Serpentia

Die tote Braut
Winter 1212

Dairine, Patrick, Tian, Gwyweredd, Pierre, Luca /Asad, Samed

Bei der Erzmine soll eine Hochzeit zwischen der Tochter des Händlers Amar, Mariella, und dem Sohn des Dorfvorsteher Halif, Omar, stattfinden. Natürlich läuft nicht alles glatt: Verwirrung um die Braut – ihre Zwillingsschwester, die eigentliche Braut, ist verunglückt, und die junge Frau hat einen Handel mit einer Krähe gemacht und deren Gesicht angenommen. Marietta ist die, die noch lebt, aber jetzt sieht sie aus wie Mariella.
Trotzdem will sie weiterhin Omar heiraten. Außerdem läuft da noch die untote Schwester herum.

Dairine und die anderen erwischen die Untote, wie sie mit verschiedenen Dörflern in der Nacht herummacht. Sie stellen sie, und nach längeren Kampf gelingt es, ihr den Kopf abzuschlagen.
Der junge Imam, der für die Hochzeit gerufen wurde, ist mit der Situation überfordert. Daher holt Tian aus dem Felsenkloster Bruder Andreas herbei, der die Überreste kaputtsegnet.

Marietta hat ihre Schwester tot gefunden, und eine Krähe hat ihr angeboten, deren Aussehen anzunehmen und Omar zu heiraten. Darauf hat sie sich eingelassen.

Im Felsenkloster ist diese Krähe auch aufgetaucht. Sie hatte sich als Dienerin ausgegeben, aber als die Sache mit der toten Braut aufgeflogen ist, hat sie Vater Petrus nachts aufgesucht, behauptet, sie hätte mit einem oder mehreren Mönchen Unzucht getrieben und ist als Krähe davongeflogen.

Später erzählt Rasul, der auch zu der Hochzeit eingeladen war, dass er in der Nähe eine seltsame Gruppe Fahrendes Volk getroffen hat. Die haben ihn und Maryam bezaubert, aber ihr Djinn hat ihnen geholfen, sich zu befreien. Die Krähe ist dort auch aufgetaucht, als nächstes sind die Fahrenden spurlos verschwunden. Die sind aber bestimmt noch irgendwo.

Die Hochzeit ist abgeblasen, Amar geht mit seinen Töchtern nach Damaskus und überlegt, wie es jetzt mit der Familie weitergehen soll.

View
Der doppelte Konrad
Winter 1212

Irgendwann kurz nach Dairines und Juris Heimkehr fällt auf, dass Konrad sowohl mit ihnen im Feenwald als auch mit Deborah und Bridged bei den Zombibern war. Gleichzeitig.

Konrad selbst versteht das auch nicht – er kann sich an beide Reisen erinnern, wenn auch etwas schwammig, und er trägt die Narben von beiden Zwischenfällen.

Ihm fällt nur ein, dass er sich immer mal wieder etwas merkwürdig fühlt, seitdem er mit Andrew im Feenwald war, um dem Zauberer Rumburak das Handwerk zu legen. Dabei ist er auf einen Baum geklettert, und als er wieder herunterkam, ist er gleichzeitig weiter mitgereist und nach Hause zurückgekehrt. Oder so.
Dairine meint, vielleicht wäre das ein Gabelbaum gewesen. Der könnte so einen Effekt haben.

Frederik macht sich dann daran, Konrad magisch zu untersuchen. Er stellt fest, dass Konrad ein Doppel manifestieren kann, wenn er gleichzeitig an zwei Orten sein muss oder sein will. Sobald sich die beiden Konrads allerdings auf Sichtweite, Hörweite oder ca. 15 Meter annähern, verschmelzen sie wieder zu einem Konrad.
Nachteilig ist eventuell, dass ein doppelter Konrad auch doppelt so schnell altert.

Der Effekt könnte aufgehoben werden, aber Konrad beschließt, das diese Fähigkeit ganz nützlich sein könnte. Statt sie aufzugeben trainiert er lieber, sie kontrolliert einzusetzen.

View
Zombiber
Herbst 1212

Deborah, Konrad, Bridged

Bei einem Besuch in einem nahe gelegenen christlichen Dorf werden Deborah, Konrad und Bridged von riesigen untoten Bibern angegriffen.

Es gelingt ihnen, sich mit der Hilfe des Räubers Rasul im Dorf zu verschanzen und die Zombie-Biber zu vernichten, bevor Schlimmeres passiert.

Als sie untersuchen, warum die Biber so groß, aggressiv und untot geworden sind, stellen sie fest, dass der See, in dem die Biber gelebt haben, verseucht ist.
Daran ist Rasul schuld, wenn auch eher unabsichtlich: Er und seine Bande machen hin und wieder Jagd auf Baphomets entartete Tiere, die hier im Gebirge herumkrauchen. Bisher wurden die Leichen dieser Tiere von einer „weisen Frau“ (Mika-Tanit, die Friedhofshexe) entsorgt, aber die ist nicht mehr in der Gegend. Also haben die Räuber die Kadaver in der Nähe des Sees im Stein versenkt. Allerdings ist offenbar doch etwas in den Zulauf des Sees gesickert.

Deborah empfiehlt Rasul, sich mit künftigen Leichen an die Salomoniter zu wenden. Die sollten wissen, wie man so etwas entsorgt.

