Serpentia

Schwefelblumen; oder: Die Zukunft des Ordens
Sommer 1213

Alocar, Seska, Padraig, Bridged, Pierre, Aaron, Marit

Andrew findet, Alocar und Seska sollten mal raus (vor allem Alocar), also schickt er sie mit Paddy los, um das Ignem-Vis aus der alten Bergfeste zu holen.

Alocars Bericht:
“Ja, fein. Also sind wir Berge hochgelaufen, wieder runtergelaufen und als nächstes wieder hochgelaufen. Unterwegs beobachtet uns eine Ziege, die unsere Grogs etwas beunruhigt. Die Stimmung ist eher albern.

Kurz vor der Feste kommt uns einer der Diener entgegen. Es spukt in der Feste! Großartig. Ich bin Arzt, kein Exorzist.
Egal, jetzt sind wir schon mal hier, also gucken wir den Geist mal an. Achmed, die Wache hier, begrüßt uns. Er hat eine durchsichtige Gestalt gesehen – hatte einen Bart, also vermutlich ein Mann.

Marit schaut sich um und findet Fußspuren. Alles klar. Geister hinterlassen normalerweise keine Fußspuren.Wir folgen den Spuren hinunter zur Visquelle – dort fehlt das Vis natürlich. Nicht so gut.

Wir durchsuchen die mehr oder minder bewohnten Räume der Feste, also vor allem Gwyns Raum. Dort finden wir aber nichts außer alten Kleidern und ein paar häßlichen Kunstgegenständen („Würgender Panther“, handgefertigt von seiner Durchlaucht, Emir Gilad al-Usami selbst).
Seska und Marit schauen sich auf dem Balkon um. Dort finden sie einen Wollfaden und einen Fußabdruck auf der Balustrade. Kein Seil oder ähnliches.

Ich spreche einen Zauber auf den Wollfaden, wo die dazugehörige Kleidung ist. Sie ist im Norden, etwas über eine Tagesreise weg. Ich könnte da jetzt hinfliegen, aber ich wäre ganz allein, und das lasse ich lieber. Der Rest will mich dann noch überreden, es ja nicht zu tun. Hallo? Ich bin nicht Gwyn.

Wir legen uns erst mal schlafen. Mitten in der Nacht hört Aaron aus dem Gang ein merkwürdiges „Huuuu… Huuuu….“ Er ist clever genug, erst mal alle zu wecken, also gehen wir gemeinsam los. Pierre schleicht dann vor und sieht eine durchscheinende Gestalt, die leicht leuchtet und dieses Huuu-Huuu-Geräusch macht.

Paddy hat dann keine Lust mehr, herumzuschleichen, also gehen wir und konfrontieren den Geist direkt. Er behauptet mit großer Geste, er wäre Abbas ibn Usama und das hier wäre seine Burg. Gut, er hat die charakteristische ibn-Usama-Nase, aber ansonsten habe ich keine Ahnung, ob der wirklich so aussah.

Erst mal tut er noch so, als wäre er gar nicht tot. Irgendwas stimmt aber nicht: Der Kerl versucht zwar, herrisch und dominant aufzutreten, aber mein Vater hat den ganz anders beschrieben. Düsterer, irgendwie. Der hier wirkt ein bisschen… windig.
Als ich ihn konfrontiere, verzieht er sich empört. Pierre bemerkt noch einen Lufthauch, der an ihm vorbei zum Balkon weht – fühlt sich wie ein Luftdjinn an. Ach so. Offenbar hat jemand seinem Luftdjinn aufgetragen, uns hier den Abbas zu machen.

Am nächsten Morgen brechen wir auf, um den Dieb zu jagen. Das dauert eine Weile – erst nach Baalbek, dann weiter in Richtung Homs. Unterwegs erkundigt sich Paddy mal bei einer Karawanserei, ob hier ein unheimlicher Kerl durchgekommen ist – und tatsächlich: Es wurde ein seltsamer Kerl mit einer ziemlich charakteristischen Nase gesehen. Einer ibn-Usama-Nase. Der war nicht allein unterwegs, sondern mit ein paar Gefolgsleute.

