Serpentia

Spanische Fliegen
Herbst 1211

Michele, Paddy, Ramon, Pierre, Haakon, Zafira, Gwyweredd

Es wird langsam Zeit, sich auf die Suche nach den Spanischen Fliegen zu machen, damit die Kakaopflanzen endlich richtig befruchtet werden können. Darum wollen sich Michele und Paddy kümmern. Sie brechen auf, zunächst zu den Zwergen. Dort hören sie, dass es über den Felsenmarkt zum Frühlingsmarkt gehen dürfte. Über Dinge, die Leute kleiner machen, weiß Limbeck nicht allzu viel – es gibt ein Prisma, dass Leute verkleinert und vergrößert, aber das ist etwas fehleranfällig.

Sie machen sich auf den Weg zum Felsenmarkt. Unterwegs treffen sie einen Felsentroll, den sie überzeugen, levantinischen Whisky als Wegzoll zu nehmen. Von Felsenmarkt aus erreichen sie den Frühlingsmarkt relativ schnell. Dort gibt es viele quiekende Feen und lustige Nymphen, die gern gejagt werden. Leider darf Ramon nicht, weil er im Dienst ist.

In der Nacht schafft er es trotzdem, noch eine Nymphe einzufangen.

An nächsten Tag finden Paddy und die anderen einen Faun, der „was ganz Tolles“ hat, mit dem sie sich verkleinern können. Dafür müssen sie ihn nur unter den Tisch trinken. Na gut, Michele verleiht Gwy etwas Resistenz gegen Trunkenheit, und los geht es. Gwy schlägt sich wacker, allerdings fallen er und der Faun gleichzeitig unter den Tisch. Nach etwas Ärger mit dem Schiedsrichter kommt es zu einer Schlägerei mit allerlei Faunen. Dabei hat Zafira die Gelegenheit, dem Faun eine Flasche zu stehlen, die dieser an der Seite trägt. Instruktionen sind allerdings keine dabei.

Egal, Ramon darf das Gebräu ausprobieren und schrumpft zu einem etwa fingergliedgroßen Gnom zusammen. Allerdings schrumpfen weder Kleidung noch Ausrüstung mit.
Nach etwas hin und her beschließen Paddy und Michele, Sven mitsamt der Ausrüstung auf dem Frühlingsmarkt zurückzulassen und ohne ihn auf die Blumenwiese zu gehen. Dort schrumpfen also die beiden Magier, Zafira und Pierre auf Gnomengröße herunter und machen sich auf die Suche nach den Spanischen Fliegen.

Nach einer Begegnung mit einem Maulwurf und einem hektischen Regenwurm stoßen sie auf einen Trupp Bienen. Die reagieren auf Fragen nach den Spanischen Fliegen nicht sehr freundlich, weisen Paddy und den anderen dann aber doch den Weg. Die „Gnome“ sollen halt ausrichten, dass die Bienen jetzt das Planquadrat Malvenrot bestäuben würden.

Die Wegbeschreibung ist gut, und die Gruppe wird von dem Dorfvorsteher Osvaldo freundlich willkommen geheißen. Er hat sieben Söhne (Romualdo, Cataldo, Ivaldo, Ronaldo, Maraldo, Ricaldo und Sevaldo) und eine Tochter (Elena). Außerdem gibt es noch den mürrischen José, den freundlichen Gitarrenspieler Manuel, die glutäugige Tänzerin Dolores und die ältere Lehrerin Mafalda. Die Fliegen sind unbekümmert und etwas unorganisiert, freuen sich aber über die Gnomengäste.
Paddy versucht, sie zu überreden, mit ihm nach Indien zu kommen, indem er die Vorzüge der Kakaoblüten anpreist, aber die Fliegen fühlen sich auf ihrer Wiese ganz wohl. Außerdem werden sie das Feld doch nicht diesen spießigen Bienen überlassen! Das käme denen gerade recht!

Offenbar herrscht ein ständiger Zwist zwischen Bienen und Fliegen: Im Augenblick sogar besonders heftig, weil die Bienen den Apfelbaum bestäubt haben, obwohl die Fliegen dran gewesen wären. Außerdem war da mal was mit einer Pollenreuse, und überhaupt sind die Bienen langweilig.

Das zeigt sich dann, als das Fest in die späteren Abendstunden in ungebrochener Lautstärke andauert. Ein Trupp Bienen kommt vorbei und nörgelt herum, dass die Feier so laut ist und dass sie zumindest am nächsten Tag früh aufstehen müssten. Dafür ernten sie allerdings nur Hohn und Spott.

Irgendwann fallen die Fliegen, berauscht von Pollenwein und Tanzmusik, ins Bett. Am nächsten Tag gibt es ein wenig Chaos, als Zafira sich dafür interessiert, selbst mal Blumen zu bestäuben, und Ramon, der sie beeindrucken will, es ihr nachtut. Ihr geht sein Geflirte zwar ziemlich auf die Nerven, aber Manuel erklärt Ramon, dass ihre arrogante Art nur ein Anzeichen von tiefer Zuneigung wäre.

Allerdings hat auch Michele Interesse an Zafira, das sie auch wesentlich mehr erwidert. Ein Plan Manuels, Michele abzulenken, damit Ramon um Zafiras Hand anhalten kann, scheitert dann aber eher an Ramons mangelnder Bereitschaft zur Eheschließung.

Nebenher erfahren sie, dass Elena wohl einen heimlichen Geliebten hat (womöglich eine Biene?), und dass die Fliegen alles bestäuben können, was eine Blüte hat.
Am Nachmittag tauchen die Töchter der Bienenkönigin beim Fliegendorf auf. Sie haben die sieben Söhne von Osvaldo als Geiseln genommen und wollen jetzt auch noch die Blüten am Schuppen bestäuben. Es kommt zu einem längeren Streitgespräch, auch wegen dem Festlärm, bei dem den Bienen vorgeworfen wird, sie können ja nicht richtig feiern. Das lassen die Bienen nicht auf sich sitzen: Sie laden die Fliegen und die Gnome morgen Abend zu einem echten Fest in ihrem Stock ein!

An diesem Abend macht sich Osvaldo Sorgen um seine Söhne, die Fliegen sind generell wütend, und Zafira macht einen Abendspaziergang, weil ihr Ramon auf die Nerven geht. Michele folgt ihr, begleitet von Pierre (Paddy findet, er solle nicht allein gehen).
Es kommt zu einem dramatischen Kampf mit einem Tausendfüßler, bei dem Michele versehentlich die Wiese anfackelt. Das macht aber nichts, denn nach der ganzen Aufregung kommen sich Zafira und Michele sehr zu Ramons Ärger viel näher.

Am nächsten Tag machen sich alle Fliegen und die Serpentianer bereit für das Fest. Kurz bevor sie aufbrechen, entdeckt Ramon am Waldrand eine herumfliegende Ameisenkönigin. Beunruhigt erzählen Paddy und Michele Osvaldo davon. Der gerät beinahe in Panik, weil die Ameisen die ganze Wiese auffressen werden! Die Serpentianer beruhigen ihn und überzeugen ihn, dass die Situation mit der Bienenkönigin Sieglinde abgeklärt werden muss.

Auf der Feier im Bienenstock lernt die Gruppe außer Sieglinde noch ihre sieben Töchter, ihren Sohn Hannes (der Elena verliebte Blick zuwirft) und den Trompeter Berthold kennen.
Während Sieglinde, Osvaldo und die Magier das weitere Vorgehen planen, tragen Gwy, Ramon und Zafira zur Völkerverständigung bei, indem sie versuchen, die Musik- und Tanzstile der Fliegen und Bienen zu kombinieren. Das funktioniert eigentlich ganz gut, auch wenn es ab und an zu Streitereien kommt.

Paddy und Michele wollen zunächst Aufklärungsarbeit leisten. Sie brechen am nächsten Tag mit ihren Begleitern auf und überreden Sieglinde und Osvaldo, ihnen Hannes und Elena als Begleiter mitzuschicken. Am Rand der Wiese entdecken die beiden dann das riesige Heer der Ameisen: Sie kommen von einer Stelle am Waldrand und schicken gerade noch Spähtrupps aus, um die günstigste Route zu finden.

Schnell entsteht der Plan, die Ameisen mit einer Fährte aus Honig in das nächste Reich zu locken, damit die Blumenwiese verschont bleibt. Hannes und Elena fliegen zurück, um Honig und Hilfe zu holen, während der Rest sich schon mal auf den Weg macht, um einen günstigen Punkt zu finden.

Der Plan funktioniert: Die Ameisen folgen der Honigspur und verwüsten dabei nur einen kleinen Teil der Blumenwiese. Bienen und Fliegen sind erleichtert und fangen recht schnell wieder an, sich zu streiten. Aber immerhin nicht mehr so verbittert wie vorher.

Hannes und Elena beschließen, die Serpentianer zu begleiten, zusammen mit ein paar anderen jungen Fliegen und abenteuerlustigen Bienen.

Auf dem Rückweg gibt es noch ein Problem, weil niemand weiß, wie man die Wirkung des Verkleinerungstranks aufhebt. Allerdings erhalten sie Hilfe von den deSolleur-Zwillingen, die ihren älteren Bruder jedoch als Mini-Gnom nicht erkennen. Ist vielleicht auch besser so.

Etwa 3 Monate, nachdem sie aufgebrochen sind, kehrt die Gruppe nach Serpentia zurück. Die Fliegen werden nach Indien gebracht und können die Kakaopflanzen tatsächlich bestäuben – jetzt steht einer intensiveren Zucht nichts mehr im Wege.

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Frühling und Sommer 1211 - Bundleben
Frühling / Sommer 1211

Frühling 1211

Nach dem Gespräch mit Rasul stellen Paddy und Gwyn fest, dass die Situation mit Gilad so nicht weiter gehen kann: Der Adlige verschleudert Geld, das er nicht hat, und gleitet unaufhaltsam in einen Schuldenberg. Da helfen auch die hohen Steuern auf Dauer nichts.
Gemeinsam mit Frederik gelingt es ihnen, Gilad einen Traum zu schicken, in dem dieser all sein Geld und seinen Besitz verliert, weil er zu verschwenderisch lebt. In diesem Traum verlassen ihn seine Freunde entweder, oder er zieht sie mit in den Untergang.
Nach diesem Alptraum sprechen Paddy und Gwyn eindringlich mit Gilad über seine Finanzen und seine Verschwendungssucht. Schließlich sieht der Adlige ein, dass es so nicht weitergehen kann, und fasst den Entschluss, künftig weniger Geld zum Fenster hinaus zu werfen.

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Sommer 1211

Im Sommer heben Lacus und Rhys in Indien ein Schiffswrack. Es ist billiger, das Wrack zu reparieren, als ein neues Schiff zu kaufen.
Allerdings geraten sie dabei an einen Einsiedlerkrebs, dem sie nach der Suche einige Bauern Vis schulden.

