Serpentia

Rückkehr zur Umgedrehten Pyramide, Teil 2

Frühling 1209

Am Morgen erzählt Gerard Zafira, dass sich in der letzten Nacht ungefähr fünf Leute im Gemüsegarten getroffen haben. Leider konnte er sie nicht belauschen, da er entdeckt wurde.
Zafira, Frederik, Jochen und Gerard schauen sich in dem Gemüsegarten um und entdecken ein paar Heilkräuter, die aber auch als Gift verwendet könnten; außerdem wächst hier Schwengelkraut, dass müde Männer wieder munter macht.

Ein Einheimischer, der hier den Garten pflegt, erzählt ihnen, dass der Garten von Angela angelegt wurde, einer jungen Frau, die allein hier aufgetaucht ist und jetzt die Bettgespielin von Haidar ist. Da sie ansonsten nicht viel von ihm und seinem Neffen erfahren, gehen sie erstmal zurück.

Da sie erstmal nicht weiterkommen, gehen sie in die Pyramide. Die erste Ebene überstehen sie recht gut, allerdings werden einige Leute von der Treppe geweht. Während Gerard und Zafira den Sturz ohne blaue Flecken überstehen, bricht sich einer von Cyons Grogs ein Bein. Er und einer der anderen Grogs kehren zurück.

Während sich die Magier ausruhen, gibt Konrad einen seiner sarkastischen Kommentare von sich, den die Pyramide offenbar als „arrogant“ einstuft und mit einem steinernen Speer angreift. Konrad wird verletzt, aber Mohammed verbindet ihn sehr kompetent, und er kann weiter laufen.

Auf der Ebene Merkurs verlieren sie einen weiteren Grog in einer der Regiones. Die Ebene des Mars überwinden sie relativ schnell, da Mohammed einen blutigen Pfeil auf den Altar schießt und damit das Opfer schon bringt. Zwei der Orillkae kämpfen zwar noch weiter, werden aber relativ schnell umgehauen.

Danach durchqueren sie Ceres. Das funktioniert nicht ganz so gut, und die meisten von ihnen werden verletzt und/oder vergiftet, aber mit Etelkas Hilfe können sie das Gift leicht zerstören. Schließlich gelangen sie zur Ebene der Venus, wo Fabrizia Konrad begeistert begrüßt. Sie ist sehr froh, dass er da ist. Im Kampf gegen die Sternmagier hat sie ihren linken Unterarm und viele ihrer Mit-Orillkae verloren. Außerdem ist das Orillkon wahnsinnig geworden – aber glücklicherweise, meint sie, haben die Serpentianer ihren eigenen Gott mitgebracht. Dabei schaut sie Selin an.

Sie erwähnt, dass vor kurzem eine Frau gekommen ist, die mit dem Orillkon sprechen wollte. Sie roch nach Blumen, und seitdem sie da ist, ist das Orillkon nicht mehr so wahnsinnig.

Am liebsten möchte sie aus der Pyramide heraus, aber der Gott lässt sie nicht. Konrad verspricht ihr, mit dem Orillkon zu reden, und sie führt sie zum Ausgang. Die nächsten vier Ebenen überwinden sie ohne größere Probleme und erreichen den Sarg, der unverändert da steht. Als jedoch Selin auf den Sarg zugeht, bebt die Erde und eine paar Speere erheben sich aus dem Boden. Offenbar müssen sie erst mit dem Orillkon sprechen.

Auf der untersten Ebene treffen sie das Orillkon, das immer noch blutbesudelt von dem Blut der Sternenmagier ist. Zu seinen Füßen kauert eine Frau – die Dämonin, die bisher immer mit Adim al-Kabi Asar zusammen war. Das Orillkon freut sich, dass Lacus wieder da ist, weil er das letzte Mal so viele Blutopfer gebracht. Er ernennt ihn zu seinem Hohepriester.
Er freut sich auch über die neuen Opfer, aber davon kann ihn Konrad abbringen. Als er erfährt, dass Selin dabei ist, will er schon auf ihn losgehen, aber die Dämonin macht Lacus verzweifelt Zeichen, dass er eingreifen soll. Das tut er dann auch, und es gelingt ihm (und Konrad), das Orillkon zu überzeugen, dass Haidar – dem das Orillkon ja das Versprechen gegeben hat, auf Asineth aufzupassen – sich mittlerweile selber für einen Gott hält. Das Orillkon kommt sich verraten vor und erlaubt Selin, sich mit Asineth zu beschäftigen. Außerdem erlaubt er Konrad, Fabrizia und ihre Mitorillkae mitzunehmen.
Das Orillkon ist ziemlich wütend über Haidars vermeintlichen Verrat und zerstört die oberen Ebenen der Pyramide.