View
Piratenschatz
Herbst 1212

Rhys, Haakon, Lacus, Jochen, Bernward, Aaron, Luca, Zafira

Während der Ereignisse mit der karthagischen Regio haben die Magier in der Thetis-Regio den Gelehrten Luca Mintelli kennengelernt, der sich ihnen aus Neugier angeschlossen hat.
Luca hat Salvator Maris bereits einige Mal getroffen, als dieser in Klöstern oder bei reichen Personen nach Büchern gesucht hat. Besonders interessiert war er wohl an einem Buch namens „Insel der Kreiswinde“. Ein Exemplar davon befindet sich Lucas Wissen nach noch in einem Kloster in Italien: Sancta Marcella in der Nähe von Lanciano.

Nachdem sie also jetzt eine Spur haben, wo sich die Insel von Salvator Maris befinden könnte (den Schlüssel zu der Regio haben sie ja schon von Tabellarius bekommen), machen sich Rhys, Lacus und Bernward auf den Weg zu dem Kloster.

Dort geraten sie mit ein paar seltsamen Kerlen in pechschwarzer Kleidung und mit schwarzgefärbten Pferden aneinander, die auch hinter dem Buch her sind. Zunächst können diese seltsamen Typen das Buch stehlen, aber es gelingt den Serpentianern, ihnen zu folgen und ihnen das Buch wieder abzujagen.

Der Autor ist offenbar ein Criamon, der die Insel vor über hundert Jahren entdeckt hat. Die Wind- und Wasserströmungen auf dieser Insel sind sehr seltsam, denn sie drehen sich immer im Kreis. Über der Insel liegen noch drei Regio-Ebenen – jedesmal wird die Insel größer, der Wind stärker und es wachsen dort mehr Birken.
Glücklicherweise erwähnt der Autor auch, dass die Insel in der Adria zwischen den Inseln Busi und Isola di Sant’Andrea liegt.

Auf der Suche nach der Insel fahren Rhys und die anderen zunächst die Insel Lissa vor der kroatischen Küste an. Dort hören sie auch von einem obskurem Mercere, der wohl für Salvator Maris arbeitet, die Leute in der Stadt erpresst und nebenbei auf ein besonderes Beiboot aufpasst.
Die Magier beschließen, das jedoch zu ignorieren und statt dessen solange zwischen Busi und Sant’Andrea hin- und herzukreuzen, bis sie die Insel einfach so finden.

Nach dem ersten Fehlschlag mit einem Ruderboot finden sie die Insel der Kreiswinde dann doch. Das ist eigentlich nur ein größerer Felsen im Meer, auf dem drei Birken stehen.
Aus dem Buch geht hervor, dass man die Insel einmal umrunden muss, um in die nächsthöhere Regio zu gelangen. Die erste Umrundung ist relativ einfach, aber schon in der ersten Regio gibt es einen relativ harten Kampf mit einem Erddjinn. Die Magier bleiben siegreich und finden einen Teil von Salvators Schatz – Gold und Edelsteine.

Auch auf der nächsten Ebene können sie sich gegen ein paar Wind- und Nebelgeister durchsetzen und einen weiteren Teil des Schatzes finden: Magische Gegenstände und Bücher.

Als sie jedoch versuchen, die höchste Ebene zu erreichen, wird ihnen der Weg von mächtigen Windgeistern versperrt. Die Windgeister haben eigentlich nichts gegen sie, aber sie haben Angst vor dem „Hund“.
Bei einer gewaltsamen Auseinandersetzung gibt es etliche Verletzte bei den Serpentianern. Rhys, Lacus und Bernward beschließen, nicht weiter vorzudringen. Sie haben ja jetzt einen Teil von Salvators Schatz gefunden, und Tabellarius hat nie gesagt, was er eigentlich genau haben wollte.

Also reisen sie zurück nach Italien und übergeben Tabellarius die Beute. Der ist einigermaßen zufrieden damit – der Gefallen, den die Serpentianer ihm schulden, ist damit abgegolten.

Von dem alten Mercere erfahren die Magier, das es eine Seilschaft aus alten, mächtigen Magi im Orden gibt, die versuchen, dessen Geschicke aus dem Schatten heraus zu leiten. Sie behindern manche Bünde, die ihnen nicht gefallen, und begünstigen andere. Wer dazu gehört, weiß Tabellarius nicht genau, aber Micheles Lehrmeister Mortifer ist vermutlich darunter. Außerdem auch die Nachfahrin des Hausgründers der Jerbitons, Madeleine de Jervois, und mit Sicherheit ein Bonisagus aus Durenmar…

View
Spiel der Jahreszeiten
Sommer 1212

Juri, Joran, Dairine, Patrick, Marit, Gwyweredd, Seska, Konrad

Juri wird Anfang des Jahres zum Ritter geschlagen. Bei seinem Besuch beim Pferdemarkt hat er einem jungen Mädchen versprochen, sie zu heiraten, sobald er ein Ritter ist, also bricht er jetzt auf, um sein Versprechen einzulösen.

Also bricht er mit seiner Lehrmeisterin, seinem Mit-Lehrling und einigen nach Vestrantor, dem Reich ohne König, auf, um Fidelia Regnar vom Kastanienhold zu ehelichen.
So einfach ist das allerdings nicht. Als er an der Burg der Regnars ankommt, findet er nur eine Ruine vor. Offenbar hat sie jemand geschleift.

Er und die anderen finden heraus, dass Fidelia ursprünglich einem anderen versprochen war, und dass dieser das gebrochene Versprechen beim letzten König von Vestrantor angeklagt hat. Dieser hat der Zerstörung der Burg Kastanienhold gestattet und Fidelia in die Obhutschaft ihres Fast-Schwiegervaters gegeben. Der hält sich wohl in der Hauptstadt auf.

