Serpentia

Frühling und Sommer 1192 - Bundleben

Frühling 1192

Anfang Frühling geht es Andrew wieder so gut, daß er sich an den Rückweg aus Italien machen kann. Wieder im Bund angekommen, erfährt er von Alenkas Untreue. Beunruhigt darüber, daß sich Pierre dem Räuberleben zugewandt hat, macht er sich auf den Weg, um mit Alocars Enkel zu reden.
Bei den Räubern stellt er als erstes fest, daß die Männer alle schon ziemlich alt und teilweise sogar verkrüppelt sind. Sonderlich motiviert oder furchteinflößend wirken sie jedenfalls nicht. Pierre erklärt Andrew, daß er sich dieser Leute annimmt – überfallen haben sie schon länger keinen mehr. Der jüngere Franzose hat nicht vor, sie im Stich zu lassen, obwohl er durchaus wieder nach Damaskus will – schließlich steht er ja in Raimonds Diensten. Während des Gesprächs mit Andrew scheint ihm irgendetwas einzufallen, und er bittet den Jerbiton, ihn nach Tripolis in eine Kirche zu begleiten, was dieser auch tut. Dort berichtet er von dem Besuch einer wunderschönen Frau, die ihm Macht und Einfluß angeboten hat, im Austausch gegen einen “kleinen Gefallen”. Er ist nicht darauf eingegangen, hat sich aber über sie gewundert. Andrew wundert sich weniger: Er denkt, daß die Dämonen schon länger auf Alocars Enkel aufmerksam geworden sind und jetzt ihre Chance gesehen haben. Pierre ist darüber sehr beunruhigt, vor allem, da ja die Gefahr besteht, daß die höllischen Wesen sich an seiner Frau oder seiner Tochter vergreifen. Andrew verspricht, Alenka eine entsprechende Warnung zukommen zu lassen. Außerdem ist ihm auch eine Idee gekommen, was man mit den Räubern machen könnte: Der Ort, wo sie sich aufhalten, ist ideal geeignet, um eine weitere Karawanenstation aufzubauen, und dort wird man einigermaßen kampferfahrene Leute brauchen. Er will diesen Vorschlag dem Rat unterbreiten und denkt, daß dieser wohl zustimmen wird.
Nach der Rückkehr der beiden Männer aus Tripolis berichten die Ex-Räuber, daß sie in der Wüste eine merkwürdige Frau gefunden hätten. Als Andrew sie sich ansieht, fällt ihm eine gewisse Alterslosigkeit in ihrem Gesicht auf – so als hätte sie einen Langlebigkeitstrank zu sich genommen. Sie versteht auch Latein, kann sich aber an nichts mehr erinnern, weder daran, wer sie ist, noch wie sie hierhergekommen ist. Allerdings sagt ihr der Begriff “Orden des Hermes” etwas, wenn sie auch nicht sagen kann, woher sie ihn kennt. Vor Magie empfindet sie nämlich starke Angst.
Da sie Andrew irgendwie bekannt vorkommt, bittet er sie, mit nach Serpentia zu kommen. Sie willigt zögernd ein.
Dort angekommen, wird sie zunächst in St. Blasius untergebracht, da sie sich in der magischen Umgebung von Serpentia nicht wohlfühlt. Schließlich findet Andrew heraus, woher er sie kennt: Auf einem Porträt von Alocar und seiner Frau Michelle, das er von Remoir erhalten hat, ist noch eine dritte Person abgebildet, Michelles alte Freundin Andrea. Um genau diese Frau handelt es sich bei der Unbekannten.
Als Andrew ihr das Bild zeigt, kommt ihr das alles sehr vertraut vor, aber eine genauere Erinnerung kehrt nicht zurück. Dafür kann sie von einem seltsamen Traum berichten, in dem sie sich durch eine Gegend aus weißem Licht bewegt. Dies erinnert Andrew an sein eigenes Zwielichterlebnis bei Terminus´ Labor, aber den genauen Zusammenhang kann er nicht herstellen. Da Andrea sehr große Angst vor Magie hat, möchte sie nicht, daß man irgendwelche Sprüche auf sie wirkt, und so bleibt sie fürs erste ein Rätsel. Immerhin schreibt Andrew einen Brief an Remoir, in dem er um genauere Informationen über Michelles Freundin bittet….
Danach spricht er noch mit Alenka über die Gefahr, in der sie wegen Pierres Feinden schweben könnte. Die Groga ist von der Sorge ihres Ehemanns um ihre Sicherheit überrascht und beschließt, sich noch einmal mit ihm zu unterhalten…
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Da nach den Erlebnissen in Bulgarien im letzten Jahr einige Fragen offen geblieben sind, entsteht zwischen dem Sergeant der Kundschaftertruppe und Tina die Idee, für den Bund mit Aladins Hilfe ein Schiff zu erwerben. Die Ratssitzung stimmt dafür, und Tina macht sich auf die Suche nach einem geeigneten Segler.
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Andrew richtet sein Labor neu ein, nachdem er endlich die Spiegel bekommen hat, auf die er so lange gewartet hatte.
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Dáirine und Sir Bealach, der Feenritter vom Hof der Königin Fionnuala, sind sich näher gekommen, sodaß er jetzt Llwellyn um die Erlaubnis bittet, ihr den Hof machen zu dürfen. Dáirine freut sich zwar darüber, weiß aber nicht so ganz, wie diese Sache mit der Minne eigentlich funktioniert. Darüber holt sie Ratschläge von Andrew und Tina ein…
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Sommer 1192

