu begeistern und nicht allzu sehr mit Intelligenz gesegnet. Seine Großmutter jedoch, Melanie deCoucy, versteht sich auf Anhieb mit Padraig und Dáirine. Sie war in ihrer Jugend eine Hofdame der Königin Alienor und ist damals mit ihr auf den zweiten Kreuzzug gezogen. Daher kennt sie das heilige Land und spricht sogar Arabisch. Als sie erfährt, daß Farina getauft werden soll, erwähnt sie, daß der hiesige Priester, Vater Thomas, ein kleines Problem hat: Er ist offenbar verflucht worden und verbirgt nun irgendetwas unter seiner Kappe.
Am nächsten Tag gelingt es Dáirine, dem Priester kurz vor Beginn des Gottesdienstes seine Kappe mit etwas Magie herunterzureißen. Dabei stellt sich heraus, daß die Ohren des Priesters durch einen Fluch in Schweineohren verwandelt worden sind. Farina weigert sich, von einem Schwein getauft zu werden, was die Iren sogar einsehen. Daher soll sie sich zum Bischof nach Waterford begeben – freundlicherweise stellt Fabian deCoucy sogar zwei Wachen „zu ihrem Schutz auf dem Weg“ als Begleitung ab.
Während der ganzen Diskussion gerät Gwyn mit einem der jüngeren Llwellyns aneinander und fordert ihn zum Faustkampf. Unglücklicherweise fühlt der Ire sich nicht verpflichtet, fair zu kämpfen, und tritt Gwyn mit voller Wucht gegen das immer noch verletzte Bein, das daraufhin zum dritten Mal bricht.
Nach dieser Niederlage beschließt die gesamte Gruppe, die Llwellyns zu verlassen und nach Waterford zu ziehen. Davon sind die Iren allerdings nicht so begeistert – schließlich stehen sie kurz vor einem größeren Kampf, und ihre ausländische Verwandtschaft will ihnen nicht helfen? Es fallen einige böse Worte zwischen den Verwandten, und die Serpentianer verlassen die Llwellyns nicht gerade im Guten.
Da Dáirine sich wegen Mentalia bei den O´Malleys erkundigen möchte, trennt sie sich auf dem Weg nach Waterford von Gwyn und Farina. Ruairigh, Padraig, Colleen, Frederik, Olf und Sheila wollen das Ehepaar nicht begleiten, sondern kommen mit Dáirine mit.
Nach kurzer Reise trifft die Gruppe bei den O´Malleys ein, die nichts von den kriegerischen Absichten ihrer Nachbarn ahnen. Dáirine und Padraig warnen sie und erfahren, daß sich ein Großteil der Krieger des Clans im Augenblick in den Reichen aufhält, um ihre Feenfreunde bei einem Krieg zu unterstützen. Die anwesenden O´Malleys können ihnen auch erzählen, daß Mentalia einen Zwillingsbruder hatte, Aileach O´Malley, der die meiste Zeit in den Feenreichen verbringt.
Um die Krieger des Clans zu warnen und vielleicht Richards und Gwyns Onkel zu treffen, machen sich die Serpentianer auf den Weg ins Reich der Silbernebel. Dort werden sie von Lathior, dem Seneschall, empfangen, der Ruairigh zunächst für einen Feenherrscher namens Gordan, Graf der Nebelschlehe, hält. Aber auch der Name „Sir Ruairigh von der Frühlingsweide“ ist ihm ein Begriff – schließlich liegen die Silbernebel gerade im Moment im Krieg mit der Frühlingsweide.
Es trifft sich gut, daß die Mutter von Graf Gordan, die Fee Malianne Meeresauge, gerade im Stammsitz der Königin der Silbernebel aufhält. Sie kann ein wenig Licht in die Sache bringen: Graf Gordan ist der Sohn von Aileach O´Malley, und hatte bei seiner Geburt einen Zwillingsbruder. Da dieser allerdings zu den Menschen gehörte, wurde er von seinem Vater in einem kleinen, friedlichen Dorf ausgesetzt… wie es scheint, hat Ruairigh seine Mutter gefunden. Die ist allerdings eine Gelehrte, die mehr an den Magiern als an ihrem Sohn interessiert ist.