Unterwegs finden Juri und die anderen heraus, dass die Ritter und Adligen dieses Reichs intrigant und gewalttätig sind und sich keinen Deut um die einfachen Leute scheren. Statt dessen führen sie lieber Krieg gegeneinander und stürzen ihren König.
Vestrantor ist ein Jahreszeitenreich – im Frühling wird das Reich aufgebaut, im Sommer gelangt es zur Blüte, im Herbst gibt es Krieg zwischen den Fraktionen und im Winter wird alles zerstört. Noch ist Herbst, aber der Winter naht.

In der Hauptstadt finden die Serpentianer heraus, dass Fidelia ihrem Vormund weggelaufen ist. Sie werden in einige Intrigen verwickelt, und bei einer waghalsigen Gefangenenbefreiung wird Seska schwer verletzt.
Trotzdem gelingt es der Gruppe, schließlich aus der Königsfeste zu fliehen und sich weiter auf die Suche nach Fidelia zu machen.

Schließlich finde Juri seine Braut in einem Lager der Rebellen. Die ist vollkommen glücklich, dass ihr geliebter Verlobter endlich gekommen ist, um sie zu holen. Es ist offensichtlich, dass sie ihn heiß und innig liebt – aber zumindst Joran weiß, dass er diese Liebe nicht wirklich entgegnet.
Noch im Lager der Rebellen werden Juri und Fidelia getraut. Danach werden die Serpentianer noch in eine Schlacht der Rebellen gegen die Königin verwickelt, aber nachdem die Aufständischen verloren haben und flüchten müssen, trennen sich die Wege – Juri und die anderen kehren mit Fidelia nach Serpentia zurück.

Da sie Vestrantor Ende Herbst verlassen, kommen sie auch zu diesem Zeitpunkt wieder in Serpentia an.
Fidelia sieht in der Menschenwelt nicht mehr so strahlend schön aus wie im Feenreich, sondern etwas kränklich und ausgemergelt.

View
Bundleben Sommer 1212
Sommer 1212

Anfang Sommer heiraten Michele und Zafira. Es gibt – wie nicht anders zu erwarten – ein großes Fest, bei dem auch Terca, Zafiras Mutter, kurz vorbei schaut.

View
Die Erlösung Karthagos
Frühling 1212

Bernward, Aaron, Frederik, Jochen, Gwyn, Paddy, Sven, Marit, Gwyweredd, Zafira

Im Frühling kommt ein Dörfler zum Bund: Sein Hof ist von einem Monster angegriffen worden – er vermutet einen Dämon. Rhys macht sich mit ein paar anderen auf die Jagd. Das Monster ist recht schnell gefunden und erlegt, allerdings handelt es sich nicht um einen Dämon, sondern um ein magisches Wesen, eine Art Lindwurm.

Auch die beiden Friedhofshexer Yasher-Ra und Mika-Tanit sind da, um das Monster zu bekämpfen. Sie haben vor ein paar Wochen schon einmal so einen Lindwurm erschlagen, allerdings war der kleiner.
In der Höhle, in der der Lindwurm gehaust hat, findet Rhys einen magischen Riß, aus dem das Monster vermutlich kam. Er schließt ihn zunächst.

Bernward ist im Bund allerdings schon seit mehreren Monaten aufgefallen, dass die Aura stark schwankt. Seine Untersuchungen haben ergeben, dass diese Störungen irgendwie mit Gwyn zu tun haben – die Sache fing wahrscheinlich genau dann an, als Gwyn in Venedig für ein paar Sekunden tot war. Gwyn selbst weiß nicht, was das Ganze soll.
Allerdings gibt es einen Zusammenhang mit dem Lindwurm: Vor einigen Tagen gab es eine besonders starke Schwankung in der Aura, und genau zu diesem Zeitpunkt ist der Lindwurm aufgetaucht.

Gwyn erinnert sich, dass er von Hassan Bey gehört hat, dass solche Lindwürmer in der karthagischen Regio eine ziemliche Plage sind. Er vermutet, dass die ganzen Dinge mit ihm als „Propheten“ und der karthagischen Regio zusammenhängen.

Bevor er und Bernward aufbrechen können, um mit Hassan Bey zu reden, trifft ein Brief von Terminus im Bund ein. Der ist gerade in Ägypten und hat sich mit Nakatia überworfen, weil die a) bei den Friedhofshexern rumhängt und b) Dämonen beschwört.
Er ist gerade in Thetis mit irgendwelchen Verbündeten, die ihm erklärt haben, die Friedhofshexer wollten eine infernale Regio öffnen und teuflisches Gezücht auf die Menschheit loslassen. Eines dieser Wesen hat er schon bekämpft, einen schwarzen Lindwurm. Jedenfalls würde er sich über Hilfe freuen.

Na gut, das scheint alles irgendwie zusammenzugehören. Hassan Bey bestätigt, dass die Lindwürmer auch in der Regio öfter auftauchen, dass die magischen Auraschwankungen auch in Damaskus spürbar – nicht so stark wie in Serpentia, aber sie nehmen mit Gwyns Anwesenheit zu. Offenbar hat sein kurzer Tod in Venedig einiges losgetreten.

Also beschließt Gwyn, nach Ägypten zu reisen und mit Koremun, dem Anführer der karthagischen Befreiungsfront, zu reden. Der hält sich vermutlich in der Regio der Friedhofshexer (charmanterweise „der Friedhof“ genannt), auf. Da ist auch Nakatia, zumindest laut Terminus.
Bernward, Frederik und Padraig begleiten ihn, dazu Zaphira, Gwy und ein paar Grogs; außerdem schließen sich auch Yasher-Ra und Mika-Tanit an. Die sind schließlich nur wegen Gwyn da.

