Serpentia

Julius und die Blaue Kugel

Winter 1199

Andrew, Frederik, Bernward, Aella, Ramitep, Sir Quintus

Julius Maximus Grey besucht den Bund mit seinen Eltern, Leoni und Richard Grey. Der kleine Junge ist überaus neugierig, und als einer der Grogs seinen Posten vor der Viskammer, in der auch die magischen Gegenstände aufbewahrt werden, kurzfristig verläßt, huscht er sofort hinein. Und er findet auch ein ganz tolles neues Spielzeug: Die blaue Kugel aus Aladins Bergwerk!
Als Aella und Sir Quintus hinzukommen, ist es schon zu spät: Die blaue Kugel hat begonnen, ein leuchtendes Tor zu bilden, und das kichernde Kind ist fröhlich hindurchgehüpft. Aella, Sir Quintus und die hinzugekommenen Magier Ramitep, Frederik, Bernward und Andrew folgen ihm.
Zunächst sehen sie einen grellen blauen Blitz, der ihnen das Bewußtsein raubt. Als sie jedoch wieder zu sich kommen, müssen sie feststellen, daß sie sich nicht mehr in ihren eigenen Körpern befinden! Frederik findet sich beim Drill einer Wachmannschaft in einer englischen Burg wieder und ist unter dem Namen „Martin“ bekannt, während Sir Quintus ein Page namens „Florant“ ist. Aella, die Amazone, findet sich in einem Stickzimmer wieder, im Körper einer jungen Adligen, die mit „Margaret of Summersdale“ angesprochen wird. Bevor sie sich noch richtig orientieren kann, wird sie von einer älteren, verkniffenen Dame aufgefordert, auf die Suche nach einem irischen Gör zu gehen. Das tut sie gerne, zumal Aella keinerlei Ahnung vom Sticken hat. Ramitep und Bernward kommen mitten in einer Sitzung von Verschwörern zu sich, die gerade planen, irgendeinen Herzog zu ermorden. Ramitep ist ein kräftiger Lord, der mit „deMirot“ angesprochen wird. Offenbar hat deMirot den Plan angeleiert, jedenfalls scheinen die anderen Verschwörer zu erwarten, daß Ramitep den Plan kennt. Bernward, der jetzt ein gewisser „Lord Faulconhill“ ist, scheint sogar der Anführer der Verschwörung zu sein.
Nachdem sich dieses Treffen aufgelöst hat, versuchen Bernward und Ramitep, herauszufinden, was denn nun eigentlich los ist. Dabei treffen sie auf Sir Quintus, den sie trotz seiner „Verwandlung“ erkennen. Gemeinsam finden sie heraus, daß sie sich in Gloucester befinden, und zwar irgendwo in Andrews Vergangenheit. Damit ist auch klar, welcher Herzog ermordet werden soll…
Aella hat mittlerweile das irische Gör – Andrews spätere Ehefrau Melisende – gefunden und sich mit ihr angefreundet. Den beiden Frauen gelingt es, den kleinen Julius, der hier fröhlich durch die Gegend eiert, zu finden.
Bei ihrem Versuch, die Verschwörung zu vereiteln, finden Sir Quintus und Frederik heraus, daß in der letzten Nacht aus dem Turm, in dem Alocar d´Alencon sein Labor hat, ein blaues Leuchten gedrungen sein soll. Sie kommen auf die Idee, daß man Julius und die Blaue Kugel wieder zusammenbringen sollte, um erneut ein Tor zu öffnen und vielleicht wieder nach Hause zu kommen.
Mit vereinten Kräften gelingt es den Serpentianern, den Mord an Andrew nicht nur zu verhindern, sondern auch die Verschwörung auffliegen zu lassen. Mit Melisendes Hilfe können sie das Ganze zeitlich sogar so legen, daß sie danach mit Julius in Alocars Labor gelangen, wo sie tatsächlich wieder von einem bläulichen Leuchten umfangen werden…

