Serpentia

Feenflügel und das Schwarze Einhorn

Sommer 1214

Juri, Joran, Deborah, Marit, Haakon, Colleen

Hildegard von Donnerbach Ex Mercere kommt in den Bund. Sie braucht Hilfe, vielleicht von einem Jerbito – ihr Lehrling Roslindis ist in Schwierigkeiten. Jedenfalls hat die junge Frau, die sich hauptsächlich für Heilkunst und weniger für den Orden interessiert, einen sehr ominösen Brief geschrieben. Sie würde jetzt gehen, um sich mit einem Feind anzulegen, obwohl sie eigentlich keine Chance hätte, aber sie müsste eine Schuld gutmachen und dem Kleinen Volk helfen, schreibt sie.

Na gut, Mercere sind immer gute Verbündete, also gehen Juri, Joran, Deborah, Marit, Haakon und Colleen los, um sich die Sache anzuschauen.
Von Regina Bavariae (wo Deborah einige Anekdoten über den jungen Frederik hört) aus geht es nach Kaltenbach in den Alpen, wo sich Roslindis häufig aufgehalten hat. Ihre Spur führt weiter ins Gebirge zu einem Hammerwerk, wo sie Bekanntschaft mit einem Kobold machen, der ihnen etwas von Blumenfeen erzählt, die bei oder in einem Gletscher wohnen.

Okay, hoch ins Gebirge. Kurze Begegnung mit einem Bär, verläuft aber harmlos. Schließlich finden sie im Gletscher in magisches Tor. Wächterin taucht auf, hört, dass sie Roslindis suchen, ist erleichtert und lässt sie rein. Drin: Feenregio, großes Tal, liebe Wälder, steile Hänge.
Unten treffen sie Ti’al, eine Felsenfee. Der erzählt, dass Roslindis von den Bösen Leuten in der Burg gefangen worden ist. Die Bösen Leute machen Sachen kaputt, essen Tiere, fällen Bäume und holen Gold aus dem Fluss (das ist nicht so böse, aber trotzdem). Da ist eine böse Zauberin mit Orks und Wölfen. Gleich zur Burg? Nein, erst mal mit der Hohen Wächterin reden. Die wohnt im Tulpenturm.

Längerer Weg, viele Feen. Alle gesprächig und neugierig. Übernachtung auf einer Wiese, es gibt Essen, aber kein Wirselkraut – Roslindis hat gesagt, das ist schlecht für Menschen. Tatsächlich macht es triebig. Joran packt es ein.

Im Tulpenturm große Versammlung, Hohe Wächterin ist mehr Moderatorin als Herrscherin. Die Eindringlinge verletzen das Gesetz: „Verletze niemals das Leben!“, das ist nicht gut und schwächt das Reich. Der Tulpenkelch ist zwar noch intakt, aber im Zentrum zeigen sich schon dunkle Flecken.
Also gut, sie wollen helfen und auf jeden Fall Roslindis retten. Die Feen geben ihnen dazu Feenringe. Damit kann man sich in eine fliegende Fee verwandeln und sieht Magie – Feen leuchten eher weiß, Magie eher grau.

Die Beschreibung der bösen Magierin ist vage: Kopftuch, Schmuckstück. Allerdings zeigt die Brosche das Hauszeichen Guernicus. Oha.

Als sie loswollen, hören sie lautes, rauhes Lachen. Die Feen haben einen Ork gefangen – na, sie haben ihn mit einem Feenring in eine Fee verwandelt. Entsprechend hat der auch Mottenflügel. Weil er dadurch nicht netter wurde, haben sie ihn mit Lachkraut gefüttert, damit er niemandem etwas tut. Nur blöd, dass Orks Fleischfresser sind. Die Orkfee ist ziemlich mager.
Joran nimmt den Gefangenen unter seine Fittiche. Nachdem der vom letzten Lachflash runter ist, will er etwas zu essen. Alle machen sich groß, um die Orkfee einzuschüchtern. Das klappt auch ganz gut. Der Gefangene erzählt, dass sein Boss, Grolsch, die Magierin im Wald getroffen hat. Dann war sie erst auf einmal eine gute Freundin, als nächstes hat sie ihm Befehle gegeben und er hat gehorcht. Also war sie jetzt der Boss.
Die Orks fällen Bäume, jagen Viecher (sehr einfach, die haben gar keine Angst), sieben Gold aus dem Bach und passen auf die Bauarbeiter auf. Die bauen bei der Burg nämlich ein Bollwerk. Weil es im Alten Wald gefährliche Viecher gibt. Die Orkfee hat sogar eins gesehen: Es war groß und schwarz und sie sind davor davongelaufen, weil es sie fressen wollte.
Eine vorbeifliegende Fee weiß nichts von einem Monster, aber in den Alten Wald gehen sie eigentlich nicht. Der ist irgendwie unheimlich. Oder unwirtlich. Oder so. Außerdem wohnt da das Schwarze Einhorn, das möchte seine Ruhe.

