Serpentia

Das Perfekte Opfer
Frühling 1215

21. März: Frühlingsfest (immer eine Woche nach Tag- und Nachtgleiche). Jessi bemerkt eine heranstürmende Horde, gibt ihrem Ehemann Holmkell Bescheid, der wiederum andere warnt. Es sind Baphomet-Dämonen, die das Dorf und die Feiernden angreifen.
Lacus stürmt den Feinden entgegen, wird aber von mehreren Seiten angegriffen und zu Boden gerissen. Rhys kann ihn raushauen, Bernward hat alle Hände voll zu tun, ihn zu stabilisieren. Dairine versucht, Schutz für die Dörfler zu organisieren, aber die Situation ist zu chaotisch. Immerhin schafft es Juri, einige der Grogs zu sammeln und Gegenangriffe zu starten.
Das Blatt wendet sich nur langsam zu Gunsten des Bundes, der Hauptmann der Grogs und seine Stellvertreterin Nike fallen bei den heftigen Gefechten. Allerdings sind die Dämonen in der Unterzahl und werden nach harten Kämpfen vertrieben oder erschlagen.
Pierre ist misstrauisch und will zurück zum Bund, da er eine Ablenkung fürchtet. Als er dort endlich ankommt, sieht er Andrew, der zu Pferd aus dem Bund kommt, dann allerdings in Richtung Berge und nicht in Richtung Schlacht davonreitet. Auf Coleens Pferd.
Nach der Schlacht informiert Pierre die anderen. Es zeigt sich, dass „Andrew“ einen Grog angewiesen hat, ihn zur Viskammer zu bringen. Dort hat er diversen Glitzerkram eingepackt, außerdem den Gürtel und das Amulett, die für William Harper angefertigt wurden. Danach hat er dem Stallknecht befohlen, Coleens Pferd zu satteln. Der hat sich nichts weitergedacht, und der Doppelgänger ist davongeritten.
Bridged, Juri, Dairine, Coleen und Aella folgen ihm, erwischen ihn in der Nähe von Secundus und können ihn festsetzen. Es ist tatsächlich William Harper – er kann den Gürtel benutzen. Es ist allerdings zu spät, um ihn heute noch zurück zu bringen.
Andere suchen nach Spuren des echten Magiers und finden aufgewühlte Erde in der Nähe der Aborte. Rhys schaut sich das genauer an: Die Erde ist bis in die Tiefe hinein aufgewühlt – scheinbar ist hier etwas aus dem Boden gekommen und hat sich Andrew gegriffen und verschleppt.

22. März: Am Vormittag taucht Rasul mit einer Unbekannten auf. Er war ebenfalls auf dem Frühlingsfest, mit seinen Schwestern – aber diese Frau ist nicht seine Schwester! Die Frau erklärt, sie wäre Selmira aus Koussaya und wäre gekommen, um Rajiya zurück nach Hause zu holen. Da wird es immer schlimmer, immer zügelloser, sie brauchen jemanden, der die Stadt auf den rechten Weg führen kann – Rajiya. Rasul wäre ja ein steuerhinterziehender Mörderfeigling. Ihr Mann Hassan wäre mit Rajiya auf schnellen Pferden unterwegs nach Koussaya.
Gut, dann muss die Truppe um Juri herum eben hinter ihr her. Konrad kann ja sowohl mitreiten als auch Harper zum Bund bringen.
Michele und Zafira befragen Harper, als er im Bund ankommt. Der erzählt ihnen halbwegs freimütig (was soll er auch lügen, merken die ja sowieso), dass er hier ist, um seinen Kram wieder zu holen – den Gürtel und das Amulett. Er kennt Gordon von dem Zirkus schon seit Jahren, die sind wohl Geschäftspartner. Als Gordon ihn gefragt hat, ob er als Ablenkung helfen will, hat er ja gesagt. Klar will er seinen Vater reinreiten. Der blöde Sack hat ihn ja erst einfach schon bei der Geburt im Stich gelassen, und dann hat er ihn ertappt und einfach laufen lassen, nach dem Motto „Geh spielen Bub“. Keine emotionale Reaktion, nichts! Jedenfalls brauchen die Zirkustypen ihn für irgendwas, ein Ritual oder so. Er weiß nichts Genaues, sagt er jedenfalls.
In der Zwischenzeit haben Juri und seine Truppe auf der Straße Spuren eines heftigen Kampfes gefunden. Hassan und Rajiya sind überfallen worden, Hassans Leiche liegt in einer Schlucht. Die Spur der Entführer geht weiter nach Baalbek. Aella entdeckt eine merkwürdige Furche aufgeworfener Erde, die in eine andere Richtung weg führt. Vielleicht ein Djinn? Sie beschließen, dem Trupp weiter zu folgen, auch wenn der schnell unterwegs ist und einen halben Tag Vorsprung hat.
Rasul und seine Räuber… Leute brechen auf, um Rajiya zu retten. Sie nehmen allerdings nicht den Weg über die Karawanenstraße – sie wissen ja, dass die Entführer nach Koussaya wollen.