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Dáirine besucht das Haustreffen Bjornaer, um endlich einen Lehrmeister für Gilads Sohn Dashar zu finden.
Sie kann Bruno Ex Bjornaer überzeugen, mit ihr in die Levante zu kommen und den Jungen auszubilden. Brunos Herztier ist ein großer Bernhardiner.

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Unterwegs besucht Dáirine auch noch Durenmar, um herauszufinden, warum Silentius eigentlich zum Wizard’s March verurteilt wurde. Offenbar ist der Bonisagus damals einer Intrige zum Opfer gefallen ist – es ging wohl gar nicht unbedingt um seine Forschung, sondern darum, dass er einem Tremere auf die Füße getreten ist.

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Der Herr der Berge
Frühling 1211

Dáirine, Patrick, Gwyweredd, Samed

Dairine und die anderen gehen zum Dorf beim Bergwerk, um das Frühlingsfest zu feiern. Dort treffen sie Arthur, der gerade mit den Bergleuten verhandelt. Mitten in der Nacht sieht Pierre einen Mann, der die sehr steile Bergwand hinunterkommt – scheinbar mit Magie. Pierre erkennt Rasul, den Räuberhauptmann.

Der erzählt ihm, dass das nahe Felsenkloster von einem fetten Erd-Ifrit namens Osmur eingenommen worden ist. Die Mönche und seine Leute wurden gefangen genommen, weil Osmur hinter einem Artefakt oder einer Reliquie her ist, das die Mönche in einem Raum verschlossen haben. Der Raum ist mit heiligen Mächten versiegelt, aber übermorgen ist Karfreitag, da sind die infernalen Mächte besonders stark und könnten zum Raum durchbrechen.

Pierre alias Puck meint zu Rasul, dass er vielleicht Unterstützung von der serpentianischen Magierin organisieren könnte. Dafür sollte Rasul den Ball flach halten.. Gut, nennt er sich halt Rachman. Aber während Pierre mit Dairine redet, unterhält sich Rasul noch mit ein paar Dörflern. Die nun wieder unterhalten sich untereinander über Rasul. Das bekommt Samed, der Poet, mit und fragt, wer denn dieser Rasul ist. Einer der Dörfler erzählt ihm hastig, Rasul wäre eine gefährliche, fleischfressende Bergziege.

Ein wenig Verwirrung über Rasul / Rachman, Pierre / Puck, Samed / Samir und der Bergziege später beschließt Dairine, sich um die Sache mit dem Felsenkloster zu kümmern. Rasul wird von einem Erddjinn begleitet, Uroc, der ihnen helfen kann, dort schnell hin zu kommen; also geht es am nächsten Morgen los.

Bevor sie richtig loskommen, tauchen zwei abgerissene Typen mit Waffen und ein heruntergekommener Erddjinn auf. Sie verkünden, dass sie im Namen des neuen Königs der Berge unterwegs sind und nach Leuten suchen, die ihn unterhalten. Dairine meldet sich, und auch Samed der Poet, Gwy und „Rachman der Studert“ stellen sich zur Verfügung. Patrick und zwei andere Bergleute müssen auch mitkommen, weil sie stark aussehen und der König der Berge Sklaven braucht.

Also schleifen Hassan und Süleiman die Gruppe zum Felsenkloster. Das ist mittlerweile mit einer groben Mauer und einem etwas wackligen Turm ausgebaut worden (beides offenbar mit Magie aus dem Erdreich gerissen). Patrick und die zwei Bergleute müssen Sklavenarbeit an der Mauer leisten, während die anderen vier zu Osmur geschleift werden.

Der ist ein fetter, grober Ifrit der Erde, der dringend nach Unterhaltung schreit. Sameds Ode an den „Herren der Berge“ gefällt ihm ausnehmend gut, obwohl es sich dabei eher um Knittelverse handelt („Der große Herr der Berge / fürchtet weder Mensch noch Zwerge. Mit Felsen und Gestein / zermalmt er Gebein“). Als Gwy dran ist, schläfert er mit einem Lied die anderen Erddjinns ein, die sich in der Halle aufhalten. Während dessen bietet Dáirine Osmur levantinischen Whisky an – und nachdem der Djinn sich damit zugeschüttet hat, schläft er auch ein. Die beiden Wächter, Hassan und Süleiman, sind ohnehin schon angetrunken und werden per Zauber ebenfalls schlafen geschickt.

Dann bekommen Rasul / Rachman und Samed die Gesichter der beiden Wächter und Dáirine und Gwy werden beide unsichtbar.

Von Rasul wissen sie, dass die Mönche unter Vater Petrus wohl im Turm gefangen gehalten werden, also machen sie sich auf den Weg dorthin. Am Wächter am Eingang kommen sie leicht vorbei. Der Turm ähnelt von innen einem instabilen Schornstein und wird von allerlei Sparren und Säulen gestützt. Es gibt einen Weg nach unten, wo die Mönche gefangen gehalten werden. Der Wächter, der ihn bewachen soll, schläft allerdings.

Heimlich schleicht die Gruppe nach unten. Dort entdecken sie zwei Erddjinns, die gerade einen gefangenen Mönch foltern, und mehrere Zellen, in denen die anderen Mönche gefangen gehalten werden. Es gelingt Samed und Rasul, die beiden Djinns zu überzeugen, die Gefangenen nach oben zu bringen. Dáirine setzt einen davon mit einem Furchtzauber außer Gefecht und erschafft danach die Illusionen eines weise dreinblickenden Luftdjinns. Der zweit Erddjinn wird unterdessen von Gwy und Rasul außer Gefecht gesetzt, indem sie eine Stütze aus dem Turm ziehen und ihm einige schwere Steine auf den Kopf fallen lassen.

Allerdings wird die Wache alarmiert, und Dáirine lässt ihren Luftdjinn nach draußen schweben und mit donnernder Stimme verkünden, alle Anwesenden sollten sich wieder Allah zuwenden – sie hätten drei Tage Zeit. Ein zweifelnder Feuerdjinn wird durch den Furchtzauber ebenfalls in die Flucht geschlagen, und ein Großteil der anderen Ifrits folgt ihm.
Bevor Osmur aufwacht, verziehen sich die Serpentianer mit den befreiten Mönchen und den Sklaven, die von Patrick und den anderen aus Rasuls Bande angeführt werden.

In einiger Entfernung von dem Felsenkloster sprechen sie mit Vater Petrus, dem Vorsteher des Felsenklosters. Das ist derselbe Petrus, der vor vielen Jahren als „Bruder Petrus“ Consors in Serpentia war. Er ist schwer verletzt, weil die Ifrits ihn gefoltert haben, aber weder er noch einer der anderen Mönche hat preisgegeben, wie die Tür zu dem Raum mit den Artefakten und Reliquien zu öffnen ist.
Petrus erzählt, dass Osmur hinter einem magischen Juwel her ist, das einen Teil der Essenz des mächtigen Feuerifrits Shirach enthält. Und die Gefahr ist nicht gebannt: Morgen ist Karfreitag, und möglicherweise kann Osmur die Tür an diesem Tag öffnen.
Gwyweredd erklärt sich bereit, unsichtbar zurück ins Kloster zu schleichen und zu versuchen, alle wichtigen Gegenstände aus der Kammer zu holen. Die Reliquien dürften sicher sein, aber das Felsenkloster verwahrt ab und zu auch verfluchte Gegenstände, damit sie nicht benutzt werden – daher stammt auch das rote Juwel.
Nachdem Gwy die Beichte abgelegt hat, gelingt es ihm, sich zurück ins Kloster zu schleichen, die Tür heimlich zu öffnen und den roten Stein, einen Dolch und eine verschlossene Flasche herauszuholen.

Am Ostersonntag verschwinden die Ifrits und ihre Mörderbande wieder aus dem Felsenkloster (die, die nicht schon vor Dáirines Luftdjinn geflohen sind). Allerdings hat einer der Räuber einen Großteils des Geldes gestohlen, und das Kloster ist schwer beschädigt, weil der instabile Turm umgestürzt ist. Dáirine hilft noch bei den Aufräumarbeiten, genau wie Rasul und seine Leute.

Danach hat sie noch ein kurzes Gespräch mit Rasul, bei dem aber nicht viel herauskommt, außer dass Rasul noch einmal bekräftigt, dass er in der Gegend hier gegen Unrecht und Willkür vorgehen wird.

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Die Knochenkönigin
Frühling 1211

Michele, Lacus, Paddy, Sven, Aaron, Henry, Zafira, Pierre

Im Bund taucht Serena Canetti auf, eine Consors von Profunditas, und will mit Michele sprechen. Sie meint, Michele hätte sie gebeten, mal die Ohren nach Maria Alessi offenzuhalten, und sie hätte gehört, dass in der Nähe von Wick eine tot aussehende Frau mit dem Wappenring der Alessis gesehen worden sei. Sie soll in einem toten Land als Einsiedlerin leben.

Serena ist durch das Labyrinth im Keller gekommen – sie hat sich etwas verlaufen und daher fünf Tage von Profunditas nach Serpentia gebraucht.

Michele erinnert sich, dass Maria Alessi eine Bekannte von seinem Lehrmeister Mortifer war, die vor etwa einem Dutzend Jahre an einer Blutkrankheit erkrankt und verstorben. Die Nachrichten von dieser Frau in Schottland interessieren ihn aber – vielleicht ein Geist? Er engagiert Lacus, der sich ja mit Geistern auskennt, damit der mitkommt.

Als beide mit Paddy sprechen, fühlt der sich bei der Erwähnung des toten Landes spontan an Hector, den Hund mit dem Geist eines Landes, erinnert. Und an Scorpio, den untoten Giftmischer.
Es gibt dann eine Bundsitzung, bei der Imogen mit Hector spricht. Hector weiß nicht, wie die Menschen sein Land nennen, aber er weiß, dass es im Osten ans Meer grenzt, und er kann einige Landmarken beschreiben.

Danach gibt es noch ein Fest für Serena, die sich darüber wundert, dass man für eine Con sors ein Fest gibt. Dann stellt ihr Michele die ganzen Magier mit Familien vor, was sie erst recht verwirrt. Aber sie scheint nicht vollkommen abgeschreckt zu sein, jedenfalls will sie noch ein paar Tage bleiben.

Am nächsten Morgen brechen Paddy, Michele und Lacus mit den Grogs Aaron (für Lacus, weil Ludwig mal wieder was mit dem Blinddarm hat), Henry (für Michele, weil sich Ramon die Milz eingeklemmt hat) und Sven auf. Zafira und Pierre kommen ebenfalls mit.