Die Reise nach Ägypten verläuft ohne Probleme. Dort wollen Mika-Tanit und Yasher-Ra sie zur Regio der Friedhofshexer (einfach „Friedhof“ genannt führen, aber unterwegs werden sie in einem ausgetrockneten Wadi von einer Sternenmagierin überfallen.
Bevor es jedoch zu größeren Verlusten kommen kann, erkennt Frederik Terminus, der die Sternenmagierin begleitet hat. Terminus erklärt, sie hätten sie angegriffen, weil sie mit Friedhofhexern unterwegs waren (die haben sich klugerweise zurückgezogen). Er lädt sie nach Thetis ein, wo sich die Gegner der Friedhofshexer sammeln.

Etwas widerstrebend gehen Bernward, Frederik und die anderen mit ihm mit. An die Sternenmagier haben sie keine so guten Erinnerungen.
In Thetis halten sich außer den Sternenmagiern auch noch einige Alchemisten aus Tripolis auf. Sie haben sich im Kampf gegen die Friedhofshexer verbündet. Außerdem ist außer Terminus noch ein hermetischer Magier anwesend: Cyon de Bresche, ebenfalls ein Tytalus. Ihm und seinen Sodalis sind die Serpentianer bereits bei der umgedrehten Pyramide über den Weg gelaufen, als die Sternenmagier ihn angeheuert haben, um Asineth zu befreien.

Terminus geht natürlich davon aus, dass die anderen Magier gekommen sind, um mit ihm gegen Nakatia und ihre dämonischen Verbündeten zu kämpfen. Allerdings gibt es relativ schnell Probleme, als die Überlebenden der Schlacht bei Serpentia hören, dass ihre alten Feinde hier sind – Cyon warnt Padraig, Bernward und die anderen, dass die vermutlich auf Rache aus sind, und hilft ihnen, Thetis fürs erste zu verlassen.

In der Wüste treffen die Serpentianer Yasher-Ra und Mika-Tanit wieder und erreichen den Friedhof ohne weitere Zwischenfälle.
Bei dem Friedhof handelt es sich nicht ausschließlich um einen Friedhof, sondern um eine große Regio, in der viele noch nach den alten Sitten der Ägypter leben. Allerdings gibt es hier eben den Kult der Friedhofshexer und eine riesige Nekropole, die um vieles größer ist als die Stadt der Sterblichen.

In der großen Pyramide des Friedhofs treffen sie schließlich Nakatia, Koremun (den Anführer der Karthager in dieser Welt) und Zafiras Mutter Terca. Die arbeitet jetzt mit den Friedhofshexern zusammen.

Bei einer großen Besprechung erfahren sie, dass die karthagische Regio demnächst zusammenbrechen wird. Wenn sie geöffnet und ihre Einwohner gerettet werden sollen, dann sollte das so schnell wie möglich passieren. Gwyn erklärt sich bereit, es zumindest zu versuchen – allerdings möchte er die Regio erst einmal anschauen, um einen geeigneten Evakuierungsplan aufzustellen. Tatsächlich wollen die Serpentianer aber erst mal wissen, was sie da auf die Welt loslassen würden.
Koremun ist einverstanden. Allerdings befindet sich der einzige Zugang, der richtig geöffnet werden kann, im alten Eshmun-Tempel in Karthago (oder in den Ruinen von Karthago). Dort ist mit Angriffen von Sternenmagiern und Alchemisten zu rechnen.

Die Lindwürmer tauchen allerdings überall dort auf, wo die Regio eine Verbindung zur sterblichen Welt hat – in der Nähe von Gwyn, oder dort, wo Koremuns Leute versucht haben, Ankersteine zu setzen, mit denen sie die Regio herunterziehen können. Dieser Plan wurde zwar aufgegeben, aber die Verbindung besteht nach wie vor.

Also geht die Reise weiter, diesmal mit einem fliegenden Artefaktschiff. Nakatia kommt nicht mit, die möchte lieber ihren Studien nachgehen, aber Koremun, Terca und viele der Friedhofshexer schließen sich an.
Unterwegs eröffnet Terca iher Tochter, welches Interesse sie eigentlich bei der Angelegenheit verfolgt: Aleyafur, die Blümchendämonin, ist an den giftigen Pflanzen der Regio interessiet und hätte gern eine davon. Die meisten Dämonen sind gegen infernale Gifte immun, aber gegen magische Gift (wie denen in der Regio) könnte das anders aussehen. Deswegen bittet sie Zafira, die Gwyn in die Regio begleiten wird, ihr eine Pflanze von dort mitzubringen.

In den Ruinen von Karthago lauern zwar schon die Sternenmagier und ihre Verbündeten, die Alchemisten, aber Koremun und seine Leute können Gwyn und die anderen zum alten Tempel bringen. Bevor Gwyn das Tor öffnet, müssen er und seine Begleiter Schutzkleidung anlegen; ansonsten würde die giftige Atmosphäre der Regio sie innerhalb von wenigen Stunden umbringen.

Gwyn gelingt es, das Tor zu öffnen. In der Regio wird er mit großer Freude begrüßt – er ist schließlich die einzige Hoffnung, die die Karthager haben. Die Regio selbst ist genauso lebensfeindlich wie geschildert: Alle Pflanzen sind giftig (auch wenn die meisten davon mittlerweile abgestorben sind), die Einwohner werden von giftigen Miasmen und Monstern geplagt und die Grenzen der Regio schrumpfen stärker und stärker zusammen. Am Horizont lauert das pure Chaos, aus dem die Monster geboren werden.

