Serpentia

Herbst und Winter 1188 - Bundleben

Bei einer längeren Debatte im Bund kommt das Thema Anti-Jerusalem auf. Mehr im Scherz schlägt irgend jemand vor, doch einmal Nicodemus danach zu fragen, was Andrew und Bernward dann auch tun. Dabei fällt aus dem Buch, an dem der seltsame Gelehrte gerade arbeitet, ein kleiner Zettel heraus.
Nähere Nachforschungen haben seltsame Ergebnisse: Das Pergament besteht teils aus Tier- und teils aus Menschenhaut. Die Tierkomponente scheint von einem noch lebenden schwarzen Einhorn zu stammen (ein infernales Einhorn?), und die menschliche von Myriaden von Personen, die alle in höchster Qual schreien. Dabei scheint jedoch keiner der „Spender“ tot zu sein. Außerdem reagiert das Pergament auf den Ausspruch heiliger Worte oder auch das Bekreuzigen sehr negativ: Es beginnt zu bluten…
In einer Ecke des ziemlich kleinen Fetzen, auf dem eine Karte dargestellt ist, befindet sich eine seltsame Zeichnung. Sie scheint aus unendlich vielen Schichten zu bestehen, die übereinander aufgetragen worden sind. Nicodemus beginnt mit dem Versuch, diese Schichten aufzulösen, und obwohl die Magier versuchen, ihn daran zu hindern, gelingt es dem Bulgaren, seine seltsamen Muster schließlich fertigzustellen. Als er dies geschafft hat, erklärt er: „Sie werden kommen.“ Wer oder was kommen wird, und was sie wollen, kann er jedoch nicht sagen.
Schließlich wird das Pergament Joscelin d´Acre von den Salomonitern überstellt. Er scheint recht beunruhigt und verspricht, sich darum zu kümmern. Allerdings meint er, das könne etwas dauern…
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Bei seinem üblichen Besuch in Tripolis fällt Andrew auf, daß Angelicas Leiche immer noch nicht christlich bestattet worden ist. Um dies zu ändern, werden ihre Knochen noch einmal ausgegraben, um dann einen Segen darüber zu sprechen. Dabei muß Andrew feststellen, daß der Fingerknochen ihres linken kleinen Fingers fehlt. Colleen äußert die unangenehme Vermutung, daß es – da das Infernale die Nachahmung liebt – vielleicht auch so etwas wie unheilige Reliquien von Anti-Märtyrern geben könne. Und wenn jemand sich für so einen Titel qualifiziert hätte, dann doch wohl sicher Angelica….
Trotz dieses beunruhigenden Gedankens wird die ehemalige Hexe unter ihrem Haus christlich bestattet. Ob ihr das allerdings zu ewiger Ruhe verhelfen wird, ist mehr als fraglich….
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Da er für das kommende Tribunal Ende Frühling 1189 gut vorbereitet sein möchte, bricht Frederik schon jetzt nach Al-Arama auf, um sich mit den hermetischen Gesetzen etwas vertraut zu machen. Dort allerdings gibt es bei der Begrüßung ein Mißverständnis mit Karen von Falkenau, die ihm deswegen den Zugang zur Bibliothek untersagt. Daraufhin wird Frederik von Alatus durch ein Hermesportal nach Alvarro geschickt, und kann sich dort mit Spes Pacis einigen: Er darf die Bibliothek benutzen, wenn er im Ausgleich dafür sorgt, daß Serpentia sich in einer Abstimmung auf dem Tribunal auf Alvarros Seite stellt…
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Marganma

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