Sie reisen zunächst per Hermesportal auf die Shetlands und von dort aus mit einem Kutter Richtung Süden. Die Reise verläuft relativ ruhig bei gutem Wetter, bis sie kurz vor Wick sind. Dort werden sie von Fischmenschen angegriffen, die offenbar von Dämonen besessen sind. Durch einen unglücklichen Schlag gelingt es einem der Wesen, Henry aufzuspießen; auch Sven und Paddy werden verletzt. Trotzdem können Lacus und Michele den Kampf für sich entscheiden.

An der Küste entdeckt Lacus ein Schiffswrack, und mit etwas Magie sieht er dort eine halb zerfallene Leiche, die erfolglos versucht, sich die Steilwand hochzuziehen. Im Wasser der Umgegend bemerkt er einen Geist, der sehr gequält aussieht und dieselben unheimlichen Blubbergeräusche macht wie die Fischmenschen.

Sie beschließen, so schnell wie möglich nach Wick zu kommen, und fahren in die Nacht. Dabei hält Lacus mit Magie Ausschau nach Untiefen und Sandbänken. Das funktioniert auch ganz gut, auch wenn der Kapitän am Anfang etwas verwirrt von Lacus‘ Anweisungen ist.

In Wick bringen Padraig und Sven zunächst Henrys Leiche zur Kirche, damit er ein anständiges Begräbnis erhält. Da sie das Grab nicht selber ausheben – beide sind ja verletzt – heuern sie am Hafen einen Söldner an. Der macht einen recht kampfkräftigen Eindruck, daher wird er als Ersatz für Henry angeheuert. Er heißt Haakon Hendrykson.

Padraig, Pierre und Sven gehen los, um Informationen zu beschaffen. Sie erfahren, dass die Fischwesen in diesem Frühling aufgetaucht sind und bereits mehrere Schiffe angegriffen haben. In der Gegend gibt es drei größere Clans, die Mac an Abas, die MacGrahams und die Connards (die entweder mit Feen oder mit Dämonen verbündet sind). In der Kneipe, in der die Mac an Abas verkehren, hören sie von einer untoten Frau, die im toten Land lebt, und von mehreren Untoten, die da durch die Gegend wandern.

Am nächsten Tag brechen sie auf in Richtung totes Land. Nach zwei Tagen Reise stellen sie fest, dass vermehrt Giftpflanzen wachsen. Zafira entdeckt sogar eine infernale Pflanze. Allerdings nimmt dieser Bewuchs wieder ab, sobald sie sich dem toten Land nähern. Dort wächst gar nichts, keine Pflanzen, kein Gras, obwohl der Boden eigentlich ganz fruchtbar ist.

Nach einer Wegstunde sehen sie einen Trupp von toten Seeleuten, die in die Richtung schlurfen, in die sie auch wollen. Zunächst umgehen sie die Zombies. Aber an dem Turm, in dem die Tote wohnen soll, stehen auch einige tote Tiere und Menschen herum und schauen den Turm an.
Ein kurzer Test mit den Zombies, die noch herumschlurfen, ergibt, dass die nicht auf lebende Menschen reagieren. Also machen sich Paddy und die anderen auf den Weg zum Turm, gehen durch die Gruppe an Untoten zum Eingang, und klopfen an die Tür.

Es dauert einen Moment, dann öffnet ein Skelett, stutzt und winkt sie dann herein. Im Turm treffen sie die Untote, Maria Alessi. Die sieht durchaus untot aus, ist aber intelligent und nicht aggressiv. Sie erkennt Michele, ist aber etwas überrascht, dass sie schon seit so vielen Jahren tot sein soll. Immerhin ist ihr klar, dass sie tot ist. Sie erzählt, dass sie nach ihrem Tode auf einem Friedhof aufgewacht ist, umgeben von belebten Leichen. Offenbar belebt ihre bloße Anwesenheit Leichen in ihrer Umgebung, die ihr dann folgen und die sie befehligen kann.

Einige Untersuchungen ergeben, dass sie magisch ist, möglicherweise durch merkurianische Magie belebt. Das weißt nun wieder auf Micheles Lehrmeister Mortifer hin, denn in Profunditas beschäftigen sich die Magier durchaus mit merkurianischer Magie.

Maria ist über die ständig auftauchen Untoten – die Seeleute, die Tiere – allerdings beunruhigt. Früher hat sie Leichen nur in einem Umkreis von ungefähr 20 Metern unwillkürlich wiederbelebt, aber dieser Radius ist jetzt stark ausgedehnt. Möglicherweise, meint sie, hätte das mit dem Besuch eines anderen Untoten zu tun, der im Winter bei ihr war – ein unheimlicher Kerl, der sich „Stachel voll Gift“ und „Herr der Engelstrompeten“ nannte. Er wollte ein Bündnis mit ihr eingehen, das sie aber abgelehnt hat. Er kam ihr ziemlich dämonisch vor.

Paddy vermutet, es könnte sich bei dieser Person um Scorpio handeln, den alten Magier, der sein hermetischer Vorfahr aus dem Haus Tytalus erinnert – ein echtes Schreckgespenst des schottischer Tribunals. Dafür spricht, dass er sich bei seinem Gespräch mit Maria abfällig über den Orden geäußert hat.

Nachdem Maria Scorpios Angebot abgelehnt hat, hat er versucht, sie zu vernichten, was aber nicht geklappt hat. Sie hat dann versucht, ihn zu kontrollieren, aber auch das hat nicht geklappt. Schließlich ist Scorpio gegangen, hat aber versprochen, zur Äquinox im Frühling wiederzukommen – also morgen.

Maria ist mit ihrem Zustand nicht sehr glücklich. Michele möchte ihr gern helfen, und sie fragt ihn, ob er nicht etwas gegen den verstärkten Einfluss, den sie auf ihre Umgebung auswirkt, tun kann.

Er, Paddy und Lacus entdecken einen großen Knochenkreis, der um die Burg herum im Graben unter der Erde versenkt wurde. Dabei vergiftet sich Lacus an der Hand, aber dank Zafiras schneller Reaktion und dank Micheles Perdo-Zauber kann er gerettet werden. Maria kann den Knochenkreis zerstören – mit Knochen kennt sie sich immerhin aus. Das kostet sie allerdings ziemlich viel Kraft.

Danach verabschieden sie sich von Maria, möglichst bevor Scorpio vorbeikommt. Sie machen aus, dass Maria Michele ihre Unterlagen zur Verfügung stellen wird, und dass Michele Maria ein paar Utensilien für ihre Forschungen zukommen lässt.

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Auf dem Pferdemarkt
Frühling 1211

Andrew, Bridged, Konrad, Joran, Juri, Colleen

Paddy hat es verschlafen, dass er eigentlich nach Charmaine-sur-le-Doux muss, um uns dort beim Frühlingsfest zu repräsentieren. Deswegen muss ich das dieses Jahr machen. Na, besser als beim Bergwerk, da kommt dann sofort einer an, ob ich nicht mal „kurz“ einen Tunnel hier hin treiben könnte oder mal „grad“ gucken könnte, ob hier oder da eine Erzader ist oder mal „nebenbei“ ein paar Steine wegtransportieren könnte… ich könnte das ganze Jahr da bleiben und würde nicht fertig werden.

Ich nehme Konrad und Bridged mit, Colleen ist auch dabei, und Joran und Juri auch. Fein, dann muss ich mir keine Sorgen machen, ob uns irgendjemand belügt oder versucht, uns übers Ohr zu hauen.

Das Fest verläuft soweit harmonisch. Dem Dorf geht es soweit gut, sie finden die Steuern nur ziemlich hoch. Die werden nach dem gloriosen Diebstahl im Herbst vermutlich auch eher steigen als gesenkt werden.

Ich bitte Juri, auf Bridged aufzupassen. Ich erinnere mich, dass sie irgendwann mal fürchterlich begeistert von jeglicher Art Feen war, und hier sind einige Feen zu Gast. Und bevor ich dann Ruairigh und Dairine ein Enkelkind mit Hasenohren erklären muss…

Wir hatten unterwegs darüber gesprochen, dass wir ja eigentlich bei dieser Gelegenheit mal den Pferdemarkt besuchen könnten. Das hatte ich Bridged schon vor längerer Zeit versprochen, und die Gelegenheit ist ja relativ günstig. Dairine hat nichts dagegen (hätte mich aber auch gewundert).

Nach einem ereignislosen Tag schlagen wir abends das Lager auf. Gerade als wir zu Abend speisen, taucht Sir Maolorain auf, der Vater von Dairine. Was will denn der? Er meint, er wäre auch auf dem Weg zum Pferdemarkt. Dort wird ein seltenes Fest gefeiert, nämlich das Fest der Herrin der Pferde. Die hat gerade ein neues Fohlen geboren, und das wird immer gefeiert.

Wir verbringen den Abend damit, Neuigkeiten auszutauschen und uns zu unterhalten. Maolorain hat seinen Knappen dabei, einen jung aussehenden Elfen namens Finn.

Gemeinsam geht es am nächsten Tag weiter. Nach ein paar weiteren ereignislosen Tagen erreichen wir den Pferdemarkt – eine große Ebene, auf der eine riesige Pferdeherde umherstreift, und ein nahes Zeltlager. Colleen hat uns zwischendurch verlassen und wird uns auf dem Pferdemarkt wiedertreffen, aber als wir dort ankommen, ist sie noch nicht da.
Da beide Herbergen voll sind, schlagen wir unser Zelt bei den anderen auf. Als wir fertig sind, kommt eine Fee, die aussieht wie ein kleiner Junge, und bietet uns an, uns herumzuführen. Zuerst bringt er uns zu der großen Herde – dort bekommt man die besten Pferde. Joran und Bridged fragen wegen dem Fohlen und dem Fest und erfahren, dass so ein Fohlen nur alle 100 Jahre geboren wird. Das Fest besteht dann daraus, mit der Herrin der Pferde zu reiten. Was auch immer das heißen mag. Jedenfalls geht es eine Nacht lang. Was auch immer das heißen mag.

Wir unterhalten uns mit einer sprechenden Stute, aber die weiß auch nicht, was da passiert, und ob dieser Ritt irgendwann endet – oder ob man ihn abbrechen kann. An einem „Segen“ irgendeiner Fee auf meiner Defiant bin ich ohnehin nicht so wahnsinnig interessiert.

Etwas später entdecke ich das Merinita-Hauszeichen auf einem der Wimpel an einer Lanze. (Ich frage mich ja, warum ausgerechnet ich das bemerkt habe. Vermutlich sind die Kinder einfach abgelenkt.) Der Reiter ist tatsächlich ein Merinita, Sir Liam aus Irland. Wir unterhalten uns eine Weile – genau kennt er sich nicht mit diesem Festritt aus, aber er empfiehlt uns, den alten Zentauren Leander zu fragen.
Nachdem ich noch erklärt habe, was damals mit dem schottischen Bund passiert ist (Mißverständnis, Mißverständnis), und ihn zu uns eingeladen habe, verabschieden wir uns von ihm.