Die Königin von Karthago ist die Witwe des karthagischen Generals Hasdrubal, Eschmun-Belia. Sie ist mit ihrem Thron verschmolzen und kann ihn nicht mehr verlassen. Sie empfängt Gwyn und seine Begleiter und bittet sie, ihr Volk zu retten. Bei ihr ist auch Fabrizia, die einst mit Haidar – Hadrian – verheiratet war. Sie ist für die magische Technik hinter den Implantaten und Artefakten verantwortlich.

Nach einer kurzen Besprechung beschließen Gwyn und die anderen, die letzten Karthager aus der Regio zu führen. Diejenigen, die hauptsächlich für Kampf und Zerstörung geschaffen wurden und die am wenigsten menschlich sind, werden die Regio als erste verlassen und versuchen, die Sternenmagier und Alchemisten zu töten.

Es wird keine weitere Zeit verloren: Gwyn öffnet das Tor, Frederik und Bernward blocken die giftigen Dämpfe und Miasmen, sodass sie die Regio nicht verlassen können, während die Karthager hinausziehen. Draußen wie drinnen tobt eine heftige Schlacht – draußen gegen die Sternenmagier und Alchemisten, drinnen gegen die Monster, die das Tor entdeckt haben und nun ebenfalls hindurch wollen.
Bei den heftigen Kämpfen am Tor fällt Sven, während er die Magier beschützt.
Schließlich haben alle Karthager die Regio verlassen, es sind nur noch Monster da. Gwyn schwebt empor, um das Tor zu schließen, als ein monströser schwarzer Vogel auf ihn zufliegt. Aber es gelingt Padraig in letzter Sekunde, den Vogel mit einem illusionären Stein abzulenken – Gwyn schließt das Tor, der Vogel wird gespalten und die Regio sich selbst und dem endgültigen Zerfall überlassen.

Gwyn selbst ist bei dem Kampf um das Tor verletzt worden, aber die Karthager setzen ihm ein paar Metallteile in den Körper, und es geht ihm recht schnell wieder besser. So ganz geheuer ist ihm das allerdings nicht.

Schließlich sind alle Schlachten geschlagen und die Feinde der Karthager sind besiegt. Viele Kämpfer sind gefallen, darunter auch Fabrizia Aemiliana. Bei den heftigen Kämpfen am Tor hat auch Sven sein Leben gelassen. Terminus, der auf der Seite der Alchemisten gekämpft hat, wird sterbend auf dem Schlachtfeld gefunden, aber Frederik kann ihm das Leben retten.

Über 200 Karthager haben es aus der Regio geschafft. Wie viele von ihnen auf Dauer überleben können, ist ungewiss – viele der Implantate und Artefakte benötigen eine hohe magische Aura, um langfristig zu funktionieren. Gwyn beschließt, die Überlebenden zunächst zum Friedhof zu führen, wo es ja eine magische Aura gibt. Der Rest reist mit dem fliegenden Artefakt sofort zurück, da Frederik und Bernward wieder zurück nach Serpentia wollen.

Padraig möchte zunächst bei seinem Freund bleiben, aber Gwyn macht ihm klar, dass es eine Lebensaufgabe ist, auf die Karthager aufzupassen. Er denkt nicht, dass er nach Serpentia zurückkehren wird. Schweren Herzens nehmen die beiden Abschied voneinander – auch wenn Paddy darauf besteht, dass das kein Abschied für immer sein wird.

Beim Friedhof trennen sich Zafira und Terca, wobei Terca verspricht, ihre Tochter bald besuchen zu kommen. Zafira hat ihrer Mutter eine giftige Pflanze aus der Regio mitgebracht.

Frederik und Bernward haben Terminus mit nach Serpentia genommen. Der ist äußerst unglücklich darüber, dass die „infernalen“ Karthager die Regio verlassen haben. Er verlässt den Bund nach seiner Genesung.

View
Semper Vincit zu Besuch
Frühling 1212

Semper Vincit taucht im Bund auf. Er sieht sehr unwirklich aus – ein deutliches Zeichen dafür, dass er sich nahe am endgültigen Zwielicht befindet. Er erzählt eine merkwürdige Geschichte: Vor einigen Jahren ist er mit Connor Kerid und einigen anderen ja aufgebrochen, um eine „wichtige Sache“ zu erledigen. Bei dieser Sache, so sagt er, hat es sich um den Zeitenwandel gehandelt: Den Moment, in dem ein Erwählter entscheidet, welche der fünf Mächte (mundan, Magie, Hölle, Himmel, Feen) das nächste Zeitalter bestimmen wird.
Connor Kerid war der Erwählte, und bei ihm die Repräsentanten der fünf Mächte: Vanessa (die Tochter von Daowyn und Sean) für die Feen, Chaira Cassandra (die Tochter von Semper Vincit und Karen von Falkenau) für die Magie, Alexander (der Sohn von Gerwald und Evangelia) für den Himmel, Calida (die Ziehtochter von Ulf Ulrich) für die Hölle und Theophil (Sohn von Theobald) für die mundane Welt. Außerdem noch der Diener der Fünf Mächte, Meno aus Damaskus, und Semper Vincit als Zeuge der Ewigkeit.

Allerdings ist die Wahl diesmal schiefgelaufen: Nachdem alle Prüfungen bestanden worden waren, aber bevor Connor Kerid endlich die Wahl treffen sollte, hat Meno ihn umgebracht. Dabei hat Semper Vincit gesehen, dass er irgendwelche Artefaktteile an seinem Körper hatte – möglicherweise war er ein Karthager.
Nach diesem Mord ist ein heftiger Wirbelsturm losgebrochen, mit Blitz und Hagel. Semper Vincit ist der einzige, der das Unwetter überlebt hat.