Nach Homs geht es weiter nach Masyaf. Da sitzen die Assassinen. Aber die sind im Augenblick weitgehend friedlich. Also setzen wir unseren Weg fort.

Schließlich kommen wir zu einer Karawanserei. Dort müssen sowohl Wollfaden als auch das Vis sein. Wir verzichten darauf, allzu subtil vorzugehen, und verlangen den Magier zu sprechen. Der ist ein alter Mann und nicht sehr begeistert von unserem Besuch. Er sagt, er habe die Schwefelblumen von einem alten Freund bekommen, und will, dass wir beweisen, dass die Blumen eigentlich uns gehören. Wir verabreden, dass er unsere Behauptungen überprüft und wir dann wieder reden. Dafür geben wir ihm eine Woche.

In der Zeit reisen wir nach Sol Noctis. Merkwürdiger Bund. Dort treffen wir Honoria, reden ein bisschen um den heißen Brei herum und fragen sie nach Informationen über den alten Magier. Sie weiß zwar von ihm, aber mehr auch nicht. Bisher gab es wohl keinen Ärger mit ihm.

Nachdem die Woche vorbei ist, kehren wir zurück zur Karawanserei. Allerdings hat der Alte gar kein Interesse, ehrlich mit uns zu verhandeln: Er behauptet, sein Freund hätte die Blumen von einem obskuren Magier aus Homs bekommen, und überhaupt, wir könnten ja nicht beweisen, dass sie uns gehören.
In der Karawanserei sind sie auch nicht mehr. Sie bewegen sich ein paar Tagesreisen entfernt nach Norden. Großartig. Der alte Magier hat uns wohl verarscht.

Als meine Väter (ja, ja, Rhys ist nicht mein Vater, aber das ist einfach kürzer so) mitbekommen, was hier passiert ist, machen sie sich auf den Weg. So geht das ja – ihrer Meinung nach – nicht. Da kann doch nicht so ein Heckenmagier kommen und einfach denken, er könnte uns ungestraft beklauen. Oder mit Leuten befreundet sein, die uns beklauen. Jedenfalls geht’s jetzt ums Prinzip. Und die Zukunft des hermetischen Ordens. Mindestens.

Jedenfalls tauchen die beiden auf, koordinieren sich mit Honoria und informieren dann noch den Princeps des Bundes, Dux Severus. Zur Erinnerung: Das ist der charmante Typ, der Julius umgebracht hat.
Entsprechend unwirsch reagiert der auch auf die Sache: Er geht los und brät die Karawanserei weg. Ein paar Blitzschläge, ein Feuersturm und einstürzende Gebäude. Raus kommt keiner. Nicht der alte Mann, nicht seine Gehilfen, nicht die Angestellten und auch niemand von den Gästen. Großartig. Die haben dann wohl Pech gehabt. Schön.

Rhys und mein Vater unterhalten sich noch mal mit dem Geist. Der hat das Vis wohl zu seinem Meister weitergeschickt, einem Magier bei den Assassinen. Außerdem hat er wohl wirklich geglaubt, dass sein Freund die Schwefelblumen rechtmäßig erworben hat.

Ja, das war eine schöne Exkursion. Ich habe viel gelernt. Vor allem über den Orden. Und – na, um ehrlich zu sein: Ich hätte da etwas mehr moralische Integrität von meinem Vater erwartet. Aber dafür ist er zu sehr Politiker."

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Domitians Krone
Herst 1213

Alle Magier

Im Herbst kommt Cesare Savonarole in den Bund, verfolgt von Martis Ex Tremere und Chairos Ex Verditius. Er hat im Bund Nadir die Krone des Domitian gestohlen, die mit einem Stein verziert ist, der 28 Bauern Primärvis enthält – eine sehr, sehr seltene und wertvolle Substanz.