Wir machen uns auf den Weg zu dem Zentauren, der nicht direkt auf dem Pferdemarkt lebt. Unterwegs stoßen wir auf ein weißes Pferd, das einen Dorn im Huf hat. Den zieht Bridged heraus. Vermutlich ist das irgendeine Art Prüfung.

Schließlich kommen wir an Leanders Hütte an. Er ist erstmal mißtrauisch, aber ich lade ihn zu Essem und Whisky ein, während Bridged, Juri und Konrad ein paar Hausarbeiten für ihn erledigen. Joran spielt derweil auf.
Das funktioniert auch ganz gut (vor allem der Whisky), und Leander erzählt, dass das Fest eigentlich eher für die Reiter ist als für die Pferde. Eigentlich wird da nur die ganze Nacht gefeiert, und dann reiten alle gegen Morgen zum Sonnenaufgang auf die Große Weide. Das ist ein ziemlich gemütlicher Ritt, bei dem die Sturzgefahr wohl ziemlich gering ist.

Als wir uns gerade auf den Rückweg machen, taucht plötzlich Maolorain auf und meint, er hätte sich beim Tag vertan und wir müssten jetzt sofort los. Also geben wir den Pferden die Sporen – allerdings fällt Joran dabei halb vom Pferd, weil er eigentlich gar nicht reiten kann. Ich nehme ihn dann mit auf Defiant, das ist einfacher.
Kurz darauf hören wir Musik und sehen ein paar Faune und Nymphen, die eine wilde Party feiern. Pferde sind allerdings keine da. Das ist vermutlich das falsche Fest. Wir reiten weiter, auch wenn Joran noch etwas sehnsüchtig zu den leicht bekleideten Tänzerinnen schielt. Die sind aber auch recht hübsch.

In einem kleinen Wald schließlich stoßen wir auf eine Gruppe Ritter, die auf einer Lichtung lagert. Die sind zwar sehr freundlich, aber sie haben einer holden Maid versprochen, dass sie nur Leute durchlassen, die sich mit ihnen tjosten. Zumindst gilt das für die Ritter, also Maolorain und mich. Großartig. Ich nehme mir ja immer mal wieder vor, mit der Lanze zu trainieren, aber irgendwie waren andere Sachen wichtiger.

Entsprechend geht die Tjoste aus – immerhin blamiere ich mich nicht vollkommen, treffe den Schild meines Gegners irgendwo und kippe von Pferd, als er mich trifft. Vielleicht hätte ich auch im Sattel bleiben können, aber wozu? Gewonnen hätte ich ja eh nicht, und im Gegensatz zu dem, was manche Leute glauben, bin ich nicht wahnsinnig wild darauf, verletzt zu werden.

Maoloarain hingegen gewinnt seine Tjoste glanzvoll, also dürfen wir weiter reisen. Dann allerdings kommt ein starker Nebel auf und wir werden voneinander getrennt… großartig.
Irgendwas stimmt nicht mit Defiants Huf – das Eisen ist gebrochen. Wir brauchen einen Hufschmied. Praktischerweise finden wir ziemlich schnell einen: Ein Stück den Weg hinunter sehen wir eine Zwergenschmiede, die gerade von drei Orks angegriffen wird. Ich verscheuche die Orks, ohne meinen Namen zu nennen. Der Zwerg erzählt, dass die Orks für einen bösen Zauberer arbeiten, der an die Mine der Zwerge heran will.
Leider kann ich nicht bleiben, um mit diesem Zauberer aufzuräumen. Ich muss Bridged und Juri (und Konrad) wiederfinden.

Der Zwerg ist glücklicherweise Hufschmied und kann Defiants Huf in Ordnung bringen. Mit einem kleinen Nachteil: Wenn in der Nähe gezaubert wird, fällt der Huf wieder ab. Der Zwerg mag offenbar keine Zauberer.

Da es nur einen Weg weiter gibt, nehmen wir den. Dort treffen wir ziemlich bald einen Schwarzen Ritter. Der ist vom Zauberer Rumburak geschickt worden, um die Zwerge zu schikanieren. Das gefällt mir nicht so recht, also stelle ich mich in den Weg und erschlage ihn nach längerem Kampf. Dabei stolpere ich allerdings über eine dumme Wurzel und kriege sein Schwert in die Seite. Ist aber keine tiefe Verletzung.
Während des Kampfes hat ein kleines, hutzeliges Männchen versucht, mich von hinten anzugreifen. Das wurde aber von Joran aufgehalten (gut, dass der dabei war, so richtig schlecht war der Ritter nämlich nicht). Na gut, wir lassen ihn laufen, und ich sage ihm, er solle dem Zauberer ausrichten, dass die Zwerge unter meinem Schutz stehen und dass er das nächste Mal vielleicht einen besseren Gegner schicken sollte (ich und meine große Klappe!). Als er nach meinem Namen fragt, erklärt ihm Joran, ich wäre der Eiserne Ritter. Sehr schön.

In der Zwischenzeit hat Juri eine Maid vor einem Hutzelgnom gerettet und sich dann mit ihr verlobt (damit sie nicht den Mann heiraten muss, den ihr Vater ausgesucht hat). Sobald er ein Ritter ist, wird er gehen und die junge Frau heiraten.

Bridged hingegen rettet ein Rehkitz aus einer Falle, und als ein Hutzelgnom sich darüber beschwert und sie angreift, erschlägt sie ihn fast. Das tut ihr aber leid, also verbindet sie ihn. Das gefällt einem Einhorn, und es meint, solange Bridged unberüht und reinen Herzens sei, wird es sie beschützen.

Schließlich kommen wir alle auf dem Fest an. Rhiannon, die Herrin der Pferde, heißt uns willkommen und meint, Defiant wäre ja schon etwas erschöpft und möglicherweise nicht in der Lage, am Festritt teilzunehmen. Soll ich aber entscheiden. So wie ich Defiant kenne, wird es ziemlich schwierig, die davon abzuhalten, mitzukommen, wenn eine ganze Horde Pferde loslaufen.

In der Zwischenzeit hat Maolorain Colleen ein Gedicht vorgetragen, aber sie lässt ihn ziemlich abblitzen. Gut, was anderes hätte mich auch gewundert. Lucien hatte es ja schon ziemlich schwer mit ihr.

Ich finde allerdings niemanden, der sich um Defiant kümmern kann, und irgendwann kreuzt Rhiannon auf und will wissen, ob ich mitkomme. Als ich ihr sage, dass Defiant zu erschöpft ist, will sie irgendeinen Zauber auf das Pferd legen, aber ich kann sie überzeugen, das zu lassen. Dafür darf ich dann halt nicht mit.
Eigentlich sollte Bridged besser bei mir bleiben, und sie widerspricht auch nicht, aber ich merke schon, dass sie verdammt gern mitgehen würde. Na gut, ich bin ein Weichkeks, also frage ich Colleen, ob sie auf das Mädchen aufpassen kann. Die stimmt zu, und dann reiten Colleen, Bridged und Yuri in den Sonnenaufgang mit den anderen.

Joran ist da geblieben. Der kommt langsam auf den Trichter, dass die Pferde eigentlich gar nicht so erschöpft hätten sein dürfen. Vermutlich hat die Herrin die Pferde manipuliert, um die Reiter zu zwingen, die Entscheidung zwischen Teilnahme am Wettrennen und Schonung der Pferde zu treffen. Erscheint ihm nicht sehr vertrauenswürdig.

Der Festritt verläuft ereignislos, und wir finden uns auf dem Pferdemarkt wieder. Danach kehren wir nach Hause zurück, glücklicherweise ohne irgendwelche Feenpferde.

Ich bin danach noch mal zurück in den Feenwald, um die Sache mit Rumburak zu klären.
Das hat auch ganz gut geklappt: Er hat nach jemandem gesucht, der für ihn den Eisernen Ritter umbringt. Nachdem ich alle anderen Bewerber um den Job aus dem Rennen geworfen hatte (lange Geschichte), hatte ich eine kurze Konfrontation mit ihm. Dabei habe ich seinen Zauberring zerstört und er hat sich in einen keifenden Hutzelgnom verwandelt. Den habe ich den Zwergen übergeben – damit ist das hoffentlich erledigt.

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Gilad und die acht Räuber
Herbst 1210

Pierre, Jessica, Ramon, Michele, Samed, Zafira

Pierre hat es geschafft, einen Kontaktmann in einem der umliegenden Dörfer zu finden, der die Räuber kennt. Er erfährt, dass die Räuber mitbekommen haben, dass Gilad höchstselbst auf die Jagd nach ihnen gehen will, und dass sie diese Gelegenheit nutzen wollen, um sein Haus in Damaskus auszuräumen. Pierre behauptet, er würde sich in dem Haus auskennen, und vereinbart ein Treffen mit Rasul, dem Anführer, in Damaskus.

Er und die anderen, die dabei sind, tarnen sich durch Illusionen und treffen sich mit Rasul in einem Bad. Rasul ist charismatisch und etwas eitel, scheint sich aber wirklich für das Wohlergehen der Bauern im Hinterland, die von Gilads Steuern ausgeblutet werden, zu interessieren. Er erzählt, dass sie alte Tunnel unter Gilads Haus kennen würden, und dass sie durch diese eindringen wollen. Danach wird improvisiert, aber es wäre ganz gut, wenn Pierres Leute sich als Angestellte ins Haus schleichen könnten.

Es gelingt Zafira (als Wäscherin) und Samed (als Wächter), eingestellt zu werden. Im Haus herrscht noch ziemliches Chaos, weil die Reste der Aladin-Feier noch nicht vollständig aufgeräumt worden sind und überall noch Kruscht mit Panthermotiven und Transportkisten herumstehen. Samed kommt auf die Idee, dass Rasul seine Beute ja in die Transportkisten packen könnte – und dann am nächsten Tag einfach abholen kann.

Mitten in der Nacht inszenieren die Serpentianer eine Ablenkung bei Gilads Haus: Sie tauchen mit einem Haufen Kisten auf und behaupten dreist, sie sollten aufräumen. Der Aufrtag käme von Dashan. Der stellvertrende Hauptmann der Wache ist ein ziemlicher Trottel und lässt sie nicht nur machen, sondern spannt den halben Haushalt mit ein. Rasul und seine Leute fallen überhaupt nicht auf, als sie die Beutel mit Gilads Gold in ein paar Kisten räumen.