Was jetzt genau passieren wird, kann er auch nicht sagen. Offensichtlich gibt es keine Kraft, die zur Zeit dominiert – das heißt möglicherweise, dass das Schicksal keinen Anker mehr hat und alle Prophezeiungen hinfällig sind, aber sicher ist er da nicht.
Nach kurzem Aufenthalt geht er durch das Hermesportal nach Al-Arama, kommt dort allerdings nicht an.

View
Herbst und Winter 1211 - Bundleben
Herbst / Winter 1211

Herbst 1211

Gwyn kopiert in al-Arama den Zauber „Wings of the Soaring Wind“. Es gelingt ihm, Jassira Ex Jerbiton ziemlich um den Finger zu wickeln – er muss nur einen Bauern Vis dafür zahlen.

Winter 1211

Im Winter brauen Imogen, Andrew, Frederik und Lacus einen Langlebigkeitstrank für Imogen.

View
Der getäuschte Richter
Herbst 1211

Der getäuschte Richter

Lacus, Frederik, Jochen, Ludwig, Samed, Deborah, Mohammed, Hamid

Ein Brief trifft in Serpentia ein: In Damaskus fragt jemand nach Hamid, wohl ein Händler aus der Familie Alessi. Nach etwas Chaos und einer Bundsitzung brechen diverse Leute nach Damaskus auf.

In Damaskus erzählt ihnen Leonie, dass ein gewisser Battista Alessi nach Hamid gefragt hat. Er ist wohl Händler und Kapitän aus Italien, begleitet von einigen Matrosen und einer merkwürdigen Gestalt. Offenbar will er etwas von Hamid über einen bestimmten Vorfall wissen.

Es herrscht außerdem einige Aufregung in der Stadt: Vor ca. einem Monat sind die Leichen von 13 Kindern gefunden worden, schrecklich zugerichtet und mißbraucht. Eigentlich wäre das auch nicht weiter aufgefallen, da es sich um Sklavenkinder oder Waisen gehandelt hat, aber eines der Sklavenkinder hat Gilad al-Usami gehört, und der hat massiv Stunk gemacht und dafür gesorgt, dass die Angelegenheit untersucht wird.

Von Leonie erfahren Frederik und Lacus, dass der Schuldige bereits erwischt wurde: Kadi Nasr at-Tafiri, der als gerechter Mann gilt, hat Umar al-Azaed aufgrund verschiedener Zeugenaussagen verurteilt. Frederik erkennt den Namen: Das ist einer seiner Neffen.

Am nächsten Tag stattet Frederik seinen Verwandten einen Besuch ab. Farid kann sich nicht vorstellen, dass Umar die Kinder getötet haben soll – er vermutet eine Intrige oder etwas ähnliches. Möglicherweise ist auch der Richter in irgendeiner Weise beeinflusst worden. Hamid erkennt den Namen eines Zeugen: Mukhtab abd al-Sata ist ein Tripolitaner, von dem er gehört hat, als er gerade einen Skandal um ein Bordell untersucht hat. Das war derselbe Fall, bei dem er den Ifrit Shirach verhaftet hat – der ist allerdings entkommen und hat Hamids Familie ermordet. Aber als er Hamid umbringen wollte, ging etwas schief, und Shirach hat sich selbst vernichtet. Dabei ist er selbst schwer verletzt worden, und hat schwere Narben übrig behalten.
Noch ist Umar nicht hingerichtet, weil vermutet wird, dass er noch einige Spießgesellen gehabt hat. Daher können die al-Azaed vermutlich morgen noch mal mit ihm reden.

Danach suchen sie Battista Alessi auf. Das ist ein relativ freundlicher Mensch, der von Hamid wissen will, ob der weiß, was mit Shirach passiert ist. Er hatte wohl einen Handel mit dem Ifrit, der ihm helfen wollte, ein bestimmtes Pech zu erhitzen. Das hat er irgendwo gefunden und will jetzt sein Schiff damit kalfatern. Er ist etwas enttäuscht, dass es Shirach nicht mehr gibt, aber Frederik bietet ihm an, ihn mit ein paar Djinnbeschwörern bekannt zu machen. Er scheint sich selbst auch mit Magie auszukennen, aber nicht unbedingt mit Ignem.

Als nächstes geht es zum Nordviertel, wo die Kinder gefunden wurden. Sie treffen dort zunächst Fatima, die Puffmutter eines heruntergekommenen Bordells – das ist aber immerhin diejenige, die Gilad informiert hat, dass eins der gefundenen Kinder sein Sklave war. Sie hat ein Holzbein.
Ein Kind namens Nin führt sie dann zu dem Grab. Dort entdeckt Mohammed ein Symbol, das Frederik schon aus dem Hexenhügel kennt. Ein Geist erzählt Lacus, dass eines Nachts drei Männer in schwarzen Kutten kamen, die hier die Kinderleichen abgeladen haben. Offenbar sind die Kinder woanders getötet worden.
Hassan Bey, der auch im Nordviertel lebt, wird auch besucht: Er hat nicht viel davon mitbekommen, aber sein Aura-Akkumulator zeigt an, dass die infernalen Kräfte im Nordviertel signifikant angestiegen sind.

Am Tor erfahren sie noch von den Torwachen, dass die drei Männer in den Kutten hier durchgekommen sind, einen damaszenischen Dialekt gesprochen haben.