23. März: Rhys, Salvatore, Lacus, Patrick, Luca, Pierre, Zafira, Jessica und Umar brechen auf, um nach Koussaya zu reisen. Sie vermuten, dass Andrew dorthin in die Regio gebracht worden ist. Sie wollen den Weg quer durchs Gebirge nehmen, um möglichst schnell dort zu sein. Der erste Reisetag verläuft nicht optimal; immerhin ist das Wetter gut.
Die Gruppe um Juri setzt ihren Weg nach Baalbek fort.

24. März: Beide Gruppen setzen ihren Weg fort. Rasul und seine Leute haben Probleme mit einem Dorf und ein paar Bergziegen, das verzögert ihre Reise. Rhys und die anderen treffen kurz vor Koussaya ein.

25. März: Alocar kommt zu Dairine und beichtet, dass er seinen Bruder William Harper hat gehen lassen. Er hat mit ihm gesprochen und der Engländer tat ihm leid… schwere Kindheit und so weiter. Außerdem hatte er Angst, dass – wenn seinem Vater etwas passiert – Rhys Rache an seinem Halbbruder nehmen könnte. Immerhin hat der andere ihm erzählt, dass die Dämonisten Andrew nicht einfach nur umbringen wollen, sondern seine Seele oder seinen Geist für irgendetwas brauchen. Nach seiner Befreiung hat Harper Alocar noch zwei Namen genannt, die Gordon und die anderen Zirkusleute immer mal wieder erwähnt haben: Osmur und Ojara. Noch kann Alocar ihn über die arkane Verbindung verfolgen, und im Augenblick scheint er auf dem Weg zur Küste zu sein.

Rhys und die anderen kommen in Koussaya an. Kontaktieren zunächst Ali, die ziemlich froh ist, sie wieder zu sehen. Wird halt auch nicht jünger, und ewig kann sie sich nicht mehr als Junge verkleiden. Besichtigen die Stadt; der Zirkus ist aber nicht da. Zumindest nicht bei der Kaserne, wo er das letzte Mal gelagert hat. Werden dabei von merkwürdigen, katzenartigen Viechern beobachtet. Ali hat solche Wesen auch schon gesehen. Die bedeuten nichts Gutes.
Besuch bei den Salomonitern, die hier einigen Ärger hatten: Sir Oliver, der Anführer, erzählt, dass sie letzten Herbst beim Kolosseum einen Zusammenstoß hatten, allerdings nicht mit den Dämonisten – wie sie dachten – sondern mit den Bacchus-Jüngern. Seither sind sie nicht sehr beliebt in der Stadt, und einer der ihren hat sich noch nicht vollständig von seinen Verletzungen erholt. Aber die Regio im Kolosseum ist gewachsen, und ja, es ist Charnas, der hinter der ganzen Sache steckt. Als Zeitpunkt für das nächste Ritual erscheint ihnen Karfreitag (17.April) wahrscheinlich. Oliver bietet an, Verstärkung zu holen, Rhys und Lacus halten das für eine gute Idee.
Dann auf eine Beobachtungsposition über dem Kolosseum. Da ist gerade nicht viel los, ein bisschen Vorbereitung fürs Opferfest am 19.04. vielleicht, ein paar Leute, die schauen, ob alles den Winter gut überstanden hat. Und ein paar Bewaffnete, die aus dem Arkadengang hervorkommen und sich mit den Bauarbeitern unterhalten. Pierre folgt zwei von ihnen, als sie das Kolosseum verlassen, und belauscht sie in einer Wirtschaft. Es sind Söldner, rohe Gesellen, die nicht viel wissen und/oder nicht viel preisgeben. Es scheint aber ein größerer Trupp zu sein, und sie streiten sich herum, ob es Magie überhaupt gibt oder nicht.
Zafira ist ebenfalls in der Stadt unterwegs. Sie bekommt das Angebot von Aleyafur, dass die Dämonin ihr eine wichtige Information geben kann… aber nur zu einem Preis. Einem Menschenleben, wenn Zafira nichts Besseres einfällt. Das lehnt Zafira aber erst mal ab. Auf dem Rückweg zu den anderen wird sie von einem katzenhaften Dämon angefallen und schwer verletzt. Pierre kommt zufällig vorbei, gemeinsam vertreiben die beiden das Wesen. Immerhin hat sein Gift bei Zafira nicht gewirkt.
Ali war auch unterwegs, um ein paar Augen in der Stadt zu besorgen. Sie erzählt, dass vor etwas über einer Woche tatsächlich ein blonder Franke mit Brandnarben im Gesicht gesehen wurde – da war Andrew allerdings noch im Bund; also wird das wohl Harper gewesen sein. Ansonsten gibt es einen Cousin von Jawan ar-Ribram, einen Mann namens Sarif. Der ist mittlerweile schon ein vertrauter Berater des Stadtherren. Außerdem weiß sie, wo der zynische Zwerg aus dem Zoo sich aufhält – im örtlichen Vergnügungsviertel, in der Gesellschaft von zwei Söldnern. Also brechen Rhys und die anderen auf, um ihm aufzulauern.
Yuri, Coleen und die anderen sind in Baalbek und kaufen dort am Vormittag Vorräte ein, bevor sie sich weiter auf den Weg nach Koussaya machen.