Cesare hat in Sol Argenteus letztes Jahr seine Ausbildung beendet. Da er während seiner Lehrzeit für Nadir spioniert hat, hat er erwartet, dass er dort Mitglied werden kann, aber der Bund hat ihn immer wieder hingehalten. Nachdem er von der Krone erfuhr, hat er Mortifer Ex Tremere kontaktiert, der ihm eine Mitgliedschaft in Profunditas im Austausch für die Krone angeboten hat.

Die Magier in Nadir wollen die Krone benutzen, um sich von ihren Schulden in Sol Argenteus zu befreien. Das ist Sol nicht ganz recht, aber so wie es aussieht, könnten die demnächst ohnehin Probleme bekommen, weil sie so viele junge Bünde finanziert haben und jetzt natürlich Einfluss deswegen ausüben können. Jedenfalls ist Haus Jerbiton nicht so glücklich mit dem finanziellen Monopol, das Sol Argenteus seit dem Fall von Konstantinopel aufbaut.

Letzten Endes muss Cesare die Krone zurückgeben. Immerhin bekommt er fünf Bauern Vis, weil Martis ihn bei der Verfolgung so erschreckt hat, dass er einen Hang hinab gestürtzt ist. Glücklich ist er damit nicht.

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Ehe zur linken Hand
Sommer 1213

Michele, Ramon, Padraig, Salvatore, Frederik, Jochen, Jessica, Zafirah, Hamid

Irgendwelche aleppinischen Spione treiben sich auf den serpentianischen Veranstaltungen herum. Beim Gespräch mit Malakei und Satima stellt sich heraus, dass die beiden etwas im Schilde führen. Vielleicht hat das mit Ishraf al-Ashtari zu tun?

Außerdem suchen Michele und die anderen noch nach einem neuen, repräsentativen Haus in Damaskus.

Nach Gesprächen mit den al-Ashtaris und Dashan kommt noch ein Besuch im Nordquartier. Sie erfahren, dass es Hilfslieferungen Wasser ins Quartier gibt und dass mit diesen Lieferungen auch noch Kisten geliefert werden. Die Kisten sind in dem Bordell von Fatima untergebracht, das direkt an der Mauer liegt.

Durch eine hilfreiche Maus finden sie heraus, dass es einen Gang gibt, der aus dem Bordell hinausführt – vermutlich unter der Stadtmauer hindurch.
Hassan Bey ist auch noch da. Der zögert gerade seinen Aufbruch zu Gwyn und den anderen Karthagern raus. Außerdem hat er Fatima getroffen, die Bordellchefin, und sie hat ihn unter Druck gesetzt, damit er ihr ein Bein und eine Waffe baut (einen Gehstock, der auch noch Magie bemerkt). Und eine Bohrmaschine für einen Brunnen – oder vielleicht für etwas anderes.

Später finden sie heraus, dass die ominösen Kisten mit Steinen gefüllt sind.

Zu guter Letzt verschwindet dann auch noch Geld, das eigentlich fürs Nordquartier bestimmt war. Und auf der Feier hört Jessica, wie sich Satima mit einem Unbekannten für morgen abend zu einer Übergabe verabredet.

Am nächsten Tag ist Satima gerade dabei, einen Handel mit einem sehr unauffälligen Mann abzuschließen, als Malakei ankommt, Satima beschuldigt, das Geld gestohlen zu haben und sie in einer Aufwallung von Emotion verstößt. Tränenreich berichtet sie ihm, wo das unterschlagene Geld ist, aber er bleibt hart und weist sie von sich. Sie wird von einem Unbekannten vom Platz geführt, während Zafirah dem unauffälligen Mann (einem aleppinischen Agenten) die „Dokumente“ stiehlt, die Satima ihm gegeben hat.

Schließlich stellt sich heraus, dass Satima und Malakei die ganze Sache arrangiert haben, um a) die Aleppiner übers Ohr zu hauen und b) einen Grund zu haben, warum Malakei Satima verstoßen muss. Die wollte nämlich einen Mann heiraten, der weit unter ihrem Stand war.

Das hat auch soweit funktioniert – Satima ist jetzt mit einem Verwalter der al-Aschtari verheiratet.

