Serpentia

Bundleben Sommer 1212
Sommer 1212

Anfang Sommer heiraten Michele und Zafira. Es gibt – wie nicht anders zu erwarten – ein großes Fest, bei dem auch Terca, Zafiras Mutter, kurz vorbei schaut.

View
Die Erlösung Karthagos
Frühling 1212

Bernward, Aaron, Frederik, Jochen, Gwyn, Paddy, Sven, Marit, Gwyweredd, Zafira

Im Frühling kommt ein Dörfler zum Bund: Sein Hof ist von einem Monster angegriffen worden – er vermutet einen Dämon. Rhys macht sich mit ein paar anderen auf die Jagd. Das Monster ist recht schnell gefunden und erlegt, allerdings handelt es sich nicht um einen Dämon, sondern um ein magisches Wesen, eine Art Lindwurm.

Auch die beiden Friedhofshexer Yasher-Ra und Mika-Tanit sind da, um das Monster zu bekämpfen. Sie haben vor ein paar Wochen schon einmal so einen Lindwurm erschlagen, allerdings war der kleiner.
In der Höhle, in der der Lindwurm gehaust hat, findet Rhys einen magischen Riß, aus dem das Monster vermutlich kam. Er schließt ihn zunächst.

Bernward ist im Bund allerdings schon seit mehreren Monaten aufgefallen, dass die Aura stark schwankt. Seine Untersuchungen haben ergeben, dass diese Störungen irgendwie mit Gwyn zu tun haben – die Sache fing wahrscheinlich genau dann an, als Gwyn in Venedig für ein paar Sekunden tot war. Gwyn selbst weiß nicht, was das Ganze soll.
Allerdings gibt es einen Zusammenhang mit dem Lindwurm: Vor einigen Tagen gab es eine besonders starke Schwankung in der Aura, und genau zu diesem Zeitpunkt ist der Lindwurm aufgetaucht.

Gwyn erinnert sich, dass er von Hassan Bey gehört hat, dass solche Lindwürmer in der karthagischen Regio eine ziemliche Plage sind. Er vermutet, dass die ganzen Dinge mit ihm als „Propheten“ und der karthagischen Regio zusammenhängen.

Bevor er und Bernward aufbrechen können, um mit Hassan Bey zu reden, trifft ein Brief von Terminus im Bund ein. Der ist gerade in Ägypten und hat sich mit Nakatia überworfen, weil die a) bei den Friedhofshexern rumhängt und b) Dämonen beschwört.
Er ist gerade in Thetis mit irgendwelchen Verbündeten, die ihm erklärt haben, die Friedhofshexer wollten eine infernale Regio öffnen und teuflisches Gezücht auf die Menschheit loslassen. Eines dieser Wesen hat er schon bekämpft, einen schwarzen Lindwurm. Jedenfalls würde er sich über Hilfe freuen.

Na gut, das scheint alles irgendwie zusammenzugehören. Hassan Bey bestätigt, dass die Lindwürmer auch in der Regio öfter auftauchen, dass die magischen Auraschwankungen auch in Damaskus spürbar – nicht so stark wie in Serpentia, aber sie nehmen mit Gwyns Anwesenheit zu. Offenbar hat sein kurzer Tod in Venedig einiges losgetreten.

Also beschließt Gwyn, nach Ägypten zu reisen und mit Koremun, dem Anführer der karthagischen Befreiungsfront, zu reden. Der hält sich vermutlich in der Regio der Friedhofshexer (charmanterweise „der Friedhof“ genannt), auf. Da ist auch Nakatia, zumindest laut Terminus.
Bernward, Frederik und Padraig begleiten ihn, dazu Zaphira, Gwy und ein paar Grogs; außerdem schließen sich auch Yasher-Ra und Mika-Tanit an. Die sind schließlich nur wegen Gwyn da.

Die Reise nach Ägypten verläuft ohne Probleme. Dort wollen Mika-Tanit und Yasher-Ra sie zur Regio der Friedhofshexer (einfach „Friedhof“ genannt führen, aber unterwegs werden sie in einem ausgetrockneten Wadi von einer Sternenmagierin überfallen.
Bevor es jedoch zu größeren Verlusten kommen kann, erkennt Frederik Terminus, der die Sternenmagierin begleitet hat. Terminus erklärt, sie hätten sie angegriffen, weil sie mit Friedhofhexern unterwegs waren (die haben sich klugerweise zurückgezogen). Er lädt sie nach Thetis ein, wo sich die Gegner der Friedhofshexer sammeln.

Etwas widerstrebend gehen Bernward, Frederik und die anderen mit ihm mit. An die Sternenmagier haben sie keine so guten Erinnerungen.
In Thetis halten sich außer den Sternenmagiern auch noch einige Alchemisten aus Tripolis auf. Sie haben sich im Kampf gegen die Friedhofshexer verbündet. Außerdem ist außer Terminus noch ein hermetischer Magier anwesend: Cyon de Bresche, ebenfalls ein Tytalus. Ihm und seinen Sodalis sind die Serpentianer bereits bei der umgedrehten Pyramide über den Weg gelaufen, als die Sternenmagier ihn angeheuert haben, um Asineth zu befreien.

Terminus geht natürlich davon aus, dass die anderen Magier gekommen sind, um mit ihm gegen Nakatia und ihre dämonischen Verbündeten zu kämpfen. Allerdings gibt es relativ schnell Probleme, als die Überlebenden der Schlacht bei Serpentia hören, dass ihre alten Feinde hier sind – Cyon warnt Padraig, Bernward und die anderen, dass die vermutlich auf Rache aus sind, und hilft ihnen, Thetis fürs erste zu verlassen.

In der Wüste treffen die Serpentianer Yasher-Ra und Mika-Tanit wieder und erreichen den Friedhof ohne weitere Zwischenfälle.
Bei dem Friedhof handelt es sich nicht ausschließlich um einen Friedhof, sondern um eine große Regio, in der viele noch nach den alten Sitten der Ägypter leben. Allerdings gibt es hier eben den Kult der Friedhofshexer und eine riesige Nekropole, die um vieles größer ist als die Stadt der Sterblichen.

In der großen Pyramide des Friedhofs treffen sie schließlich Nakatia, Koremun (den Anführer der Karthager in dieser Welt) und Zafiras Mutter Terca. Die arbeitet jetzt mit den Friedhofshexern zusammen.

Bei einer großen Besprechung erfahren sie, dass die karthagische Regio demnächst zusammenbrechen wird. Wenn sie geöffnet und ihre Einwohner gerettet werden sollen, dann sollte das so schnell wie möglich passieren. Gwyn erklärt sich bereit, es zumindest zu versuchen – allerdings möchte er die Regio erst einmal anschauen, um einen geeigneten Evakuierungsplan aufzustellen. Tatsächlich wollen die Serpentianer aber erst mal wissen, was sie da auf die Welt loslassen würden.
Koremun ist einverstanden. Allerdings befindet sich der einzige Zugang, der richtig geöffnet werden kann, im alten Eshmun-Tempel in Karthago (oder in den Ruinen von Karthago). Dort ist mit Angriffen von Sternenmagiern und Alchemisten zu rechnen.

Die Lindwürmer tauchen allerdings überall dort auf, wo die Regio eine Verbindung zur sterblichen Welt hat – in der Nähe von Gwyn, oder dort, wo Koremuns Leute versucht haben, Ankersteine zu setzen, mit denen sie die Regio herunterziehen können. Dieser Plan wurde zwar aufgegeben, aber die Verbindung besteht nach wie vor.

Also geht die Reise weiter, diesmal mit einem fliegenden Artefaktschiff. Nakatia kommt nicht mit, die möchte lieber ihren Studien nachgehen, aber Koremun, Terca und viele der Friedhofshexer schließen sich an.
Unterwegs eröffnet Terca iher Tochter, welches Interesse sie eigentlich bei der Angelegenheit verfolgt: Aleyafur, die Blümchendämonin, ist an den giftigen Pflanzen der Regio interessiet und hätte gern eine davon. Die meisten Dämonen sind gegen infernale Gifte immun, aber gegen magische Gift (wie denen in der Regio) könnte das anders aussehen. Deswegen bittet sie Zafira, die Gwyn in die Regio begleiten wird, ihr eine Pflanze von dort mitzubringen.

In den Ruinen von Karthago lauern zwar schon die Sternenmagier und ihre Verbündeten, die Alchemisten, aber Koremun und seine Leute können Gwyn und die anderen zum alten Tempel bringen. Bevor Gwyn das Tor öffnet, müssen er und seine Begleiter Schutzkleidung anlegen; ansonsten würde die giftige Atmosphäre der Regio sie innerhalb von wenigen Stunden umbringen.

Gwyn gelingt es, das Tor zu öffnen. In der Regio wird er mit großer Freude begrüßt – er ist schließlich die einzige Hoffnung, die die Karthager haben. Die Regio selbst ist genauso lebensfeindlich wie geschildert: Alle Pflanzen sind giftig (auch wenn die meisten davon mittlerweile abgestorben sind), die Einwohner werden von giftigen Miasmen und Monstern geplagt und die Grenzen der Regio schrumpfen stärker und stärker zusammen. Am Horizont lauert das pure Chaos, aus dem die Monster geboren werden.

