Serpentia

Illusionen

Herbst 1201

Gwyn, Ramitep, Ludwig, Safira, Pierre, Alenka

Andrew bekommt einen Brief von seinem Neffen Andreas, in dem dieser ihn um ein Gespräch bittet. Der Magier macht sich sofort allein auf den Weg zum Kloster Peter Ignatius, wo Andreas als Mönch lebt. Etwa eine Woche nach seiner Abreise kommt sein Sohn Alocar beunruhigt zu Rhys: Andrew hatte ihm versprochen, sich jeden Tag zu melden, und nun hat er schon fast drei Tage lang nichts mehr von ihm gehört.
Rhys, ebenfalls beunruhigt, versucht mit einem Zauber, herauszufinden, wo sich Andrew aufhält, wird aber geblockt. Da der Rat befürchtet, daß dem Jerbiton etwas zugestoßen ist, macht sich Ramitep auf den Weg, um nach ihm zu suchen. Dabei wird er von Ludwig, Pierre, Alenka und der Gärtnerin aus Tripolis, Safira, begleitet. Auch Gwyn schließt sich an: Schließlich geht es um seinen Vater.
Als die Serpentianer beim Kloster Peter Ignatius ankommen, stellen sie fest, daß mit den Mönchen etwas nicht stimmt: Seltsam steif und festgefroren stehen sie herum. Nur mühsam gelingt es, die Männer aufzuwecken, die sich aber nicht mehr erinnern können, was genau geschehen ist. Sie erinnern sich noch an Andrew, der hier wohl auf jemanden gewartet hat. Er scheint mit seinem mysteriösen Bekannten nach Norden aufgebrochen zu sein. Da es nur einen Hauptweg durch die gebirgige Landschaft gibt, beschließen die Serpentianer, ihm nachzureisen.
An einer Abzweigung sehen sie weiter oben am Hang eine merkwürdige Gesteinsformation. Als Ramitep losgeht, um sich das Ganze näher anzuschauen, bemerkt er, daß diese Formation die Grenze einer starken Aegis markariert. Während Ramitep den Zauber noch untersucht, schleicht Pierre los, um sich im Talkessel hinter der Formation ein wenig umzuschauen. Dabei wird er Zeuge einer merkwürdigen Zeremonie, bei der eine Gestalt mit einem Dolch über einer Person steht, die auf eine Art Opferaltar gebunden ist. Er läuft sofort los, um Hilfe zu holen. Ohne zu zögern rennen Alenka und Gwyn bei dieser Nachricht los, um den Gefesselten zu retten.
Bevor sie jedoch bei dem Altar anlangen, stürzen sie in eine magisch getarnte Fallgrube. Beide verletzen sich an den am Boden aufgestellten Knochenspeeren, allerdings nicht allzu schwer. Der Rest, der ebenfalls herbeigeeilt ist, kann die Grube umgehen, aber zu spät: Der Dolch fährt herab und trifft den Gefesselten. Aber noch bevor Pierre beim Altar ankommt, verschwinden beide Gestalten, nur um kurz danach wieder aufzutauchen und von vorne mit der Opferungsszene anzufangen. Es handelt sich nur um Illusionen.
Ramitep kann Gwyn und Alenka aus der Fallgrube helfen. Danach machen sich die Gefährten daran, den Altarblock zu untersuchen. Er ist nicht nur eine Illusion, sondern wirklich vorhanden. Allerdings hat er eine Öffnung, die wiederum mit einem Zauber getarnt ist. Es gelingt Gwyn, diese Öffnung zu ertasten. Als Erster schlüpft er in den kleinen Raum, der dahinter liegt.
Dort findet er seinen Vater, der bewußtlos auf einem großen Steinblock liegt. Hinter ihm erhebt sich ein großer, hölzerner Drachenkopf, dessen Mund das Kopfende des Steinblocks umschließt. Andrew wirkt unverletzt, aber über seinem Körper schwebt eine merkwürdige, hell leuchtende Kugel, die über einen dünnen Faden mit ihm verbunden zu sein scheint. Gwyn weiß nicht, was es damit auf sich hat, beschließt aber, kein Risiko einzugehen und den Faden zu durchtrennen. Daraufhin sirrt die leuchtende Kugel einen Moment ziellos durch die Luft, bevor sie auf Ludwig zurast, der gerade eben den Raum betreten hat. Sie trifft den Zwerg an der Brust und verschwindet, ohne eine Spur zu hinterlassen.
Da sie Andrew zunächst nicht aufwecken können, durchsuchen Gwyn und Ramitep die kleine Kammer. Sie finden einen weiteren getarnten Durchgang, der zu einer zweiten Kammer führt, die ein exaktes Ebenbild der ersten ist. Die beiden Drachenköpfe sind miteinander verbunden.
Da es hier nicht mehr viel zu finden gibt, verlassen die Serpentianer die Kammern mit Andrew. Draußen machen sie sich dann auf die Suche nach den Aegis-Zeichen, um sie auszulöschen und so vielleicht auch magische Untersuchungen durchführen zu können. Dabei entdecken Gwyn und Alenka einen merkwürdigen kleinen Wirbel, der ihnen etwas zeigen möchte. Als sie ihm folgen, stellen sie fest, daß sie nicht allein in dem Talkessel sind: Hier hält sich auch noch eine unsichtbare Person auf!
Sofort machen sich die Serpentianer auf die Jagd nach ihr, und es gelingt Pierre tatsächlich, sie zu fassen zu kriegen. Aber bei dem Zweikampf kommen die beiden zu nahe an den Rand der getarnten Grube. Die Unsichtbare verliert das Gleichgewicht und stürzt. Beinahe wäre es ihr gelungen, Pierre mit sich zu ziehen. Erst im letzten Augenblick kann der Grog sich von ihr lösen.
Später, nachdem die Sonne untergegangen ist, stellen die Serpentianer fest, daß die unsichtbare Frau tot ist. Als sie sie aus der Grube ziehen, erkennen sie zur allgemeinen Überraschung Andrea. Andrew, der aus seiner Bewußtlosigkeit erwacht, berichtet, daß sie ihn mit der Illusion des Opferrituals in die Fallgrube gelockt hatte. Sie wollte sich endlich den Schlüssel zum König der Drachen holen, als sie gestört wurde. Tatsächlich ist es ihr gelungen, den Schlüssel aus Andrew herauszulösen – das war die weiß leuchtende Kugel. Jetzt trägt Ludwig den Schlüssel… und Andrea ist tot.
Gemeinsam kehren die Serpentianer zum Kloster zurück, wo sich auch Andreas mittlerweile eingefunden hat. Er weiß nichts von einem Brief und hat keine große Lust, sich mit seinem Onkel zu unterhalten. Daraufhin machen sich die Gefährten auf den Heimweg und kommen wohlbehalten wieder im Bund an.

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Marganma

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