*

Nebenher erwerben Frederik und die anderen noch ein neues, größeres Stadthaus im Kaufmannsviertel – eine ziemlich baufällige Villa mit großem Garten.

*

Die Ayyubiten haben übrigens ihren Sommerpalast fluchtartig verlassen und sind umgezogen. Warum, ist etwas unklar, aber irgend etwas hat die Frauen im Harem erschreckt, und Mu’azzam hat den Umzug kurz entschlossen befohlen.

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Das große Hochzeitsfest
Frühling 1213

Dairine, Patrick, Frederik, Jochen, Juri, Joran, Marit, Colleen, Bridged

Viele Vögel tauchen auf. Die sind zu einer Hochzeit im Goldenen Frühlingswald eingeladen, die Serpentianer müssen den Weg zeigen.

Dort sind viele Wesen. Drei Männer haben der Königin einen Heiratsantrag gemacht: Ciaran, Pheran und Sir Quidad. Sie haben alle ein Bild von ihr gesehen und dabei ihr Herz an sie verloren.

Dairine und die anderen finden heraus, dass das Bild von Tamina NicLochlann gemalt wurde. Als sie sie zur Rede stellen, erzählt sie, dass sie den Fürsten des Herbstes heiraten will – das geht aber nur, wenn vorher die Königin des Frühlings geheiratet hat. Deswegen diese Einladungen, und deswegen der Zauber auf den drei Bewerbern.

Daraus sind letzten Endes fünf geworden, weil Maolorain und Armand deSolleur sich auch beworben haben. Fionnghuala ist anfangs etwas unentschlossen, weil sie eigentlich nicht heiraten will, aber sie wusste schon, dass das irgendwann kommen wird. Also stellt sie drei Aufgaben, und letzten Endes gewinnt Armand deSolleur dank überragender Tanzkünste ihre Hand.

Beim Hochzeitsfest unterhält sich Bridged mit Sir Bealach, der sehr freundlich zu ihr ist und offen darüber sprechen, dass er Fehler gemacht hat, die er jetzt bereut. Zum Schluß schenkt er ihr einen Anhänger in Form einer Schneeflocke (er legt ihn ihr auf den Nachtisch) – sie nimmt ihn mit nach Serpentia.
Ihre Mutter ist nicht so begeistert davon.

In Serpentia vergehen während dem dreitägigen Hochzeitsfest über vier Wochen. An dem Fest nehmen ziemlich viele Serpentianer teil, da Frederik vor Beginn noch mal zum Bund gegangen ist, um seine Frau zu holen – und jeden anderen, der mitfeiern wollte, auch.
Immerhin kommen die Feiernden vor dem serpentianischen Frühlingsfest zurück…

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Bundleben Winter 1212
Winter 1212

Bernwards Lehrling Kathleen besteht ihr Gauntlet und wird als Scipiona, Filia des Bernward, aus dem Haus Bonisagus in den Orden aufgenommen.

Wie nicht anders zu erwarten, gibt es ein Fest.

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Die tote Braut
Winter 1212

Dairine, Patrick, Tian, Gwyweredd, Pierre, Luca /Asad, Samed

Bei der Erzmine soll eine Hochzeit zwischen der Tochter des Händlers Amar, Mariella, und dem Sohn des Dorfvorsteher Halif, Omar, stattfinden. Natürlich läuft nicht alles glatt: Verwirrung um die Braut – ihre Zwillingsschwester, die eigentliche Braut, ist verunglückt, und die junge Frau hat einen Handel mit einer Krähe gemacht und deren Gesicht angenommen. Marietta ist die, die noch lebt, aber jetzt sieht sie aus wie Mariella.
Trotzdem will sie weiterhin Omar heiraten. Außerdem läuft da noch die untote Schwester herum.

Dairine und die anderen erwischen die Untote, wie sie mit verschiedenen Dörflern in der Nacht herummacht. Sie stellen sie, und nach längeren Kampf gelingt es, ihr den Kopf abzuschlagen.
Der junge Imam, der für die Hochzeit gerufen wurde, ist mit der Situation überfordert. Daher holt Tian aus dem Felsenkloster Bruder Andreas herbei, der die Überreste kaputtsegnet.