Von Lathior erfahren die Serpentianer, daß es schon seit längerem Spannungen zwischen der Frühlingsweide und den Silbernebeln gegeben hat: Es gibt wirklich einen Sir Ruairigh von der Frühlingsweide. Der kam sich ein bißchen veralbert vor, als er von „seinen“ Heldentaten hören mußte, an denen er überhaupt nicht beteiligt war. Statt dessen schien derjenige, der sich für ihn ausgegeben hat, der Beschreibung nach Graf Gordan von der Nebelschlehe zu sein. Daraufhin folgte ein wütender Brief an die Silbernebel, mit der Aufforderung, sich zu erklären. Die Silbernebel ihrerseits konnten mit den Anschuldigungen nur wenig anfangen und reagierte mit einer scharfen Antwort, zumal sie von einem Ritter der Frühlingsweide gehört hatten, daß der neue Herrscher dieses Reiches ein schändlicher Usurpator sei.
Schließlich griffen die Ritter der Silbernebel die Frühlingsweide an. Der Krieg tobt immer noch am Weidenfluß, der beide Reiche voneinander teilt. Dort hält sich auch der abtrünnige Ritter der Frühlingsweide auf – Dáirines Vater Maolorain… Angesichts der Tatsache, daß die Serpentianer die Verwirrung vielleicht aufklären können, beschließt die Gruppe, sich auf den Weg ins Heerlager zu machen und dort zu vermitteln.
Nach längeren Gesprächen gelingt es ihnen auch, Ysandra, die Kriegsherrin der Silbernebel, und Cuimhin, den General der Frühlingsweide, zu einer Einigung zu bewegen und dem Krieg ein Ende zu setzen. Dabei stellt Dáirine allerdings fest, daß ihr Vater ernsthafte Probleme hat: Der Herrscher der Frühlingsweide ist vor einiger Zeit von einem Sterblichen zum Spiel der Könige um sein Reich gefordert worden und hat verloren. Maolorain erkannte den neuen Herrscher nicht an und mußte das Reich verlassen. Jetzt versucht er, gegen den Usurpator mit Intrigen vorzugehen, was überhaupt nicht seiner Natur entspricht. Feen jedoch sind viel stärker an ihre Natur gebunden – wenn sie sich zu weit davon entfernen, gibt es drei Möglichkeiten: Sie kehren wieder zu dem zurück, was sie sind, werden dabei allerdings schwächer; oder sie vergehen; oder der Ritter der Grenzen kommt zu ihnen und verändert sie mit dem Stein der Wandlung. Diese Veränderung bindet sie an eine neue Gestalt und einen neuen Namen – ihr altes Wesen ist damit verwirkt. Da die letzten beiden Alternativen Dáirine natürlich nicht sehr gut gefallen, möchte sie etwas für ihren Vater tun, weiß allerdings noch nicht genau, was…
Nachdem der Krieg beendet ist, kehren die Serpentianer zu den O´Malleys zurück – gerade noch rechtzeitig, um den Angriff der Llwellyns zurückzuschlagen. Glücklicherweise gelingt ihnen dies in einer heimlichen Nacht-und-Nebel-Aktion, sodaß die Llwellyns nicht mitbekommen, daß ihre Verwandten den O´Malleys helfen.
Bevor Dáirine, Ruairigh und die anderen nach Waterford reisen, um die anderen zu treffen, kehrt die Magierin noch einmal unsichtbar zu ihrer Mutter zurück, um sich mit ihr zu versöhnen.
Auf ihrer Rückreise nach Serpentia wird die Gruppe von Aileach O´Malley begleitet, der sich ihnen schon bei den Silbernebeln angeschlossen hat. Zum einen will er seinen Sohn Ruairigh besser kennen lernen, zum anderen interessiert er sich natürlich auch dafür, was aus seiner Zwillingsschwester Mentalia geworden ist.

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Marganma

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