26. März
Im Morgengrauen schwanken Zwerg und Söldner zurück Richtung Kolosseum, werden in eine Grube geworfen und gefangengenommen. Nach kurzem Wortgefecht erschlägt Rhys den Zwerg mit einem Blitz. Die Söldner sind danach viel gesprächiger. Wissen nicht so viel, wurden angeheuert, um den Eingang in den Arkaden zu bewachen. Was da ansonsten vorgeht, wissen sie nicht so recht. Beiden haben einen Schlüssel in den Unterarm eintätowiert, mit dem man hineingelangen kann.
Als sie ihre Gefangenen gerade zur Stadt bringen, treffen sie Rasul und seine Leute. In der Stadt gehen sie zunächst zu den Salomonitern, um die Söldner irgendwo unterzubringen. Oliver sieht die tätowierten Schlüssel, findet, das wäre Teufelswerk, und würde sie gern kaputtsegnen. Na gut, da hat er vermutlich recht, also passiert das so.
Auf den Cousin des Oheims angesprochen: Rasul hat noch nie von ihm gehört. Zafira plant, dem ominösen Gesellen abends aufzulauern und auf den Zahn zu fühlen, aber jedenfalls nicht heute, denn da müssten die Entführer in Koussaya auftauchen. Also gut, es wird ein Hinterhalt gelegt (leider etwas zu offensichtlich an einem relativ lebhaften Handelsweg) – aber das macht ja nichts, wenn die Entführer davon hören (was ja sehr wahrscheinlich ist), dann müssten sie eine Ausweichroute nehmen, die dann auch noch direkt zum Kolosseum führt. Also auf zur Ausweichroute. Unterwegs fragen Lacus und Rhys Maryam, die Djinnbeschwörerin, nach den Namen, die Harper erwähnt hat: Osmur und Ojara. Ja, die kennt sie, das waren Djinns von Ossaida vom Hügel, die von den Mächten der Hölle verführt worden sind. Schlimme Sache, Ossaida ist nie drüber hinweggekommen.
Schließlich tauchen die Entführer auf, es kommt zu einer kurzen Schlacht, bei der Patrick von einem Monsterpferd überrannt wird und Rhys fünf Blitze gleichzeitig abschießt. Sie befreien ein Mädchen, das aussieht wie Rajiya, aber sie ist bewusstlos. Es gelingt ihnen, die junge Frau aufzuwecken, aber sie hat ihr Gedächtnis verloren. Patrick fällt auf, dass sie nicht spricht wie eine Einwohnerin von Koussaya, sondern eher wie eine Frau, die aus seiner Heimatstadt stammt. Das ist nicht Rajiya, und sie benimmt sich auch kein bisschen so.

Die Gruppe um Juri ist an diesem Tag noch unterwegs und wird am 27. gegen Mittag in Koussaya eintreffen.

Frederik war mit Farina unterwegs, um irgendwas für das Große Teppichrennen zu klären – sie sind dann aufgehalten worden und haben die ganze Aufregung verpasst. Als Frederik erfährt, was los war, schnappt er sich Ramon und macht sich spornstreichs auf den Weg nach Koussaya.