Die Nacht vergeht ruhig. Am nächsten Morgen können sie Umar besuchen. Der ist sehr verängstigt und versichert unter Tränen, dass er nichts mit dem Tod der Kinder zu tun hat. Er weiß gar nicht, wie die Zeugen darauf kommen und was der Kadi gegen ihn hat.
Allerdings gibt es da möglicherweise eine Sache, die er aufgespürt hat: Der jüngere Bruder seine Freundes Asif al-Athiri war unlängst in einer Klinik, die schwierige Kinder behandelt, weil er viele Probleme gemacht hat. Nach diesem Aufenthalt war er sehr brav und gehorsam, aber auch zutiefst verängstigt. Umar und Asif haben herumgefragt und wollten sich auch die Klinik einmal ansehen, aber vorher ist Umar bereits verhaftet worden. Diese merkwürdige Klinik wird von einem tripolitanischen Arzt namens Ibn Barka geleitet. Hamid hat schon von ihm gehört, aber eigentlich nur, dass er mal Kontakt zu den Alchemisten hatte – über seine medizinischen Fähigkeiten ist nicht viel gesprochen worden.
Dann müssen sie gehen und Umar allein lassen. Frederik versichert seinem Verwandten, dass er alles versuchen wird, um ihm zu helfen.

Danach trennen sich die Wege: Frederik, Lacus, Deborah und die Grogs besuchen Gilad, während Mohammed und Samed zu dem Kadi Nasr at-Tafiri gehen, um mit ihm zu reden.
Bei Gilad erfahren sie, dass der ermordete Kleine der Sohn der Sklavin Atira war und dass ihn Fatima über seinen Tod informiert hat. Die Sache hat ihn ziemlich aufgeregt.
Immerhin fällt in seinem Haus auf, dass der Prunk tatsächlich etwas abgenommen hat. Sogar den Panther hat er freigelassen. Bruno hatte ihm gesagt, dass das Tier in dem Käfig nicht recht glücklich ist.

Mohammed trifft seinen alten Freund Nasr. Ihm fällt auch, dass der Kadi ein Augenglas an seiner Schärpe hängen hat, das er immer wieder anfasst. Beim Gespräch erfährt er, dass Nasr sein Urteil über Umar recht schnell und entschlossen gefällt hat, weil der junge Mann ein „abscheuliches Monster“ wäre. Dann greift er kurz nach seinem Augenglas und schaut hindurch. Dazu murmelt er einen kurzen Spruch.
Bei Mohammed scheint ihm nichts aufzufallen, aber als er später Samed anschaut, verzieht sich sein Gesicht kurz. Unter vier Augen warnt er Mohammed, Samed nicht zu trauen, der wäre „böse“.
Außerdem kündigt er an, sich in den nächsten Tagen die Familie al-Azaed mal anschauen zu werden.

Sie treffen sich alle im Stadthaus wieder. Frederik erkennt die Sprache, in der Nasr die Formel für das Augenglas gesprochen hat: Die hat er im Hexenhügel schon mal gehört. Offenbar handelt es sich bei dem Augenglas um ein infernales Artefakt, das ihn zu falschen Urteilen treibt.

Jetzt haben sie zwei Probleme: Die Kinderklinik und das Augenglas.

Zunächst wollen sie sich um das Augenglas kümmern, weil sich Frederik um seine Familie Sorgen macht. Nach kurzer Debatte mit Mohammed verspricht Samed ihm, den Richter nicht zu bestehlen, und bricht dann mit den anderen auf, um das Augenglas zu klauen.
Sie versuchen, ihn auf dem Heimweg abzufangen, aber er ist zu aufmerksam – Samed wagt es nicht, ihn zu bestehlen. Unterwegs verliert dann auch noch Deborah ihren Geldbeutel (oder er wird gestohlen).

Immerhin bemerkt Ludwig, dass sie verfolgt werden, und zwar von einem Seemann. Hamid fängt den Mann ab, der behauptet, er hätte nur die Große Moschee sehen wollen. Er versucht auch, Hamid zu einem Tee einzuladen, aber das lehnt der ab.

Am nächsten Tag sprechen Mohammed und Samed mit den Schülern des Kadi. Die sind zwar eigentlich schon überzeugt von seinen Urteilen, aber es gibt auch bei einigen Zweifel, weil der Urteilsspruch recht schnell gefällt wurde. Auch ein anderes Urteil in den letzten Tagen erschien recht willkürlich.
Das Augenglas wurde dem Kadi bei einer Feier von Ibn Barka geschenkt, als Anerkennung, weil er ja nicht mehr so gut lesen kann.

In der Zwischenzeit unterhalten sich Frederik, Lacus und Hamid mit der Schwester von Asif, Umars Freund. Die erzählt, dass Umar und Asif sich Sorgen gemacht haben wegen den Kindern, die in der Klinik waren. Die meisten Eltern sind ganz zufrieden, aber sie kennt zumindest eine al-Usami, die nicht so glücklich damit ist, was ihrer Nichte da passiert ist. Umars Freund Asif hat sich bereits auf den Weg zur Klinik gemacht, ist aber schon zwei Tage weg.

Frederik und die anderen treffen sich mit dieser Frau, Chada al-Usami. Die kennt sich gut mit Kräutern aus, erzählt aber, dass ihre Nichte Süleyma schwere Alpträume hat, gegen die auch starke Kräutertees nicht helfen. Sie kennt übrigens Battista Alessi.

Bei dem Gespräch mit dem Mädchen finden sie heraus, dass die Kleine Berührungen scheut und vollkommen verängstigt ist. Frederik befragt sie mit Magie und findet heraus, dass das Mädchen in dieser Kinderklinik von einem oder mehreren Erwachsenen mißbraucht wurde.

