Serpentia

Unruhe und Bacchanal, Teil 1.0

Herbst 1213

Frederik, Konrad, Lacus, Jochen, Luca, Aella, Ludwig, Padraig, Hamid, Salvatore

Andrew war mit Hektor wandern. Dabei wird der Hund von ein paar Leuten entführt, Andrew kriegt einen Stein an den Schädel und fällt eine Schlucht hinunter.

Andrew benachrichtigt Konrad. Er hat eine Gehirnerschütterung und ein gebrochenes Bein.

Frederik bricht mit Lacus, Padraig und einigen anderen auf, um Hektor zurück zu holen. Zunächst wirkt Lacus an dem Platz, an dem Andrew angegriffen wurde, ein Ritual, um in die Vergangenheit zu sehen. Er sieht, wie drei Personen mit einer Hündin Hektor eine Falle stellen – ein gut gebauter, gefährlich aussehender Mann, ein spöttischer Zwerg und eine verwachsene Gestalt mit zu vielen Fingern in einer schwarzen Robe. Gerade, als der Zwerg und der Vielfingrige Hektor in ein schmierig schimmerndes Netz wickeln, taucht Andrew auf. Der Gutgebaute lenkt ihn mit ein paar freundlichen Worten ab, und der Vielfingrige wirft einen Stein nach ihm.

Da sie wohl davon ausgehen, dass Andrew bei dem Sturz gestorben ist, kümmern sie sich nicht weiter um ihn (der Zwerg wirft noch einen Stein in die Schlucht, verfehlt ihn aber offenbar) und brechen mit Hektor auf.

Aella versucht, eine Vision zu erhalten, und tatsächlich sieht sie Hektor und eine junge Frau mit einem seltsam undeutlichen Gesicht, die auf einen Altar gebunden sind. Über ihnen stehen drei Gestalten mit Dolchen, und als diese die Opfer erstechen, fließt nicht etwa Blut, sondern eine merkwürdige Kraft aus den Wunden. Diese Kraft, spürt Aella, wird etwas öffnen. Etwas, das besser geschlossen bleiben sollte.

Aella verfolgt die Spuren der Entführer bis nach Charmaine-sur-le-Doux. Dort hören sie von den Dörflern, dass die drei Leute zu einer Truppe Gaukler gehörten, die hier einen Auftritt hatten. Die Gaukler sind gestern aufgebrochen und nach Norden gefahren, nach Baalbek oder vielleicht nach Koussaya.

Die Magier verfolgen die Gaukler. Dabei stellen sie fest, dass die Wagen eigentümlich leicht sind und auch nachts keine Pause machen. Da sie keine Pferde dabei haben, ist es recht unwahrscheinlich, dass sie die Wagen schnell einholen werden.
Am Ende der Talsohle, in der Charmaine liegt, kommen sie an einen größeren Handelsweg. In der Karawanserei dort erfahren sie, dass die drei Wagen mit den Gauklern wohl nach Koussaya wollten, um dort den Rest ihrer Truppe zu treffen. Also kaufen Frederik und Padraig ein paar Pferde, damit sie schneller hinterher kommen.

Unterwegs werden sie bei einer Rast nachts von ein paar infernalen Bergziegen angegriffen. Es wird niemand verletzt, aber eins der Pferde geht durch und wird von den Ziegen gerissen.

Koussaya ist eine ziemlich alte Stadt, die teilweise noch aus römischer Zeit stammt. Im Augenblick wächst die Stadt wieder, aber noch haben alle innerhalb der Stadtmauern Platz.
Es ist gerade Markt in Koussaya, und in zwei Tagen wird das große, dreitägige Herbstfest hier gefeiert. Es gibt etliche Christen hier, und die Gegend eignet sich sehr gut zum Weinbau – sehr zu Salvatores Freude und Paddys Leidwesen.

Auf dem Weg zum Markt, wo sich die Gaukler aufhalten sollen, treffen sie den (bzw. die) jungen Ali, ein etwa elf- oder zwölfjähriges Straßenkind, das ihnen Unterstützung und Ortskunde anbietet. Zunächst zeigt Ali ihnen, wo die Gaukler untergekommen sind: Am Rand des Marktes, in einer alten römischen Kaserne (daneben ist links das Haus der Marktverwaltung, wo auch wertvolle Ware gelagert werden kann, rechts eine Karawanserei). Im Innenhof gibt es verschiedene Vorstellungen – Freaks, Tiere und anderes -, draußen finden unter offenen Ramadas auch kleine Veranstaltungen statt. Dabei sehen sie den Zwerg, der zotige Witze erzählt, Purzelbäume schlägt und sich über Leute lustig macht.