Beim Han-Besitzer, der erkennt Frederik und redet mit ihm. Findet heraus, wo Ossaida lebt.

27.03.
Aufbruch zu Ossaida. Begegnung mit ihr und Oris, Infos über Osmur und einfach gestrickte Erddjinns. Osmur mag Alkohol, Ojara findet Musik und Tanz gut.

Längeres Gespräch, Oris ist ein guter Freund von Osmur.

Frederik versucht mal, sich in den Träumen der Leute von Koussaya umzuschauen.

27.03:
Nach längerem Hin und Her wollen Rhys und die anderen zunächst mit Ossaida sprechen. Rasul wird sich solange in der Stadt wegen des angeblichen Cousins seines Onkels umhören.

Ossaida ist tatsächlich nicht so schwer zu finden und empfängt die Serpentianer freundlich. Von ihr erfahren sie, dass Osmur von Shaitan verführt worden ist und Ojara ihm folgte. Der Djinn Oris, der sich noch bei ihr befindet, wollte das nicht mitmachen, aber er glaubt nach wie vor, dass die beiden nicht wirklich böse sind. Sie waren doch so gute Freunde!
Ossaida will sich nicht selbst mit den Dämonisten vom Kolosseum anlegen. Das würde sie und ihre Djinns in Gefahr bringen. Aber sie gibt Frederik und den anderen die vollständigen Namen von Osmur und Ojara.
Oris erwähnt, dass Osmur eine eigene Regio hat, in der er mit einigen untergebenen Djinns lebt. Oris hat schon zaghaft versucht, Kontakt mit ihm herzustellen, aber die kleineren Djinns haben ihn ausgelacht, da ist er wieder gegangen. Trotzdem kennt er natürlich den Weg zu Osmurs Reich, und er würde seinem Freund gern helfen. Ossaida erlaubt ihm schließlich, die Serpentianer zu begleiten. Das ist sowieso eine gute Idee, weil er möglicherweise merkt, wenn Ojara in der Gegend ist. Oder andere Djinns.
Nebenher erfahren sie noch, dass Osmur gern feiert und Ojara Tänze mag. Wobei Erddjinns generell ja eher nicht so gut tanzen können.

Bevor sie in die Stadt zurückkehren, treffen sie noch Coleen, Juri und den anderen Trupp. Der soll allerdings außerhalb der Mauern warten, für den Fall aller Fälle.

Zurück in Koussaya hören sie von Rasul, dass Sharif seit Jawans Tod in der Stadt ist und seine Position übernommen hat. Er sieht allerdings nicht sehr wie ein ar-Ribram aus – andererseits hat ihm niemand wiedersprochen. Sharif redet gern von Freiheit, sogar für Frauen, und hat einigen Einfluss auf den Stadtherren. An seinem Haus sind immer noch Charnas-Zeichen, teilweise noch die alten, aber auch neue. Zunächst vermuten Rhys und die anderen, dass es dort vielleicht auch einen Zugang zur Regio gibt, aber Sir Oliver meint, das hätten er und die Salomoniter gemerkt. Es gibt in ganz Koussaya keine Zugänge, außer eben beim Kolosseum.

Während sie noch beratschlagen, taucht Oris aus der Erde auf und erzählt, dass er auf dem Markt einen Erddjinn beobachtet hat. Er ist sich nicht sicher, aber das könnte einer von Osmurs Untergebenen sein. Also los.
Der Djinn ist gerade dabei, Kresse zu kaufen, aber er hat kein Geld mehr. Luca hilft ihm und erfährt, dass die Kresse für Osmurs Sklaven ist. Bevor der Djinn in der Erde verschwindet, versucht der Gelehrte, ihm eine arkane Verbindung abzuluchsen, erwischt aber nur das Bündel Kresse.
Das ist aber nicht so schlimm, weil das heißt, dass der Erddjinn bald wieder auftaucht. Er sieht ein bisschen verdellt aus – er hat wohl Schläge bekommen, weil er die Kresse nicht gebracht hat. Das macht es für Pierre leichter, ein paar Djinnkrümel aufzusammeln.