Marietta hat ihre Schwester tot gefunden, und eine Krähe hat ihr angeboten, deren Aussehen anzunehmen und Omar zu heiraten. Darauf hat sie sich eingelassen.

Im Felsenkloster ist diese Krähe auch aufgetaucht. Sie hatte sich als Dienerin ausgegeben, aber als die Sache mit der toten Braut aufgeflogen ist, hat sie Vater Petrus nachts aufgesucht, behauptet, sie hätte mit einem oder mehreren Mönchen Unzucht getrieben und ist als Krähe davongeflogen.

Später erzählt Rasul, der auch zu der Hochzeit eingeladen war, dass er in der Nähe eine seltsame Gruppe Fahrendes Volk getroffen hat. Die haben ihn und Maryam bezaubert, aber ihr Djinn hat ihnen geholfen, sich zu befreien. Die Krähe ist dort auch aufgetaucht, als nächstes sind die Fahrenden spurlos verschwunden. Die sind aber bestimmt noch irgendwo.

Die Hochzeit ist abgeblasen, Amar geht mit seinen Töchtern nach Damaskus und überlegt, wie es jetzt mit der Familie weitergehen soll.

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Der doppelte Konrad
Winter 1212

Irgendwann kurz nach Dairines und Juris Heimkehr fällt auf, dass Konrad sowohl mit ihnen im Feenwald als auch mit Deborah und Bridged bei den Zombibern war. Gleichzeitig.

Konrad selbst versteht das auch nicht – er kann sich an beide Reisen erinnern, wenn auch etwas schwammig, und er trägt die Narben von beiden Zwischenfällen.

Ihm fällt nur ein, dass er sich immer mal wieder etwas merkwürdig fühlt, seitdem er mit Andrew im Feenwald war, um dem Zauberer Rumburak das Handwerk zu legen. Dabei ist er auf einen Baum geklettert, und als er wieder herunterkam, ist er gleichzeitig weiter mitgereist und nach Hause zurückgekehrt. Oder so.
Dairine meint, vielleicht wäre das ein Gabelbaum gewesen. Der könnte so einen Effekt haben.

Frederik macht sich dann daran, Konrad magisch zu untersuchen. Er stellt fest, dass Konrad ein Doppel manifestieren kann, wenn er gleichzeitig an zwei Orten sein muss oder sein will. Sobald sich die beiden Konrads allerdings auf Sichtweite, Hörweite oder ca. 15 Meter annähern, verschmelzen sie wieder zu einem Konrad.
Nachteilig ist eventuell, dass ein doppelter Konrad auch doppelt so schnell altert.

Der Effekt könnte aufgehoben werden, aber Konrad beschließt, das diese Fähigkeit ganz nützlich sein könnte. Statt sie aufzugeben trainiert er lieber, sie kontrolliert einzusetzen.

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Zombiber
Herbst 1212

Deborah, Konrad, Bridged

Bei einem Besuch in einem nahe gelegenen christlichen Dorf werden Deborah, Konrad und Bridged von riesigen untoten Bibern angegriffen.

Es gelingt ihnen, sich mit der Hilfe des Räubers Rasul im Dorf zu verschanzen und die Zombie-Biber zu vernichten, bevor Schlimmeres passiert.

Als sie untersuchen, warum die Biber so groß, aggressiv und untot geworden sind, stellen sie fest, dass der See, in dem die Biber gelebt haben, verseucht ist.
Daran ist Rasul schuld, wenn auch eher unabsichtlich: Er und seine Bande machen hin und wieder Jagd auf Baphomets entartete Tiere, die hier im Gebirge herumkrauchen. Bisher wurden die Leichen dieser Tiere von einer „weisen Frau“ (Mika-Tanit, die Friedhofshexe) entsorgt, aber die ist nicht mehr in der Gegend. Also haben die Räuber die Kadaver in der Nähe des Sees im Stein versenkt. Allerdings ist offenbar doch etwas in den Zulauf des Sees gesickert.