Alle treffen sich wieder und beschließen, sich diese Klinik anzusehen. Sie beobachten sie eine Nacht lang, können aber nichts weiter feststellen. Allerdings beobachten sie zwei Männer, die früh am Morgen von der Klinik wegreisen. Mohammed sieht das Gesicht des jüngeren Mannes (ausgerechnet ein Verwandter der al-Azaeds), und Samed gelingt es, vom Pferd des anderen eine Verbindung zu bekommen.

In Damaskus stellen sie den jungen al-Azaed zur Rede. Er versucht zwar, zu fliehen, wird aber von seinen Verwandten aufgehalten. Nach kurzer Befragung gesteht er, dass die Kinderklinik eine Art Bordell für Personen mit „besonderem Geschmack“ ist. Von dämonistischen Umtrieben hat er nicht viel mitbekommen, aber es gibt einen Raum im Keller, in den man ihn nicht gelassen hat. Er kann außerdem die Namen einiger anderer Besucher nennen.

Während Hassan al-Azaed losgeht, um den Sultan von diesem Umtrieben in Kenntnis zu setzen, wollen sich Lacus, Frederik und die anderen um den Kadi kümmern. Der ist schon seit zwei Wochen nicht mehr zum Freitagsgebet in der Omayyaden-Moschee erschienen – zweimal wegen dummer Zufälle. Allerdings dürfte ein infernales Artefakt den Aufenthalt in der Moschee vermutlich nicht überstehen.

Auf dem Weg zum Kadi stellen die Serpentianer fest, dass es in der Stadt zu ungewöhnlich vielen Unglücksfällen kommt. Ganz verschiedene Leute scheinen ungewöhnlich viel Pech zu haben.

Nach kurzem Gespräch überredet Mohammed den Kadi, mit in die Moschee zu kommen. Es passieren zwar unterwegs noch ein paar Mißgeschicke, die Nasr fast abgelenkt hätten, aber sie können ihn schließlich hineinbringen. Dort zerspringt das Augenglas, als Mohammed ein Gebet anstimmt, und ein faulig riechender Dampf steigt auf. Der Kadi ist entsetzt, dass er sich von so einem Artefakt hat täuschen lassen – denn er hat Umar nur so rasch verurteilt, weil er durch das Glas geschaut und ein Monster gesehen hat.

Die al-Azaeds versammeln ihre Kräfte und beschließen, nicht abzuwarten, bis der Sultan einen Einsatztrupp schickt, sondern die Klinik noch am Abend anzugreifen. Immerhin ist die Nichte eines al-Azaeds dort untergebracht. Frederik und die anderen kommen selbstvertständlich mit.

Mohammed, Lacus und die anderen sind die ersten, die in dem Haus in den Keller stürmen. Dabei kommt es zum Kampf mit einem Dämon mit extrem scharfen Fingernägeln. Hinter diesem Dämon ist ein Ritualraum, in dem sieben Männer mit Kapuzen hinter sieben Kindern knien und ihnen ein Messer an die Kehle halten. Ganz vorn ist ein Altar, auf den ein junger Mann (vermutlich Asif) gefesselt ist. Hinter ihm steht der Ritualführer, vermutlich Ibn Barka selbst.

Im Kampf mit dem Dämon fällt Mohammed, aber während er die Kreatur aufhält, können die anderen die Ritualführer angreifen. Diese sind völlig in das Ritual vertieft und wehren sich nicht, als Hamid und Samed die Kinder von ihnen wegziehen, auch dann nicht, als sie selbst getötet werden.
Ibn Barka hingegen stärkt sich mit der Lebenskraft von Asif, daher machen ihm die Pfeile, die Deborah auf ihn abschießt, nicht viel aus. Das ändert sich, als Samed kurzerhand Asif die Kehle durchschneidet und Ibn Barka so seiner Kraftquelle beraubt. Der Dämonist versucht, zu fliehen, wird aber gestellt und getötet.

Die Entdeckung, was in der Klinik passiert ist, versetzt viele der Eltern in großes Entsetzen. Die Einrichtung wird sofort geschlossen, und wenn auch die meisten Eltern wütend auf die Täter sind, gibt es auch einige, die ihre Kinder verstoßen, weil sie nicht mehr unberührt sind. Kadi Nasr legt sein Amt nieder, weil er sich nach der infernalen Täuschung nicht mehr würdig fühlt, und nimmt sich der verstoßenen Kinder an.

Viele der „Kunden“ der Klinik werden festgenommen. Dabei kommt auch heraus, dass die Morde an den 13 Kindern aus dem Nordviertel auf Ibn Barkas Konto gehen. Umar wird umgehend freigelassen.

Allerdings hat sich in der Nacht, als die Klinik befreit wurde, noch etwas ereignet: Battista Alessi hat an einem Platz in Damaskus eine merkwürdige Beschwörung durchgeführt. Welchen Zweck sie hatte, ist nicht klar, aber alle Häuser und der Boden an diesem Platz sind mit inferrnalen Pech überzogen. Alessi selbst hat nach dieser Sache Damaskus verlassen.

Frederik und Lacus hatten vor dem Angriff auf die Klinik schon im Bund über die dämonistischen Umtriebe Bescheid gegeben, daher sind Andrew und Rhys auch in die Stadt geeilt. Die beiden kommen zwar zu spät, aber sie können bei der Reinigung des Platzes vom Pech helfen.

View

I'm sorry, but we no longer support this web browser. Please upgrade your browser or install Chrome or Firefox to enjoy the full functionality of this site.