Nachdem der kleine Djinn wieder verschwunden ist, folgen die Serpentianer ihm mit Oris‘ Hilfe. Der Djinn kann dafür sorgen, dass sie unter der Erde atmen können, und dann schubst er das ganze Serpentia-Knäuel durch das Erdreich hinter dem anderen her.
Sie kommen in Osmurs Regio heraus. Zunächst schmeicheln sie sich bei ihm als Gäste ein, dann finden sie heraus, dass Andrew tatsächlich hier ist – er ist der Sklave, der so dringend Kresse gebraucht hat. Frederik hatte ja bereits vermutet, dass der entführte Magier gar nicht in der Regio ist, wo ihn sowieso alle vermuten würden. Außer Andrew ist noch eine Dämonistin da, Kätzchen, eine aufreizende gekleidete Frau. Die sollte wohl auf ihn aufpassen. Oder auf Osmur. Der hat einen Handel mit Charnas abgeschlossen, dass er frei von Ossaidas Ring ist und trotzdem in der Menschenwelt verbleiben kann. Außerdem hat er Kraft und Macht bekommen, im Gegenzug muss er Charnas eben ein paar Gefallen tun.

Es kommt zu einem heftigen Wortgefecht über Freiheit und Freundschaft mit der Dämonistin, bis es Osmur reicht und er ein Fest verkündet. Ramon tanzt erst mit Kätzchen, dann mit Zafirah. Das gefällt Osmur, aber die Diskussion geht weiter. Die Serpentianer appellieren an seine Eitelkeit – er wäre doch der Herr hier, warum lässt er sich von Kätzchen herumschubsen? Wo ist er denn da frei? Kätzchen hat keine Lust, allzu diplomatisch zu sein, weißt allerdings darauf hin, dass es einen Handel gibt, und dass es Konsequenzen haben wird, wenn Osmur den bricht. Alles hat Konsequenzen, sagt sie. Dann verschwindet sie. Andrew, der ein Dornenhalsband trägt, das seine Kräfte hemmt, bricht zusammen, weil das Halsband sich enger schließt. Mit einem mächtigen Zauber und einer Handvoll Vis vernichtet Rhys das infernale Artefakt. Lacus sagt Andrew, er solle umfallen, und überzeugt dann Osmur, Kätzchen habe den Sklaven kaputtgemacht.

Der Ifrit will den vermeintlichen Leichnam zwar nicht herausgeben, aber es ist ziemlich leicht, ihn zu täuschen und einen gefälschten Leichnam zurückzulassen, während der echte Andrew in Verkleidung mit Oris und den anderen die Regio verlässt. Armer Osmur, findet zumindest Luca.

Zurück zu den Salomonitern. Erstmal segnen lassen. Andrew erzählt, dass er während seiner Gefangenschaft mitbekommen hat, dass es nicht nur darum ging, ihn und Rajiya in die Finger zu bekommen – der Zeitpunkt wäre ohnehin falsch, das Ritual zur Hexenhügel-Erschaffung könnte ausschließlich am Tag nach dem Herbstäquinoctium gewirkt werden. Es ging auch darum, die Magier von Serpentia in der infernalen Regio in eine Falle zu locken.

Bleibt die Frage, wo Rajiya jetzt ist. Vermutlich war sie erst mal nicht in der infernalen Regio, genausowenig wie Andrew, aber es kann gut sein, dass sie jetzt woanders hingebracht wurde. Bis zum Herbst wird ihr aber vermutlich nicht so viel passieren. Nur, wie soll man sie jetzt wiederfinden? Wie soll man andere Eingänge in die infernale Regio finden?
Möglicherweise ist es ja doch eine kluge Idee, Rasul zu rehabilitieren, damit der ein Auge auf Koussaya halten kann. Außerdem will Frederik die Träume der Stadtbewohner ein wenig überwachen, in der Hoffnung, auf einen Hinweis zu stoßen…

Kommen aus der Regio. Dort ist etwas mehr Zeit vergangen. Diskussion über das perfekte Opfer.
Krankheit bricht aus. Die falsche Rajiya ist krank, und andere auch.

30.03. Planung. Obaid ist Rasuls Vater (vermutlich)

- Rasul und seine Leute bleiben da und outlawen jetzt in Koussaya herum
- Salomoniter gucken mal nach einem Imam
- Suche nach politischem Abgesandten, den man
nach Koussaya schicken kann und der keine
offensichtliche Verbindung hat… vielleicht jemand, der an den Weinhändler herantritt?

Ali kommt mit in den Bund. Die trägt jetzt den Namen Kalila.

Andrew fragt wegen William. Dairine findet, er solle mit ihm reden, aber Andrew will eigentlich den Bund nicht verlassen. Lacus meint, er solle doch einen Brief schreiben. Andrew ist erleichtert.
Dairine fällt aber auf, dass er den Bund gerade nicht verlässt. Nicht mal auf den Hof geht. Oder in die Kirche. Sie spricht ihn darauf an, aber er mauert. Geht. Konrad erwischt ihn, es gibt eine Konfrontation, und Andrew wird tatsächlich mal wütend.