Bevor sie sich dort näher umschauen, suchen sie aber zunächst eine Karawanserei auf, die Ali ihnen empfiehlt. Die Karawanserei liegt ruhig im älteren Teil der Stadt, in der Nähe der alten Tempelruinen. Der Wirt der Herberge empfängt sie recht freundlich und reagiert überhaupt nicht auf Lacus‘ merkwürdige Ausstrahlung.

Aella schaut sich hier in der Gegend um und findet heraus, dass der Tempel von Bacchus / Dionysos noch ziemlich intakt aussieht. Die meisten anderen Tempel sind verfallen, die Steine hier werden als Baumaterial für neuere Häuser genutzt. Als sie später wiederkommt, um Dionysos ein Opfer zu bringen, stellt sie fest, dass sie da wohl nicht die einzige ist: Sie findet etliche Spuren, die darauf hindeuten, dass der Tempel noch genutzt wird.

Danach gehen alle erst mal schlafen. In der Nacht hat Frederik einen seltsamen Traum, bei dem er in Schwarzenbruck ist und eine junge weibliche Gestalt trifft, die verwirrt durch die Gänge irrt. Ihr Gesicht ist verschwommen und undeutlich. Sie behauptet, sie wäre das Gedächtnis und würde ihren Gedanken suchen. Als er aufwacht, erzählt er Aella davon.
Sie berührt ihn und hat eine Vision von seiner Geburt, wie er seiner Mutter weggenommen und zu seiner Patentante in Schwarzenbruck gebracht wird. Neben ihr steht Abbas ibn Usama.

Die anderen träumen auch, aber nur wirres Zeug: Lacus von Ruairigh, der nach dem Preis von drei Scheffeln Weizen fragt, Hamid von einer brennenden Stadt und Padraig von Aladin. Nicht so schlimm, findet er. Die Nacht davon hat er von Dux Severus geträumt, der ihn als Vampir verfolgt hat.

Am nächsten Morgen machen sich die Magier wieder auf den Rückweg zum Marktplatz. Dort schauen sie sich zunächst die Freaks an. Neben etlichen verwachsenen Leuten und Tieren gibt es einige, die in Käfigen zur Schau gestellt werden: Ein haariger Mann mit gefeilten Zähnen, der nur guttural grunzt und einen dicken Holzstab einfach durchbeißt („Das Monster von Gireaudan“), eine Frau, deren Haut fast vollständig mit einem Feuermal bedeckt ist, mit verbundenen Augen („Die Lamia“) und die verwachsene Person mit den vielen Fingern, die gerade an einem Webstuhl arbeitet.

Danach gibt es noch Darbietungen mit Tieren. Hier sehen sie den gut gebauten Mann, der offensichtlich der Dompteur ist. Es gibt einen Tiger, ein paar Hunde und eine prophetische schwarze Ziege mit blauen Augen. Das findet im vorderen Teil des Innenhofs statt; der hintere ist mit Tüchern abgeteilt. Dahinter sieht man die Wagen der Gaukler in einem Kreis stehen.
Am Eingang zu der Darbietung sieht Lacus den Geist eines ertrunkenen Seemanns stehen. Der ist aber nicht allzu interessiert daran, sich mit ihm zu unterhalten. Offenbar steht er hier Wache.

Draußen auf dem Marktplatz schaut sich Lacus weiterhin nach Geistern um und entdeckt, wie es der Zufall so will, ausgerechnet einen römischen Legionär, Marcus Flamininus Commodus. Der regt sich ohnehin gerade über Luca und Frederik auf, weil die den Namen des römischen Kaisers Diocletian verballhornen.
Er erzählt Lacus, dass das Gebäude, in dem der Zirkus untergebracht ist, eine alte Kaserne ist. Natürlich gibt es unter der auch Katakomben, aber da kennt er sich nicht so genau aus. Statt weiterhin hilfreich zu sein, erzählt er lieber von einer Parade zu Ehren von Diocletian, die er mal gesehen hat.