Deborah empfiehlt Rasul, sich mit künftigen Leichen an die Salomoniter zu wenden. Die sollten wissen, wie man so etwas entsorgt.

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Piratenschatz
Herbst 1212

Rhys, Haakon, Lacus, Jochen, Bernward, Aaron, Luca, Zafira

Während der Ereignisse mit der karthagischen Regio haben die Magier in der Thetis-Regio den Gelehrten Luca Mintelli kennengelernt, der sich ihnen aus Neugier angeschlossen hat.
Luca hat Salvator Maris bereits einige Mal getroffen, als dieser in Klöstern oder bei reichen Personen nach Büchern gesucht hat. Besonders interessiert war er wohl an einem Buch namens „Insel der Kreiswinde“. Ein Exemplar davon befindet sich Lucas Wissen nach noch in einem Kloster in Italien: Sancta Marcella in der Nähe von Lanciano.

Nachdem sie also jetzt eine Spur haben, wo sich die Insel von Salvator Maris befinden könnte (den Schlüssel zu der Regio haben sie ja schon von Tabellarius bekommen), machen sich Rhys, Lacus und Bernward auf den Weg zu dem Kloster.

Dort geraten sie mit ein paar seltsamen Kerlen in pechschwarzer Kleidung und mit schwarzgefärbten Pferden aneinander, die auch hinter dem Buch her sind. Zunächst können diese seltsamen Typen das Buch stehlen, aber es gelingt den Serpentianern, ihnen zu folgen und ihnen das Buch wieder abzujagen.

Der Autor ist offenbar ein Criamon, der die Insel vor über hundert Jahren entdeckt hat. Die Wind- und Wasserströmungen auf dieser Insel sind sehr seltsam, denn sie drehen sich immer im Kreis. Über der Insel liegen noch drei Regio-Ebenen – jedesmal wird die Insel größer, der Wind stärker und es wachsen dort mehr Birken.
Glücklicherweise erwähnt der Autor auch, dass die Insel in der Adria zwischen den Inseln Busi und Isola di Sant’Andrea liegt.

Auf der Suche nach der Insel fahren Rhys und die anderen zunächst die Insel Lissa vor der kroatischen Küste an. Dort hören sie auch von einem obskurem Mercere, der wohl für Salvator Maris arbeitet, die Leute in der Stadt erpresst und nebenbei auf ein besonderes Beiboot aufpasst.
Die Magier beschließen, das jedoch zu ignorieren und statt dessen solange zwischen Busi und Sant’Andrea hin- und herzukreuzen, bis sie die Insel einfach so finden.

Nach dem ersten Fehlschlag mit einem Ruderboot finden sie die Insel der Kreiswinde dann doch. Das ist eigentlich nur ein größerer Felsen im Meer, auf dem drei Birken stehen.
Aus dem Buch geht hervor, dass man die Insel einmal umrunden muss, um in die nächsthöhere Regio zu gelangen. Die erste Umrundung ist relativ einfach, aber schon in der ersten Regio gibt es einen relativ harten Kampf mit einem Erddjinn. Die Magier bleiben siegreich und finden einen Teil von Salvators Schatz – Gold und Edelsteine.

Auch auf der nächsten Ebene können sie sich gegen ein paar Wind- und Nebelgeister durchsetzen und einen weiteren Teil des Schatzes finden: Magische Gegenstände und Bücher.

Als sie jedoch versuchen, die höchste Ebene zu erreichen, wird ihnen der Weg von mächtigen Windgeistern versperrt. Die Windgeister haben eigentlich nichts gegen sie, aber sie haben Angst vor dem „Hund“.
Bei einer gewaltsamen Auseinandersetzung gibt es etliche Verletzte bei den Serpentianern. Rhys, Lacus und Bernward beschließen, nicht weiter vorzudringen. Sie haben ja jetzt einen Teil von Salvators Schatz gefunden, und Tabellarius hat nie gesagt, was er eigentlich genau haben wollte.