Besprechung mit Rhys, Dairine, Lacus und Michele. Der Engel wird befragt, aber er erzählt nur was von Hoffnung und „frag dein Herz“. Na gut, Lacus geht noch mal und erfährt zwar nichts Konkretes, aber es wird etwas klarer: Die Seele hat Verbindungen, das müsste man spüren – aber eine Seele ändert sich.

Schließlich zeigt sich, dass Andrew Panikattacken hat, sobald er den Bund verlässt. So als Erdmagier hat er sich bisher ja darauf verlassen, dass der Boden unter seinen Füßen nicht sein Feind ist.
Aber es kann ihn jemand überzeugen, doch mal in die Kirche zu gehen, und danach wird es besser.

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Hütchenspiel - Deborahs Gauntlet
Winter 1214

Frederik, Deborah, Juri, Joran, Imogen, Andrew (und andere)

Frederik beschließt, dass Deborahs Gauntlet darin bestehen wird, seinen grünen Hut mit der roten Feder zu findne. Er gibt den Hut und einen Zettel mit Instruktionen an Marit: Der Hut (und der Zettel) sollen nach der nächsten Mahlzeit weitergegeben werden, und derjenige soll auf jeden Falls Stillschweigen darüber bewahren. Marit gibt den Hut Joran. Joran trägt ihn brav zurück zu Frederik (dem Hutexperten – der Zettel war nicht unterschrieben), aber der schickt ihn wieder weg. Als nächstes geht der Hut zu Annie.
Allerdings hat Juri durch seine Verbindung zu Joran die ganze Sache mitbekommen. Da geht sein Fuchserbe offenbar mit ihm durch, und er bringt drei falsche Hüte in Umlauf: Einer zu Marit, einer zu Frederik und einer zu Aaron…
Außerdem landet der echte Hut bei erst bei Imogen und dann bei Andrew – das führt dazu, dass noch mehr Hüte in Umlauf kommen. Lacus findet die Angelegenheit ebenfalls inspirierend und gibt dem Hut, der bei ihm landet, das Aussehen eines Schuhs.
Nebenher tauscht Andrew noch den Originalzettel mit einer Fälschung, und Padraig ergänzt das Original um die Bitte, nach Weitergabe zu gehen und Frederik ordentlich zu drücken.
Es kommt – wie nicht anders zu erwarten – zu einigem Chaos. Insgesamt sind schließlich neun Hüte (von denen einer aussieht wie ein Schuh), ein Helm und ein Schuh im Umlauf, Frederik wird von diversen Leuten feste umarmt, einer der Hüte landet in Indien, ein anderer in Caverna.

Deborah schafft es mit einigen Schwierigkeiten und Lucas Unterstützung dann aber doch relativ schnell, den echten Hut zu finden, auch wenn sie den Weg, den er gegangen ist, nicht genau nachvollziehen kann. (Joran ist dabei eher unhilfreich: Er gibt nicht nur keine Hinweise, sondern schickt noch ein paar Leute mit grünen Hüten und roten Federn los, damit sie Deborah grüßen…) Trotzdem beschließt Frederik, dass sie ihr Gauntlet geschafft hat, und verleiht ihr den hermetischen Namen Audientia.

Hier noch mal der Verlauf der einzelnen Hüte und der Suche danach:
Hut 1 von Frederik: Marit – Joran – Frederik – Joran – Annie – Imogen – Dairine – Zaida – Andrew (vertauscht den Originalzettel mit Zettel 7 „Wohl und Wehe“) – Seska – Dairine – Alastriona – Luca (behält ihn ohne Zettel – der geht zu Hut 9)
Hut 2 von Juri: Marit – Frederik (geht nicht weiter)
Hut 3 von Juri: Frederik (geht nicht weiter)
Hut 4 von Juri: Aaron – Lacus (macht einen Schuh draus, per Im) – Zafira – Michele – Rhys – Olf – Samed – Ramon – Konrad – Bridged – Khaled – Andrew – Matthew – Juri – Paddy – Aella
Hut 5 von Joran auf dem Kopf (mit Zettel “Das ist nicht der Hut, den du suchst”)
Hut 6 von Imogen (Zettel mit Schüttelreim): Walter – Luca – Sine – Alocar – Tian – Lacus – Nona (behält ihn ohne Zettel)
Hut 7 von Imogen: Ding – Sine – Luca – Andrew (vertauscht Zettel 7 mit dem Originalzettel) – Fiona – Paddy (ergänzt den Zettel um den Umarmungszusatz) – Ludwig – Konrad – Walter – Olf – Salvatore – Aaron – Frederik – Aaron – Andrew – Haakon
Hut 8 von Andrew (sieht genauso aus wie das Original): Mellie – Mark – Indischer Fischer – … – Silentius
Hut 9 von Luca (mit Zettel 7): Andrew tauscht ihn gegen einen Helm
Helm 1 von Andrew (mit Zettel 7): Luca (ergänzt den Zettel so, dass die Anfangsbuchstaben “Andreas” ergeben) – Bridged – Ruairigh – Dairine (der löst dann schließlich eine Bundsitzung aus)
Schuh 8 von Juri: Tian – Lacus – Ea – … – irgendwo in Caverna ist dieser Schuh sicher noch unterwegs.