Am nächsten Morgen werden dann auch diese Kisten von Rasul abgeholt, inklusive Zafira, die sich in einer der Kisten versteckt hat. Die Beute wird wie vereinbart geteilt: Die Hälfte geht an die Armen, ein Viertel an Rasul und seine Band und ein Viertel an die Serpentianer. Damit haben sie ihren Lehensherrn erfolgreich ausgeraubt. Immerhin hat Rasul ein Schreiben hinterlassen, dass er und seine Bande für den Diebstahl verantwortlich ist.

Gilad ist in der Zwischenzeit mit Rhys, Paddy, Gwyn und Gwy im Hinterland umhergeritten. Von den Räubern haben sie zwar keine Spur entdeckt, dafür aber ein Nest von Baphomet-Dämonen ausgehoben. Das ist doch auch schön.

Jetzt kann Serpentia Gilad Geld leihen (der ist nämlich ziemlich pleite) und hat außerdem über Pierre / Puck einen Kontakt zu Rasul und seinen Leuten. Die Bande besteht aus sechs Männern und zwei Frauen: Rasul, ein großer breiter Typ, ein schlanker geschickter Typ, ein Bauernjunge aus den Bergen, ein sehr unauffälliger Typ, ein Däne namens Björn, eine wütende junge Frau mit Messern und einer Narbe, und Maryam, eine Djinnbeschwörerin mit einem Erddjinn.

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Besuch von Lady Fleur
Herbst 1210

Im Bund taucht die Lady Fleur vom Frühlingswind mit ihrem Troß auf. Sie ist in den Reichen unterwegs, um gute Feste zu finden und zu feiern. Sie hat von Dairine gehört und möchte jetzt mit ihr feiern.
Dairine freut sich, und es gibt drei Tage lang ein rauschendes Fest. Dabei trifft Yuri Sir Palamedes, der das Biest Glatisant jagt, von König Artus‘ Hof. Die beiden verstehen sich sehr gut.

Außerdem erfährt Zafira von ein paar Kräuterweiblein, dass es vielleicht eine Lösung für das Problem der Bestäubung der Kakao-Pflanzen gibt: Spanische Fliegen, heißt es, können alles befruchten. Diese Fliegen leben auf der Blumenwiese und sind ziemlich klein – sie müssten sich Tränke auf dem Frühlingsmarkt besorgen und verkleinern bzw. verwandeln.

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Aladins Söhne
Herbst 1210

Padraig, Frederik, Sven, Jochen, Zafira, Jessica, Hamid, Mohammed (Damaskus)
Rhys und Henry, Michele, Ramon, Gwyweredd, Aella, Pierre, Tian (Bergwerk)

Bote von Dashan: Neuer Halbbruder von Aladin aufgetaucht

In der Stadt hören sie viele Gerüchte, darunter auch über Masoud al-Usami, der früher ein Imam war, aber dann gesehen wurde, wie er einen Bettler verprügelt hat. Er hat wegen dieser Geschichte Ansehen, seinen guten Ruf und sogar seine Frau verloren.
(Das war Mohammed, der ihn beobachtet hat. Als er ihn angesprochen hat, wurde er von den Leibwächtern verprügelt – er hat dann später dieses Verhalten öffentlich angeprangert, was einen richtigen Sturm der Empörung verursacht hat… irgendwann hat ihm dann jemand nahegelegt, die Stadt zu verlassen, weil Masoud sauer auf ihn war.)
Jedenfalls hat sich Masoud in seine Villa zurückgezogen und keiner weiß, was er dort treibt – vielleicht bereut er, aber wahrscheinlich macht er mit dunklen Mächten rum. Liegt ja in der Familie.

Bei Gilad werden sie – wie üblich – überschwänglich empfangen.

Bei Gilad treffen Paddy und Frederik auf einen sehr enthusiastischen Gilad, der sich total über seinen neuen Halbbruder freut. Der junge Aladin wirkt von Gilad Überschwang allerdings ein bisschen genervt. Padraig unterhält sich mit Gilad über die Räuber, die in Damaskus und Umgebung mittlerweile zu Volkshelden geworden sind, die den Magiern eine lange Nase drehen. Gilad beschließt, selber loszugehen, um die Räuber zu jagen – und wird dabei von Malakei unterstützt. Dashan, der ihn normalerweise von solchem Unsinn abhält, ist nicht da.
In der Zwischenzeit unterhält sich Frederik mit Aladin, der von seiner Reise erzählt, allerdings kein großer Erzähler ist. Das Gespräch kommt auch auf Magie, und Aladin erwähnt, dass er sich in einen Panther verwandeln kann. Aber er möchte nicht, dass Frederik auf ihn zaubert – offenbar hat ihn irgendwer instruiert, sowas nicht zuzulassen.

Währenddessen unterhält sich Zafira mit Tahila, Aladins Mutter. Die erzählt, dass sie den älteren Aladin 1187 kennengelernt hat, als er unterwegs war, um Saladins Schwester zu retten. Er hat auch sie vor irgendwelchen Kreuzfahrern gerettet, es gab eine spontane Hochzeit, und dann haben sie sich wieder getrennt – er weiter mit seiner Mission, sie erstmal nach Hause nach Ägypten. Irgendwie hat es sich nie ergeben, dass sie ihm nachgereist ist (sie war auch gar nicht so wild darauf, nach der überstürzten Hochzeit). Vor kurzem hat sie dann von Aladins Tod gehört und hat beschlossen, mit ihrem Sohn nach Damaskus zu reisen.
Als Zafira versucht, in Tahila zu lesen, geht etwas schief und sie bekommt starke Kopfschmerzen. Tahila bietet ihr einen Tee an – einen Tee, der eine Kräutermischung enthält, die nur ein sehr erfahrener Kräuterkundiger überhaupt verwenden würde.
Jessica findet bei Gesprächen mit den Dienerinnen heraus, dass sie nicht mit Tahila gekommen sind – nur zwei Leibwächter und ihr Sohn. Sie finden sie aber ziemlich freundlich und angenehm.
Im Harem hat Tahila allerdings durchaus bereits einiges zu sagen, zumal Samala, Aladins erste Frau, schon länger krank ist.

Gilad unterhält sich dann noch mit Paddy und Frederik über Turbanketten, dann verlassen sie Gilads Haus. Bei dieser Gelegenheit bemerkt Mohammed, wie Gilad mit seinem Lieblingssklaven Robert Händchen hält und sich die beiden intensiv anblicken. Er berichtet diesen Skandal natürlich Paddy, der das aber abwiegelt und meint, das wäre sicher ein Mißverständnis gewesen.

Danach beschließen Paddy, Frederik und Zafira noch, bei Dashan vorbeizuschauen. Dem geht es tatsächlich sehr schlecht – er ist schwer krank. Zafira und Frederik finden heraus, dass er vergiftet worden ist, von einer infernalen Pflanze, die vor seinem Fenster wächst. Die Pflanze wird ausgerissen und die Wurzeln ausgegraben.
Im Laufe der Untersuchung kommt Zafira darauf, dass Tahila ihr irgendwie vage bekannt vorkommt. Mit Unterstützung von Frederik gräbt sie etwas tiefer in ihrem Gedächtnis… ja, sie kennt die Frau, aber aus einer Zeit, wo sie selbst noch sehr, sehr klein war. Sie hat das vage Gefühl, dass ihr diese Frau früher sehr vertraut war – ein durchaus positives Gefühl.

Am nächsten Morgen fragt Zafira Jessica, ob Tahila ihr denn ähnlich sieht, und nach kurzem Überlegen bejaht Jessica – zumindest eine gewisse Ähnlichkeit ist da. Könnte es sich bei Tahila etwa um Zafiras Mutter handeln?

Dashan erwähnt noch, dass Tahila durchaus Ambitionen für ihren Sohn hat. Anscheinend ist sie hinter dem Bergwerk her, in dem Aladin der Ältere damals die magischen Steine hat abernten lassen.

Am nächsten Morgen besuchen sie Dashan, mit Mohammed im Schlepptau. Der wirkt noch eine Heilung auf Dashan, woraufhin es dem auch besser geht.
Danach legen sie noch eine Illusion der Giftpflanze auf das Haus, damit derjenige, der sie gepflanzt hat, weiterhin glaubt, dass sie noch da ist.

Wieder zu Hause planen sie, wie sie Tahila als Zafiras Mutter enttarnen können. Schließlich kommen sie auf die Idee, das bei einem Fest zu machen, dass Gilad für seinen neuen Bruder veranstalten soll – wenn dann auch noch Dashans einflussreiche Frau Yeshada entwesend ist, könnte das reichen, um sie und Aladin zu vertreiben.

Paddy schickt Gilad eine Nachricht, dass er mit ihm sprechen will, und bekommt eine Nachricht zurück, dass auch Gilad mit ihm sprechen möchte – zusammen mit einem wertvollen Turban als Geschenk, der auch weder vergiftet noch verflucht ist.

Bei dem Treffen eröffnet Gilad etwas zerknirscht, dass Paddy und Serpentia sich ja nicht um die Räuber gekümmert haben und er da ja ziemlich enttäuscht ist… jedenfalls muss sein Bruder ein Lehen haben, und da ist ja dieses Bergwerk und so. Paddy reagiert nicht sehr erfreut, aber Malakei flüstert Gilad etwas ins Ohr, und der weist Paddy zurecht.
Nach einigem Hin und Her erfährt Paddy, dass Aladin und Tahila morgen aufbrechen, um zum Bergwerk zu reisen, und Gilad erfährt, dass sein Lieblingsonkel Dashan krank ist.

Paddy grogophoniert mit Serpentia, um einen Stoßtrupp zum Bergwerk zu schicken, der sich mal anschaut, was dort passieren soll. Da werden Rhys und Henry, Michele, Ramon und das Lawinenhorn, Gwyweredd, Aella, Pierre und Tian mit der Löwenpfote dabei sein.

In Damaskus passiert nicht allzu viel – ein bulliger Typ mit Schleier verfolgt Zaphira, Dashan geht es etwas besser, den al-Azaeds geht es gut…
Am nächsten Tag brechen Tahila und Aladin auf zum Bergwerk, und der bullige Typ ist weg.

Vor dem Bergwerk sind Spuren von Leuten, die hier ein- und ausgehen. Aella hat eine Vision von einem Hirten mit einem seltsamen Hund und mehreren Herzschlägen, die aus dem Berg kommen.

Hinter ihnen, eine oder zwei Stunden entfernt, kommen Tahila und Aladin. Rhys und Michele beschließen, erstmal zu schauen, was die dort machen. Sie gehen erst mal auf das Plateau oberhalb des Bergwerks. Von dort aus sehen sie, wieder Dorfvorsteher (ein besonders großer, bulliger Mann) Tahila empfängt. Die beiden kennen sich offenbar nicht und sind auch nicht sonderlich begeistert von der Anwesenheit des jeweils anderen. Schließlich schlägt Tahilas Gruppe ihr Zelt auf einer Wiese auf und es wird ein Fest vorbereitet.