Jedenfalls darf der Ork jetzt Joran als Boss haben. Das findet er ganz gut, zumal er ab und zu ein Stückchen Schinken bekommt. Er heißt Urgr.

Urgr darf sie dann erst mal in den Alten Wald führen, damit sie nach dem Monster Ausschau halten können. Das lässt nicht lang auf sich warten: Ein schwarzes Ding irgendwo zwischen Katze und Wolf greift an. Glücklicherweise bemerkt Colleen es rechtzeitig, und als Feen können sie ja wegfliegen. Der Katzenwolf ist magisch, ziemlich groß und hat Reißzähne und Klauen.

Als nächstes geht es zur Burg. Die liegt in einer Höhle in der steilen Felswand, die Bauarbeiter bauen gerade ein Gerüst. Unten steht eine Palisade, da schlafen die Bauarbeiter. Und die Orks.
Oben belauschen sie die Magierin, die gerade mit einem Vorarbeiter darüber diskutiert, ob man die Steine von der Burg oben für das Bollwerk unten brauchen kann. Der Vorarbeiter hätte ja lieber einen Steinbruch. Sowohl Magierin als auch Arbeiter sehen Arabisch aus.

Weiter hoch, Verwaltungsraum. Magierin mit arabischem Händler. Diskussion, ob man nicht eine Fee verkaufen soll. Magierin will nicht.
Nächster Raum, Schlafzimmer. Brief auf dem Tisch „Geehrte Magistra Hildegard… *schwurbel*“. Roslindis‘ Handschrift.
Die kommt rein und ertappt Joran und Bridget. Kurzer Austausch, was die hier wollen. Oh, sagt Roslindis, ist der zweite Brief nicht angekommen. Hups.

Dann gemeinschaftliches Gespräch mit Magierin und Roslindis. Die Magierin ist Samara bint Oman, die amtierende Quaesitorin des Nordafrikanischen Tribunals. Noch recht jung dafür, aber älter als Roslindis oder die Lehrlinge. Längeres Gespräch über serpentianische Eigenheiten und Ausbildungsmethoden. Samara hat Paddy und Gwyn mal getroffen. Sie kommt aus Marrakesh und ist dort durch ein Tor in das Feental gekommen. Da sind haufenweise Tore, mindestens ein Dutzend.

Sie macht sich Sorgen wegen dem Schwarzen Einhorn, das im Alten Wald lebt. Als die Sache mit Karthago war, sind etliche magische Viecher marodierend in der Nähe ihres Bundes herumgelaufen, und die sahen so ähnlich aus. Der Katzenwolf ist ja auch auch so ein Monster. Sie fürchtet, dass diese Wesen irgendwann das Feental als Zugang zu den anderen Toren nutzen könnten – zum Beispiel nach Marrakesh. Oder nach Palermo. Deswegen auch die Orks und das Bollwerk.

Hm, ja. Aber: Das Reich stirbt dabei. Das ist auch nicht gut. Vielleicht können die Feen die Tore ja verschließen? Samara: Vielleicht, aber das Tor nach Marrakesh war auch „zu“. Sie hat es mit einem ReVi trotzdem aufbekommen. Frage nach anderen Zugängen? Sie kennt Marrakesh, Palermo und eine Feenwald-Regio. Da hat sie die Orks her (es gab Bäume und Käfer dort).
Von dem Gesetz weiß sie nichst. Roslindis übrigens auch nicht, aber die ist so lieb, dass sie es einfach nie gebrochen hat. Sie isst ja nicht mal Fleisch, weil ihr die Tiere leid tun. Warum sie keine Entwarnung gegeben hat? Hat sie doch, der Brief ist mit Tirana Ex Mercere unterwegs. Über Harco. Sie dachte, Jebel al-Batal hätte da ein Hermesportal. Samara lacht sie aus. Hermesportale wachsen nicht auf Bäumen. Noch mehr Diskussion über Hermesportale. Samara fühlt sich von den Lehrlingen veralbert, als die darüber spekulieren, irgendwelche Dinge einfach durch eine Hermesportal irgendwohin zu bringen, wo sie keine Gefahr mehr sind.