Deborahs Suche: Ratssitzung, dann Marit, dann Juri, dann Ludwig, dann Joran, dann Annie – dann Juri zu Aella und hat jetzt den Schuhut, aber Debbie merkt, dass das nicht der richtige ist. Danach zu Walter, dann zu Luca, der hilft dann, und schließlich findet Debbie den richtigen Hut

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Schemen von Scarabantia
Winter 1214

Padraig, Seska, Haakon, Marit, Pierre, Aella, Gwyweredd, Luca

Haustreffen Jerbiton

Gespräche mit Nadir und Al-Arama. Möglicherweise ein Zusammenschluss der Levante gegen Sol Argenteus.

Gedichtswettbewerb geht um das Thema Morgen. Andrew ist in der Jury und beschäftigt.

Sulphur redet mit Seska. Die redet mit Paddy, dann reden alle mit Sulphur. Sie erinnert sich nicht an die Ereignisse im Bund, an fast gar nichts, außer halt daran, dass der unter einer Klippe lag. Sie weiß nicht, was damals passiert ist; aber sie hat mit Pix, ihrem Lehrling, relativ häufig darüber geredet. Der ist dann letzten Herbst aufgebrochen, um sich dort umzuschauen, aber seither hat sie nichts von ihm gehört. Er war in Begleitung seines Grogs Oleg und der wildniskundigen Ludmila.

Wilde Ideen: Könnte der Prager Bund ins Bayrische Tribunal? Wäre das nicht irgendwie… interessant.

Dann hat Alocar auch noch Cesare eingeladen, mal nach Serpentia zu kommen.

Pierre hat einen Strudelhuber dabei. Der dämpft Winde. Bei der Rückreise ist das Wetter ziemlich schlecht – sie sind aber auch mit einem Wetterspezialisten unterwegs. Der freut sich über Schneestürme.

Längere Reise im Winter bis zum See, an dessen Ufer Scarabantia lag: Seltsame Effekte – bei der Erwähnung der Regio verschwinden die Leute halb in einer Regio. Dauernd tropft etwas. Momentaufnahmen von Leuten, die erwähnt werden (Pix, Dux Severus, Sulphur); Ludus Gravis mit einer leuchtenden, tropfenden Flüssigkeit in der Hand.
In der Regio-Halle sind Statuen der sechs Magier. Aella hat das Gefühl, dass eine fehlt. Sie spürt, dass es eine Frau ist.

Sie gehen weiter. In einer weiteren Halle finden sie einige Leichen, vielleicht Bundbewohner. Sie sind vermutlich aus Angst gestorben. Es findet sich auch weißer Staub auf dem Boden – vielleicht stammt der von den Statuen?
Weiter nach unten: Sie finden die Bibliothek. Die ist größtenteils durch einen Wirbelwind zerstört, aber sie finden noch ein intaktes Buch: Groß, aus Leder, mit einer eisernen Schließe. Seska versucht, es zu bewegen, und wird an die Wand geschleudert. Au.
Luca stochert in dem Schloss herum, wird ebenfalls heftig herumgeschleudert und schwer verletzt. Aber das Buch ist offen. Seska überlegt noch, ob sie es aufmachen soll, aber Marit kommt ihr zuvor. Kein magischer Effekt, aber das Buch öffnet sich auf einer bestimmten Seite: Ein Eid, auf irgendetwas aufzupassen, es zu bewachen und zu hüten. Unterzeichnet von sechs Magiern: Immortis Ex Bonisagus, Nives Ex Misc, Mythras Ex Guernicus, Dux Severus Ex Tremere, Sulphur Ex Jerbiton, Ludus Gravis Ex Jerbiton.

