Serpentia

Herbst und Winter 1192 - Bundleben

Herbst 1192

Im Herbst extrahiert Llwellyn Vim-Vis aus der Aura. Dáirine schreibt ein Buch über Imaginem: Miles Viridis. Auch Andrew und Frederik sind mit Schreiben beschäftigt: Andrew über Terram und Frederik über Herbam.
Bei Andrews Lehrlingen stellt sich heraus, daß beide weder gern noch gut lesen. Dennoch muß Gwyn jetzt aus dem Aquam-Buch lernen….
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In Serpentia trifft ein Brief ohne Absender ein. Er bezieht sich auf die Edelsteinspiegel und verrät, wie man einen davon so versiegeln kann, daß eine unerwünschte Person nicht hindurchtreten kann.
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Nakatia und Bernward pflanzen die Eichel ein, die ihnen Elvira als Dank für ihre Hilfe geschenkt hat. Daraus erwächst ein kleiner Baum, der in der längsten Vollmondnacht des Jahres zu einem Riesen heranwächst und dabei als Visquelle dient. Am Ende dieser Nacht schrumpft er jedoch auf seine alte Größe wieder zusammen.

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Winter 1192

Als Frederik von den Quintus´ Abenteuern in Edessa hört, erfährt er auch, daß das Wappenzeichen der al-Azaeds ein springender, silberner Löwe ist. Das macht ihn nachdenklich: Als er damals in Deutschland im Kloster abgegeben wurde, trug er einen Anhänger um den Hals, der einen solchen Löwen zeigte. Er kann sich sogar noch erinnern, daß auf der Rückseite des Medaillons arabische Schriftzeichen eingeprägt waren. Leider hat er das Schmuckstück nicht mehr: Gerbert von Köln hat es ihm weggenommen, als er damals auf den magisch begabten Jungen in dem Kloster gestoßen war.
Frederik beschließt, sich in Damaskus ein wenig genauer bei den al-Azaeds umzuhören. Dabei erfährt er, daß es tatsächlich ein Brauch ist, den Kindern der Familie solche Medaillons umzuhängen. Es ist allerdings unklar, wie Frederik, der ja in Deutschland aufgewachsen ist und auch durchaus europäisch aussieht, an das Schmuckstück gekommen ist. Aber immerhin sind drei Jahre vor Frederiks Geburt Tabor al-Azaed und seine Tochter Nicola aus Damaskus verschwunden. Beide waren sehr hellhaarig und -häutig für Araber, vor allem Nicola, da sowohl ihre Mutter als auch beide Großmütter Fränkinnen gewesen waren.
Frederik kommt die ganze Sache schon merkwürdig vor, zumal er sich erinnern kann, daß ein alter Mönch ihm einmal gesagt hat, daß ihn ein Sarazene im Kloster abgegeben habe. Ist er vielleicht doch mit den al-Azaeds verwandt? Jedenfalls beschließt er nach Deutschland zu reisen und dort nähere Erkundigungen einzuziehen, wenn sich die Gelegenheit dazu bieten sollte.
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Llwellyn beginnt, einen Stab zu verzaubern, sodaß er Magie aufnehmen kann. Nakatia und Andrew sind damit beschäftigt, Bücher zu schreiben: Nakatia über Corpus und Andrew über Rego und Auram. Bernward erforscht das magische Blatt, das in dem verfallenen Bund im Eulenwald gefunden wurde. Er stellt fest, daß es nicht ganz fertig verzaubert wurde. Als vollständigen Gegenstand hätte man das Blatt nur an eine Pflanze heften müssen, und sie hätte angefangen, Blätter und Früchte sprießen zu lassen.
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Mesinga, Nakatias Leibgroga, bekommt ein Kind von Olf: Sie nennen den Jungen Bernward. Auch Tarilas und Bernwards Tochter wird geboren: Ein sehr blaßes Mädchen mit ungewöhnlich dunklen Augen. Sie erhält den Namen Elora.
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Ende Winter wird Llwellyn zur Herberge gerufen: Dort sei jemand, der ihn sprechen wolle. Als er ankommt, stellt sich ihm eine junge Frau mit rotbraunen Haaren und leiser Stimme vor: Sie sei Alkmene, Filia der Galatea. Während sie spricht, füllen sich ihre Augen mit Tränen der Hoffnung und Erleichterung: „Ich habe so lange gesucht, ich dachte, es gibt keine mehr von uns. Jetzt habe ich Euch gefunden – unseren Primus selbst…“ Dann bricht aus Erschöpfung zusammen.
Offenbar hält auch diese junge Frau Llwellyn für den legendären Primus des Hauses Diedne – dem sie selbst angehört! Der Ex Miscellania betrachtet sie lange Zeit. Ihre Kleidung ist ärmlich und zerrissen, sie selbst sieht erschöpft und hungrig aus. Zunächst beschließt er, zu warten, bis sie wieder aufwacht.
Nachdem sie dann gegessen hat, bringt er ihr so schonend wie möglich bei, daß er nicht der Llwellyn ist, für den sie ihn hält. Allerdings hat er auch nicht vor, ihr etwas anzutun. Alkmene erzählt ihm, daß sie erst vor kurzem ihre Prüfung abgelegt hat. Sie kommt aus den Karpaten, und ihre Lehrmeisterin Galatea wurde vor wenigen Wochen von einigen Tremeren gestellt und getötet. Seitdem ist sie auf der Flucht.
Llwellyn nimmt sie mit zum Bund und ruft dann eine Ratssitzung ein. Es wird entschieden, da Haus Diedne ja offiziell tot ist, könne sie keine Diedne sein und wäre wohl eine Ex Miscellania. Außerdem scheint sie ja keine Gefahr für den Orden darzustellen. Sie könne gerne eine Weile dableiben, ein Angebot, das Alkmene gern annimmt. Sie beschließt, vorerst in Mikulas alter Hütte zu wohnen.
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Als Dáirine wieder einmal von einem Stelldichein mit Sir Bealach aus dem Feenwald kommt, begegnet sie dort einem Fremden. Der junge Mann hat sehr dunkle, gebräunte Haut, aber schneeweißes Haar und blaugraue Augen. Er stellt sich ihr als Nadrach vor und erklärt, wenn Sir Bealach noch einmal so ein langweiliges Lied sänge, würde er sie nie im Leben verdienen. Dann nimmt er Dáirine in die Arme, küßt sie leidenschaftlich und verschwindet wieder im Wald.
Weder die Feenkönigin noch irgendjemand anderes kann der Merinita sagen, wer ihr neuer Verehrer ist, aber von nun an sieht sie ihn häufiger…

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Marganma

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