Serpentia

Tribunal 1195

Frühling 1195

Nakatia, Frederik, Dáirine

Das Tribunal der Levante, das dem Großen Tribunal vorangeht, wurde auf den Frühling 1195 verlegt, damit die Vertreter der Levante direkt von Al-Arama aus durch das Hermesportal nach Durenmar reisen können und so möglichst wenig Zeit verloren geht.
Von Serpentia aus gehen Nakatia, Frederik und Dáirine auf das hiesige Tribunal. Nakatia soll von dort aus – wenn alles nach Wunsch geht – weiter auf das Große Tribunal reisen, um dort eine Regelung in Bezug auf den Status der Consortis zu erbitten. Als eigener Vorschlag soll der Status nur an solche Personen verliehen werden, die bis zu einem einzelnen, kleineren Lehen beherrschen.
Die Magier von Sardonyx werden mit den Serpentianern reisen – da zwischen Sardonyx und Serpentia und zwischen Serpentia und Al-Arama ein Hermesportal besteht, ist diese Reiseroute bedeutend kürzer als der Weg über Land. So finden sich am Vorabend des Tribunals Alia Sapienta und Benedikt ein. Kurz darauf meldet ein Grog Llwelllyn, daß noch weitere Besucher eingetroffen sind – es sind lauter Schotten im Keller! Nach einiger Konfusion stellt sich heraus, daß acht Magier aus Schottland hier sind, um als Gäste am levantinischen Tribunal teilzunehmen. Etwas überrumpelt heißt Llwellyn sie in Serpentia willkommen und lädt sie zu einem Fest ein.
Dabei stellt sich heraus, daß einer der Magier, Todd Ex Jerbiton, kein Unbekannter ist: Er hat schon mehrere Briefe an Serpentia geschrieben und von Dáirine und Andrew auch Antwort erhalten. Der ältere Magier ist sehr erfreut, jetzt hier zu sein, und hat auch seinen Lehrling mitgebracht: Philomena, ein junges Mädchen, das sehr gerne redet und etwa ein Jahr älter ist als Padraig. Sie ist völlig begeistert von Büchern und läßt sich von Paddy durch die Bibliothek und den Rest des Bundes führen.
Am nächsten Tag brechen alle auf, um sich nach Al-Arama zu portalen. Dort soll am Abend das Tribunal unter der Leitung der neuen Praeca Spes Ex Miscellania eröffnet werden. Außer den acht Schotten – Perbelle Ex Tytalus, Ceilidh Ex Miscellania, Meara O´Niall Ex Miscellania, Vemens Ex Flambeau, Renata Ex Bonisagus, Ailean Gle Bheag Ex Merinita, Cathal NicLeoid Ex Miscellania und Todd Ex Jerbiton – sind auch noch andere Gäste von außerhalb der Levante da: Wie schon 1189 ist aus Griechenland die wandernde Magierin Athena Ex Miscellania anwesend, die sich auch diesmal intensiv mit Nicolai, dem Diedne aus Maeror unterhält. Bei ihr ist eine jüngere Magierin, eine Inderin – Pradesh Ex Miscellania. Sie ist eine wandernde Magierin aus Novgorod.
Aus Theben ist außerdem Nitida Ex Tremere anwesend, eine Filia von Semper Vincit, die die Einführung seines neuen Lehrling miterleben möchte.
Auch aus Italien sind mehrere Magier anwesend: Stella Splendens Ex Tremere, die eine Beschwerde gegen Al-Arama vorzubringen hat, Sepulchrum Ex Guernicus, ein junger Erzmagus, der überprüfen will, ob das Tribunal ordnungsgemäß durchgeführt wird, und dessen Hoplit Onyx Ex Tytalus – jener Magier, dem Llwellyn und Andrew bei der Suche nach dem Goldenen Vlies in die Quere gekommen waren.
