Serpentia

Sommer 1183 - Bundleben

In diesem Sommer ist es endlich soweit: Das lang erwartete Kind von Terminus und Nakatia wird geboren. Als der Vater aber zusammen mit Llwellyn in das Geburtszimmer tritt, um seinen Sohn das erste Mal zu sehen, trifft es ihn wie ein Keulenschlag: Der schlafende Knabe hat bis ins kleinste Detail das Antlitz des Charnas, wunderschön, aber auf eine grausame Art und Weise. Nakatia bekommt von Terminus´ Grauen nichts mit: Noch von der schweren Geburt erschöpft, schläft sie einen ruhigen, tiefen Schlaf.
Während der Tytalus noch entsetzt auf sein Kind starrt, öffnet sich die Tür und der nervende Stallknecht Gerwald stürmt herein. Er wolle unbedingt der Mutter zu ihrem Kind gratulieren – bei der sei man ja wenigstens sicher, daß sie es wirklich sei. Als er aber zu dem Knaben gehen will, stolpert er, augenscheinlich über seine Füße. Der aufgebrachte Terminus ruft seinem vor der Kammer wartenden Bruder zu, er solle den Stallknecht sofort entfernen. Beleidigt dreht sich Gerwald um und stolpert wiederum über irgend etwas, bevor er das Zimmer verläßt.
Llwellyn wird mißtrauisch und versucht, mit einem Zauber zu entdecken, ob vielleicht etwas Unsichtbares in dem Raum ist. Dabei vergißt er, daß die hermetische Magie nicht in der Lage ist, die Täuschungen von Dämonen zu durchschauen. Dies erweist sich als äußerst unglücklich: Vor der Amme, die das Kind noch immer Terminus hinhält, wird plötzlich ein Dämon sichtbar und berührt den Knaben an der Stirn. Dazu murmelt er ein paar Worte, woraufhin der Junge aufwacht und durchdringend zu schreien beginnt. Da erst kommt Bewegung in den schreckensstarren Tytalus: Mit entsetzlicher Leichtigkeit kann er den ihn triumphierend anlächelnden Teufel verbannen.
Über seine Unfähigkeit zu reagieren bis auf die Knochen erschüttert, läßt Terminus Vater Petrus rufen. Der Priester soll die Unheilige Weihe, die der Dämon seinem Sohn erteilt hat, durch eine christliche Taufe wieder aufheben. Kaum hat aber der Waliser mit der Zeremonie angefangen, als Nakatia aufwacht. Die Magierin, die selbst bei einer versuchten Zwangstaufe fast gestorben wäre, fühlt sich hochgradig verraten und befiehlt Petrus und die anderen Männer in einem schneidenden, eisigen Tonfall aus ihrem Zimmer.
Auch später kann Terminus sie nicht dazu bringen, einer Taufe zuzustimmen. Bei dem daraus entstehenden Streit entzweien sich die beiden vorher durch Freundschaft und eine vorsichtige Liebe verbundenen Magier fast völlig. Immerhin können sie sich noch auf einen Namen einigen: Der Junge wird Connor Kerid genannt.
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Andrew führt den Krieg der Magier gegen den sehr viel älteren Flambeau Incendiarius und bleibt siegreich. Offenbar hat sich der Kreuzfahrer etwas zu überlegen gefühlt und starb dann durch das Schwert des Jerbiton. Allerdings konnte er den jüngeren Mann vor seinem Tod noch schwer verletzen: Die Brandnarben, die der Überlebende davon trägt, entstellen sein Gesicht – zwar nicht allzu entsetzlich, aber doch durchaus kennzeichnend.
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Julius bringt den Bundgeistern Magische Theorie bei, damit sie bei den magischen Diskussionen wenigstens mitreden können.

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Marganma

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