Die Königin von Karthago ist die Witwe des karthagischen Generals Hasdrubal, Eschmun-Belia. Sie ist mit ihrem Thron verschmolzen und kann ihn nicht mehr verlassen. Sie empfängt Gwyn und seine Begleiter und bittet sie, ihr Volk zu retten. Bei ihr ist auch Fabrizia, die einst mit Haidar – Hadrian – verheiratet war. Sie ist für die magische Technik hinter den Implantaten und Artefakten verantwortlich.

Nach einer kurzen Besprechung beschließen Gwyn und die anderen, die letzten Karthager aus der Regio zu führen. Diejenigen, die hauptsächlich für Kampf und Zerstörung geschaffen wurden und die am wenigsten menschlich sind, werden die Regio als erste verlassen und versuchen, die Sternenmagier und Alchemisten zu töten.

Es wird keine weitere Zeit verloren: Gwyn öffnet das Tor, Frederik und Bernward blocken die giftigen Dämpfe und Miasmen, sodass sie die Regio nicht verlassen können, während die Karthager hinausziehen. Draußen wie drinnen tobt eine heftige Schlacht – draußen gegen die Sternenmagier und Alchemisten, drinnen gegen die Monster, die das Tor entdeckt haben und nun ebenfalls hindurch wollen.
Bei den heftigen Kämpfen am Tor fällt Sven, während er die Magier beschützt.
Schließlich haben alle Karthager die Regio verlassen, es sind nur noch Monster da. Gwyn schwebt empor, um das Tor zu schließen, als ein monströser schwarzer Vogel auf ihn zufliegt. Aber es gelingt Padraig in letzter Sekunde, den Vogel mit einem illusionären Stein abzulenken – Gwyn schließt das Tor, der Vogel wird gespalten und die Regio sich selbst und dem endgültigen Zerfall überlassen.

Gwyn selbst ist bei dem Kampf um das Tor verletzt worden, aber die Karthager setzen ihm ein paar Metallteile in den Körper, und es geht ihm recht schnell wieder besser. So ganz geheuer ist ihm das allerdings nicht.

Schließlich sind alle Schlachten geschlagen und die Feinde der Karthager sind besiegt. Viele Kämpfer sind gefallen, darunter auch Fabrizia Aemiliana. Bei den heftigen Kämpfen am Tor hat auch Sven sein Leben gelassen. Terminus, der auf der Seite der Alchemisten gekämpft hat, wird sterbend auf dem Schlachtfeld gefunden, aber Frederik kann ihm das Leben retten.

Über 200 Karthager haben es aus der Regio geschafft. Wie viele von ihnen auf Dauer überleben können, ist ungewiss – viele der Implantate und Artefakte benötigen eine hohe magische Aura, um langfristig zu funktionieren. Gwyn beschließt, die Überlebenden zunächst zum Friedhof zu führen, wo es ja eine magische Aura gibt. Der Rest reist mit dem fliegenden Artefakt sofort zurück, da Frederik und Bernward wieder zurück nach Serpentia wollen.

Padraig möchte zunächst bei seinem Freund bleiben, aber Gwyn macht ihm klar, dass es eine Lebensaufgabe ist, auf die Karthager aufzupassen. Er denkt nicht, dass er nach Serpentia zurückkehren wird. Schweren Herzens nehmen die beiden Abschied voneinander – auch wenn Paddy darauf besteht, dass das kein Abschied für immer sein wird.

Beim Friedhof trennen sich Zafira und Terca, wobei Terca verspricht, ihre Tochter bald besuchen zu kommen. Zafira hat ihrer Mutter eine giftige Pflanze aus der Regio mitgebracht.

Frederik und Bernward haben Terminus mit nach Serpentia genommen. Der ist äußerst unglücklich darüber, dass die „infernalen“ Karthager die Regio verlassen haben. Er verlässt den Bund nach seiner Genesung.

View
Semper Vincit zu Besuch
Frühling 1212

Semper Vincit taucht im Bund auf. Er sieht sehr unwirklich aus – ein deutliches Zeichen dafür, dass er sich nahe am endgültigen Zwielicht befindet. Er erzählt eine merkwürdige Geschichte: Vor einigen Jahren ist er mit Connor Kerid und einigen anderen ja aufgebrochen, um eine „wichtige Sache“ zu erledigen. Bei dieser Sache, so sagt er, hat es sich um den Zeitenwandel gehandelt: Den Moment, in dem ein Erwählter entscheidet, welche der fünf Mächte (mundan, Magie, Hölle, Himmel, Feen) das nächste Zeitalter bestimmen wird.
Connor Kerid war der Erwählte, und bei ihm die Repräsentanten der fünf Mächte: Vanessa (die Tochter von Daowyn und Sean) für die Feen, Chaira Cassandra (die Tochter von Semper Vincit und Karen von Falkenau) für die Magie, Alexander (der Sohn von Gerwald und Evangelia) für den Himmel, Calida (die Ziehtochter von Ulf Ulrich) für die Hölle und Theophil (Sohn von Theobald) für die mundane Welt. Außerdem noch der Diener der Fünf Mächte, Meno aus Damaskus, und Semper Vincit als Zeuge der Ewigkeit.

Allerdings ist die Wahl diesmal schiefgelaufen: Nachdem alle Prüfungen bestanden worden waren, aber bevor Connor Kerid endlich die Wahl treffen sollte, hat Meno ihn umgebracht. Dabei hat Semper Vincit gesehen, dass er irgendwelche Artefaktteile an seinem Körper hatte – möglicherweise war er ein Karthager.
Nach diesem Mord ist ein heftiger Wirbelsturm losgebrochen, mit Blitz und Hagel. Semper Vincit ist der einzige, der das Unwetter überlebt hat.

Was jetzt genau passieren wird, kann er auch nicht sagen. Offensichtlich gibt es keine Kraft, die zur Zeit dominiert – das heißt möglicherweise, dass das Schicksal keinen Anker mehr hat und alle Prophezeiungen hinfällig sind, aber sicher ist er da nicht.
Nach kurzem Aufenthalt geht er durch das Hermesportal nach Al-Arama, kommt dort allerdings nicht an.

View
Herbst und Winter 1211 - Bundleben
Herbst / Winter 1211

Herbst 1211

Gwyn kopiert in al-Arama den Zauber „Wings of the Soaring Wind“. Es gelingt ihm, Jassira Ex Jerbiton ziemlich um den Finger zu wickeln – er muss nur einen Bauern Vis dafür zahlen.

Winter 1211

Im Winter brauen Imogen, Andrew, Frederik und Lacus einen Langlebigkeitstrank für Imogen.

View
Der getäuschte Richter
Herbst 1211

Der getäuschte Richter

Lacus, Frederik, Jochen, Ludwig, Samed, Deborah, Mohammed, Hamid

Ein Brief trifft in Serpentia ein: In Damaskus fragt jemand nach Hamid, wohl ein Händler aus der Familie Alessi. Nach etwas Chaos und einer Bundsitzung brechen diverse Leute nach Damaskus auf.

In Damaskus erzählt ihnen Leonie, dass ein gewisser Battista Alessi nach Hamid gefragt hat. Er ist wohl Händler und Kapitän aus Italien, begleitet von einigen Matrosen und einer merkwürdigen Gestalt. Offenbar will er etwas von Hamid über einen bestimmten Vorfall wissen.

Es herrscht außerdem einige Aufregung in der Stadt: Vor ca. einem Monat sind die Leichen von 13 Kindern gefunden worden, schrecklich zugerichtet und mißbraucht. Eigentlich wäre das auch nicht weiter aufgefallen, da es sich um Sklavenkinder oder Waisen gehandelt hat, aber eines der Sklavenkinder hat Gilad al-Usami gehört, und der hat massiv Stunk gemacht und dafür gesorgt, dass die Angelegenheit untersucht wird.

Von Leonie erfahren Frederik und Lacus, dass der Schuldige bereits erwischt wurde: Kadi Nasr at-Tafiri, der als gerechter Mann gilt, hat Umar al-Azaed aufgrund verschiedener Zeugenaussagen verurteilt. Frederik erkennt den Namen: Das ist einer seiner Neffen.

Am nächsten Tag stattet Frederik seinen Verwandten einen Besuch ab. Farid kann sich nicht vorstellen, dass Umar die Kinder getötet haben soll – er vermutet eine Intrige oder etwas ähnliches. Möglicherweise ist auch der Richter in irgendeiner Weise beeinflusst worden. Hamid erkennt den Namen eines Zeugen: Mukhtab abd al-Sata ist ein Tripolitaner, von dem er gehört hat, als er gerade einen Skandal um ein Bordell untersucht hat. Das war derselbe Fall, bei dem er den Ifrit Shirach verhaftet hat – der ist allerdings entkommen und hat Hamids Familie ermordet. Aber als er Hamid umbringen wollte, ging etwas schief, und Shirach hat sich selbst vernichtet. Dabei ist er selbst schwer verletzt worden, und hat schwere Narben übrig behalten.
Noch ist Umar nicht hingerichtet, weil vermutet wird, dass er noch einige Spießgesellen gehabt hat. Daher können die al-Azaed vermutlich morgen noch mal mit ihm reden.

