Serpentia

Vista Maris

Frühling 1193

Dáirine, Frederik, Olf, Andrew, Alen, Lionel, Nakatia, Henry, Colleen, Gareth

Der Weg nach Vista Maris ist im Frühling recht angenehm zurückzulegen, zumal auch das Wetter mitspielt und die ganze Zeit über die milde provenzalische Sonne scheint. Unterwegs überlegen die Magi noch einmal, was sie über den Bund eigentlich wissen: Remoir, der Tytalus, mit dem Andrew schon Briefkontakt hatte, ist nicht nur Princeps von Vista Maris, sondern auch noch Praeco des Provenzalischen Tribunals. Er ist an die 200 Jahre alt und schon ziemlich senil und vergeßlich. Weitere bekannte Mitglieder sind Argus, ein 150 Jahre alter Tremere, der angeblich keine Jerbitons leiden kann – und schon gar keine aus Elaine du Bracs Lehrlinie. Außerdem gibt es noch einen Bonisagus und zwei recht junge Flambeaus, Helios und Luna, die gerne Lehrlinge ausbilden würden, was Argus jedoch nicht erlaubt. Da dieser Tremere Andrew vermutlich keine Informationen geben wird, und unter Umständen auch auf seine Freunde nicht sonderlich gut zu sprechen sein dürfte, überlegen sich Andrew und Nakatia eine List: Sie wollen vorgeben, miteinander verfeindet zu sein, um es so Nakatia zu ermöglichen, von Argus etwas zu erfahren.
In Vista Maris angekommen, werden die Magi von Remoir eingeladen, doch eine Weile als Gäste zu bleiben. Der alte Tytalus ist tatsächlich sehr vergeßlich, freut sich aber über die Neuankömmlinge und erzählt ihnen viele Geschichten über seine Jugend (oft drei- oder viermal). Argus ist ein älterer Mann mit steinerner Miene, der sich keine Gefühlsregungen anmerken läßt. Marcel, der Bonisagus, versteckt sich geradezu paranoid vor dem Tod und sucht das Geheimnis des Ewigen Lebens. Die beiden jungen Flambeaus haben gewisse Probleme mit Argus, der keine Gelegenheit ausläßt, sie klein zu halten, unter dem Vorwand, ihnen nur etwas beibringen zu wollen. So nutzt er Helios´ Temperament aus, um den Jüngeren dazu zu treiben, ihn zum Certamen zu fordern – das der alte Tremere natürlich gewinnt. Luna hingegen ist eher zurückhaltend – zu zurückhaltend, so läßt sie sich von Argus alles gefallen.
Diesen Zwist im Bund machen sich Andrew und Nakatia zunutze: So drückt die Ex Miscellania ihre Verachtung für Andrew und die Flambeaus mit einer eisigen Miene aus und kann dadurch Argus´ Interesse wecken, während der Jerbiton sich prächtig mit den beiden Flambeaus unterhält. Außerdem gelingt es ihm, Remoir ein bißchen gegen Argus aufzustacheln… Jedenfalls erfahren sie mit dieser Taktik von der einen oder anderen Seite so manches: So hatte Elaine noch zwei frühere Lehrlinge, Paul und Louis, die zur gleichen Zeit wie sie verschwanden. Niemand weiß, was aus ihnen geworden ist. Michelles Lehrmeisterin war eine gewisse Charlotte aus dem Haus Ex Miscellania, eine fähige Heilkundige, die sich während der fatalen Geburt jedoch tief in einem Forschungsprojekt befand und nicht gestört werden konnte. Sie machte sich nach Michelles Tod wohl heftige Vorwürfe und zog sich in die Einsamkeit zurück. Seitdem hat niemand mehr etwas von ihr gesehen. Andreas Lehrmeisterin Ann, eine Engländerin aus dem Haus Ex Miscellania, ging fünf oder sechs Jahre nach diesen Ereignissen ins Letzte Zwielicht. Außerdem ist zu erfahren, daß Alocar Andrea nach dem Tod seiner Frau umbringen wollte, sie zu diesem Zeitpunkt aber schon verschwunden war. Zu guter Letzt scheint es, als wären Argus und Alocar sehr gut miteinander ausgekommen, und der Tremere hätte sich persönlich verraten gefühlt, als der jüngere Mann sich dunklen Künsten zuwandte.
Auch andere Dinge geschehen während dieses Aufenthalts: So kommen sich Dáirine und Helios immer näher, und es sieht ein wenig so aus, als könnte daraus eine ernstere Sache werden. Jedenfalls trennen sich die beiden nur ungern, als die Reise weitergehen soll, und wollen den Kontakt halten.
Schließlich brechen die Serpentianer wieder auf, nicht ohne Freunde in Vista Maris gewonnen zu haben. Vor allem die Flambeau-Zwillinge haben sich gut mit Andrew und Dáirine verstanden. Dennoch soll die Reise weitergehen, denn schließlich müssen die Gefährten noch nach Irland, um sich das Aifenmoor anzusehen…

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Marganma

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