Jedenfalls, Plan: a) noch mal die andere Durchgänge checken, b) mal mit der Höchsten Wächterin reden.

In der Burg taucht Ludwig auf, kommt aus einem Tor in der Luft auf einem brennenden Nussschalen-Schiff. Landet unter diesen Umständen ziemlich perfekt. Ist aufgeregt wegen Igor.

Wurde von den Erzzwergen losgeschickt, um im Nachbarreich mal zu gucken, wer da die Bäume fällt. Das waren dann wohl Igors Leute, die prompt Ludwig mit Igor verwechselt haben.

(Igor hat da Schiffe gebaut, die problemlos über die Grenzen eines Reichs ins nächste fliegen können.)

Schließlich, nach längerem Wir-erklären-Ludwig-die-Situation-Gerede, geht es mal zur Hohen Wächterin. Nach längerem Marsch und vielen Gesprächen.
Von der Hohen Wächterin erfahren sie, dass sowohl Katzenwolf als auch das Schwarze Einhorn aus einem Gebirgsreich kommt, in dem es Gemsen, Ziegen und Mägde gibt. Ein Mägdereich eben. Sir Quidad ist auch von dort gekommen. Der Katzenwolf greift bisher ausschließlich die Orks an.

Wieder zurück zur Magierin. Okay, grr. Sie will das Tor nicht allein lassen und muss aber bei den Orks bleiben. Also müssen die Lehrlinge ran, nur Juri nicht. Der bleibt bei ihr, damit jemand mit Ahnung von Feen da ist.

Die anderen ins Reich der Mägde. Sie treffen gleich zwei, die Joran überreden, sich als Herr ein leerstehendes Schloss übergeben zu lassen. In diesem Reich ist es üblich, dass die Mägde einem Herrn dienen. Irgendwann heiratet dann eine Magd den Herrn und sie verlassen das Reich. Dann muss ein neuer Herr kommen. Joran lässt sich von ein paar Mägden überreden, Herr eines Schlosses zu werden. Hups.

Im Stadt-Dörfli hören sie, dass der Ritter der Grenzen hinter einem anderen Monster her ist; es sieht aus, wie eine Mischung aus Spinne und Biber. Sie folgen ihm und finden ihn an einem Feuer. Verletzt, erschöpft. Er weiß schon, dass diese ganzen magischen Viecher reinkommen. Klar, die kommen aus dem Blutrosenreich. Da ist ja ein Riss entstanden, als Gruulka zum Zwielicht zurückkam. Auch der Rosenprinz, der ja mal ein Mensch war, hat Rückfälle zu seiner Menschlichkeit. Und der Stein der Wandlung blutet (rote Graniteinschlüsse im grauen Stein).
Diskussion, aber das ist kein Problem, dass ein paar Lehrlinge und ein Knappe lösen können. Aber das Bollwerk bei den Blütenfeen ist ziemlich sinnlos, weil die magischen Viecher eh nicht in die Dominion gehen würde. Auf Dauer sollte da aber etwas passieren… vielleicht mal die Merinita drauf ansetzen?
Danach verwandelt Richard Sir Quidad, damit der mit sich besser klar kommt. Quidad ist danach zwar immer noch verflucht, sieht aber verschmitzt und nicht allzu vertrauenswürdig aus. Er meint, er geht jetzt, um Questen für böse Zauberer oder blutrünstige Riesen durchzuführen.

Danach zurück, Samara sieht ein, dass ihr Bollwerk sinnlos ist. Sie überredet die Hohe Wächterin, sich für ihre Tore trotzdem mal ein paar sinnvolle Wächter zu suchen und ihr ein bisschen Gold zu überlassen.

Dann Joran zurück zu seinem Schloss und sucht sich eine Magd aus, die er heiraten kann, und zwar eine, die eigentlich auch nur weg will. Das funktioniert dann auch ganz gut, zumindest vorerst.

Annabelle, die magische Magd! (Wurde von Joran geheiratet, damit die beiden das Reich verlassen können, und streift jetzt auf der Suche nach Abenteuern durch die Reiche).

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Marganma

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