Danach suchen sie Battista Alessi auf. Das ist ein relativ freundlicher Mensch, der von Hamid wissen will, ob der weiß, was mit Shirach passiert ist. Er hatte wohl einen Handel mit dem Ifrit, der ihm helfen wollte, ein bestimmtes Pech zu erhitzen. Das hat er irgendwo gefunden und will jetzt sein Schiff damit kalfatern. Er ist etwas enttäuscht, dass es Shirach nicht mehr gibt, aber Frederik bietet ihm an, ihn mit ein paar Djinnbeschwörern bekannt zu machen. Er scheint sich selbst auch mit Magie auszukennen, aber nicht unbedingt mit Ignem.

Als nächstes geht es zum Nordviertel, wo die Kinder gefunden wurden. Sie treffen dort zunächst Fatima, die Puffmutter eines heruntergekommenen Bordells – das ist aber immerhin diejenige, die Gilad informiert hat, dass eins der gefundenen Kinder sein Sklave war. Sie hat ein Holzbein.
Ein Kind namens Nin führt sie dann zu dem Grab. Dort entdeckt Mohammed ein Symbol, das Frederik schon aus dem Hexenhügel kennt. Ein Geist erzählt Lacus, dass eines Nachts drei Männer in schwarzen Kutten kamen, die hier die Kinderleichen abgeladen haben. Offenbar sind die Kinder woanders getötet worden.
Hassan Bey, der auch im Nordviertel lebt, wird auch besucht: Er hat nicht viel davon mitbekommen, aber sein Aura-Akkumulator zeigt an, dass die infernalen Kräfte im Nordviertel signifikant angestiegen sind.

Am Tor erfahren sie noch von den Torwachen, dass die drei Männer in den Kutten hier durchgekommen sind, einen damaszenischen Dialekt gesprochen haben.

Die Nacht vergeht ruhig. Am nächsten Morgen können sie Umar besuchen. Der ist sehr verängstigt und versichert unter Tränen, dass er nichts mit dem Tod der Kinder zu tun hat. Er weiß gar nicht, wie die Zeugen darauf kommen und was der Kadi gegen ihn hat.
Allerdings gibt es da möglicherweise eine Sache, die er aufgespürt hat: Der jüngere Bruder seine Freundes Asif al-Athiri war unlängst in einer Klinik, die schwierige Kinder behandelt, weil er viele Probleme gemacht hat. Nach diesem Aufenthalt war er sehr brav und gehorsam, aber auch zutiefst verängstigt. Umar und Asif haben herumgefragt und wollten sich auch die Klinik einmal ansehen, aber vorher ist Umar bereits verhaftet worden. Diese merkwürdige Klinik wird von einem tripolitanischen Arzt namens Ibn Barka geleitet. Hamid hat schon von ihm gehört, aber eigentlich nur, dass er mal Kontakt zu den Alchemisten hatte – über seine medizinischen Fähigkeiten ist nicht viel gesprochen worden.
Dann müssen sie gehen und Umar allein lassen. Frederik versichert seinem Verwandten, dass er alles versuchen wird, um ihm zu helfen.

Danach trennen sich die Wege: Frederik, Lacus, Deborah und die Grogs besuchen Gilad, während Mohammed und Samed zu dem Kadi Nasr at-Tafiri gehen, um mit ihm zu reden.
Bei Gilad erfahren sie, dass der ermordete Kleine der Sohn der Sklavin Atira war und dass ihn Fatima über seinen Tod informiert hat. Die Sache hat ihn ziemlich aufgeregt.
Immerhin fällt in seinem Haus auf, dass der Prunk tatsächlich etwas abgenommen hat. Sogar den Panther hat er freigelassen. Bruno hatte ihm gesagt, dass das Tier in dem Käfig nicht recht glücklich ist.

Mohammed trifft seinen alten Freund Nasr. Ihm fällt auch, dass der Kadi ein Augenglas an seiner Schärpe hängen hat, das er immer wieder anfasst. Beim Gespräch erfährt er, dass Nasr sein Urteil über Umar recht schnell und entschlossen gefällt hat, weil der junge Mann ein „abscheuliches Monster“ wäre. Dann greift er kurz nach seinem Augenglas und schaut hindurch. Dazu murmelt er einen kurzen Spruch.
Bei Mohammed scheint ihm nichts aufzufallen, aber als er später Samed anschaut, verzieht sich sein Gesicht kurz. Unter vier Augen warnt er Mohammed, Samed nicht zu trauen, der wäre „böse“.
Außerdem kündigt er an, sich in den nächsten Tagen die Familie al-Azaed mal anschauen zu werden.

Sie treffen sich alle im Stadthaus wieder. Frederik erkennt die Sprache, in der Nasr die Formel für das Augenglas gesprochen hat: Die hat er im Hexenhügel schon mal gehört. Offenbar handelt es sich bei dem Augenglas um ein infernales Artefakt, das ihn zu falschen Urteilen treibt.

Jetzt haben sie zwei Probleme: Die Kinderklinik und das Augenglas.

Zunächst wollen sie sich um das Augenglas kümmern, weil sich Frederik um seine Familie Sorgen macht. Nach kurzer Debatte mit Mohammed verspricht Samed ihm, den Richter nicht zu bestehlen, und bricht dann mit den anderen auf, um das Augenglas zu klauen.
Sie versuchen, ihn auf dem Heimweg abzufangen, aber er ist zu aufmerksam – Samed wagt es nicht, ihn zu bestehlen. Unterwegs verliert dann auch noch Deborah ihren Geldbeutel (oder er wird gestohlen).

Immerhin bemerkt Ludwig, dass sie verfolgt werden, und zwar von einem Seemann. Hamid fängt den Mann ab, der behauptet, er hätte nur die Große Moschee sehen wollen. Er versucht auch, Hamid zu einem Tee einzuladen, aber das lehnt der ab.

Am nächsten Tag sprechen Mohammed und Samed mit den Schülern des Kadi. Die sind zwar eigentlich schon überzeugt von seinen Urteilen, aber es gibt auch bei einigen Zweifel, weil der Urteilsspruch recht schnell gefällt wurde. Auch ein anderes Urteil in den letzten Tagen erschien recht willkürlich.
Das Augenglas wurde dem Kadi bei einer Feier von Ibn Barka geschenkt, als Anerkennung, weil er ja nicht mehr so gut lesen kann.

In der Zwischenzeit unterhalten sich Frederik, Lacus und Hamid mit der Schwester von Asif, Umars Freund. Die erzählt, dass Umar und Asif sich Sorgen gemacht haben wegen den Kindern, die in der Klinik waren. Die meisten Eltern sind ganz zufrieden, aber sie kennt zumindest eine al-Usami, die nicht so glücklich damit ist, was ihrer Nichte da passiert ist. Umars Freund Asif hat sich bereits auf den Weg zur Klinik gemacht, ist aber schon zwei Tage weg.

Frederik und die anderen treffen sich mit dieser Frau, Chada al-Usami. Die kennt sich gut mit Kräutern aus, erzählt aber, dass ihre Nichte Süleyma schwere Alpträume hat, gegen die auch starke Kräutertees nicht helfen. Sie kennt übrigens Battista Alessi.

Bei dem Gespräch mit dem Mädchen finden sie heraus, dass die Kleine Berührungen scheut und vollkommen verängstigt ist. Frederik befragt sie mit Magie und findet heraus, dass das Mädchen in dieser Kinderklinik von einem oder mehreren Erwachsenen mißbraucht wurde.

Alle treffen sich wieder und beschließen, sich diese Klinik anzusehen. Sie beobachten sie eine Nacht lang, können aber nichts weiter feststellen. Allerdings beobachten sie zwei Männer, die früh am Morgen von der Klinik wegreisen. Mohammed sieht das Gesicht des jüngeren Mannes (ausgerechnet ein Verwandter der al-Azaeds), und Samed gelingt es, vom Pferd des anderen eine Verbindung zu bekommen.

In Damaskus stellen sie den jungen al-Azaed zur Rede. Er versucht zwar, zu fliehen, wird aber von seinen Verwandten aufgehalten. Nach kurzer Befragung gesteht er, dass die Kinderklinik eine Art Bordell für Personen mit „besonderem Geschmack“ ist. Von dämonistischen Umtrieben hat er nicht viel mitbekommen, aber es gibt einen Raum im Keller, in den man ihn nicht gelassen hat. Er kann außerdem die Namen einiger anderer Besucher nennen.

