Serpentia

Herbst 1183 - Bundleben

Andrew und Terminus forschen den Masking the Odor of Magic, einen Spruch, der Magie zu verschleiern in der Lage ist.
Im Schutz der Kirche vertraut Andrew Terminus an, warum er diesen Spruch unbedingt forschen möchte: Bei seinem Bericht über den Ausgang des Krieges der Magier gegen Incendiarius hat er nicht die Wahrheit gesagt.
Was wirklich passiert ist, ist folgendes: Der jüngere Jerbiton hatte bei der recht schnell erfolgtn Konfrontation kaum eine Chance gegen den älteren Flambeau. Kurz nach Beginn des Kampfes traf ihn ein Feuerball und fügte ihm eine nahezu tödliche Wunde zu. Aber als sich Incendiarius dem Sterbenden gemächlich näherte, um das zu vollenden, was er begonnen hatte, flimmerte auf einmal die Luft vor seinem Gegner und ein Tor öffnete sich. Heraus trat Alocar, Andrews Lehrmeister, der seinen ehemaligen Schüler sofort warnte, nichts zu unternehmen, sonst würde sein Eheweib darunter zu leiden haben. Neben dem düsteren Magus stand eine verwirrte Frau mit leerem Blick: Die schon so lange totgeglaubte dritte Gemahlin Andrews, die damals durch Abbas ihr Gedächtnis verloren hatte: Melisende, von dem Ibn Usama Jasmin genannt. Selbst in seinem halbtoten Zustand erkannte Andrew, daß dies hier die wirkliche Melisende war, und nicht etwa eine Täuschung. Dies hier war tatsächlich die einzige Frau in seinem von Liebschaften nicht gerade armen Leben, die der Magier aus tiefstem Herzen geliebt hatte.
Alocar ließ die betäubt wirkende Frau bei dem Schwerverletzten stehen und wandte sich Incendiarius zu. Diesmal war der Kampf ausgeglichener, und nach einer hin und her wogenden Schlacht konnte der Diabolist den Flambeau schließlich mit seinem Schwert erschlagen.
Während Alocar dermaßen abgelenkt war, kam allerdings Leben in die Augen der Frau. Auch wenn sie ihren Ehemann nicht erkannte, sprach sie doch kurz mit ihm und überließ ihm dann eine ihrer Haarsträhnen als arkane Verbindung. Dabei erfuhr Andrew, daß sie von Abbas an Alocar weitergegeben worden war. Die beiden finsteren Zauberer hatten die schöne Rothaarige allerdings nicht einmal ansatzweise so gut unter Kontrolle, wie sie glaubten: Melisende erinnerte sich an sehr viel mehr, als sie den Anschein erweckte
Nach seinem Sieg über Incendiarius wandte sich Alocar wieder seinen Lehrling zu und heilte dessen schlimmste Wunden zunächst mit einem Heiltrank. Dann sagte er dem Jüngeren, daß er doch bitte kein Wort über die heutigen Ereignisse verlieren möge, denn sonst würde die jetzt wieder statuenhaft dastehende Melisende darunter leiden – und Andrew sollte wissen, was Alocar mit „leiden“ meine. Lachend erklärte der teuflische Magus dem Verwundeten noch, er werde in dieser Angelegenheit wieder auf ihn zukommen und seinen Lohn für die Rettung verlangen, dann verschwand er.
Andrew möchte nun verständlicherweise nicht, daß es soweit kommt und bittet daher Terminus, seine Frau im Schutz des Spruches über die arkane Verbindung zu suchen und, wenn möglich, zu retten. Er selbst kann sich nicht in ihre Nähe begeben, da er sie sonst höchstwahrscheinlich gefährden würde. Terminus stimmt zu, Melisende suchen zu gehen, sobald etwas Zeit nach dem Gespräch verstrichen ist.
*
Bei einem Gespräch mit Alen erfahren Andrew und Aladin, daß dieser seinen Vater mit ein paar sehr prächtigen und möglicherweise magischen Gegenständen – einem Schwert und einer Rüstung – begraben hat. Da ihre Neugier geweckt ist, beschließen sie, nach Ungarn zu reisen und sich diese Dinge einmal anzusehen. Dabei haben sie auch die Möglichkeit, Alens offenbar christlichen Vater ein angemessenes Begräbnis zukommen zu lassen. Auch Julius will sie begleiten.

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Marganma

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