Serpentia

Spanische Fliegen

Herbst 1211

Michele, Paddy, Ramon, Pierre, Haakon, Zafira, Gwyweredd

Es wird langsam Zeit, sich auf die Suche nach den Spanischen Fliegen zu machen, damit die Kakaopflanzen endlich richtig befruchtet werden können. Darum wollen sich Michele und Paddy kümmern. Sie brechen auf, zunächst zu den Zwergen. Dort hören sie, dass es über den Felsenmarkt zum Frühlingsmarkt gehen dürfte. Über Dinge, die Leute kleiner machen, weiß Limbeck nicht allzu viel – es gibt ein Prisma, dass Leute verkleinert und vergrößert, aber das ist etwas fehleranfällig.

Sie machen sich auf den Weg zum Felsenmarkt. Unterwegs treffen sie einen Felsentroll, den sie überzeugen, levantinischen Whisky als Wegzoll zu nehmen. Von Felsenmarkt aus erreichen sie den Frühlingsmarkt relativ schnell. Dort gibt es viele quiekende Feen und lustige Nymphen, die gern gejagt werden. Leider darf Ramon nicht, weil er im Dienst ist.

In der Nacht schafft er es trotzdem, noch eine Nymphe einzufangen.

An nächsten Tag finden Paddy und die anderen einen Faun, der „was ganz Tolles“ hat, mit dem sie sich verkleinern können. Dafür müssen sie ihn nur unter den Tisch trinken. Na gut, Michele verleiht Gwy etwas Resistenz gegen Trunkenheit, und los geht es. Gwy schlägt sich wacker, allerdings fallen er und der Faun gleichzeitig unter den Tisch. Nach etwas Ärger mit dem Schiedsrichter kommt es zu einer Schlägerei mit allerlei Faunen. Dabei hat Zafira die Gelegenheit, dem Faun eine Flasche zu stehlen, die dieser an der Seite trägt. Instruktionen sind allerdings keine dabei.

Egal, Ramon darf das Gebräu ausprobieren und schrumpft zu einem etwa fingergliedgroßen Gnom zusammen. Allerdings schrumpfen weder Kleidung noch Ausrüstung mit.
Nach etwas hin und her beschließen Paddy und Michele, Sven mitsamt der Ausrüstung auf dem Frühlingsmarkt zurückzulassen und ohne ihn auf die Blumenwiese zu gehen. Dort schrumpfen also die beiden Magier, Zafira und Pierre auf Gnomengröße herunter und machen sich auf die Suche nach den Spanischen Fliegen.

Nach einer Begegnung mit einem Maulwurf und einem hektischen Regenwurm stoßen sie auf einen Trupp Bienen. Die reagieren auf Fragen nach den Spanischen Fliegen nicht sehr freundlich, weisen Paddy und den anderen dann aber doch den Weg. Die „Gnome“ sollen halt ausrichten, dass die Bienen jetzt das Planquadrat Malvenrot bestäuben würden.

Die Wegbeschreibung ist gut, und die Gruppe wird von dem Dorfvorsteher Osvaldo freundlich willkommen geheißen. Er hat sieben Söhne (Romualdo, Cataldo, Ivaldo, Ronaldo, Maraldo, Ricaldo und Sevaldo) und eine Tochter (Elena). Außerdem gibt es noch den mürrischen José, den freundlichen Gitarrenspieler Manuel, die glutäugige Tänzerin Dolores und die ältere Lehrerin Mafalda. Die Fliegen sind unbekümmert und etwas unorganisiert, freuen sich aber über die Gnomengäste.
Paddy versucht, sie zu überreden, mit ihm nach Indien zu kommen, indem er die Vorzüge der Kakaoblüten anpreist, aber die Fliegen fühlen sich auf ihrer Wiese ganz wohl. Außerdem werden sie das Feld doch nicht diesen spießigen Bienen überlassen! Das käme denen gerade recht!

Offenbar herrscht ein ständiger Zwist zwischen Bienen und Fliegen: Im Augenblick sogar besonders heftig, weil die Bienen den Apfelbaum bestäubt haben, obwohl die Fliegen dran gewesen wären. Außerdem war da mal was mit einer Pollenreuse, und überhaupt sind die Bienen langweilig.

Das zeigt sich dann, als das Fest in die späteren Abendstunden in ungebrochener Lautstärke andauert. Ein Trupp Bienen kommt vorbei und nörgelt herum, dass die Feier so laut ist und dass sie zumindest am nächsten Tag früh aufstehen müssten. Dafür ernten sie allerdings nur Hohn und Spott.

Irgendwann fallen die Fliegen, berauscht von Pollenwein und Tanzmusik, ins Bett. Am nächsten Tag gibt es ein wenig Chaos, als Zafira sich dafür interessiert, selbst mal Blumen zu bestäuben, und Ramon, der sie beeindrucken will, es ihr nachtut. Ihr geht sein Geflirte zwar ziemlich auf die Nerven, aber Manuel erklärt Ramon, dass ihre arrogante Art nur ein Anzeichen von tiefer Zuneigung wäre.

