Serpentia

Winter 1194 - Bundleben

Nach Llwellyns und Dáirines Rückkehr wollen die Magier ein Unternehmen fortsetzen, das sie schon im Herbst begonnen haben: Die Erforschung der Hermesportale. Der erste Durchgang führt nach Sardonyx, wo sie erfreut begrüßt werden. Die Magier des anderen Bundes wußten offenbar noch gar nichts von ihrem Portal. Zur Feier dieses Fundes gibt es erst einmal ein Fest – es beginnt in Sardonyx und verlagert sich dann später nach Serpentia…
Erst spät am nächsten Tag kann die Erforschung weiter fortgesetzt werden, da einige der Feiernden doch ziemlich verkatert sind. Auch das nächste Tor führt zu einem bekannten Bund: Al-Arama. Auch hier ist man erfreut, die Serpentianer zu begrüßen – allerdings fällt das Fest hier nicht ganz so wild aus wie das mit Sardonyx…
Das nächste Tor auf der linken Seite ist zerstört, sogar das Symbol des Zielortes ist ausgelöscht. Dann folgt das Portal nach Maeror, das schon bekannt ist. Das letzte Tor auf dieser Seite ist ebenfalls zerstört, aber hier ist das Symbol noch zu erkennen: Drei Sterne, die durch einen Halbkreis miteinander verbunden sind.
Nun wenden sie sich dem ersten Tor auf der rechten Seite zu. Als sie hindurchtreten, gelangen sie in einen verfallenen Keller, in dem es eisig kalt ist. Bei der näheren Erforschung verlassen sie das zerstörte Haus, in dessen Keller das Portal liegt, und kommen in eine kleine Siedlung, über der gerade ein wilder Sturm tobt. Als sich dieser Sturm legt, begeben sich Llwellyn, Nakatia und die anderen zu einer der kleinen Hütten, auf deren Tür ein Sanctumszeichen abgebildet ist. Der schon etwas kahlköpfige Mann, der ihnen öffnet, ist über die Gäste sehr verblüfft: Zwar kennt er das Hermesportal in dem alten Keller, aber bisher befand sich nie etwas auf der anderen Seite… Laborifer, so der Name des Magiers, erklärt den Serpentianern, daß sie hier im Bund Solis Defectio im Loch Leglean – Tribunal sind. Danach bringt er sie zum Princeps, der auch der Praeco des Tribunals ist: Malfaitar aus dem Haus Tytalus, Terminus` Lehrmeister! Der alte Mann ist sehr erfreut, die Neuankömmlinge zu begrüßen, und läßt sich von ihnen alle möglichen Geschichten über Dämonenjagden erzählen… Schließlich besteht er darauf, sie nach Serpentia zu begleiten – zum einen, um seinen Filius zu sehen (und sei es eben im Zwielicht), zum anderen, um jene heldenhaften Lehrlinge kennenzulernen, die sich mit einem Dämonisten angelegt haben… Vom Llwellyn´schen Whisky ist er allerdings wenig angetan.
Auch das nächste Hermesportal führt in einen Keller, dieser ist allerdings völlig eingestürzt. Als Frederik Magie benutzt, um sich nach oben durchzugraben, fällt ihm auf, daß die Aura hier ihn behindert. Als er jedoch herausfinden will, was für eine Aura hier herrscht, stellt er fest, daß er so etwas noch nie erlebt hat: Die Aura hier scheint von einer mundanen Qualität zu sein – und sie ist ziemlich stark! Bei genauerer Erforschung des Ortes stellen die Serpentianer fest, daß sich hier früher ein Bund befunden haben muß. Allerdings scheint den Magiern ein Ritual völlig daneben gegangen zu sein – möglicherweise ist das für die seltsame Aura verantwortlich. Das Vis des Bundes ist zwar noch vorhanden, aber nicht mehr magisch, die Bücher sind zerfallen oder von Tieren zernagt. Nur ein paar Laborgeräte können gerettet werden.
Das dritte Tor auf dieser Seite ist wieder zerstört. Es trägt das Symbol eines Drachen. Das vierte Portal führt nach Caverna Umbrarum Saltandarum, wo sie schon von einigen Dienern der Criamon erwartet werden. Peter, der aus diesem Bund stammt, begleitet sie. Lange bleiben die Serpentianer nicht, und bei ihrer Rückkehr kommt wieder ein Diener des Domus Magna mit ihnen: Er sieht genauso aus wie Peter, behauptet aber, Paul zu heißen. Auch von dem seltsamen Benehmen her sind die beiden eigentlich identisch…