*

Als sie wieder zu sich kommen, müssen die Serpentianer feststellen, daß sie nicht wieder im Bund sind. Statt dessen sind sie erneut in anderen Körpern angekommen. Und nicht nur das: Die Leute, in die sie hineingeschlüpft sind, versuchen gerade, die Blaue Kugel zu stehlen! Da Ramitep noch ein wenig desorientiert ist, geht der Diebstahl schief, und die Gruppe muß zunächst fliehen.
Von dem einzigen Dieb, der noch seine „wahre“ Identität hat, Hassan, erfahren sie, daß sie Quintus´ Freunde sind: Ramitep ist ein Schläger namens Khaled, Bernward ist Ali, der ebenfalls für physische Überzeugungskraft gut ist. Frederik ist ein Taschendieb mit dem schönen Namen Hamed, Aella die Hure Alina, und Andrew – der nun statt Quintus dabei ist – der Messerstecher Achmed, Hassans Bruder und für Pläne zuständig.
Quintus ist von einigen merkwürdigen Gestalten entführt worden, die von seinen Freunden verlangt haben, die Blaue Kugel aus dem Besitz des Wesirs Jamal zu stehlen. Da Frederik und die anderen durchaus daran gelegen ist, Quintus zu retten, beschließen die Serpentianer, den Diebstahl wie geplant durchzuführen. Nach einigem Hin und Her mit einem Abführmittel und einem Eisverkäufer gelingt es ihnen auch, die Blaue Kugel in ihren Besitz zu bringen.
Danach ist es nicht mehr sonderlich schwierig, Quintus zu befreien, der sogar weiß, wo sich Julius aufhält. Als Julius und die Blaue Kugel wieder zusammengebracht werden, gibt es erneut ein bläuliches Leuchten, und die Serpentianer verlieren das Bewußtsein…

*

Als sie wieder zu sich kommen, steht Frederik, Ramitep und Bernward erst einmal ein Schreck bevor – sie befinden sich in den Körpern von Frauen! Amazonen, um es genauer zu sagen, denn jetzt sind sie in Aellas Vergangenheit gelandet… Frederik ist eine Kriegerin namens Kyra, Bernward heißt Leda und kann ebenfalls kämpfen. Ramitep ist Calida, eine Artemis-Priesterin. Quintus ist ebenfalls im Tempel anzutreffen – er ist jetzt Ioannis, der Gehilfe des Apollo-Priesters. Und Andrew ist ein Hütejunge namens Hippolytos, der erst einmal Probleme hat, seine Schafherde irgendwie loszuwerden…
Die Blaue Kugel ist im Tempel gelandet, wo Quintus/Ioannis und Ramitep/Calida immerhin hinein können. Allerdings kommt es zunächst zu einer Verwechslung: Der Sohn von Frederik/Kyra, Polydonios, sieht Julius zum Verwechseln ähnlich… Nach diesem ersten, weniger erfolgreichen Versuch, die Amazonen wieder zu verlassen, gelingt es dann aber doch, den echten Julius wieder zu finden (wobei Frederik seine mütterliche Seite entdeckt und Andrew nur knapp einer Tracht Prügel entgeht). Als er zu der Blauen Kugel gebracht wird, entsteht wieder das mittlerweile vertraute bläuliche Leuchten…

*

Als die Serpentianer wieder zu sich kommen, stellen sie fest, daß sie diesmal nicht in menschlichen Körpern gelandet sind, sondern in magischen Gegenständen. Frederik ist ein merkwürdiges kleines Wägelchen, das sich aber sehr gut und schnell bewegen kann, Quintus ein mechanischer, quietschender Hund und Aella eine Art zotteliger Bär. Bernward hat es in einen fliegenden Stock verschlagen, und Andrew ist ebenfalls in einen Stock geraten, allerdings in einen mit acht Händchen, der perfekt in das Frederik-Wägelchen paßt. Wie es aussieht, sind sie diesmal in Ramiteps Vergangenheit gelandet… ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, als die große Pyramide von Thetis von ein paar obskuren Arabern angegriffen wird. In dem allgemeinen Wirrwarr erfahren die Serpentianer, daß sich die Blaue Kugel wohl im Labor von Ramiteps Lehrmeister Ameny befindet. Außerdem stellen sie fest, daß Aella ein Erklärbär ist – wenn man ihr auf die Brust klopft, bleibt sie unwillkürlich stehen und beginnt, irgendeinen Sachverhalt zu erklären. Aella ist davon nicht sonderlich begeistert….
Vor Amenys Labor befindet sich ein riesiges Astrolabium, das die Bewegungen der Sternkonstellationen exakt nachahmt. Leider ist es nicht ganz ungefährlich, sich durch dieses Astrolabium zu hangeln, da es ständig in Bewegung ist und überall Stampfer, Zahnräder und andere angenehme Dinge den Weg unsicher machen. Immerhin ist Julius schon dabei, das Astrolabium zu erkunden: Er hängt ganz oben an einem der Zahnräder fest und juchzt begeistert.
Es gelingt Quintus und Bernward, ihn zu retten, bevor er unter einen Stampfer gerät, während Andrew, Frederik und Aella zusammen mit Ramitep in Amenys Labor gelangen. Dort kommt es zum Kampf mit den angreifenden Arabern, bei dem der junge Ramitep schwer verletzt wird und das Labor Feuer fängt. Frederik und Andrew können die Blaue Kugel und Ramitep in Sicherheit bringen, während Aella noch dabei ist, irgend etwas zu erklären, da sie beim Kampf auf ihre Brust gestürzt ist.
Schließlich jedoch können Quintus und die anderen Julius und die Blaue Kugel zusammen bringen…

