Serpentia

Winter 1196 - Bundleben

Mitte Winter kommt es im Bund zu einem tragischen Mordfall: Aus Eifersucht erwürgt der Grog Godefroy seine Frau Selma. Offensichtlich ist er völlig dem Wahnsinn verfallen, denn bei seiner Verhandlung versucht er, einige Magistres anzugreifen. Seine wüsten Beschimpfungen können nur mittels eines Knebels gebändigt werden. Für den Mord an seiner Frau wird Godefroy zum Tode verurteilt und mit dem Schwert gerichtet. Die Drillingstöchter des Ehepaars werden von zwei kinderlosen Grogs aufgenommen, die älteste Tochter Deborah beschließt, bei ihrem Freund Bernward Olfson und dessen Vater zu wohnen.
Am Tag nach Godefroys Hinrichtung benimmt sich Frederik ein wenig seltsam: Er hat den genauen Hergang des Mordes geträumt und ist nun der Ansicht, der Schutzengel Yeriel sei an allem schuld. Rhys kann ihn davon abhalten, den Engel erwürgen zu wollen, aber danach macht Frederik einen langen, ausgedehnten Spaziergang in Begleitung seiner Groga Sheila. Dabei verbringt er die Nacht mit ihr in Secundus, wonach er seinen Bart abrasiert und seinen merkwürdigen Hut einmottet….
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Als Andrew sich nach dieser Geschichte noch einmal mit Sheila unterhält, erfährt er, daß sie ihren Vater Seamus MacArthur sucht. Er beschließt, dies noch einmal mittels der magischen Feder zu versuchen, die in der Lage ist, den Aufenthaltsort jeder Person festzustellen, zu der eine arkane Verbindung vorhanden ist. Als er die Feder jedoch ansetzt, sieht er einen grellen Lichtblitz, der ihn ein Stück zurückschleudert. Danach ist die Zauberkraft der Feder verschwunden, und auch Andrews eigene Magie hat darunter gelitten: Laut Bernward hat sie sich um ein Drittel entladen. Glücklicherweise ist dieser Effekt nicht permanent, die Magie kehrt mit der Zeit zurück. Dennoch kann man so wohl nicht feststellen, wo Sheilas Vater sich aufhält.
Allerdings stellt Andrew fest, daß ihm Sheilas Gesichtszüge irgendwie bekannt vorkommen. Als er sie nach ihrer Mutter fragt, erfährt er, daß ihr Name Rachel Potter war. Andrew erinnert sich, daß er die Frau gekannt hat: Als er etwa zwanzig war, hatte er in Gloucester eine Affäre mit ihr. Sie sprach damals ständig davon, daß sie mit Sir Seamus MacArthur verlobt sei, und war auch ansonsten sehr auf diesen Ritter fixiert. Nachdem Andrew dies ein wenig unheimlich geworden war, hatte er die Affäre beendet und seither nicht mehr viel an die Frau gedacht.
Nach einer genaueren Anfrage erfährt Andrew, daß Rachel Sheila gesagt hatte, daß sie die Tochter von Seamus MacArthur sei, die junge Frau ihren angeblichen Vater aber noch nie getroffen hat. Und sie wäre im richtigen Alter, um auch Andrews Tochter zu sein…
Da Liber Petri Frederik gesagt hatte, daß sich eine weiter Spur zu Sheilas Vater in Famagusta befinden könnte, beschließt Andrew, sich dieser Expedition im nächsten Sommer anzuschließen.
Ein paar Tage später unterhalten sich Gwyn und Padraig ein wenig mit Sheila. Dabei begeben sie sich zu dem kleinen See vor dem Bund. Dort wird Sheila auf einmal sehr geistesabwesend und spricht mit jemandem, den sie „Papa“ nennt. Es geht nur um alltägliche Dinge, aber als Gwyn und Padraig sie nach dem Gespräch ansprechen, kann sie sich an nichts erinnern. Auch eine magische Untersuchung führt zu keinem Ergebnis…

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Marganma

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