Während Hassan al-Azaed losgeht, um den Sultan von diesem Umtrieben in Kenntnis zu setzen, wollen sich Lacus, Frederik und die anderen um den Kadi kümmern. Der ist schon seit zwei Wochen nicht mehr zum Freitagsgebet in der Omayyaden-Moschee erschienen – zweimal wegen dummer Zufälle. Allerdings dürfte ein infernales Artefakt den Aufenthalt in der Moschee vermutlich nicht überstehen.

Auf dem Weg zum Kadi stellen die Serpentianer fest, dass es in der Stadt zu ungewöhnlich vielen Unglücksfällen kommt. Ganz verschiedene Leute scheinen ungewöhnlich viel Pech zu haben.

Nach kurzem Gespräch überredet Mohammed den Kadi, mit in die Moschee zu kommen. Es passieren zwar unterwegs noch ein paar Mißgeschicke, die Nasr fast abgelenkt hätten, aber sie können ihn schließlich hineinbringen. Dort zerspringt das Augenglas, als Mohammed ein Gebet anstimmt, und ein faulig riechender Dampf steigt auf. Der Kadi ist entsetzt, dass er sich von so einem Artefakt hat täuschen lassen – denn er hat Umar nur so rasch verurteilt, weil er durch das Glas geschaut und ein Monster gesehen hat.

Die al-Azaeds versammeln ihre Kräfte und beschließen, nicht abzuwarten, bis der Sultan einen Einsatztrupp schickt, sondern die Klinik noch am Abend anzugreifen. Immerhin ist die Nichte eines al-Azaeds dort untergebracht. Frederik und die anderen kommen selbstvertständlich mit.

Mohammed, Lacus und die anderen sind die ersten, die in dem Haus in den Keller stürmen. Dabei kommt es zum Kampf mit einem Dämon mit extrem scharfen Fingernägeln. Hinter diesem Dämon ist ein Ritualraum, in dem sieben Männer mit Kapuzen hinter sieben Kindern knien und ihnen ein Messer an die Kehle halten. Ganz vorn ist ein Altar, auf den ein junger Mann (vermutlich Asif) gefesselt ist. Hinter ihm steht der Ritualführer, vermutlich Ibn Barka selbst.

Im Kampf mit dem Dämon fällt Mohammed, aber während er die Kreatur aufhält, können die anderen die Ritualführer angreifen. Diese sind völlig in das Ritual vertieft und wehren sich nicht, als Hamid und Samed die Kinder von ihnen wegziehen, auch dann nicht, als sie selbst getötet werden.
Ibn Barka hingegen stärkt sich mit der Lebenskraft von Asif, daher machen ihm die Pfeile, die Deborah auf ihn abschießt, nicht viel aus. Das ändert sich, als Samed kurzerhand Asif die Kehle durchschneidet und Ibn Barka so seiner Kraftquelle beraubt. Der Dämonist versucht, zu fliehen, wird aber gestellt und getötet.

Die Entdeckung, was in der Klinik passiert ist, versetzt viele der Eltern in großes Entsetzen. Die Einrichtung wird sofort geschlossen, und wenn auch die meisten Eltern wütend auf die Täter sind, gibt es auch einige, die ihre Kinder verstoßen, weil sie nicht mehr unberührt sind. Kadi Nasr legt sein Amt nieder, weil er sich nach der infernalen Täuschung nicht mehr würdig fühlt, und nimmt sich der verstoßenen Kinder an.

Viele der „Kunden“ der Klinik werden festgenommen. Dabei kommt auch heraus, dass die Morde an den 13 Kindern aus dem Nordviertel auf Ibn Barkas Konto gehen. Umar wird umgehend freigelassen.

Allerdings hat sich in der Nacht, als die Klinik befreit wurde, noch etwas ereignet: Battista Alessi hat an einem Platz in Damaskus eine merkwürdige Beschwörung durchgeführt. Welchen Zweck sie hatte, ist nicht klar, aber alle Häuser und der Boden an diesem Platz sind mit inferrnalen Pech überzogen. Alessi selbst hat nach dieser Sache Damaskus verlassen.

Frederik und Lacus hatten vor dem Angriff auf die Klinik schon im Bund über die dämonistischen Umtriebe Bescheid gegeben, daher sind Andrew und Rhys auch in die Stadt geeilt. Die beiden kommen zwar zu spät, aber sie können bei der Reinigung des Platzes vom Pech helfen.

View
Spanische Fliegen
Herbst 1211

Michele, Paddy, Ramon, Pierre, Haakon, Zafira, Gwyweredd

Es wird langsam Zeit, sich auf die Suche nach den Spanischen Fliegen zu machen, damit die Kakaopflanzen endlich richtig befruchtet werden können. Darum wollen sich Michele und Paddy kümmern. Sie brechen auf, zunächst zu den Zwergen. Dort hören sie, dass es über den Felsenmarkt zum Frühlingsmarkt gehen dürfte. Über Dinge, die Leute kleiner machen, weiß Limbeck nicht allzu viel – es gibt ein Prisma, dass Leute verkleinert und vergrößert, aber das ist etwas fehleranfällig.

Sie machen sich auf den Weg zum Felsenmarkt. Unterwegs treffen sie einen Felsentroll, den sie überzeugen, levantinischen Whisky als Wegzoll zu nehmen. Von Felsenmarkt aus erreichen sie den Frühlingsmarkt relativ schnell. Dort gibt es viele quiekende Feen und lustige Nymphen, die gern gejagt werden. Leider darf Ramon nicht, weil er im Dienst ist.

In der Nacht schafft er es trotzdem, noch eine Nymphe einzufangen.

An nächsten Tag finden Paddy und die anderen einen Faun, der „was ganz Tolles“ hat, mit dem sie sich verkleinern können. Dafür müssen sie ihn nur unter den Tisch trinken. Na gut, Michele verleiht Gwy etwas Resistenz gegen Trunkenheit, und los geht es. Gwy schlägt sich wacker, allerdings fallen er und der Faun gleichzeitig unter den Tisch. Nach etwas Ärger mit dem Schiedsrichter kommt es zu einer Schlägerei mit allerlei Faunen. Dabei hat Zafira die Gelegenheit, dem Faun eine Flasche zu stehlen, die dieser an der Seite trägt. Instruktionen sind allerdings keine dabei.

Egal, Ramon darf das Gebräu ausprobieren und schrumpft zu einem etwa fingergliedgroßen Gnom zusammen. Allerdings schrumpfen weder Kleidung noch Ausrüstung mit.
Nach etwas hin und her beschließen Paddy und Michele, Sven mitsamt der Ausrüstung auf dem Frühlingsmarkt zurückzulassen und ohne ihn auf die Blumenwiese zu gehen. Dort schrumpfen also die beiden Magier, Zafira und Pierre auf Gnomengröße herunter und machen sich auf die Suche nach den Spanischen Fliegen.

Nach einer Begegnung mit einem Maulwurf und einem hektischen Regenwurm stoßen sie auf einen Trupp Bienen. Die reagieren auf Fragen nach den Spanischen Fliegen nicht sehr freundlich, weisen Paddy und den anderen dann aber doch den Weg. Die „Gnome“ sollen halt ausrichten, dass die Bienen jetzt das Planquadrat Malvenrot bestäuben würden.

Die Wegbeschreibung ist gut, und die Gruppe wird von dem Dorfvorsteher Osvaldo freundlich willkommen geheißen. Er hat sieben Söhne (Romualdo, Cataldo, Ivaldo, Ronaldo, Maraldo, Ricaldo und Sevaldo) und eine Tochter (Elena). Außerdem gibt es noch den mürrischen José, den freundlichen Gitarrenspieler Manuel, die glutäugige Tänzerin Dolores und die ältere Lehrerin Mafalda. Die Fliegen sind unbekümmert und etwas unorganisiert, freuen sich aber über die Gnomengäste.
Paddy versucht, sie zu überreden, mit ihm nach Indien zu kommen, indem er die Vorzüge der Kakaoblüten anpreist, aber die Fliegen fühlen sich auf ihrer Wiese ganz wohl. Außerdem werden sie das Feld doch nicht diesen spießigen Bienen überlassen! Das käme denen gerade recht!

Offenbar herrscht ein ständiger Zwist zwischen Bienen und Fliegen: Im Augenblick sogar besonders heftig, weil die Bienen den Apfelbaum bestäubt haben, obwohl die Fliegen dran gewesen wären. Außerdem war da mal was mit einer Pollenreuse, und überhaupt sind die Bienen langweilig.

Das zeigt sich dann, als das Fest in die späteren Abendstunden in ungebrochener Lautstärke andauert. Ein Trupp Bienen kommt vorbei und nörgelt herum, dass die Feier so laut ist und dass sie zumindest am nächsten Tag früh aufstehen müssten. Dafür ernten sie allerdings nur Hohn und Spott.

Irgendwann fallen die Fliegen, berauscht von Pollenwein und Tanzmusik, ins Bett. Am nächsten Tag gibt es ein wenig Chaos, als Zafira sich dafür interessiert, selbst mal Blumen zu bestäuben, und Ramon, der sie beeindrucken will, es ihr nachtut. Ihr geht sein Geflirte zwar ziemlich auf die Nerven, aber Manuel erklärt Ramon, dass ihre arrogante Art nur ein Anzeichen von tiefer Zuneigung wäre.