Während sich Lacus noch mit dem römischen Offizier unterhält, kommt eine größere Gruppe auf den Marktplatz. Wortführerin der Gruppe ist eine junge, charismatische Frau, Rajiya bint Khalil. Den Leuten geht es darum, dass nicht so viel Alkohol getrunken wird und dass die Leute hier sich nicht irgendwelchen Exzessen hingeben, statt zu beten und gottgefällig zu leben.
Rajiya und ihre Leute machen eine Weile lang den Weinhändlern das Leben schwer, bis ein paar von denen sich zusammentun und die frommen Prediger vom Marktplatz scheuchen.

Ali erzählt, dass Rajiyas Familie vor ein paar Jahren in Ungnade gefallen ist, weil ihr Bruder Steuern hinterzogen haben soll. Der musste aus der Stadt fliehen und lebt jetzt angeblich als Räuber in den Bergen. Er heißt Rasul. Wie die Bergziege.
Tatsächlich sieht Rajiya Rasul, dem Bergwächter, ziemlich ähnlich.

Lacus, Padraig und die anderen kehren zunächst zur Karawanserei zurück, um zu planen. Ali kennt sich nicht mit den Katakomben aus, da ist er bisher nicht runter gegangen. Der einzige, der da hinuntergeht, ist Mustafa der Blinde, und der ist irre.
Der Plan, der Zirkus irgendwie zu beobachten, wird verworfen. Statt dessen wollen Padraig und die anderen sich nachts in die Katakomben graben und dort umschauen.

Als die Gruppe später wieder aufbricht, kommen sie zunächst an einer Moschee vorbei, wo Rajiya steht und predigt. Sie hat eine sehr klare, überzeugende Stimme und spricht sehr eindringlich. Die Magier bemerken, dass ihre Redekunst nicht ganz natürlich ist, als ein schwacher Mentem-Effekt auf ihre Parmae trifft.
Was Rajiya erzählt, ist eine recht konservative, gestrenge Version des Islam, gepaart mit ein paar lustfeindlichen Elementen aus dem Christentum. Sie scheint sehr viel Wert auf Keuschheit zu legen.
Konrad spürt mit seiner besonderen Gabe, dass etwas mit der jungen Frau nicht stimmt. In ihrer Rede sind logische Brüche, die sie selbst nicht sieht, oder nicht sehen kann. Ihr Verstand ist von irgendetwas getrübt, und trotz ihrer Überzeugungskraft sieht er die Brüche in ihrem Geist; gerade wenn sie voller Abscheu über die Fleischeslust spricht.

Während sie redet, kommt ein kleines Grüppchen Männer auf den Platz. Einer von denen ruft sie barsch an, sie sollte diesen Unsinn hier lassen und nach Hause kommen. Sie antwortet trotzig, aber Konrad sieht, wie sich ihr Körper vor Ekel und Angst vor diesem Mann verkrampft.
Nach einem kurzen Wortgefecht mit ihrem Vormund gibt sie schließlich nach und geht mit ihm. An ihrer Seite ist ein jüngeres Mädchen, vielleicht ihre Schwester.

Aella spricht das Mädchen an. Es ist tatsächlich Rajiyas Schwester, Rahina. Die macht sich große Sorgen um ihre Schwester – die war schon immer etwas komisch, aber es wird immer schlimmer. Dass sie jetzt Anhänger hat, die ihr folgen, macht die Sache auch nicht besser. Rahina ist ziemlich verzweifelt. Aella hat das Gefühl, dass sie jede Hilfe gern annehmen wird.

Zusammen mit ein paar treueren Anhängern folgen Padraig und die anderen Rajiya und ihrem Vormund bis zu deren Haus. Dort entdeckt Frederik einige sehr beunruhigende Symbole: Infernale Zeichen (ein Schutzzeichen, ein Beschwörungszeichen und ein Zeichen, dass das Haus stabilisiert), die seiner Meinung nach aus dem Charnas-Kult stammen.

Padraig möchte von hinten mal in den Garten des Hauses schauen. Er steigt auf einen Baum (zusammen mit Salvatore) und beobachtet das Haus. Kurze Zeit später kommt der Vormund in den Garten, ein paar Minuten darauf taucht eine Krähe auf, die sich in eine Frau verwandelt. Die beiden gehen ins Haus, bleiben aber nicht lange. Die Frau meint, es wäre wohl alles bereit, aber wüsste er eigentlich, dass da ein paar Leute in dem Baum neben seinem Garten sitzen? Dann verwandelt sie sich wieder und fliegt mit einem spöttischen Krächzen davon.

Paddy und Salvatore mimen zwei Betrunkene und lassen sich von den Männern des Vormunds verscheuchen.