Als weitere Gäste sind noch Claudus Ex Criamon aus Caverna Umbrarum Saltandarum und Yeshua ben Moses Ex Jerbiton aus Beit Chokmah in Spanien anwesend – beide wollen das Tribunal allerdings nur beobachten.
Aus Al-Arama selbst sind etliche Magier anwesend: Spes, die Praeca; Semper Vincit und sein Filius Victor Aeternus, der bei diesem Tribunal eingeführt werden soll; Karen von Falkenaus Filia Jassira Ex Jerbiton; Fabula Ex Criamon, der nach dem Fall von Hora nach Al-Arama gegangen war; Nuclea Ex Verditius, Centiellos Filia und Astra, der Familiaris von Niniva Ex Bonisagus.
Von den anderen levantinischen Bünden hat jeder mindestens einen Abgesandten geschickt. So ist aus Alvarro Dolus Inveniat Ex Guernicus gekommen, der hier seine Filia Lingua Celer aus Madrigal wiedertrifft. Aus diesem Bund ist außerdem noch Esther Ex Jerbiton gekommen. Cavallo Ex Mercere ist natürlich anwesend, genau wie Aquila Ex Miscellania, Princeps des wandernden Bundes Equitare. Gwenderon wird durch Arcobald Ex Verditius vertreten, von Llwnydd ist Fionnghuala Ex Mercere gekommen. Auch Interrogeo Ex Guernicus aus Phoebus ist da, um sein Amt als vorsitzender Quaesitor wahrscheinlich zum letzten Mal einzunehmen. Weitere Bekannte sind Mare Dulcis Ex Tytalus aus Tempestaria, Octena Ex Merinita aus Oliphant, Anette de Paris Ex Miscellania aus Porta Oriens, Dux Severus Ex Tremere und Honoria Ex Guernicus aus Sol Noctis und Valeria Ex Tytalus aus Questorin.
Aus al-Nadir in Persien kommen zwei der jungen Italiener, die 1189 mit ihrem Bund ins Tribunal aufgenommen wurden: Carlotta Savonarole Ex Jerbiton und Martis Ex Tremere.
Und von den nordafrikanischen Bünden kommen ebenfalls etliche Vertreter: Septimus Maximus – Quintus` jüngerer Bruder – Ex Jerbiton aus Oculus Caeli und gleich drei Vertreter aus dem neugegründeten Jebel al-Batal: Zuhaira al-Bari Ex Jerbiton, Virash Ex Miscellania und Tirana al-Irmis Ex Mercere. Außerdem erscheint auch ein Vertreter von Thetis, Kha-Resen Ex Miscellania. Sogar von dem zerstört geglaubten Corona Fortunata kommt ein Magier: Ombra Ex Criamon. Er berichtet, daß bei einer Auseinandersetzung zwei Magier seines Bundes von Djinns getötet worden wären, zwei weitere hätten danach die Gegend verlassen. Er selbst wäre jedoch dort geblieben, genau wie Jalal Abu Khadra Ex Criamon und Muad`Dib Ex Bjornaer.
Am ersten Abend wird das Tribunal mit einer Begrüßung eröffnet, der sich ein Bankett anschließt.
Erst am nächsten Morgen sollen alle Tagesordnungspunkte erörtert werden.
Während dieses Abends kommt es zu mehreren Unterhaltungen unter den verschiedenen Magiern. Dabei erfährt Dáirine, daß die Meisterin von Octena eine gewisse Eloi aus dem Tribunal von Theben gewesen sein soll. Jedenfalls ist die Octena von Oliphant nicht alt genug, um die Lehrmeisterin von Maelgwyn zu sein, die ebenfalls diesen Namen trug und wohl eine recht zwielichtige Gestalt war.
