Serpentia

Rabenmörder

Herbst 1200

Andrew, Sir Quintus, Lin Chou Yüan, Lin Chou Tian, Aella, Pierre

Nach einer ereignislosen Reise treffen Andrew, Quintus und die anderen schließlich bei dem Bauernhof ein, der zur neuen Handelsbasis von Serpentia und Solis Defectio werden soll. Direkt neben dem Gehöft liegt ein hohler Hügel – dort soll das Hermesportal liegen. Im einem achtstündigen Ritual sprechen Andrew und Philippe de Brionne den komplizierten Zauber, bis das Portal endlich steht und aktiv ist. Zur Feier des erfolgreichen Rituals erscheinen auch kurz diverse Gäste aus Serpentia bei dem Bauernhof…
Am Tag nach dem Fest bricht die ursprüngliche Gruppe auf, um in London auf den Doppelgänger zu warten. Außerdem hat Andrew noch einige Fragen an Daniel Ex Bonisagus, dem momentanen Herrn der Raben. Dabei lernt er Daniels Lehrling Roger kennen, der nach seinem Meister dieses Amt übernehmen wird. Daniel erklärt Andrew, daß er, um den Schlüssel an eine andere Person weiterzugeben, ein heidnisches Ritual vollführen muß. Allerdings möchte er das Ritual nicht einfach weitergeben – vorher möchte sich der alte Bonisagus mit dem Rat unterhalten, der für die Überwachung des Herrn der Raben und seiner Aufgabe zuständig ist. Dieser Rat besteht aus vier Personen – eine davon ist Isabeau de Girardin Ex Jerbiton…
Aber Daniel hat eigene Sorgen: Am Vortag ist ein bewaffneter Mann beim Tower aufgetaucht und hat angefangen, die Raben abzuschlachten. Nur der Einsatz von starker Magie konnte den Schwarm davon abhalten, den Tower sofort zu verlassen. Der Mann wurde von den Wachen überwältigt und getötet, scheint aber über unmenschliche Kräfte verfügt zu haben.
Da Andrew ein gewisses Interesse an diesem Rabenmörder hat, machen sich die Serpentianer auf die Suche nach Spuren – es ist eher unwahrscheinlich, daß der Mann aus eigenem Antrieb gehandelt hat. Tatsächlich finden sie heraus, daß der Tote vor einigen Tagen ein merkwürdiges Kästchen erhalten hat. Seit dieser Zeit hat sich sein Charakter völlig verändert, bis er dann schließlich versucht hat, die Raben zu töten.
Es gelingt Quintus und den anderen, die Geliebte des Rabenmörders davon abzuhalten, dasselbe zu tun wie ihr toter Liebhaber. Dabei stellen sie fest, daß die Frau tatsächlich über übermenschliche Kräfte verfügt und ohne jegliche Rücksicht auf ihren eigenen Körper kämpft. Sie überlebt den Kampf trotz aller Versuche, sie zu bändigen, nicht.
Da sie das Kästchen nicht bei sich trägt, machen sich die Serpentianer wieder auf die Suche und finden schnell heraus, daß es sich jetzt bei einem riesenhaften Söldner befindet. Es gelingt ihnen, den Söldner zu finden, bevor der Hüne den Tower und die Raben angreifen kann. Da Verhandlungen nicht bringen, kommt es zum Kampf, den die Serpentianer knapp gewinnen – der Inhalt des Kästchens, ein rotes Juwel, hat seine Macht auch schon auf den Riesen ausgedehnt, der selbst mit Magie kaum zu töten ist. Nachdem Sir Quintus den Riesen erschlagen hat, zerstört Andrew das Juwel, ohne es näher zu untersuchen. Er will das Risiko nicht eingehen, daß einer der Serpentianer seiner Macht zum Opfer fällt.
Da das Treffen mit dem Doppelgänger noch einige Wochen in der Zukunft liegt, besucht Andrew noch seine Tochter Angharad in Gloucester. Dabei erfährt er nebenher, daß Neacal O´Shea, einer seiner unehelichen Söhne, niemals bei Gwyns Hochzeit gewesen ist. Statt dessen scheint sich ein anderer in seiner Gestalt eingeschlichen zu haben. Dabei hat es sich wahrscheinlich um den Doppelgänger gehandelt, obwohl die Serpentianer bisher davon ausgegangen sind, daß er nicht über die nötige Magie verfügt, um eine solche Tarnung zu wirken.
Kurz bevor das Treffen mit dem Doppelgänger stattfinden soll, stoßen auch Dáirine und Alenka zu der Gruppe. Da Dáirine sich besonders gut mit Illusionen auskennt und der Doppelgänger bekanntermaßen über einen Unsichtbarkeitsgürtel verfügt, will sie den anderen helfen, ihn auf jeden Fall zu erkennen.
Am fraglichen Abend wird die Falle gestellt: Andrew und Pierre nehmen das Aussehen der beiden Mörder aus York an, und alle anderen postieren sich in oder um die Kneipe herum. Allerdings begegnen sie nicht dem Doppelgänger: Zuvor betritt der seltsame und angeblich so eigenbrötlerische Criamon Liber Petri die Schenke.
Mit einem seltsamen Glas, das er vor seinen Augen befestigt hat, durchschaut er die magische Tarnung und tritt sofort auf Andrew zu. Er will wissen, ob Andrew „es“ besorgt hätte. Dabei macht er einen ziemlich normalen und gesammelten Eindruck.
Andrew klärt ihn über die Geschichte mit dem Doppelgänger auf, die Liber Petri scheinbar sehr erstaunt. Wie es scheint, ist er für die Illusion verantwortlich, mit der der Doppelgänger auf Gwyns Hochzeit aufgetaucht ist. Im Gegenzug dazu wollte dieser ihm die Reliquie aus York besorgen. Offenbar benötigt Liber Petri sie, um seinen Lehrling Sarah wieder zu sich zurückzuholen. Andrew fragt zwar nach näheren Details – schließlich ist Sheila zusammen mit Sarah verschwunden. Liber Petri jedoch meint, er könne nichts erzählen, bevor er sein Ritual mit der Reliquie nicht gewirkt hätte. Damit müssen sich die Serpentianer zunächst zufrieden geben.
Außerhalb der Schenke fällt Tian, die auf Wachposten stand, plötzlich ein Schemen am Fenster auf: Offenbar beobachtet der Doppelgänger die Besprechung unsichtbar. Leider bemerkt er Tian, bevor die ihn gefangen nehmen kann, und flieht. Sie und Quintus verfolgen ihn noch ein Stück, und er wird sogar von einem Wurfdolch getroffen, aber dennoch gelingt es dem Unsichtbaren, zu entkommen. Auch die nachfolgende magische Suche mit seinem Blut als arkaner Verbindung weiß er abzuschütteln.
An diesem Abend sind die Serpentianer frustriert: Zwar suchen sie noch eine Weile London nach Spuren von dem Doppelgänger ab, aber leider erfolglos. Möglicherweise hat er sofort ein Schiff genommen und die Stadt verlassen.
Auch Liber Petri segelt davon: Er will nach York reisen und dort versuchen, an die Reliquie zu kommen. Andrew, Dáirine und die anderen wünschen ihm zwar viel Glück, haben aber eigentlich kein Interesse, ihn zu begleiten. Sie reisen zurück in den Bund, um sich dort ihren Studien zu widmen…

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Marganma

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