Allerdings hat auch Michele Interesse an Zafira, das sie auch wesentlich mehr erwidert. Ein Plan Manuels, Michele abzulenken, damit Ramon um Zafiras Hand anhalten kann, scheitert dann aber eher an Ramons mangelnder Bereitschaft zur Eheschließung.

Nebenher erfahren sie, dass Elena wohl einen heimlichen Geliebten hat (womöglich eine Biene?), und dass die Fliegen alles bestäuben können, was eine Blüte hat.
Am Nachmittag tauchen die Töchter der Bienenkönigin beim Fliegendorf auf. Sie haben die sieben Söhne von Osvaldo als Geiseln genommen und wollen jetzt auch noch die Blüten am Schuppen bestäuben. Es kommt zu einem längeren Streitgespräch, auch wegen dem Festlärm, bei dem den Bienen vorgeworfen wird, sie können ja nicht richtig feiern. Das lassen die Bienen nicht auf sich sitzen: Sie laden die Fliegen und die Gnome morgen Abend zu einem echten Fest in ihrem Stock ein!

An diesem Abend macht sich Osvaldo Sorgen um seine Söhne, die Fliegen sind generell wütend, und Zafira macht einen Abendspaziergang, weil ihr Ramon auf die Nerven geht. Michele folgt ihr, begleitet von Pierre (Paddy findet, er solle nicht allein gehen).
Es kommt zu einem dramatischen Kampf mit einem Tausendfüßler, bei dem Michele versehentlich die Wiese anfackelt. Das macht aber nichts, denn nach der ganzen Aufregung kommen sich Zafira und Michele sehr zu Ramons Ärger viel näher.

Am nächsten Tag machen sich alle Fliegen und die Serpentianer bereit für das Fest. Kurz bevor sie aufbrechen, entdeckt Ramon am Waldrand eine herumfliegende Ameisenkönigin. Beunruhigt erzählen Paddy und Michele Osvaldo davon. Der gerät beinahe in Panik, weil die Ameisen die ganze Wiese auffressen werden! Die Serpentianer beruhigen ihn und überzeugen ihn, dass die Situation mit der Bienenkönigin Sieglinde abgeklärt werden muss.

Auf der Feier im Bienenstock lernt die Gruppe außer Sieglinde noch ihre sieben Töchter, ihren Sohn Hannes (der Elena verliebte Blick zuwirft) und den Trompeter Berthold kennen.
Während Sieglinde, Osvaldo und die Magier das weitere Vorgehen planen, tragen Gwy, Ramon und Zafira zur Völkerverständigung bei, indem sie versuchen, die Musik- und Tanzstile der Fliegen und Bienen zu kombinieren. Das funktioniert eigentlich ganz gut, auch wenn es ab und an zu Streitereien kommt.

Paddy und Michele wollen zunächst Aufklärungsarbeit leisten. Sie brechen am nächsten Tag mit ihren Begleitern auf und überreden Sieglinde und Osvaldo, ihnen Hannes und Elena als Begleiter mitzuschicken. Am Rand der Wiese entdecken die beiden dann das riesige Heer der Ameisen: Sie kommen von einer Stelle am Waldrand und schicken gerade noch Spähtrupps aus, um die günstigste Route zu finden.

Schnell entsteht der Plan, die Ameisen mit einer Fährte aus Honig in das nächste Reich zu locken, damit die Blumenwiese verschont bleibt. Hannes und Elena fliegen zurück, um Honig und Hilfe zu holen, während der Rest sich schon mal auf den Weg macht, um einen günstigen Punkt zu finden.

Der Plan funktioniert: Die Ameisen folgen der Honigspur und verwüsten dabei nur einen kleinen Teil der Blumenwiese. Bienen und Fliegen sind erleichtert und fangen recht schnell wieder an, sich zu streiten. Aber immerhin nicht mehr so verbittert wie vorher.

Hannes und Elena beschließen, die Serpentianer zu begleiten, zusammen mit ein paar anderen jungen Fliegen und abenteuerlustigen Bienen.

Auf dem Rückweg gibt es noch ein Problem, weil niemand weiß, wie man die Wirkung des Verkleinerungstranks aufhebt. Allerdings erhalten sie Hilfe von den deSolleur-Zwillingen, die ihren älteren Bruder jedoch als Mini-Gnom nicht erkennen. Ist vielleicht auch besser so.

Etwa 3 Monate, nachdem sie aufgebrochen sind, kehrt die Gruppe nach Serpentia zurück. Die Fliegen werden nach Indien gebracht und können die Kakaopflanzen tatsächlich bestäuben – jetzt steht einer intensiveren Zucht nichts mehr im Wege.

View
Frühling und Sommer 1211 - Bundleben
Frühling / Sommer 1211

Frühling 1211

Nach dem Gespräch mit Rasul stellen Paddy und Gwyn fest, dass die Situation mit Gilad so nicht weiter gehen kann: Der Adlige verschleudert Geld, das er nicht hat, und gleitet unaufhaltsam in einen Schuldenberg. Da helfen auch die hohen Steuern auf Dauer nichts.
Gemeinsam mit Frederik gelingt es ihnen, Gilad einen Traum zu schicken, in dem dieser all sein Geld und seinen Besitz verliert, weil er zu verschwenderisch lebt. In diesem Traum verlassen ihn seine Freunde entweder, oder er zieht sie mit in den Untergang.
Nach diesem Alptraum sprechen Paddy und Gwyn eindringlich mit Gilad über seine Finanzen und seine Verschwendungssucht. Schließlich sieht der Adlige ein, dass es so nicht weitergehen kann, und fasst den Entschluss, künftig weniger Geld zum Fenster hinaus zu werfen.

*

Sommer 1211

Im Sommer heben Lacus und Rhys in Indien ein Schiffswrack. Es ist billiger, das Wrack zu reparieren, als ein neues Schiff zu kaufen.
Allerdings geraten sie dabei an einen Einsiedlerkrebs, dem sie nach der Suche einige Bauern Vis schulden.

*

Dáirine besucht das Haustreffen Bjornaer, um endlich einen Lehrmeister für Gilads Sohn Dashar zu finden.
Sie kann Bruno Ex Bjornaer überzeugen, mit ihr in die Levante zu kommen und den Jungen auszubilden. Brunos Herztier ist ein großer Bernhardiner.

*

Unterwegs besucht Dáirine auch noch Durenmar, um herauszufinden, warum Silentius eigentlich zum Wizard’s March verurteilt wurde. Offenbar ist der Bonisagus damals einer Intrige zum Opfer gefallen ist – es ging wohl gar nicht unbedingt um seine Forschung, sondern darum, dass er einem Tremere auf die Füße getreten ist.

View
Der Herr der Berge
Frühling 1211

Dáirine, Patrick, Gwyweredd, Samed

Dairine und die anderen gehen zum Dorf beim Bergwerk, um das Frühlingsfest zu feiern. Dort treffen sie Arthur, der gerade mit den Bergleuten verhandelt. Mitten in der Nacht sieht Pierre einen Mann, der die sehr steile Bergwand hinunterkommt – scheinbar mit Magie. Pierre erkennt Rasul, den Räuberhauptmann.

Der erzählt ihm, dass das nahe Felsenkloster von einem fetten Erd-Ifrit namens Osmur eingenommen worden ist. Die Mönche und seine Leute wurden gefangen genommen, weil Osmur hinter einem Artefakt oder einer Reliquie her ist, das die Mönche in einem Raum verschlossen haben. Der Raum ist mit heiligen Mächten versiegelt, aber übermorgen ist Karfreitag, da sind die infernalen Mächte besonders stark und könnten zum Raum durchbrechen.

Pierre alias Puck meint zu Rasul, dass er vielleicht Unterstützung von der serpentianischen Magierin organisieren könnte. Dafür sollte Rasul den Ball flach halten.. Gut, nennt er sich halt Rachman. Aber während Pierre mit Dairine redet, unterhält sich Rasul noch mit ein paar Dörflern. Die nun wieder unterhalten sich untereinander über Rasul. Das bekommt Samed, der Poet, mit und fragt, wer denn dieser Rasul ist. Einer der Dörfler erzählt ihm hastig, Rasul wäre eine gefährliche, fleischfressende Bergziege.

Ein wenig Verwirrung über Rasul / Rachman, Pierre / Puck, Samed / Samir und der Bergziege später beschließt Dairine, sich um die Sache mit dem Felsenkloster zu kümmern. Rasul wird von einem Erddjinn begleitet, Uroc, der ihnen helfen kann, dort schnell hin zu kommen; also geht es am nächsten Morgen los.

Bevor sie richtig loskommen, tauchen zwei abgerissene Typen mit Waffen und ein heruntergekommener Erddjinn auf. Sie verkünden, dass sie im Namen des neuen Königs der Berge unterwegs sind und nach Leuten suchen, die ihn unterhalten. Dairine meldet sich, und auch Samed der Poet, Gwy und „Rachman der Studert“ stellen sich zur Verfügung. Patrick und zwei andere Bergleute müssen auch mitkommen, weil sie stark aussehen und der König der Berge Sklaven braucht.