Die Mine im Bergwerk wird gerade von den Dörflern betrieben, mit ein paar Sklaven. Allerdings scheint nur ein Gang bewirtschaftet zu werden.

Rhys gräbt sich zu einem der anderen Stollen hinunter. Dabei fällt Michele auf, dass der Fels des Bergs vibriert. Rhys unterhält sich mit einem Stein, der in der Wand liegt. Der Stein ist nicht so begeistert, weil ihm jetzt ein Teil fehlt. Überhaupt sind da Leute im Nicht-Stein, die Steine kaputt machen. Und es sind auch Leute im Stein. Die machen nix kaputt.

„Zeig mir an diesem Kiesel, was der Steinmagier mit dir gemacht hat!"

Sie gehen weiter und erreichen den Stollen. Der wird gerade nicht bearbeitet, die Stützbalken sind morsch. Der Berg knirscht die ganze Zeit und scheint sich vage zu bewegen, das ist einigermaßen unheimlich. Glücklicherweise endet der Stollen relativ schnell, weil er nicht weiter ausgebaut worden ist.

Rhys und die anderen kehren wieder um – allerdings ist der Tunnel, den Rhys gegraben hat, schon wieder verschlossen. Es gelingt Rhys, die Wände wieder zur Seite zu schieben, aber es ist ziemlich knapp. Oben knirscht und rumpelt der Fels immer noch, und im Kessel werden ein paar Vorsichtsmaßnahmen ergriffen – z.B. werden die Sklaven von ihrem Lager an der Wand zum Tahilas Zeltplatz gebracht, damit ihnen keine Steine auf den Kopf fallen.

Da sich auf dem Plateau hin und wieder Hunde herumtreiben, baut Rhys eine Höhle zur Übernachtung und streut magisch erschaffenen Pfeffer davor. Später hört man dann aus dem Kessel lautes Gebell und Geheule, und irgendwo aus dem Gebirge ein lautes, tiefes Brüllen. Pierre meint, das hätte nach einer extrem großen Ziege geklungen… möglicherweise Baphomet.

Mitten in der Nacht taucht einer der großen Hunde bei der Höhle auf . Er schnüffelt herum und ignoriert den Pfeffer. Dann sieht er Henry und knurrt ihn an. Henry knurrt zurück, was den Hund maßlos irritiert. Der Hund weicht zurück und verschwindet zunächst. Aella, die ihm folgt, sieht, wie er am Rand des Kessels steht und nach unten sieht. Als er Aella bemerkt, springt er in den Abgrund.
Seine Leiche wird unten von anderen Hunden gefressen.

Mittlerweile hat sich unten auch einiges getan: Das große Haus unten ist erleuchtet, und um das Zelt von Tahila herum ist ein feiner Teppich Gras gewachsen.
Kurz darauf sehen sie unten, wie ein Panther im Kessel herumschleicht, von etlichen Hunden entdeckt und angegriffen wird und flieht. Sie rennen los, um den Panther zu unterstützen. Das gelingt auch, und der Panther verwandelt sich in einen Menschen. Es ist der junge Aladin, der allerdings nicht viel hilfreiches sagen kann. Er verabschiedet sich wieder von ihnen und zuckelt davon – allerdings nicht mehr in den Kessel.

Dort passieren mittlerweile interessante Dinge: Tahila und ihre Wächter haben ihr Zelt verlassen und versuchen, aus dem Kessel heraus zu kommen. In diesem Moment fliegt die Tür des Großen Hauses auf, und der große Dorfvorsteher steht dort: Mit Ziegenhörnern und glühenden Augen. Er und seine Meute machen sich an die Verfolgung, während Tahila und ihre Leute den Berg hinauf fliehen – genau auf die Serpentianer zu.

Rhys und Michele entscheiden sich, Tahila gegen die Baphomet-Dämonisten zu helfen. Dabei fällt auf, dass Tahilas Leibwächter (ein bulliger, verschleierter Kämpfer) über magische Kräfte verfügt, ähnlich wie Ding. Auch Tahila kann zaubern, zumindest mit Pflanzen.

Gemeinsam besiegen sie die Baphomet-Dämonen. Kaum ist der Anführer erschlagen, fangen einige Hunde und Ziegen an, sich in Menschen zu verwandeln. Allerdings nicht alle, aber Gwy lockt diese mit einem christlichen Lied an, und sie werden erschlagen.

Danach kümmert sich Tahila erstmal um die Verwundeten und fängt an, die Leute zu organiseren. Sie unterhält sich auch kurz mit Rhys, aber mehr als einige Oberflächlichkeiten werden nicht ausgetauscht. Auch Michele bekommt nichts weiter aus Aladin oder ihr heraus.

Einige Tage später kehren Tahila und Aladin nach Damaskus zurück und berichten von der Eroberung des Bergwerks. Aladins Rolle dabei wird etwas übertrieben, aber auch Rhys und die anderen werden erwähnt. Malakei ist davon nicht so begeistert – klar, ein Bündnis zwischen Tahila und Serpentia kann ihm nicht schmecken.

Zafira und Paddy versuchen, Malakei mit Illusionen von Tahila und Aladin zu täuschen, aber das geht ziemlich nach hinten los. Gilad vermutet, dass Anschläge auf Aladin geplant werden, und beauftrag Paddy, die Ursache herauszufinden. Daraufhin machen sich Paddy und Zafira auf den Weg zu Dashan.

Da kommt allerdings auch nicht so viel dabei heraus. Möglicherweise – das hat Gilad vermutet oder behauptet, zu vermuten – hat auch Masoud etwas damit zu tun.

Frederik, Jochen und Hamid haben es in der Zwischenzeit geschafft, eine Verschwörung um vergiftete Turbanketten aufzuklären. Sie kehren nach einer rauschenden Feier zurück und erfahren, was passiert ist.
Kurz darauf taucht Malakei auf. Er sagt nicht direkt, was er will, aber er gibt zu verstehen, dass er einem Bündnis mit Serpentia nicht abgeneigt wäre – wenn sie dafür Dashan loswerden. Dann hätte er auch keine Verwendung für Tahila und Aladin mehr.

Während Paady, Zafira und die anderen noch über sein Angebot nachdenken, fällt Mohammed auf, dass es draußen schneit. Mitten im Sommer. Allerdings nicht in ganz Damaskus, sondern nur über ihrem Haus. Als er sich umsieht, entdeckt er eine kleine Statue aus Stein, die vorher nicht auf dem Dach stand. Jessica klettert hoch, aber als sie sie anfassen will, verbrennt sie sich die Hand – das Ding ist eisig kalt. Außerdem fängt die Statue an, sich zu bewegen, direkt auf das Fenster zu, hinter dem Mohammed steht.
Nach kurzem Kampf gelingt es, das Ding zu verbrennen. Zafira meint, es wäre eine Art Eisdämon gewesen, ein niederer dienstbarer Geist. Um mehr herauszufinden, wendet sie sich an Tahilas Leibwächter, der die Gruppe immer noch beschattet
Der erzählt, ihnen wäre etwas gefolgt, als sie Masouds Haus beobachtet haben. Also machen sie sich sofort auf den Weg dorthin, um den Usami zur Rede zu stellen. Im Haus stellen sie fest, dass seine Haushälterin sich offenbar mit Dämonen eingelassen hat, vermutlich, weil sie in ihren Herrn verliebt war. Im Kampf wird die Frau erschlagen. Masoud ist nicht sehr begeistert, vor allem nicht von Mohammed, aber er hilft trotzdem, die Wunde zu verbinden, die dieser im Kampf erlitten hat.

In der Nacht kommt außerdem Tahila bei Zafira vorbei. Sie will sehen, ob es ihrer Tochter gut geht. Zafira möchte wissen, was damals eigentlich passiert ist – die Geschichte ist allerdings ziemlich kompliziert: Tahila war vor längerer Zeit Lehrling von Salvator Maris. Es kam dann allerdings innerhalb des Bundes zu einer Verschwörung, an der sie auch beteiligt war. Sie hat ihn verraten und sich mit anderen verbündet, musste das Schiff dann allerdings fluchtartig verlassen.
Kurz darauf hat sie Cesare Alessi kennengelernt und geheiratet. Da wurde auch ihre Tochter – Zafira – geboren. Als das Kind zwei oder drei Jahre alt war, hat jemand Tahila weißgemacht, dass Salvator und Cesare sich verbünden wollen, und der Preis, den Cesare für dieses Bündnis bezahlen muss, wäre sie. Daraufhin ist sie mit ihrer Tochter geflohen, aber das entpuppte sich als Falle: Salvator brachte das Schiff auf und nahm sie gefangen. Ihre Tochter hat sie zu diesem Zeitpunkt versteckt, weil sie befürchtete, dass Salvator das Kind umbringt.
Sie hat es geschafft, Salvator um den Finger zu wickeln, ihm etwas Wichtiges zu stehlen und zu entkommen. Dabei geriet sie allerdings in eine Regio, in der die Zeit anders verlief, und kehrte erst vor ein paar Jahren zurück.

Sie reagiert geschockt und wütend, als Zafira ihr erzählt, dass sie keine schöne Kindheit bei den Blümchen-Dämonisten hatte. Offenbar hatte Aleyafur ihr zugesagt, dass sie sich um das Kind kümmern würde.

Zafira erfährt von ihr auch, dass Salvator Maris Aleyafur durchaus kennt und Geschäfte mit ihr gemacht hat. Laut Tahila ist er hinter dem Stein der Weisen her, der sich aber in der Hölle befinden soll. Um dorthin zu kommen (und wieder hinaus), spielt der Leviathan eine gewisse Rolle; und Salvator hat verschiedene Gegenstände gesammelt, die ihm helfen sollen, den Leviathan zu rufen und sicher in die Hölle und wieder zurück zu gelangen. Diese Gegenstände hat er in einer Regio auf einer Insel versteckt, und der einzige Schlüssel dazu ist eine Karte – genau die Karte, die Tahila ihm gestohlen hat. Vermutlich ist das dieselbe Karte, die Tabellarius an Serpentia übergeben hat, damit sie den Schatz für ihn finden.

Jedenfalls ist Tahila jetzt dabei, die Friedhofhexer zu unterwandern. Die sind hinter den blauen Steinen her, weil sie hoffen, damit die Karthager befreien zu können – das muss Tahilas Meinung nach aber nicht sein, sie hat nichts dagegen, wenn der Plan nicht aufgeht. Insofern wäre es ihr ganz recht, wenn die Serpentianer Aladin auffliegen lassen. Allerdings wäre es schön, wenn sie nicht dabei draufgehen würde.