Hier folgt eine Zusammenfassung des Tribunalsprotokolls, das von Fabula Ex Criamon angefertigt wurde:
1. Benedikt Ex Bonisagus klagt Fionnghuala Ex Mercere an, Umgang mit infernalen Wesen gehabt zu haben. Er hat gesehen, daß sie sich in Homs mit einem Vampir getroffen und freundlich unterhalten hat. Fionnghuala gibt zwar zu, den Untoten zu kennen, streitet aber ab, daß es sich bei ihm um ein infernales Wesen handeln würde. Nach einiger Diskussion über die Natur von Vampiren gibt es eine Abstimmung darüber, ob Fionnghualas Bekannter von einem Quaesitor überprüft werden muß, bevor sie weiteren Kontakt mit ihm haben darf. Mit 28 Stimmen dafür, 21 Stimmen dagegen und 31 Enthaltungen wird beschlossen, daß sich Dante oder Honoria zunächst mit dem Vampir unterhalten werden. Fionnghuala stimmt wiederwillig zu.
2. Equitare hat ein Problem: Irgendjemand plündert ihre Visquellen. Es stellt sich bei genauerer Untersuchung heraus, daß es sich bei dem Dieb um den Tremere Martis aus al-Nadir handelt. Dieser ist von der Anklage sehr überrascht – er war der Meinung, diese Visquellen wären unbeansprucht. Wie es scheint, hat Cavallo Ex Mercere es versäumt, die Magier von al-Nadir über die vergebenen Visquellen aufzuklären. Cavallo behauptet zwar, die Magi des Bundes hätten alles getan, um ihn von seiner entsprechenden Pflicht abzulenken, aber dafür hat er keinerlei Beweise. Da bei der ganzen Angelegenheit Cavallos eigener Bund geschädigt wurde, gibt es keine weiteren Auswirkungen dieses Versäumnisses.
3. Alvarro führt eine Anklage gegen einen unbekannten Magier, der drei nicht-hermetische Zauberer getötet hat. Damit habe derjenige gegen den Beschluß von 1189 verstoßen, Nicht-Hermetiker nicht anzugreifen. Dux Severus ergreift das Wort und erklärt, der Magier sei sein Bundbruder Zdenko Ex Miscellania gewesen, der beim Abernten einer freien Visquelle von den drei Nicht-Hermetikern angegriffen worden sei und sich nach Kräften gewehrt hätte. Es kommt zur Abstimmung, ob Zdenko für diese Tat zu bestrafen sei. Mit 27 Stimmen dafür, 35 Stimmen dagegen und 18 Enthaltungen entscheidet sich das Tribunal gegen eine Bestrafung.
4. Oliphant möchte die Familie al-Azaed zu Feinden des Ordens erklären. Ein Angehöriger dieser Familie, Omar al-Azaed, hat nämlich versucht, ihnen ein magisches Artefakt zu stehlen, und nun möchte Oliphant die Sanktion des Ordens für entsprechende Vergeltungsmaßnahmen. Frederik erklärt, daß er gute Verbindungen zu den al-Azaeds hat und bietet an, in dem Streit zu vermitteln. Auf dieses Angebot geht Octena von Oliphant zögernd ein, sodaß diese Angelegenheit auf diesem Tribunal nicht weiter behandelt wird.
5. Stella Splendens Ex Tremere aus dem römischen Tribunal klagt Al-Arama an, einen ihrer Bundgenossen mit magischen Mitteln ausspioniert zu haben. Offenbar hat einer der Consortis des levantinischen Bundes einen magischen Gegenstand benutzt, um einen der römischen Magier während eines Handelsabkommens zu belauschen. Diese Angelegenheit wird allerdings unter den beiden Bünden geklärt – angeblich wird Al-Arama dem Bund Sol Argenteus größere Mengen Vis zahlen.
6. Fionnghuala aus Llwnydd stellt den Antrag, magische Wesen – wie zum Beispiel Geister und Gestaltwandler – in Bezug auf den Codex wie Feen zu behandeln. Dieser Antrag wird allerdings mit 17 Stimmen dafür, 30 Stimmen dagegen und 33 Enthaltungen abgelehnt.
7. Die Visquellen von Crux Liberandi werden an den Bund Sol Noctis übertragen. Diese legen dazu eine schriftliche Einwilligung von Ardor Sanctis vor.