Schließlich versammeln sich alle in einer Seitenstraße. Als sie Ali nach den Katakomben fragen, verweist der Junge sie wieder an Mustafa den Blinden, der sich gerade auf dem Marktplatz aufhält.
Die Magier sprechen den Bettler an, aber der ist völlig wahnsinnig und brabbelt nur Sachen wie „Die Steine singen vom Blut“ und „Der Name ist zu hell“. Lacus erkennt, dass er von dem Geist eines kleinen Mädchens begleitet wird. Allerdings ist das Kind scheinbar genauso wahnsinnig wie er selbst, jedenfalls sagt sie auch nicht viel sinnvolles.
Als Aella eine Vision hat, sieht sie, wie Mustafa – damals noch sehend – ein kleines Mädchen erschlägt, offenbar versehentlich.
Nachdem die Magier ihm einige Fragen gestellt haben, will Mustafa sie irgendwohin führen, aber er kommt nur bis zur Stadtmauer. Durch die kann er nicht durchlaufen, auch wenn ihn das Mädchen überredet, es zu versuchen. Frederik macht ihn auf das Tor aufmerksam, aber bei dem Wort „Tor“ gerät er vollends in Panik, schreit und fleht, man dürfe es nicht öffnen, und bricht schließlich zusammen.

Während sich die Magier mit Mustafa unterhalten, gibt es auf dem Marktplatz eine Konfrontation zwischen Rajiyas Anhängern und den Zirkusleuten. Die Gaukler betreiben nämlich unter anderem auch ein Bordell, und die Anhänger rufen alle an, die abends dorthin wollen, um sie von diesem schändlichen Treiben abzuhalten.
Das lassen sich die Gaukler nun nicht gefallen, und der Zwerg fängt an, die religiösen Bürger zu verspotten. Das artet nach kurzer Zeit in eine handfeste Schlägerei aus.
Ein paar Marktwachen treiben die Streithähne schließlich auseinander, unterstützt von Hamid. Der bekommt mit, dass die Marktwachen nicht so begeistert von den Gauklern sind, von Rajiya und ihren Leuten aber auch nicht. Normalerweise läuft das Herbstfest hier friedlicher ab.

Also kehren sie zurück zum ursprünglichen Plan und reißen in einer Seitenstraße ein Loch in den Boden. Lacus erleuchtet die Nacht mit einem hellen Licht, das er auf einen Stein legt.
Von der Beleuchtung erwacht allerdings ein Bettler, der dort geschlafen hat. Frederik versucht, ihn zu beruhigen, aber irgendwas geht schief: Statt dessen gerät er selbst in einen vollkommen gleichgültigen Zustand. Salvatore schlägt den Bettler nieder, bevor der irgendwas sagen kann.

Da Frederik aber so gleichgültig ist, ist es ihm auch egal, dass er den Fluggürtel gerade nicht trägt. Er springt einfach so das Loch hinunter und verstaucht sich prompt den Knöchel. Das allerdings bringt Jochen so sehr in Rage, dass er seinem Magier hinterherspringt und diesen wutentbrannt durchschüttelt. Erst ein Befehl von Konrad kann ihn wieder zur Räson bringen.

Unten in den Katakomben schleicht Aella vor und entdeckt eine Gestalt, die an einem Altar betet. Es ist der Vielfinger. Die Grogs schlagen ihn nieder und nehmen ihn gefangen. Der Altar allerdings ist nicht etwa – wie erwartet – dämonisch, sondern ein ziemlich zusammengeschusterter christlicher Altar.

Weiter entfernt befragen Padraig und die anderen den Vielfinger. Der ist nicht unbedingt freiwillig bei dem Zirkus, aber wer sollte ihn schon haben wollen? Ein Priester hat ihm erzählt, dass Gott sogar Leute wie ihn liebt, aber das wagt er kaum zu glauben. Trotzdem hat er gebetet.
Vom Vielfinger erfahren die Magier, dass die Dämonisten Charnas huldigen. Sie planen, einen neuen Hexenhügel zu öffnen, und dafür brauchen sie Hektor, weil der ein reines Herz hat, und ein „perfektes Opfer“. Das ist wohl eine junge Frau, die hier irgendwo in der Stadt leben muss. Padraig vermutet, dass es sich um Rajiya handeln könnte.