Also schleifen Hassan und Süleiman die Gruppe zum Felsenkloster. Das ist mittlerweile mit einer groben Mauer und einem etwas wackligen Turm ausgebaut worden (beides offenbar mit Magie aus dem Erdreich gerissen). Patrick und die zwei Bergleute müssen Sklavenarbeit an der Mauer leisten, während die anderen vier zu Osmur geschleift werden.

Der ist ein fetter, grober Ifrit der Erde, der dringend nach Unterhaltung schreit. Sameds Ode an den „Herren der Berge“ gefällt ihm ausnehmend gut, obwohl es sich dabei eher um Knittelverse handelt („Der große Herr der Berge / fürchtet weder Mensch noch Zwerge. Mit Felsen und Gestein / zermalmt er Gebein“). Als Gwy dran ist, schläfert er mit einem Lied die anderen Erddjinns ein, die sich in der Halle aufhalten. Während dessen bietet Dáirine Osmur levantinischen Whisky an – und nachdem der Djinn sich damit zugeschüttet hat, schläft er auch ein. Die beiden Wächter, Hassan und Süleiman, sind ohnehin schon angetrunken und werden per Zauber ebenfalls schlafen geschickt.

Dann bekommen Rasul / Rachman und Samed die Gesichter der beiden Wächter und Dáirine und Gwy werden beide unsichtbar.

Von Rasul wissen sie, dass die Mönche unter Vater Petrus wohl im Turm gefangen gehalten werden, also machen sie sich auf den Weg dorthin. Am Wächter am Eingang kommen sie leicht vorbei. Der Turm ähnelt von innen einem instabilen Schornstein und wird von allerlei Sparren und Säulen gestützt. Es gibt einen Weg nach unten, wo die Mönche gefangen gehalten werden. Der Wächter, der ihn bewachen soll, schläft allerdings.

Heimlich schleicht die Gruppe nach unten. Dort entdecken sie zwei Erddjinns, die gerade einen gefangenen Mönch foltern, und mehrere Zellen, in denen die anderen Mönche gefangen gehalten werden. Es gelingt Samed und Rasul, die beiden Djinns zu überzeugen, die Gefangenen nach oben zu bringen. Dáirine setzt einen davon mit einem Furchtzauber außer Gefecht und erschafft danach die Illusionen eines weise dreinblickenden Luftdjinns. Der zweit Erddjinn wird unterdessen von Gwy und Rasul außer Gefecht gesetzt, indem sie eine Stütze aus dem Turm ziehen und ihm einige schwere Steine auf den Kopf fallen lassen.

Allerdings wird die Wache alarmiert, und Dáirine lässt ihren Luftdjinn nach draußen schweben und mit donnernder Stimme verkünden, alle Anwesenden sollten sich wieder Allah zuwenden – sie hätten drei Tage Zeit. Ein zweifelnder Feuerdjinn wird durch den Furchtzauber ebenfalls in die Flucht geschlagen, und ein Großteil der anderen Ifrits folgt ihm.
Bevor Osmur aufwacht, verziehen sich die Serpentianer mit den befreiten Mönchen und den Sklaven, die von Patrick und den anderen aus Rasuls Bande angeführt werden.

In einiger Entfernung von dem Felsenkloster sprechen sie mit Vater Petrus, dem Vorsteher des Felsenklosters. Das ist derselbe Petrus, der vor vielen Jahren als „Bruder Petrus“ Consors in Serpentia war. Er ist schwer verletzt, weil die Ifrits ihn gefoltert haben, aber weder er noch einer der anderen Mönche hat preisgegeben, wie die Tür zu dem Raum mit den Artefakten und Reliquien zu öffnen ist.
Petrus erzählt, dass Osmur hinter einem magischen Juwel her ist, das einen Teil der Essenz des mächtigen Feuerifrits Shirach enthält. Und die Gefahr ist nicht gebannt: Morgen ist Karfreitag, und möglicherweise kann Osmur die Tür an diesem Tag öffnen.
Gwyweredd erklärt sich bereit, unsichtbar zurück ins Kloster zu schleichen und zu versuchen, alle wichtigen Gegenstände aus der Kammer zu holen. Die Reliquien dürften sicher sein, aber das Felsenkloster verwahrt ab und zu auch verfluchte Gegenstände, damit sie nicht benutzt werden – daher stammt auch das rote Juwel.
Nachdem Gwy die Beichte abgelegt hat, gelingt es ihm, sich zurück ins Kloster zu schleichen, die Tür heimlich zu öffnen und den roten Stein, einen Dolch und eine verschlossene Flasche herauszuholen.

Am Ostersonntag verschwinden die Ifrits und ihre Mörderbande wieder aus dem Felsenkloster (die, die nicht schon vor Dáirines Luftdjinn geflohen sind). Allerdings hat einer der Räuber einen Großteils des Geldes gestohlen, und das Kloster ist schwer beschädigt, weil der instabile Turm umgestürzt ist. Dáirine hilft noch bei den Aufräumarbeiten, genau wie Rasul und seine Leute.

Danach hat sie noch ein kurzes Gespräch mit Rasul, bei dem aber nicht viel herauskommt, außer dass Rasul noch einmal bekräftigt, dass er in der Gegend hier gegen Unrecht und Willkür vorgehen wird.

View
Die Knochenkönigin
Frühling 1211

Michele, Lacus, Paddy, Sven, Aaron, Henry, Zafira, Pierre

Im Bund taucht Serena Canetti auf, eine Consors von Profunditas, und will mit Michele sprechen. Sie meint, Michele hätte sie gebeten, mal die Ohren nach Maria Alessi offenzuhalten, und sie hätte gehört, dass in der Nähe von Wick eine tot aussehende Frau mit dem Wappenring der Alessis gesehen worden sei. Sie soll in einem toten Land als Einsiedlerin leben.

Serena ist durch das Labyrinth im Keller gekommen – sie hat sich etwas verlaufen und daher fünf Tage von Profunditas nach Serpentia gebraucht.

Michele erinnert sich, dass Maria Alessi eine Bekannte von seinem Lehrmeister Mortifer war, die vor etwa einem Dutzend Jahre an einer Blutkrankheit erkrankt und verstorben. Die Nachrichten von dieser Frau in Schottland interessieren ihn aber – vielleicht ein Geist? Er engagiert Lacus, der sich ja mit Geistern auskennt, damit der mitkommt.

Als beide mit Paddy sprechen, fühlt der sich bei der Erwähnung des toten Landes spontan an Hector, den Hund mit dem Geist eines Landes, erinnert. Und an Scorpio, den untoten Giftmischer.
Es gibt dann eine Bundsitzung, bei der Imogen mit Hector spricht. Hector weiß nicht, wie die Menschen sein Land nennen, aber er weiß, dass es im Osten ans Meer grenzt, und er kann einige Landmarken beschreiben.

Danach gibt es noch ein Fest für Serena, die sich darüber wundert, dass man für eine Con sors ein Fest gibt. Dann stellt ihr Michele die ganzen Magier mit Familien vor, was sie erst recht verwirrt. Aber sie scheint nicht vollkommen abgeschreckt zu sein, jedenfalls will sie noch ein paar Tage bleiben.

Am nächsten Morgen brechen Paddy, Michele und Lacus mit den Grogs Aaron (für Lacus, weil Ludwig mal wieder was mit dem Blinddarm hat), Henry (für Michele, weil sich Ramon die Milz eingeklemmt hat) und Sven auf. Zafira und Pierre kommen ebenfalls mit.

Sie reisen zunächst per Hermesportal auf die Shetlands und von dort aus mit einem Kutter Richtung Süden. Die Reise verläuft relativ ruhig bei gutem Wetter, bis sie kurz vor Wick sind. Dort werden sie von Fischmenschen angegriffen, die offenbar von Dämonen besessen sind. Durch einen unglücklichen Schlag gelingt es einem der Wesen, Henry aufzuspießen; auch Sven und Paddy werden verletzt. Trotzdem können Lacus und Michele den Kampf für sich entscheiden.

An der Küste entdeckt Lacus ein Schiffswrack, und mit etwas Magie sieht er dort eine halb zerfallene Leiche, die erfolglos versucht, sich die Steilwand hochzuziehen. Im Wasser der Umgegend bemerkt er einen Geist, der sehr gequält aussieht und dieselben unheimlichen Blubbergeräusche macht wie die Fischmenschen.

Sie beschließen, so schnell wie möglich nach Wick zu kommen, und fahren in die Nacht. Dabei hält Lacus mit Magie Ausschau nach Untiefen und Sandbänken. Das funktioniert auch ganz gut, auch wenn der Kapitän am Anfang etwas verwirrt von Lacus‘ Anweisungen ist.