8. Der Filius von Semper Vincit, Victor Aeternus, wird nach einigen Ermahnungen durch die Praeca als Mitglied des hermetischen Ordens in das Tribunal aufgenommen. Sein Siegel zählt jetzt in Abstimmungen als volle Stimme.
9. Honoria stellt die Frage, ob ein hermetischer Magus seinen Status verliert, wenn er sich in einen anderen Zustand überführt, also z.B. zum Geist oder Vampir wird. Nach einer lebhaften Debatte einigt man sich darauf, daß ein Magier, dessen Körper eine nicht mehr wieder aufzuhebende, erhebliche Veränderung seines Zustands erfahren hat, seinen Status als Ordensmitglied verliert.
10. Nakatia erläutert kurz vor dem Tribunal noch einmal die Problematik mit dem Zwielichtphänomen im Bund. Sie bittet um weitere Informationen, aber bis jetzt scheint niemand nähere Begegnungen mit dieser Erscheinung gemacht zu haben.
11. Als letztes wird über die Teilnahme am Großen Tribunal beraten. Als Kandidaten stellen sich mit folgenden Themen zu Wahl: Septimus Maximus möchte für die Gründung des Nordafrikanischen Tribunals plädieren; Dux Severus wünscht, die Frage vorzubringen, ob Dämonenverfolgung im großen Stil ein Codexbruch ist; Jassira möchte eine Klärung der Beteiligung von Magi an Heerzügen; Cavallo würde gern seine Abschiedsparty öffentlich bekanntgeben; und Nakatia trägt die Frage der Consortis vor. Als Vertreter des Tribunals werden Septimus Maximus mit 21 Siegeln, Dux Severus mit 19 Siegeln und Nakatia mit 18 Siegeln erwählt.
12. Das Tribunal wird mit 16 Stimmen dafür, 3 Stimmen dagegen und 3 Enthaltungen für gültig erklärt.
Am Ende der Beratungen erklärt Interrogeo, daß dies für ihn wohl das letzte Tribunal gewesen sei – genau wie Karen vor 6 Jahren spürt er das Alter nahen. Seine Abschiedsrede ist zwar nicht so bewegend wie die der Jerbiton, aber immerhin schafft er es, seinen nicht immer unumstrittenen Dienst am Tribunal mit einer versöhnlichen Note zu beschließen.
Während den Gesprächen nach der Sitzung erfährt Frederik von Arcobald aus Gwenderon, daß diese in der nächsten Zeit keine neuen Aufträge für Langlebigkeitstränke mehr entgegennehmen würden. Den Trank für Tina allerdings haben sie noch berücksichtigt – er wird im Sommer 1202 gebraut werden und die Kleinigkeit von 4 Türmen Vis kosten! Im Austausch gegen persönliche Gefallen ließe sich allerdings sicher noch über das Brauen von Tränken reden… Dabei bekommt Frederik heraus, daß die Magier von Gwenderon Probleme mit lokalen Erdfeen haben – dort versucht nämlich eine Horde minderer Feen, alles in der Umgegend zu tyrannisieren. Dáirine beschließt, sich bei nächster Gelegenheit einmal darum zu kümmern…
Am nächsten Tag beginnen die ersten Magier schon wieder mit der Abreise, andere bleiben noch in der Erwartung von Cavallos Abschiedsparty, die am Abend nach dem Großen Tribunal stattfinden soll. Nakatia, Dux Severus und Septimus Maximus durchschreiten das Portal nach Durenmar, wo am nächsten Tag das Große Tribunal beginnen soll. Es ist auf fünf Tage geplant: Einen Tag zum Kennenlernen, drei Tage für Beratungen, Diskussionen und Abstimmungen und einen letzten Tag für Abreise und letzte Gespräche. Bernward ist in Begleitung seines künftigen Lehrlings Kathleen ebenfalls mitgekommen, um das Kind seiner eigenen Meisterin und einigen anderen Bonisagi vorzustellen.

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Marganma

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