Als sie durch das letzte Tor schreiten, gelangen die Magier von Serpentia in einen quadratischen Raum, der ein wenig vernachlässigt wirkt. Bei der genaueren Erforschung stellen sie fest, daß sie sich in einer riesigen Höhle befinden. Früher einmal hat hier eine Siedlung gestanden, aber ein Teil der in den Stein gehauenen Häuser ist zerstört, so als hätte es hier eine gewaltige Explosion gegeben. Im vorderen Teil der Höhle gibt es einen intakten Brunnen, der fast aussieht, als würde er noch benutzt. Als schließlich der erste an den Ausgang der Höhle tritt, bietet sich ihm ein atemberaubender Anblick: Er befindet sich irgendwo fast auf dem Gipfel eines hohen Berges, mitten im Gebirge. Von hier aus kann er tiefe Täler und die verschneiten Gipfel etlicher anderer Berge erkennen. Aber das Seltsamste ist eine Art Plattform, die unweit von der Höhle völlig frei in der Luft schwebt, groß genug für mehrere Gebäude. Diese Siedlung ist nur durch eine schmale, fragil wirkende Brücke mit dem Berg verbunden. Augenscheinlich ist sie bewohnt, denn während die Serpentianer das merkwürdige Gebilde noch bestaunen, kommt ein alter Mann die Brücke hinabgehinkt – die Plattform befindet sich ein gutes Stück über dem Höhleneingang. Als er sie entdeckt, ist er ein wenig mißtrauisch, aber nicht wirklich beunruhigt an. Er ist ein Diener des Bundes Splendor Aeternus, der sich früher in diesen Höhlen befand, jetzt aber auf der Plattform liegt. Sicherlich würden sich die Magier über den Besuch anderer Ordensmitglieder freuen…
Neugierig nehmen die Serpentianer die Einladung des Dieners an. Nachdem sie über die schwindelerregende Brücke geschritten sind, kommen sie in einen kleinen Hof, auf dem sich mehrere Gebäude befinden: Ein windschiefer Turm, eine Lehmhütte, ein höhlenartiges Kugelgebilde und ein paar Steinhäuser. Die fünf Magier dieses Bundes sind alle schon sehr alt und ziemlich senil. Vor allem Dáirine kriegt dies zu spüren, als sie sich auf ein Certamen mit Lepus Hilaris, einem alten Bjornaer, einläßt… Splendor Aeternus liegt in den Alpen, irgendwo über dem Ötztal. Viele Diener hat der Bund nicht mehr – er befindet sich tief im Winter. Es ist eher unwahrscheinlich, das er jemals in den Zweiten Frühling geht…
Nach kurzem Aufenthalt verlassen die Serpentianer Splendor Aeternus wieder. Zwar waren die alten Magier auf ihre Art und Weise gar nicht unfreundlich, aber dennoch haben Llwellyn, Dáirine und die anderen ein eher mulmiges Gefühl…

*
Im Winter extrahiert Llwellyn Vis aus der Aura, da er bald einen Langlebigkeitstrank für seine Frau brauen möchte. Zwar soll auch sie einen Trank aus Gwenderon erhalten, aber die Verditii haben erst in etwa zehn Jahren einen entsprechenden Termin frei…
Nakatia und Alkmene beenden die Forschung ihres Rituals und sprechen es auf eine kleine Quelle in der Nähe des Tals. Von nun an wird diese Quelle einmal im Jahr einen Bauern Vis produzieren, der zur Heilung von Krankheiten genutzt werden kann.
Andrew öffnet seinen Lehrlingen die Kunst Intellego. Er hofft, daß die damit verbundenen meditativen und kognitiven Übungen den beiden beim Lesen helfen werden.
Dáirine erforscht das Schwert, das ihr Vater Ruairigh gegeben hat, und stellt fest, daß es so standhaft ist wie der Mut seines Trägers und so scharf wie dessen Verstand.

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Marganma

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