*

Zur allgemeinen Erleichterung finden sich die Serpentianer diesmal wieder in menschlichen Körpern wieder, wenn auch nicht in ihren eigenen. Sie sind in Frederiks Vergangenheit gelandet, im Kloster St. Vredelin. Andrew, Bernward und Quintus sind Mönche namens Friedrich, Franz und Fridolin, während Ramitep ein Krämer namens Martin ist. Aella ist Ramiteps Gehilfin und heißt Martina.
Es dauert eine Weile, bevor im Kloster die ersten Spuren von Julius und der Blauen Kugel auftauchen. Ramitep und Aella finden außerhalb der Klostermauern heraus, daß sich der Junge bei Adligen in der Umgebung befindet und brechen auf, um ihn zum Kloster zu bringen. Die drei „Mönche“ dürfen das Kloster nicht verlassen und müssen sich dort zunächst zurecht finden – was gar nicht so einfach ist. Immerhin treffen sie den jungen Frederik, der sich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht bewußt ist, daß er eine magische Gabe hat…
Aella und Ramitep gelingt es, Julius zum Kloster zu bringen. In dieser Nacht schlägt ein Blitz im Innenhof von St. Vredelin ein, und danach liegt die Blaue Kugel auf dem Boden. Der Abt ist natürlich sehr mißtrauisch, aber es gelingt Andrew, Quintus und Bernward, die Kugel zu stehlen und zu Julius zu bringen… später erfahren sie von Frederik, daß es genau diese Ereignisse waren, die den Abt bewogen haben, Gerbert von Köln nach St. Vredelin zu rufen.

*

Als Frederik, Ramitep und die anderen diesmal das Bewußtsein wieder erlangen, befinden sie sich in ihren eigenen Körpern, schweben aber in einem merkwürdigen blauen Leuchten umher. Bernward fehlt, dafür sind aber einige der merkwürdigen Araber zu sehen, die Quintus entführt hatten. Bevor es zu einem sinnvollen Gespräch kommt, finden sich die Gefährten in Durenmar wieder – immer noch in ihren eigenen Körpern, aber substanzlos, wie Geister. Sie beobachten, wie Bernwards Vater Julius zu einer Tür schleicht, aber zunächst von Menacra, die später Bernwards Lehrmeisterin werden wird, verscheucht wird. Offenbar befinden sie sich gerade in der Zeit, in der Bernward gezeugt wird… Quintus und Frederik fällt auf, daß Julius-der-Lehrling nicht nur Julius-dem-mittlerweile-toten-Magier ähnlich sieht, sondern auch Julius-dem-vermißten-Kind.
Bevor sie sich noch viele Gedanken darüber machen können, befinden sich die Gefährten wieder in dem blauen Leuchten. Diesmal können sie sich mit den Arabern unterhalten: Diese behaupten, sie wären eine Art Wächter der Zeit, die dafür sorgen, daß die Dinge so ihren Lauf nehmen, wie sie es sollen. Die ganze Angelegenheit mit der Blauen Kugel hat nun für ziemlich viel Unruhe gesorgt. Es bleibt nur noch eine Sache, die in Ordnung zu bringen wäre. Quintus und die anderen erklären sich bereit, dafür zu sorgen, daß alles ins Lot kommt.
Kurz darauf befinden sie sich – diesmal in ihren eigenen Körpern – in einer süditalienischen Stadt, Palermo. Nach kurzer Suche finden sie Julius, der mittlerweile etwa sechs Jahre alt ist, und retten ihn vor einem Dämonisten, der ihn opfern will. Jetzt erkennen sie auch, daß der kleine Julius und Julius Ex Miscellania ein und dieselbe Person sind. Schweren Herzens machen sie sich auf die Suche nach Illicalites, Julius` Lehrmeister und übergeben ihm das Kind. Der Ex Miscellania hat kurz vorher einen magischen Gegenstand gefunden: Die Blaue Kugel. Als Julius sie dieses Mal berührt, zerbirst sie mit einem lauten Knall in tausend Stücke.
Quintus und die anderen werden durch die Wucht dieser Explosion zurück nach Serpentia geschleudert. Dort müssen sie Leoni und Richard beibringen, daß ihr kleiner Sohn schon seit mehreren Jahren tot ist, ihnen aber immerhin einen Enkel und mehrere Urenkel hinterlassen hat…

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Marganma

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