Am nächsten Tag bereiten sich alle auf die Feier bei Gilad vor, bei der er seinen “Bruder” in die Gesellschaft einführen will. Dashan kommt am Nachmittag vorbei, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Er hat einige Belege gefunden, die beweisen, dass Aladin nie mit Tahila verheiratet war, und ein paar Zeugen aufgetrieben, die das bestätigen. Er möchte das Gilad vorlegen und ihn dazu bringen, von einem Magier überprüfen zu lassen, ob Gilad und Aladin junior wirklich verwandt sind. Dazu muss allerdings Malakei von Gilads Seite weg.

Na gut, für Malakei gibt es bereits einen Plan: Der Mann will offensichtlich nichts weiter als eine Position, in der er Geld und Respekt bekommt, ohne allzu viel dafür tun zu müssen. Da wäre es doch ideal, ihm eine Stellung als Verwalter wohltätiger Stiftungen für Serpentia anzubieten.

Die Feier ist sehr ausschweifend organisiert: Zwei ausgewachsene Panther in goldenen Käfigen, ein Pantherbaby, das Gilads Leibsklave herumschleppt, überall Dekorationen mit Panthermotiven und Nahrung in Pantherform. Aladin ist prächtig angezogen, mit einer Turbankette mit dem Bildnis eines Panthers. Er fühlt sich sichtlich unwohl. Gilad hingegen ist ganz in seinem Element.
Frederik lenkt Aladin ab, Paddy unterbreitet Malakei das Angebot, Zafira warnt Tahila vor. Derweil stellt Jessica fest, dass die beiden Panther zwar betäubt wurden, damit sie friedlich sind, bei dem einen das Betäubungsmittel jedoch langsam nachlässt. Sie verhindert, dass sich jemand an dem Käfig zu schaffen macht, allerdings wird dann der andere Panther mit Aufputschmittel versorgt und aus dem zweiten Käfig gelassen. Während Mohammed den ersten Käfig bewacht, schafft es Jessica, den freien Panther mit einer Gardinenstange (mit Panthermotiv!) im Schach zu halten, bis der Dompteur und seine Gehilfen kommen und das Tier wieder in den Käfig bugsieren.

In der Zwischenzeit versucht jemand anders, sich an Dashan heranzuschleichen, wird aber von Hamid entdeckt und aufgehalten.

Dashan kann seine Beweise Gilad also unterbreiten. Der fordert eine Untersuchung von Aladin, und Frederik bestätigt, dass die beiden nicht blutsverwandt sind. Aladin wirkt einigermaßen erleichtert, reißt sich den albernen Turban vom Kopf, verwandelt sich in einen Panther und flieht. Tahila hat das Anwesen schon vorher verlassen.

Gilad ist natürlich enttäuscht von seinem falschen Bruder. Er gibt den Steinbruch wieder an Paddy und Serpentia zurück und schenkt die protzige Pantherkette Jessica, weil die den Panther gezähmt hat. Immerhin kann er sich ja mit der Jagd nach den Räubern ablenken…

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Jessica und der Herr der Spinnen
Sommer 1210

Andrew, Jessica, Dairine, Aaron, Konrad, Tian, Hamid

Wir wollen Jessicas Spinne mal eine neue Heimat suchen, die fühlt sich im Bund nämlich nicht recht wohl. Also brechen wir auf, erstmal zu den Erzzwergen. Dairine hat diesmal Aaron als Grog und scheint nicht recht glücklich damit zu sein… versteh ich nicht. Mit Olf ist sie doch scheinbar super ausgekommen.

Schon im Gang benehmen sich die Steine etwas seltsam – irgendwie belebter als sonst zumindest. Fast schon übermütig. Auch beim Tor haben sich schon Steine davorgeräumt, aber die ziehen sich zurück, als wir klopfen. Die Torwachen meinen, dass die Steine hier in der letzten Zeit ziemlich seltsam sind. Verdammt aktiv.

Limbeck selbst weiß auch nicht, was hier los ist. Er durchsucht noch seine Bibliothek nach Informationen. Ich unterhalte mich daraufhin mit einem Stein, der sich benimmt wie ein… naja, wie ein Halbwüchsiger. Er behauptet, sie würden jetzt hier Paaarty feiern. Erinnerte mich irgendwie an Gwyn und Paddy, als die noch halbstark waren.
Ich frage also, ob es einen Aufpasser gibt, der darauf achtet, dass die Steine nicht über die Stränge schlagen. Der Stein bejaht, aber der Aufpasser wäre grad nicht da. Er weiß nicht, wo der ist, aber es ist ihm auch egal.

Als ich Limbeck davon erzähle, fällt Dairine ein, dass normalerweise die Erdkönige dafür zuständig sind, auf die Steine aufzupassen. Bei den Erzzwergen gibt es allerdings keine Erdkönige – ich erinnere mich vage, dass ich in den Rosenreichen bei der Flucht aus dem Kerker auf eine Treppe gestoßen bin, und jemand meint, sie würde nach unten ins Reich der Erdkönige führen. Das war relativ merkwürdig, weil ich das Gefühl hatte, unbedingt nach unten gehen zu müssen, und dabei anfing, zu versteinern. Das war ein erstaunlich gutes Gefühl.

Am nächsten Tag brechen wir auf zu den Glaszwergen. Wir fahren mit einer Lore auf dem Schienenweg, wie früher auch schon. Abgesehen von einigen todesmutigen Steinen, die sich hin und wieder auf die Schienen werfen und von mir oder Dairine wieder runtergeschnipst werden, verläuft die Fahrt recht ruhig. Jessica und Iphigenie können gut mithalten.

Auf dem Weg kommen wir an ein Wachhäuschen, wo uns ein Zwerg informiert, dass diese merkwürdige Steinplage in mehr als einem Reich herrscht. Dairine meint, dass vermutlich mehr als ein Erdkönig in die Probleme involviert ist. Ich schenke ihm zum Abschied eine kleine Metallflöte, was ihn sehr freut.

Bei den Ställen liefern wir erstmal Iphigenie beim Stallmeister Drak ab. Dann schicken wir eine Nachricht an die Königin, dass wir um eine Audienz ersuchen. Und an Sheila, dass ich sie gern wiedertreffen würde.

Sheila kommt als Erste. Sie sieht recht gut aus, mit einer Glasrüstung und recht noblen Kleidern. Körperteile fehlen auch keine, Gott sei Dank. Wir tauschen erst mal Neuigkeiten aus – die Einladung zur Hochzeit hat sie noch gar nicht erreicht. Gut, dass wir hier waren. Sie verspricht, dass sie kommen wird, wenn es ihre Pflichten erlauben.

Bei der Audienz mit der Königin trägt Jessica ihr Anliegen vor. Die Königin meint, es ehrt sie, dass sie sich um das Wohlergehen der Spinne sorgt, aber sie könne ihr nicht helfen. Da Iphigenie ein Geschenk war, kann sie nicht zurückkommen. Aber vielleicht kann der Herr der Spinnen ihr helfen. Der lebt auf einer einsamen Insel in der Steinsee. Klingt großartig.

Sheila bittet darum, uns begleiten zu dürfen, was sie auch genehmigt bekommt.

Dairine weiß nicht arg viel mehr über den Spinnenherren, außer dass er ziemlich isoliert lebt und alle Spinnen als sein „Eigentum" betrachtet. Die Steinsee ist ein Meer aus flüssigem Stein, auf dem man aber mit einem Schiff fahren kann. Zumindest dann, wenn die Steine keine Partys feiern.

Wir fragen dann noch ein bisschen rum (Dairine feiert). Jessica erfährt, dass der Herr der Spinnen relativ menschlich aussieht, dass nicht nur die Spinne zu Jessica gehört, sondern auch Jessica zur Spinne – wenn sich die beide einfach so trennen, wird Iphigenie sehr unglücklich sein und versuchen, zu Jessi zurück zu kommen.

Ich erfahre, dass wir durch das Tor 5 (das nördlichste Tor) auf die Handelsroute müssen, und dann zum Steinhafen kommen werden. Von dort aus brauchen wir dann nur noch einen Verrückten, der uns über die Steinsee fährt. Leider ist der Hafenmeister vom Steinhafen ausgerechnet ein Silberzwerg – das heißt, Formulare, Formulare, Formulare.

Außerdem gibt es einen Glaszwerg, der allgemein als irre betrachtet wird – er hat sich ein Schiff aus Glas bauen lassen und fährt damit zur See. Der legt im Allgemeinen am Steinhafen an und gilt als ziemlich durchgedreht. Oder mutig.
Tian schlägt außerdem vor, vielleicht ein Luftschiff zu nehmen. Wenn wir jemanden finden, der uns zur Spinneninsel fliegt, wäre das vermutlich ganz gut. Ich meine, ich mag Steine, aber über ein Meer voller flüssiger Steine zu fliegen, während sie feiern, das klingt nicht sonderlich angenehm.

Ich rede dann noch mal mit Iphigenie – damit sich nicht irgendwann herausstellt, dass die die Lösung die ganze Zeit gewusst hätte. Tut sie aber nicht, und sie ist sehr fokussiert auf Jessica. Ganz einfach wird das nicht.

Immerhin weiß Dairine, dass der Herr der Spinnen gern Geschichten hört. Und gern unterhalten wird. Das können Dairine und Tian aber angeblich wundergut, also haben wir da vielleicht Chancen.

Wir verlassen die Glaszwerge durch das nördliche Tor in Richtung Steinhafen. Nach ein paar Tunneln kommen wir auf eine weite Ebene. Dort leben Tauren-Pferde – Pferde mit Stiefhörnern, die relativ absurde Geräusche machen. Tian meint, sie miehern. Wir überqueren die Ebene recht unbehelligt von Steinen, nur einmal sehen wir eine versteinerte Herde Taurenpferde.

Schließlich erreichen wir die Küste und sehen die trutzigen Mauern Steinhafens und die Steinsee. Der Himmel über dem Meer ist grau und diesig, so als würde ein Staubschleier über ihm liegen. Das Meer besteht aus verschiedenen Gesteinssorten, die sich in gemessenen, dünenartigen Wogen bewegen. Allerdings sehe ich hin und wieder auch Verwirbelungen – wahrscheinlich umherpaddelnde Steinwesen.

Am Tor der Stadt werden wir von zwei Trollen aufgehalten. Offenbar muss man ein Formular ausfüllen, wenn man exotische Tiere einführen will. In unserem Fall ist das Iphigenie. Glücklicherweise hat der Troll ein bereits ausgefülltes Formular, das ich einfach unterschreiben kann (nachdem ich es gelesen habe, natürlich).
Der Troll meint, dass das Glasschiff im Hafen liegt, und dass wir Kapitän Dalmar normalerweise in der „Gebrochenen Spiere" finden. Jetzt allerdings nicht, weil er arrestiert worden ist. Er hat wohl einige Waren nicht verzollt und sieht es jetzt gerade nicht ein, Strafe zu zahlen. Naja, ist vielleicht nicht schlecht. Wenn wir ihm helfen, hilft er vielleicht uns.