Die Dämonin kommt mit ihnen mit auf die obere Ebene. Sie versucht, Lacus zu überzeugen, dass sie für das selbe Ziel arbeiten und sie sich nicht gegenseitig im Weg stehen sollten, aber Lacus stellt sich stur, zumal Mohammed auch gegen die Dämonen wettert. Sie kontert damit, dass sie immerhin die Welt retten will und außerdem einen Plan hat, wie man die Leute aus Ouargla in Sicherheit bringen kann.

Immerhin erwähnt die Dämonin, dass Selin über Drachenfeuer verfügt. Allerdings scheint die Sache mit dem Sarg länger zu dauern. Da niemand so direkt daneben stehen will, wenn der Sarg aufgeht, wollen eigentlich alle nach draußen. Der Geheimgang in eine der höchsten Ebenen ist noch frei, aber von dort aus ist es ziemlich weit zurück in die Venusebene, wo Fabrizia auf Konrad wartet.

Also kehren Konrad, Lacus und die anderen zurück zum Orillkon. Konrad bittet es, sie und Fabrizia zum Eingang zu bringen, und das Orillkon erfüllt ihm den Wunsch – alle finden sich nach einer kurzen Reise auf einer Plattform am Eingang wieder. Die Umgebung um den Eingang herum ist ziemlich verwüstet, und einige Alchemisten eilen bereits auf den Eingang zu.
Unter hektischen Fragen bringen die Alchemisten die Serpentianer und die Horizoner nach Ouargla, damit sie Haidar erzählen, was denn nun passiert ist. Währenddessen unterhält sich Zafira mit Angela und findet heraus, dass es wohl tatsächlich eine sichere Zuflucht gibt.

Gerade als sie die ersten Häuser der Siedlung passieren, bricht hinter ihnen die Erde auf und irgendwas bricht aus dem Boden hervor…

…aus dem Loch heraus kommt eine menschliche, weibliche Gestalt, die auf der zerstörten Erde über der Pyramide landet. Es scheint Asineth zu sein, denn als erstes ruft sie sich einen Stab herbei.
Kaum hat sie ihren Stab in der Hand, schießen mehrere Feuerbälle aus Haidars Villa in ihre Richtung und explodieren. Daraufhin bricht eine leichte Panik unter den Alchemisten aus, die nicht wissen, was los ist. Zafira und Angela fangen an, die Leute von Oaurgla in die Schutzhöhle unter dem Gemüsegarten zu bringen.

Haidar lässt erstmal eine Erdwelle los, um ein freies Sichtfeld aus Asineth zu bekommen. Mit Etelkas Hilfe werden sie von der Welle nicht überrollt und fliehen ebenfalls in die Schutzhöhle. Auf der Flucht sehen sie, wie die Erde neben Haidar aufklafft und vier der Drachenteile nach oben schweben – zwei Hinterbeine, ein Vorderbein und der Schweif.

Cyon und Etelka verabschieden sich erstmal, sie wollen lieber zu den Sternenmagiern und Selkis, um zu schauen, was dort so passiert.
Sie kommen in die Schutzhöhle, als es draußen anfängt, heftig zu stürmen. Die Höhle ist relativ komfortabel eingerichtet, mit einem Springbrunnen und hübschen kleinen Bänken. Die Wände bestehen aus Holz und bewegen sich auch, um das Loch in der Decke zu verschließen.

Zunächst bleibt es allerdings offen, weil Angela und Konrad noch mal rausgehen, um ein paar Kinder zu retten. Der Sturm wird allerdings immer stärker, es beginnt zu blitzen und zu hageln. Nur mit der Hilfe von Magie schaffen es Konrad und Angela, die Kinder in Sicherheit zu bringen.

In der Schutzhöhle sendet Frederik Dairine eine Nachricht, dass Ramitep und sein Juwel dringend in die magietote Zone in Russland geschickt werden muss. Er hat die Hoffnung, dass sich Haidar dann nicht mehr der Kraft des Juwels bedienen kann, um die Drachenteile zu steuern.
Also schnappt sich Dairine Ramitep, dessen Juwel grell leuchtet, und Ludwig (wegen des Schlüssels), erklärt die Situation kurz und lässt sie durch das Portal gehen. Ramitep und Ludwig machen sich auf den Weg, aber im Portal geht etwas schief: Statt in Rußland landen sie genau unter dem merkurianischen Triumphbogen in Ouargla. Das russische Portal wird dabei allerdings zerstört.

