Serpentia

Herbst und Winter 1180 - Bundleben

Herbst 1180

Nach diesem Erlebnis kommt zwischen Mentalia und Andrew die Frage auf, ob die Kinder getauft werden sollen oder nicht. Andrew ist stark dafür, da er in seiner Kindheit des öfteren das Gefühl hatte, nur sein Glaube habe ihm gegen die Grausamkeiten seines Meisters geholfen. Mentalia hingegen hat schlechte Erfahrungen mit dem Christentum gemacht: Als sie noch sehr jung war, kam ein Priester, der allgegenwärtige Gerbert von Köln, in ihr Dorf und ließ alle Einwohner töten, da er sie für Teufelsanbeter hielt. Nur die Kinder verschonte er, taufte sie aber mit glühendem Eisen, was nur Mentalia überlebte. Ein Jahr lang war sie sein unglückliches Mündel, bis ihre Feenfreunde sie befreien konnten. Dabei allerdings brannte eine Kirche nieder, was Gerbert mit Sicherheit für Hexenkunst hielt. Jedenfalls möchte Mentalia nicht, daß ihre Kinder getauft werden, zumal sie dann das Gefühl hätte, daß ihr die Kinder völlig fremd wären. Schließlich einigen sich die beiden auf einen Kompromiß: Der Sohn, der die Gabe hat, wird – allein um diese nicht zu gefährden – nicht getauft, der andere schon.
Während dieser Streit andauert, zieht Mentalia auch einmal in den Feenwald. Besorgt folgt Andrew ihr und bekommt ziemlichen Streit mit der Feenkönigin wegen einiger undiplomatischer Bemerkungen, sodaß er von ein paar Trollen hinausgeworfen wird. Seitdem ist er im Feenwald nicht mehr allzu erwünscht.
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Nakatia zieht durch das Tribunal und tauscht Bücher, dabei kann sie auch gleich ein paar Kontakte knüpfen.

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Winter 1180

In diesem Winter beschließen Andrew und Mentalia, endlich etwas gegen Pip zu unternehmen. Der kleine Dämon ist mittlerweile allgegenwärtig: Da jeder weiß, daß er zu schnell ist, als daß man ihn erwischen könnte, versucht auch niemand mehr, ihn zu erschlagen. Terminus ist wegen dieser Plage schon so genervt, daß er kaum noch ansprechbar ist und sich nicht mehr außerhalb seines Labors blicken läßt. Julius hat den kleinen Dämon schon fast als lustigen Spielgefährten akzeptiert und auch der Rest sieht das alles nicht so eng. Schließlich hält Mentalia diese gleichgültige Einstellung nicht mehr aus und beginnt mit Andrew zu planen. Die beiden kommen auf die Idee, eine Art Magnetspruch zu entwickeln, der Dämonen anzieht, sodaß Pip nicht mehr richtig ausweichen kann, wenn man mit einem Schwert nach ihm schlägt. Gedacht, geforscht: Da Andrew die für Pip sehr nervtötende Angewohnheit hat, einfach solange nach dem Dämon zu schlagen, bis dem das langweilig wird, bekommt das Teufelchen von der Forschung auch gar nichts mit. So kommen eines schönen Abends Andrew und Mentalia mit einem entsprechend präparierten Schwert zu Terminus. Als Pip neugierig auftaucht, sicher, daß er jedem Schwertstreich entgehen kann, schlägt Andrew nach ihm. Der Spruch wirkt, und der Dämon wird gespalten. Schnell spricht Terminus noch einen Perdo Vim über Pips Überreste, und damit ist der Fall geklärt. Das erste Mal seit Wochen kann Terminus wieder lächeln.
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Andrew und Mentalia heiraten, damit die Kinder nicht unehelich zur Welt kommen.

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Marganma

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