In Wick bringen Padraig und Sven zunächst Henrys Leiche zur Kirche, damit er ein anständiges Begräbnis erhält. Da sie das Grab nicht selber ausheben – beide sind ja verletzt – heuern sie am Hafen einen Söldner an. Der macht einen recht kampfkräftigen Eindruck, daher wird er als Ersatz für Henry angeheuert. Er heißt Haakon Hendrykson.

Padraig, Pierre und Sven gehen los, um Informationen zu beschaffen. Sie erfahren, dass die Fischwesen in diesem Frühling aufgetaucht sind und bereits mehrere Schiffe angegriffen haben. In der Gegend gibt es drei größere Clans, die Mac an Abas, die MacGrahams und die Connards (die entweder mit Feen oder mit Dämonen verbündet sind). In der Kneipe, in der die Mac an Abas verkehren, hören sie von einer untoten Frau, die im toten Land lebt, und von mehreren Untoten, die da durch die Gegend wandern.

Am nächsten Tag brechen sie auf in Richtung totes Land. Nach zwei Tagen Reise stellen sie fest, dass vermehrt Giftpflanzen wachsen. Zafira entdeckt sogar eine infernale Pflanze. Allerdings nimmt dieser Bewuchs wieder ab, sobald sie sich dem toten Land nähern. Dort wächst gar nichts, keine Pflanzen, kein Gras, obwohl der Boden eigentlich ganz fruchtbar ist.

Nach einer Wegstunde sehen sie einen Trupp von toten Seeleuten, die in die Richtung schlurfen, in die sie auch wollen. Zunächst umgehen sie die Zombies. Aber an dem Turm, in dem die Tote wohnen soll, stehen auch einige tote Tiere und Menschen herum und schauen den Turm an.
Ein kurzer Test mit den Zombies, die noch herumschlurfen, ergibt, dass die nicht auf lebende Menschen reagieren. Also machen sich Paddy und die anderen auf den Weg zum Turm, gehen durch die Gruppe an Untoten zum Eingang, und klopfen an die Tür.

Es dauert einen Moment, dann öffnet ein Skelett, stutzt und winkt sie dann herein. Im Turm treffen sie die Untote, Maria Alessi. Die sieht durchaus untot aus, ist aber intelligent und nicht aggressiv. Sie erkennt Michele, ist aber etwas überrascht, dass sie schon seit so vielen Jahren tot sein soll. Immerhin ist ihr klar, dass sie tot ist. Sie erzählt, dass sie nach ihrem Tode auf einem Friedhof aufgewacht ist, umgeben von belebten Leichen. Offenbar belebt ihre bloße Anwesenheit Leichen in ihrer Umgebung, die ihr dann folgen und die sie befehligen kann.

Einige Untersuchungen ergeben, dass sie magisch ist, möglicherweise durch merkurianische Magie belebt. Das weißt nun wieder auf Micheles Lehrmeister Mortifer hin, denn in Profunditas beschäftigen sich die Magier durchaus mit merkurianischer Magie.

Maria ist über die ständig auftauchen Untoten – die Seeleute, die Tiere – allerdings beunruhigt. Früher hat sie Leichen nur in einem Umkreis von ungefähr 20 Metern unwillkürlich wiederbelebt, aber dieser Radius ist jetzt stark ausgedehnt. Möglicherweise, meint sie, hätte das mit dem Besuch eines anderen Untoten zu tun, der im Winter bei ihr war – ein unheimlicher Kerl, der sich „Stachel voll Gift“ und „Herr der Engelstrompeten“ nannte. Er wollte ein Bündnis mit ihr eingehen, das sie aber abgelehnt hat. Er kam ihr ziemlich dämonisch vor.

Paddy vermutet, es könnte sich bei dieser Person um Scorpio handeln, den alten Magier, der sein hermetischer Vorfahr aus dem Haus Tytalus erinnert – ein echtes Schreckgespenst des schottischer Tribunals. Dafür spricht, dass er sich bei seinem Gespräch mit Maria abfällig über den Orden geäußert hat.

Nachdem Maria Scorpios Angebot abgelehnt hat, hat er versucht, sie zu vernichten, was aber nicht geklappt hat. Sie hat dann versucht, ihn zu kontrollieren, aber auch das hat nicht geklappt. Schließlich ist Scorpio gegangen, hat aber versprochen, zur Äquinox im Frühling wiederzukommen – also morgen.

Maria ist mit ihrem Zustand nicht sehr glücklich. Michele möchte ihr gern helfen, und sie fragt ihn, ob er nicht etwas gegen den verstärkten Einfluss, den sie auf ihre Umgebung auswirkt, tun kann.

Er, Paddy und Lacus entdecken einen großen Knochenkreis, der um die Burg herum im Graben unter der Erde versenkt wurde. Dabei vergiftet sich Lacus an der Hand, aber dank Zafiras schneller Reaktion und dank Micheles Perdo-Zauber kann er gerettet werden. Maria kann den Knochenkreis zerstören – mit Knochen kennt sie sich immerhin aus. Das kostet sie allerdings ziemlich viel Kraft.

Danach verabschieden sie sich von Maria, möglichst bevor Scorpio vorbeikommt. Sie machen aus, dass Maria Michele ihre Unterlagen zur Verfügung stellen wird, und dass Michele Maria ein paar Utensilien für ihre Forschungen zukommen lässt.

View
Auf dem Pferdemarkt
Frühling 1211

Andrew, Bridged, Konrad, Joran, Juri, Colleen

Paddy hat es verschlafen, dass er eigentlich nach Charmaine-sur-le-Doux muss, um uns dort beim Frühlingsfest zu repräsentieren. Deswegen muss ich das dieses Jahr machen. Na, besser als beim Bergwerk, da kommt dann sofort einer an, ob ich nicht mal „kurz“ einen Tunnel hier hin treiben könnte oder mal „grad“ gucken könnte, ob hier oder da eine Erzader ist oder mal „nebenbei“ ein paar Steine wegtransportieren könnte… ich könnte das ganze Jahr da bleiben und würde nicht fertig werden.

Ich nehme Konrad und Bridged mit, Colleen ist auch dabei, und Joran und Juri auch. Fein, dann muss ich mir keine Sorgen machen, ob uns irgendjemand belügt oder versucht, uns übers Ohr zu hauen.

Das Fest verläuft soweit harmonisch. Dem Dorf geht es soweit gut, sie finden die Steuern nur ziemlich hoch. Die werden nach dem gloriosen Diebstahl im Herbst vermutlich auch eher steigen als gesenkt werden.

Ich bitte Juri, auf Bridged aufzupassen. Ich erinnere mich, dass sie irgendwann mal fürchterlich begeistert von jeglicher Art Feen war, und hier sind einige Feen zu Gast. Und bevor ich dann Ruairigh und Dairine ein Enkelkind mit Hasenohren erklären muss…

Wir hatten unterwegs darüber gesprochen, dass wir ja eigentlich bei dieser Gelegenheit mal den Pferdemarkt besuchen könnten. Das hatte ich Bridged schon vor längerer Zeit versprochen, und die Gelegenheit ist ja relativ günstig. Dairine hat nichts dagegen (hätte mich aber auch gewundert).

Nach einem ereignislosen Tag schlagen wir abends das Lager auf. Gerade als wir zu Abend speisen, taucht Sir Maolorain auf, der Vater von Dairine. Was will denn der? Er meint, er wäre auch auf dem Weg zum Pferdemarkt. Dort wird ein seltenes Fest gefeiert, nämlich das Fest der Herrin der Pferde. Die hat gerade ein neues Fohlen geboren, und das wird immer gefeiert.

Wir verbringen den Abend damit, Neuigkeiten auszutauschen und uns zu unterhalten. Maolorain hat seinen Knappen dabei, einen jung aussehenden Elfen namens Finn.

Gemeinsam geht es am nächsten Tag weiter. Nach ein paar weiteren ereignislosen Tagen erreichen wir den Pferdemarkt – eine große Ebene, auf der eine riesige Pferdeherde umherstreift, und ein nahes Zeltlager. Colleen hat uns zwischendurch verlassen und wird uns auf dem Pferdemarkt wiedertreffen, aber als wir dort ankommen, ist sie noch nicht da.
Da beide Herbergen voll sind, schlagen wir unser Zelt bei den anderen auf. Als wir fertig sind, kommt eine Fee, die aussieht wie ein kleiner Junge, und bietet uns an, uns herumzuführen. Zuerst bringt er uns zu der großen Herde – dort bekommt man die besten Pferde. Joran und Bridged fragen wegen dem Fohlen und dem Fest und erfahren, dass so ein Fohlen nur alle 100 Jahre geboren wird. Das Fest besteht dann daraus, mit der Herrin der Pferde zu reiten. Was auch immer das heißen mag. Jedenfalls geht es eine Nacht lang. Was auch immer das heißen mag.

Wir unterhalten uns mit einer sprechenden Stute, aber die weiß auch nicht, was da passiert, und ob dieser Ritt irgendwann endet – oder ob man ihn abbrechen kann. An einem „Segen“ irgendeiner Fee auf meiner Defiant bin ich ohnehin nicht so wahnsinnig interessiert.