Allerdings hat auch Michele Interesse an Zafira, das sie auch wesentlich mehr erwidert. Ein Plan Manuels, Michele abzulenken, damit Ramon um Zafiras Hand anhalten kann, scheitert dann aber eher an Ramons mangelnder Bereitschaft zur Eheschließung.

Nebenher erfahren sie, dass Elena wohl einen heimlichen Geliebten hat (womöglich eine Biene?), und dass die Fliegen alles bestäuben können, was eine Blüte hat.
Am Nachmittag tauchen die Töchter der Bienenkönigin beim Fliegendorf auf. Sie haben die sieben Söhne von Osvaldo als Geiseln genommen und wollen jetzt auch noch die Blüten am Schuppen bestäuben. Es kommt zu einem längeren Streitgespräch, auch wegen dem Festlärm, bei dem den Bienen vorgeworfen wird, sie können ja nicht richtig feiern. Das lassen die Bienen nicht auf sich sitzen: Sie laden die Fliegen und die Gnome morgen Abend zu einem echten Fest in ihrem Stock ein!

An diesem Abend macht sich Osvaldo Sorgen um seine Söhne, die Fliegen sind generell wütend, und Zafira macht einen Abendspaziergang, weil ihr Ramon auf die Nerven geht. Michele folgt ihr, begleitet von Pierre (Paddy findet, er solle nicht allein gehen).
Es kommt zu einem dramatischen Kampf mit einem Tausendfüßler, bei dem Michele versehentlich die Wiese anfackelt. Das macht aber nichts, denn nach der ganzen Aufregung kommen sich Zafira und Michele sehr zu Ramons Ärger viel näher.

Am nächsten Tag machen sich alle Fliegen und die Serpentianer bereit für das Fest. Kurz bevor sie aufbrechen, entdeckt Ramon am Waldrand eine herumfliegende Ameisenkönigin. Beunruhigt erzählen Paddy und Michele Osvaldo davon. Der gerät beinahe in Panik, weil die Ameisen die ganze Wiese auffressen werden! Die Serpentianer beruhigen ihn und überzeugen ihn, dass die Situation mit der Bienenkönigin Sieglinde abgeklärt werden muss.

Auf der Feier im Bienenstock lernt die Gruppe außer Sieglinde noch ihre sieben Töchter, ihren Sohn Hannes (der Elena verliebte Blick zuwirft) und den Trompeter Berthold kennen.
Während Sieglinde, Osvaldo und die Magier das weitere Vorgehen planen, tragen Gwy, Ramon und Zafira zur Völkerverständigung bei, indem sie versuchen, die Musik- und Tanzstile der Fliegen und Bienen zu kombinieren. Das funktioniert eigentlich ganz gut, auch wenn es ab und an zu Streitereien kommt.

Paddy und Michele wollen zunächst Aufklärungsarbeit leisten. Sie brechen am nächsten Tag mit ihren Begleitern auf und überreden Sieglinde und Osvaldo, ihnen Hannes und Elena als Begleiter mitzuschicken. Am Rand der Wiese entdecken die beiden dann das riesige Heer der Ameisen: Sie kommen von einer Stelle am Waldrand und schicken gerade noch Spähtrupps aus, um die günstigste Route zu finden.

Schnell entsteht der Plan, die Ameisen mit einer Fährte aus Honig in das nächste Reich zu locken, damit die Blumenwiese verschont bleibt. Hannes und Elena fliegen zurück, um Honig und Hilfe zu holen, während der Rest sich schon mal auf den Weg macht, um einen günstigen Punkt zu finden.

Der Plan funktioniert: Die Ameisen folgen der Honigspur und verwüsten dabei nur einen kleinen Teil der Blumenwiese. Bienen und Fliegen sind erleichtert und fangen recht schnell wieder an, sich zu streiten. Aber immerhin nicht mehr so verbittert wie vorher.

Hannes und Elena beschließen, die Serpentianer zu begleiten, zusammen mit ein paar anderen jungen Fliegen und abenteuerlustigen Bienen.

Auf dem Rückweg gibt es noch ein Problem, weil niemand weiß, wie man die Wirkung des Verkleinerungstranks aufhebt. Allerdings erhalten sie Hilfe von den deSolleur-Zwillingen, die ihren älteren Bruder jedoch als Mini-Gnom nicht erkennen. Ist vielleicht auch besser so.

Etwa 3 Monate, nachdem sie aufgebrochen sind, kehrt die Gruppe nach Serpentia zurück. Die Fliegen werden nach Indien gebracht und können die Kakaopflanzen tatsächlich bestäuben – jetzt steht einer intensiveren Zucht nichts mehr im Wege.

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Marganma

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