Dairine erklärt uns, die Formulare wären alle kein Problem. Entweder sie hat irgendwas von Ruairigh gelernt, oder das ist wieder nur ihr üblicher Optimismus. In ersten Fall ist alles in Ordnung (vermutlich), im letzteren Fall wird es vermutlich in einer wild-rabiaten Flucht aus dem Steinhafen enden. Schön.

Wir wollen erstmal mit der Mannschaft vom Glasschiff sprechen, also begeben wir uns zur „Gebrochenen Spiere", wo die sich wohl aufhalten. Dort entdeckt Tian einen riesigen Troll, den sie für wichtig hält – weibliche Intuition wohl. Scheint immer bei besonders großen Männern anzuschlagen.

Sie findet heraus, dass der Troll der Erste Maat des Glasschiffs ist. Bei ihm sitzt eine Frau mit einer schnabelartigen Nase und Federflaum und die Augen, die gehört auch zur Mannschaft. Der Troll meint, der Kapitän hätte nichts dagegen, wenn man ihn freikauft, aber um ihn zu sehen, brauchen wir Formular 3-7-8-17-28-5. Dairine will es ausfüllen. Schön.

Jessica fällt auf, dass der Troll nach dem Gespräch kurz in seine Hand spricht. Tian ist aufgefallen, dass er eine belebte Tätowierung von einem Troll auf dem Arm hat. Vielleicht redet er ja damit.

Wir setzen uns mal zu dem Troll, der sich als Chrrd vor, die Vogelfrau ist Val. Wir unterhalten uns eine Weile mit ihnen – von Spinnen wissen sie nicht viel, aber ansonsten ist zumindest Chrrd recht mitteilungsfreudig und erzählt von den Reisen des Glasschiffs. Von dem Herrn der Spinnen weiß er nichts, aber ich will ihn auch nicht direkt danach fragen.

Am nächsten Tag gehen wir zur Stadtverwaltung. Dort treffen wir einen jungen Zwerg namens Wilbert, der mit Dairine flirtet und beim Ausfüllen des Formulars hilft.
Das prüft er nur sehr nachlässig, dann führt er uns direkt zu Dalmar. Der Weg in den Kerker nach unten ist sehr, sehr staubig – das liegt wohl an dem Problem mit den Erdkönigen. Wilbert meint, der Hafenmeister hätte schon einen Boten zu den Steinweisen geschickt.
Wir unterhalten uns mit Dalmar, der ein ziemlicher Grantler ist. Nach ein paar Verhandlungen stimmt er zu, uns zur Insel des Herrn der Spinnen zu fahren, wenn wir ihm zwei große Fässer levantinischen Whisky liefern.

Tian weißt mich darauf hin, dass der Kapitän vielleicht gar nicht weiß, wo die Spinneninsel liegt. Sie hat recht: Dalmar denkt, dass wir wissen, wo die Insel ist.
Ich frage erstmal Iphigenie. Die hat zwar einen vagen Instinkt, aber ob das ausreicht? Dairine meint, die Insel läge wahrscheinlich im Nebel, und Dalmar bestätigt auch, dass in der Richtung, die Iphigenie bevorzugen würde, eine ewige Nebelbank existiert.

Wir machen uns trotzdem noch mal auf den Weg zu einem Kartographen. Der hat auch eine Karte und meint, dass die Insel wohl da liegen müsste – woanders könne sie jedenfalls nicht sein. Der Ort ist auch in der Nähe der ewigen Nebelbank.
Als Bezahlung hätte er gern eine Skizze, die er in eine Karte einfügen kann. Tian hat ein hübsches Amulett mit einem blauen Drachen darauf, und wir lassen es bei Grogan, dem Troll, für ihn kopieren. Da ihm das Bild so gut gefällt, gibt er uns noch zwei Karten dafür: Eine von einer Insel, und eine von sieben verschiedenen Flecken oder Ländern oder ähnliches. Es sind auch Markierungen dran, aber lesen kann ich die nicht. Der Kartograph weiß nicht, was auf der Karte dargestellt ist, aber das finde ich eigentlich gerade interessant.

Danach schauen wir uns noch die Stadt an und kaufen diverse Dinge ein: Dairine findet eine Puzzlebox und ein magisches Buch mit belebten Bildern, ich finde einen Fez mit einem mechanischen Vogel (für Frederik) und eine hübsche Brosche und ein paar interessante Badezusätze für Drun. Und irgendwelchen Krimskrams für die ganzen Kinder.

Am Abend gehen wir noch aus. Eigentlich wollte ich in eine etwas rauhere Kneipe, aber dann will Sheila unbedingt mit, also gehen wir in eine normale Kneipe. Leider scheint Sheila meine Vorliebe für Kneipenschlägereien geerbt zu haben… sie provoziert ein paar Leute, es geht ein bisschen hin und her, ich kriege ihren Ellenbogen an die Nase, Hamid würgt einen Troll und fällt etwas später auf Tian (wo auch immer die hergekommen ist…). Insgesamt ein erfreulicher Abend.

Früh am nächsten Morgen geht es los. Dairine ist wohl gnatschig, weil sie früh aufstehen musste, oder weil sie den Kapitän nicht leiden kann, und mault mich an, es wäre doch ein schlechtes Vorbild, wenn ich mich prügeln würde. Zugegeben, das ist nicht allzu großartig, aber andererseits finde ich es nicht so schlimm, dass ich grundsätzlich Abstand davon nehmen will. Außerdem geht sie das eigentlich nichts an.

Am dritten Tag begegnen wir einer Steinschlange. Einer verdammt großen Steinschlange. Ich überzeuge sie, dass es weiter östlich ein großes Boot voller fetter Gnome gibt, die leichtere Beute wären, und dass sie sich lieber nicht mit einem Zauberer meines Kalibers anlegen soll. Sie zieht ab, mit einem trotzigen Schlag ihres Schweifs. Das Schiff wackelt heftig, und da ich direkt an der Reling stehe, falle ich in… in den flüssigen Stein. Darin kann man nicht sehr gut schwimmen, aber ich kann den Stein dazu bringen, eine Säule zu bilden und mich wieder nach oben zu tragen. Da die Schlange noch einmal mit ihrem Schwanz in unsere Richtung schlägt, lande ich etwas unsanft auf dem Deck.

Wir verziehen uns dann eilig. Dairine tarnt das Schiff noch als Schlange, weil die vielleicht nicht angegriffen wird.

Schließlich erreichen wir die Nebelbank und finden dort eine Insel. Zwischen den Bäumen sehen wir schon vom Meer aus Spinnweben. Wir bereiten uns erstmal vor (Dairines Rindenhaut, ein Spruch, um Gift fernzuhalten) und gehen danach an Land.
Dort redet Dairine mit einer Spinne. Sie erfährt, dass der Herr der Spinnen ein großes Haus in der Mitte der Insel hat.

Geführt von der Spinne, gehen wir zu dem Haus. Dort halten uns zunächst zwei Wächter auf, die zwar die Oberkörper von Menschen, aber die Unterkörper von Spinnen haben. Nach einem kurzen Gespräch lassen sie uns jedoch durch.

Der Herr der Spinnen sieht menschlich aus, klebt aber mit seinem Thron an der Decke. Er hat vier Throne, einen am Boden, zwei an den Wänden und einen – eben den, auf dem er sitzt – an der Decke. Er wirkt ziemlich arrogant und unfreundlich und schlägt zunächst vor, Jessica einfach an Iphigenie anzupassen. Aber er lässt sich erweichen und meint, er könne die Verbindung trennen, aber dadurch würden beide Schaden erleiden. Iphigenie kann er helfen, aber Jessica nicht. Trotzdem entscheidet sich Jessica, diese Trennung durchführen zu lassen.

Der Herr der Spinnen lässt sich im Tausch gegen sieben Geschichten darauf ein. Er greift Jessica in die Brust, wühlt darin herum und zerrt seine Hand wieder raus. Dann hockt er sich wieder auf seinen Thron und fängt an, an dieser Hand herumzulecken. Was für ein ekelhafter Typ.

Dairine versorgt erst Jessica, die zunächst sehr apathisch ist, und erzählt dann die sieben Geschichten. Iphigenie ist schon verschwunden, nachdem er die Hand aus Jessi rausgezogen hat. Nachdem Dairine fertig ist, kehren wir auf das Glasschiff zurück und treten die Heimfahrt an. Unterwegs werden wir noch von zwei Piratenschiffen angegriffen (vermutlich waren es Piraten; oder Schlangenjäger, wir sehen ja immer noch aus wie eine Steinschlange), die wir aber zur Strecke bringen.

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Schlacht um Pipari
Sommer 1210

Dáirine, Andrew, Rhys, Heer

Rajandra Pidreva lebt in einem Turm mit zwei Mauern darum, eine aus Stein und außen eine Holzpalisade. Mit Hilfe von etwas Magie werden die Mauern geschwächt und der Boden für die Schlacht entsprechend zu präparieren.

Vor der Schlacht gibt es kurze Verhandlungen mit König Rajandra, der zunächst droht, die Angreifer auszulöschen. Als Andrew ihm kalt erklärt, er dürfe sich gern ergeben, wechselt Rajandra die Strategie und bietet ein Bündnis an. Allerdings glaubt keiner, dass er es ehrlich meint, und Andrew beendet die Verhandlungen mit einem knappen Ultimatum.

Kurz darauf geht die Schlacht los: Die Holzmauer wird überwältigt, dahinter kommt es zu einem ziemlichen Gemetzel, weil Soldaten beider Truppen die Nerven verlieren und erstmal Chaos entsteht. Allerdings gelingt den Serpentianern der Durchbruch, und Andrew tritt die geschwächte Tür der Steinmauer kurzerhand ein.
Rhys wirkt dann einen Trunkenheitszauber auf den Turm, und der König versucht, zu fliehen. Kurz vor der Holzmauer wird er gestellt und im Kampf erschlagen.

Danach wird die Familie gefangen gesetzt: Mutter, zwei Töchter (11 und 14) und ein kleiner Sohn (6). Der Turm soll an Sir Quintus deJournes gehen, der dann die ältere Tochter ehelichen soll. Wie es mit dem bisherigen Verlöbnis des Mädchens aussieht und was mit der Witwe passieren wird, ist noch zu klären. Der Sohn wird jedenfalls erstmal als Geisel mitgenommen und vielleicht in ein Kloster gegeben werden.

In der Schlacht gab es viele Tote und Verletzte. Verschlimmert wird das Ganze noch dadurch, dass im Lazarett die Ruhr ausbricht. Etliche Verletzte werden dadurch noch zusätzlich geschwächt und erliegen ihren Verletzungen, obwohl die Magier einige der Kranken mit Vis heilen.

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