Etwas später entdecke ich das Merinita-Hauszeichen auf einem der Wimpel an einer Lanze. (Ich frage mich ja, warum ausgerechnet ich das bemerkt habe. Vermutlich sind die Kinder einfach abgelenkt.) Der Reiter ist tatsächlich ein Merinita, Sir Liam aus Irland. Wir unterhalten uns eine Weile – genau kennt er sich nicht mit diesem Festritt aus, aber er empfiehlt uns, den alten Zentauren Leander zu fragen.
Nachdem ich noch erklärt habe, was damals mit dem schottischen Bund passiert ist (Mißverständnis, Mißverständnis), und ihn zu uns eingeladen habe, verabschieden wir uns von ihm.

Wir machen uns auf den Weg zu dem Zentauren, der nicht direkt auf dem Pferdemarkt lebt. Unterwegs stoßen wir auf ein weißes Pferd, das einen Dorn im Huf hat. Den zieht Bridged heraus. Vermutlich ist das irgendeine Art Prüfung.

Schließlich kommen wir an Leanders Hütte an. Er ist erstmal mißtrauisch, aber ich lade ihn zu Essem und Whisky ein, während Bridged, Juri und Konrad ein paar Hausarbeiten für ihn erledigen. Joran spielt derweil auf.
Das funktioniert auch ganz gut (vor allem der Whisky), und Leander erzählt, dass das Fest eigentlich eher für die Reiter ist als für die Pferde. Eigentlich wird da nur die ganze Nacht gefeiert, und dann reiten alle gegen Morgen zum Sonnenaufgang auf die Große Weide. Das ist ein ziemlich gemütlicher Ritt, bei dem die Sturzgefahr wohl ziemlich gering ist.

Als wir uns gerade auf den Rückweg machen, taucht plötzlich Maolorain auf und meint, er hätte sich beim Tag vertan und wir müssten jetzt sofort los. Also geben wir den Pferden die Sporen – allerdings fällt Joran dabei halb vom Pferd, weil er eigentlich gar nicht reiten kann. Ich nehme ihn dann mit auf Defiant, das ist einfacher.
Kurz darauf hören wir Musik und sehen ein paar Faune und Nymphen, die eine wilde Party feiern. Pferde sind allerdings keine da. Das ist vermutlich das falsche Fest. Wir reiten weiter, auch wenn Joran noch etwas sehnsüchtig zu den leicht bekleideten Tänzerinnen schielt. Die sind aber auch recht hübsch.

In einem kleinen Wald schließlich stoßen wir auf eine Gruppe Ritter, die auf einer Lichtung lagert. Die sind zwar sehr freundlich, aber sie haben einer holden Maid versprochen, dass sie nur Leute durchlassen, die sich mit ihnen tjosten. Zumindst gilt das für die Ritter, also Maolorain und mich. Großartig. Ich nehme mir ja immer mal wieder vor, mit der Lanze zu trainieren, aber irgendwie waren andere Sachen wichtiger.

Entsprechend geht die Tjoste aus – immerhin blamiere ich mich nicht vollkommen, treffe den Schild meines Gegners irgendwo und kippe von Pferd, als er mich trifft. Vielleicht hätte ich auch im Sattel bleiben können, aber wozu? Gewonnen hätte ich ja eh nicht, und im Gegensatz zu dem, was manche Leute glauben, bin ich nicht wahnsinnig wild darauf, verletzt zu werden.

Maoloarain hingegen gewinnt seine Tjoste glanzvoll, also dürfen wir weiter reisen. Dann allerdings kommt ein starker Nebel auf und wir werden voneinander getrennt… großartig.
Irgendwas stimmt nicht mit Defiants Huf – das Eisen ist gebrochen. Wir brauchen einen Hufschmied. Praktischerweise finden wir ziemlich schnell einen: Ein Stück den Weg hinunter sehen wir eine Zwergenschmiede, die gerade von drei Orks angegriffen wird. Ich verscheuche die Orks, ohne meinen Namen zu nennen. Der Zwerg erzählt, dass die Orks für einen bösen Zauberer arbeiten, der an die Mine der Zwerge heran will.
Leider kann ich nicht bleiben, um mit diesem Zauberer aufzuräumen. Ich muss Bridged und Juri (und Konrad) wiederfinden.

Der Zwerg ist glücklicherweise Hufschmied und kann Defiants Huf in Ordnung bringen. Mit einem kleinen Nachteil: Wenn in der Nähe gezaubert wird, fällt der Huf wieder ab. Der Zwerg mag offenbar keine Zauberer.

Da es nur einen Weg weiter gibt, nehmen wir den. Dort treffen wir ziemlich bald einen Schwarzen Ritter. Der ist vom Zauberer Rumburak geschickt worden, um die Zwerge zu schikanieren. Das gefällt mir nicht so recht, also stelle ich mich in den Weg und erschlage ihn nach längerem Kampf. Dabei stolpere ich allerdings über eine dumme Wurzel und kriege sein Schwert in die Seite. Ist aber keine tiefe Verletzung.
Während des Kampfes hat ein kleines, hutzeliges Männchen versucht, mich von hinten anzugreifen. Das wurde aber von Joran aufgehalten (gut, dass der dabei war, so richtig schlecht war der Ritter nämlich nicht). Na gut, wir lassen ihn laufen, und ich sage ihm, er solle dem Zauberer ausrichten, dass die Zwerge unter meinem Schutz stehen und dass er das nächste Mal vielleicht einen besseren Gegner schicken sollte (ich und meine große Klappe!). Als er nach meinem Namen fragt, erklärt ihm Joran, ich wäre der Eiserne Ritter. Sehr schön.

In der Zwischenzeit hat Juri eine Maid vor einem Hutzelgnom gerettet und sich dann mit ihr verlobt (damit sie nicht den Mann heiraten muss, den ihr Vater ausgesucht hat). Sobald er ein Ritter ist, wird er gehen und die junge Frau heiraten.

Bridged hingegen rettet ein Rehkitz aus einer Falle, und als ein Hutzelgnom sich darüber beschwert und sie angreift, erschlägt sie ihn fast. Das tut ihr aber leid, also verbindet sie ihn. Das gefällt einem Einhorn, und es meint, solange Bridged unberüht und reinen Herzens sei, wird es sie beschützen.

Schließlich kommen wir alle auf dem Fest an. Rhiannon, die Herrin der Pferde, heißt uns willkommen und meint, Defiant wäre ja schon etwas erschöpft und möglicherweise nicht in der Lage, am Festritt teilzunehmen. Soll ich aber entscheiden. So wie ich Defiant kenne, wird es ziemlich schwierig, die davon abzuhalten, mitzukommen, wenn eine ganze Horde Pferde loslaufen.

In der Zwischenzeit hat Maolorain Colleen ein Gedicht vorgetragen, aber sie lässt ihn ziemlich abblitzen. Gut, was anderes hätte mich auch gewundert. Lucien hatte es ja schon ziemlich schwer mit ihr.

Ich finde allerdings niemanden, der sich um Defiant kümmern kann, und irgendwann kreuzt Rhiannon auf und will wissen, ob ich mitkomme. Als ich ihr sage, dass Defiant zu erschöpft ist, will sie irgendeinen Zauber auf das Pferd legen, aber ich kann sie überzeugen, das zu lassen. Dafür darf ich dann halt nicht mit.
Eigentlich sollte Bridged besser bei mir bleiben, und sie widerspricht auch nicht, aber ich merke schon, dass sie verdammt gern mitgehen würde. Na gut, ich bin ein Weichkeks, also frage ich Colleen, ob sie auf das Mädchen aufpassen kann. Die stimmt zu, und dann reiten Colleen, Bridged und Yuri in den Sonnenaufgang mit den anderen.

Joran ist da geblieben. Der kommt langsam auf den Trichter, dass die Pferde eigentlich gar nicht so erschöpft hätten sein dürfen. Vermutlich hat die Herrin die Pferde manipuliert, um die Reiter zu zwingen, die Entscheidung zwischen Teilnahme am Wettrennen und Schonung der Pferde zu treffen. Erscheint ihm nicht sehr vertrauenswürdig.

Der Festritt verläuft ereignislos, und wir finden uns auf dem Pferdemarkt wieder. Danach kehren wir nach Hause zurück, glücklicherweise ohne irgendwelche Feenpferde.

Ich bin danach noch mal zurück in den Feenwald, um die Sache mit Rumburak zu klären.
Das hat auch ganz gut geklappt: Er hat nach jemandem gesucht, der für ihn den Eisernen Ritter umbringt. Nachdem ich alle anderen Bewerber um den Job aus dem Rennen geworfen hatte (lange Geschichte), hatte ich eine kurze Konfrontation mit ihm. Dabei habe ich seinen Zauberring zerstört und er hat sich in einen keifenden Hutzelgnom verwandelt. Den habe ich den Zwergen übergeben – damit ist das hoffentlich erledigt.

View

I'm sorry, but we no longer support this web browser. Please upgrade your browser or install Chrome or Firefox to enjoy the full functionality of this site.