Der Sommer verläuft recht ereignislos. Nakatia unterrichtet Tarila weiterhin in der menschlichen Sprache, während Bernward sein Labor einrichtet, da er es wohl doch brauchen wird, um ausbildungsfähig zu werden. Frederik schreibt ein Buch über die Kunst Creo, „De Initia Rei“. Andrew beginnt endlich mit der Ausbildung seiner beiden Lehrlinge: Sein eigener Sohn Gwyn und Llwellyns Padraig. Die beiden bekommen die Kunst Aquam geöffnet.
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Andrew erhält von Cavallo eine Antwort auf seine Anfrage betreffs Andrea: Sie ist eine Magierin aus dem Haus Ex Miscellania. Nach der Geburt von Alocars Sohn ist sie verschwunden. Zu diesem Zeitpunkt war sie seit etwa zwei Jahren mit ihrer Ausbildung fertig. Dies scheint verwunderlich, da sie doch wirkt, als stünde sie schon unter dem Einfluß eines Langlebigkeitstrankes….
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Eines Tages bekommt Bernward eine seltsame Erschütterung der magischen Aura mit. Als er auf den Hof läuft, um nachzusehen, was geschehen sein mag, entdeckt er Andrews kleine Tochter Kathleen, die ohnmächtig auf dem Boden liegt. Ein hinzueilender Grog erzählt ihm, daß die Kleine offenbar ein wenig Feuer aus der leeren Luft gerufen hätte und dann zusammengebrochen sei. Bernward ist ziemlich erstaunt: Kathleen hat die Gabe nicht, wie konnte sie also Feuer rufen?
Nachdem das Mädchen wieder aufgewacht ist, erfährt von ihr, daß sie Magie spüren kann. Offenbar war sie diesmal in der Lage, durch die „Mauer“, wie sie es nennt, durchzubrechen und die Magie dahinter einzusetzen. Kathleen erklärt, sie wolle auf jeden Fall Magierin werden und ließe sich auch durch den Mangel an Begabung nicht daran hindern.
Bernward ist recht erstaunt: Sollte das Kind in der Lage sein, die Magie der Aura zum Zaubern zu benutzen? Auch Andrew ist verblüfft darüber – und ein wenig besorgt, da er selber solche Vim-Effekte nur schwer erfassen kann. Bernward verspricht, ein Auge auf die Kleine zu haben.
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Eines Tages kommt die Königin Fionnuala aus dem Feenwald in den Bund. Ihr Besuch gilt jedoch nicht den Magiern, sondern ausgerechnet dem Stallknecht Gerwald. Die beiden führen ein längeres Gespräch, daß niemand belauschen kann, so sehr er sich auch anstrengen möge, danach geht sie wieder. Über den Inhalt oder den Grund des Gesprächs will sie mit den Magiern nicht sprechen, sondern erwähnt nur etwas davon, daß sie ihnen eine Möglichkeit nicht stehlen wolle.

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Marganma

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