Zunächst besänftigt Ramitep den Sturm. Er sieht, wie sich Haidar im Kreis der Drachenteile befindet und mit Asineth kämpft. Beide wirken etwas angeschlagen, zumal sich auch noch ein paar Pflanzenranken in den Kampf eingemischt haben und hauptsächlich Asineth behindern.

Ramitep geht zu Haidar. Auf die Frage hin, ob er Haidar helfen wolle, bejaht Ramitep – vermutlich meint er das sarkastisch, aber das verstehen weder Haidar noch Ludwig. Haidar tritt vor, um Ramitep die Hand auf die Brust (und das Juwel) zu legen, Ludwig lässt ihn gewähren. Ramitep, der das nicht will, versucht, ihn mit einem Zauber zurückzustoßen, aber es gelingt ihm nicht. Haidar fühlt sich angegriffen und löst aus einem seiner Amulette einen Blitz, der Ramitep trifft und tötet.

Daraufhin gelingt es Asineth, den Schutz zu durchbrechen und Haidar mit einem ihrer tödlichen Strahlen zu treffen. Ludwig hat Angst, dass ihr das Juwel in die Hände fallen könnte, daher wirft er sich auf den glühenden Stein, der prompt mit ihm verschmilzt.

Währenddessen sendet Lacus eine Botschaft zu Ludwig, weil er von Dairine erfahren hat, dass das Tor nach Russland kollabiert ist. Ludwig, der durch die Vereinigung mit dem Juwel gerade ziemlich verwirrt ist, greift nach diesem Strohhalm und teleportiert sich mitsamt der Drachenteile zu Lacus in die plötzlich sehr enge Schutzhöhle.

In der Zwischenzeit haben Konrad und Pierre die Höhle verlassen, kurz nach ihnen folgt Zafira. Pierre lehnt zunächst Asineth ab, damit Ludwig ihr entkommen kann. Danach sticht Konrad dem sterbenden Haidar, der bereits von dornigen Pflanzen überwuchert ist, einen Dolch in die Brust.

Die umgedrehte Pyramide ist mittlerweile eingestürzt. Aus dem Krater erhebt sich ein permuttfarbener Drache, der sich zunächst in die Lüfte schwingt. In diesem Moment stürzen die drei Orillkae zusammen, und auch Fabrizia verliert deutlich an Kraft und Substanz. Allerdings kann Lacus sie mit einem CrVi stabilisieren.

Asineth wendet sich nun dem Drachen zu, während das Unwetter langsam abklingt. Die beiden unterhalten sich kurz, und es wird klar, dass der Drache Selin ist. Asineth benimmt sich ihm gegenüber sehr arrogant und behauptet, eine Tochter von Isis zu sein – er entgegnet, er hätte seinem Lehrling versprochen, sie zu töten, wenn sie wahnsinnig sei, und sie sei offenbar wahnsinnig.

Dann fängt er an, sie mit Drachenfeuer zu beschießen. Sie hält ihren Stab als Schutz dagegen und kann das Feuer tatsächlich zurückhalten.
Mohammed schießt mit seinem Bogen auf sie und trifft mitten in die Brust. Das scheint sie nicht zu stören, aber als dann das Holz des Pfeilschafts plötzlich anfängt, giftige Dornen zu sprießen, stört sie das doch – ihre Konzentration fällt und das Drachenfeuer verzehrt sie und ihren Stab vollständig.

Damit sind Haidar und Asineth tot. Die Drachenteile sind in der Hand der Serpentianer. Die Nacht vergeht weitgehend friedlich, zumal Lacus und Frederik so viel gezaubert haben, dass sie das Bewusstsein verloren haben.

Am nächsten Tag sind auch Cyon und Etelka wieder zurück, zusammen mit einigen Sternenmagiern, die mit den Alchemisten und dem Drachen diskutieren.
Frederik findet noch ein wenig Vis in den Überresten der Pyramide, und dann geht es zurück nach Hause. Der Drache – Selin – erklärt sich bereit, sie alle mitsamt der Drachenteile zurück nach Serpentia zu fliegen. Unterwegs erfahren sie dann noch von ihm, dass er nicht nur der Primus Criamon, sondern tatsächlich Criamon selbst ist.

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Marganma

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