Also reisen sie zurück nach Italien und übergeben Tabellarius die Beute. Der ist einigermaßen zufrieden damit – der Gefallen, den die Serpentianer ihm schulden, ist damit abgegolten.

Von dem alten Mercere erfahren die Magier, das es eine Seilschaft aus alten, mächtigen Magi im Orden gibt, die versuchen, dessen Geschicke aus dem Schatten heraus zu leiten. Sie behindern manche Bünde, die ihnen nicht gefallen, und begünstigen andere. Wer dazu gehört, weiß Tabellarius nicht genau, aber Micheles Lehrmeister Mortifer ist vermutlich darunter. Außerdem auch die Nachfahrin des Hausgründers der Jerbitons, Madeleine de Jervois, und mit Sicherheit ein Bonisagus aus Durenmar…

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Spiel der Jahreszeiten
Sommer 1212

Juri, Joran, Dairine, Patrick, Marit, Gwyweredd, Seska, Konrad

Juri wird Anfang des Jahres zum Ritter geschlagen. Bei seinem Besuch beim Pferdemarkt hat er einem jungen Mädchen versprochen, sie zu heiraten, sobald er ein Ritter ist, also bricht er jetzt auf, um sein Versprechen einzulösen.

Also bricht er mit seiner Lehrmeisterin, seinem Mit-Lehrling und einigen nach Vestrantor, dem Reich ohne König, auf, um Fidelia Regnar vom Kastanienhold zu ehelichen.
So einfach ist das allerdings nicht. Als er an der Burg der Regnars ankommt, findet er nur eine Ruine vor. Offenbar hat sie jemand geschleift.

Er und die anderen finden heraus, dass Fidelia ursprünglich einem anderen versprochen war, und dass dieser das gebrochene Versprechen beim letzten König von Vestrantor angeklagt hat. Dieser hat der Zerstörung der Burg Kastanienhold gestattet und Fidelia in die Obhutschaft ihres Fast-Schwiegervaters gegeben. Der hält sich wohl in der Hauptstadt auf.

Unterwegs finden Juri und die anderen heraus, dass die Ritter und Adligen dieses Reichs intrigant und gewalttätig sind und sich keinen Deut um die einfachen Leute scheren. Statt dessen führen sie lieber Krieg gegeneinander und stürzen ihren König.
Vestrantor ist ein Jahreszeitenreich – im Frühling wird das Reich aufgebaut, im Sommer gelangt es zur Blüte, im Herbst gibt es Krieg zwischen den Fraktionen und im Winter wird alles zerstört. Noch ist Herbst, aber der Winter naht.

In der Hauptstadt finden die Serpentianer heraus, dass Fidelia ihrem Vormund weggelaufen ist. Sie werden in einige Intrigen verwickelt, und bei einer waghalsigen Gefangenenbefreiung wird Seska schwer verletzt.
Trotzdem gelingt es der Gruppe, schließlich aus der Königsfeste zu fliehen und sich weiter auf die Suche nach Fidelia zu machen.

Schließlich finde Juri seine Braut in einem Lager der Rebellen. Die ist vollkommen glücklich, dass ihr geliebter Verlobter endlich gekommen ist, um sie zu holen. Es ist offensichtlich, dass sie ihn heiß und innig liebt – aber zumindst Joran weiß, dass er diese Liebe nicht wirklich entgegnet.
Noch im Lager der Rebellen werden Juri und Fidelia getraut. Danach werden die Serpentianer noch in eine Schlacht der Rebellen gegen die Königin verwickelt, aber nachdem die Aufständischen verloren haben und flüchten müssen, trennen sich die Wege – Juri und die anderen kehren mit Fidelia nach Serpentia zurück.

Da sie Vestrantor Ende Herbst verlassen, kommen sie auch zu diesem Zeitpunkt wieder in Serpentia an.
Fidelia sieht in der Menschenwelt nicht mehr so strahlend schön aus wie im Feenreich, sondern etwas kränklich und ausgemergelt.

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