Das Ritual, mit dem der Hexenhügel geöffnet werden soll, wird am zweiten Tag des Herbstfestes im alten Kolloseum außerhalb der Stadt stattfinden. Das ist zumindest der Plan der Charnas-Priester, zu denen der Tierbändiger Gordon und die Krähenfrau Karga gehören.
Gordons Tiere sind übrigens teilweise verwandelte Menschen und ziemlich gefährlich. Außerdem sind noch etwa 30-40 Gaukler im Lager. Die Lamia entzündet Sachen, wenn sie sie ansieht.

Nebenher erwähnt Vielfinger, dass er Schläge bekommen hat, weil er Andrew verletzt hat. Der hat nämlich irgendein Zeichen von Charnas. Genau wie Frederik, übrigens.

Das Lager der Gaukler ist mit einem Schutzkreis versehen, der wohl auf dem Wagenkreis liegt. Innerhalb dieses Kreises haben die Dämonisten mehr Macht. Der Käfig, in dem Hektor eingesperrt ist, befindet sich in diesem Kreis – er steht auf ein paar anderen Käfigen mit Hunden und anderen Tieren.

Vorsichtig nehmen die Magier die Katakombe unter dem Exerzierplatz in Augenschein. Wie die anderen Katakomben ist der Raum recht niedrig und wird von vielen Säulen gestützt. Hier, unter dem Lager der Gaukler, stehen auch einige Geister Wache.
Ein Plan, diese Geister mit anderen Geistern anzugreifen, scheitert daran, dass Lacus keine Geister finden kann, die auch im Nachleben noch an Kämpfen interessiert sind. Er findet nur einen römischen Legionär, der auf einen gewissen Porcus wartet, aber der hat keinerlei Interesse daran, sich mit irgendwelchen Feinden Roms anzulegen.

Während sie noch überlegen, kommt der Zwerg nach unten in die Katakomben und sucht nach dem Vielfinger. Die Magier beschließen, sich zunächst zurück zu ziehen. Den Vielfinger nehmen sie mit, auch wenn der Angst vor der Rache seiner ehemaligen Herren hat. Konrad glaubt nämlich nicht, dass er seinen Herren gegenüber nichts sagen wird – dafür ist er viel zu verschüchtert.

Allerdings hat seine Angst einen guten Grund. Auf dem Weg zur Karawanserei bleibt er zunächst stocksteif stehen, weil seine Herren ihn rufen. Konrad und Salvatore halten ihn fest, aber dann bricht er zuckend zusammen. Frederik kann seine Beschwerden zwar etwas lindern, aber es ist offensichtlich, dass er an dem Fluch der Dämonisten sterben wird, wenn ihnen nicht schnell etwas einfällt.

Sie bringen ihn zunächst zum Han. Dort spricht Padraig den Wirt an – der scheint Magier gewohnt zu sein, ist er vielleicht einer? Oder kennt er einen, der helfen kann?
Der Wirt hat selbst keine magischen Kräfte, aber im Moment ist eine seltsame ältere Frau hier, Ossaida vom Hügel. Vielleicht kann die helfen.
Padraig weckt die ältere Djinnbeschwörerin (nicht gerade zu ihrer Begeisterung). Die kann zwar selbst nicht viel tun, aber sie schlägt vor, den Vielfinger in eine Moschee oder eine Kirche zu bringen. Die Macht Gottes kann sicher gegen einen infernalen Fluch helfen.

Frederik erinnert sich, dass der Vielfinger vorher erwähnt hat, dass er ja ganz gerne getauft werden würde. Also bricht er mit Jochen, Konrad und Vielfinger auf zur nächsten Kirche, weckt den Priester und motiviert ihn, der entstellten Figur eine Nottaufe zu verpassen. Das funktioniert auch: Kaum hat der Priester den Segen gesprochen, hört das qualvolle Zucken des Körpers auf. Vielfinger heißt jetzt René(e), und Frederik ist sein/ihr Taufpate.

Sie bringen René zurück zum Han, wo er erstmal versorgt und verbunden wird.

Unterwegs treffen sie einen Wagen, der spät nachts ein paar Vorräte zum Bacchus-Tempel fährt. Da wird wohl morgen ordentlich gefeiert werden – das Fest findet auf dem Marktplatz, bei dem alten Tempel und im Kolloseum vor der Stadt fest. Einer der Gönner, die viel zum Gelingen des Festes beitragen, ist ein gewisser Obaid ibn Omar al-Bakka.

Da der Plan mit Hektors Befreiung nicht geklappt hat, soll als nächstes Plan B angegangen werden: Rajiya muss gerettet werden.

Comments

Marganma

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