Der Bund ist schon im 9. Jhd. Gegründet. Luca meint, das wäre doch direkt nach dieser Tremere-Verschwörung gewesen. Paddy meint, da wäre doch irgendwas mit den Diedne gewesen?
Es sind immer wieder neue Magier dazu gekommen, aber aus den Häusern Tremere, Jerbiton, Bonisagus, Ex Misc oder Guernicus.
Als Seska Luca mit Magie heilt, sieht sie kurz einen anderen Mann vor sich, mit einem harten, kantigen Gesicht. Das ist keiner der einheimischen Magier – deren Bilder flackern immer kurz auf, wenn ihr Name genannt wird. Nach längerer Diskussion geht es weiter. Sie finden die Labore: Im ersten entdecken sie die Leiche von Nives, zerfetzt von einem magischen Metallstrahl. Ihre Laborausrüstung ist brüchig und zerfällt bei Berüh rung. Im Gang sind noch andere Labore: Zwei sind unversehrt, ein Jerbiton-Labor und das Guernicus-Labor. Das unversehrte gehörte Ludus Gravis – hier finden sie ein relativ intaktes Tagebuch. Darin steht, dass LG Primärvis gefunden und in den Bund getragen hat. Der letzte Eintrag ist „Svetlana ist unruhig.“
Bei dem Wort „Svetlana“ spüren alle, wie die merkwürdige Präsenz den Namen erkennt.
Im Labor von Immortis Ex Bonisagus sehen sie den Magier, wie er zwischen dem Zwielicht hin- und herflackert. Mit einem CrVi-Anker und Lucas Hand gelingt es ihnen, den jungen Mann herauszuziehen. Der ist etwas verwirrt, fragt nach Zdenko (der kantige Mann erscheint kurz) und was los ist. Nach kurzer Erklärung erzählt er, dass ihn das Zwielicht irgendwie erwischt hat, dann ging die Tür auf, Zdenko kommt rein und schießt einen Eisensplitterstrahl nach ihm – wollte ihn scheinbar umbringen. Oho.

In Dux Severus‘ Labor ist keine Leiche. Am Ende des Gangs ist ein großer Raum mit einem Ritualkreis. Im Kreis stehen die Abbilder von Ludus Gravis mit dem Primärvis in der Hand (da kommt das Tropfen her), ihr gegenüber die verzerrte Gestalt von Svetlana. Zu Füßen der Abbilder liegen zwei Leichen – LG und Svetlana. Am Rand liegt Mithras, von einem Dolch erstochen. Seska fasst in das Abbild des Primärvis, ist im leuchtenden Kreis, in dem Svetlana wie ein Raubtier hin- und hertigerte.
Aella fast LG an und hat eine Vision: Ludus Gravis schüttet das Primärvis in ihre Hände, geht auf Svetlana zu. Zwielicht breitet sich aus. Zdenko taucht auf, bringt LG um, Svetlana stirbt bei der magischen Explosion. Aella kommt zurück.

Pix finden sie auch noch, der flackert im Zwielicht herum, aus dem sie ihn herausholen. Der ist ein sehr freundlicher junger Mann mit mongolischen Vorfahren.
Sie verlassen Scarabantia mit Immortis und Pix, Svetlanas Geist ist noch da. Lösung der Situation wird vertagt, bis Immortis mit jemandem sprechen kann, der sich damit auskennt und der helfen kann. Allzu viel will er erstmal nicht sagen, aber zumindest Luca hat einen Verdacht.

In Valnastium erklärt Madeleine, dass die Situation kompliziert und diplomatisch etwas empfindlich ist… der Hausgründer Tremere war ja sehr ehrgeizig, hat alles Mögliche probiert: Vampirismus, Gabenverschmelzung, Zwielichtöffnung, Hermesportale… Tatsächlich haben die Tremere ihr Haus wohl selbst aufgeräumt, aber das geben sie nicht so gern zu, weil Präzedenzfall. Svetlanas Verstand wurde wahrscheinlich nicht von „mysteriösen Magiern“ zerstört, sondern von ihren eigenen Experimenten. Die Situation sollte jetzt aber eher diskret gehandhabt werden – Immortis ist bockig und will Zdenko 1216 vor dem Tribunal anklagen; aber da ist ja noch ein bisschen Zeit. Gut, Paddy und Seska kümmern sich.

Paddy und Dairine reisen nach Sol Noctis und sprechen mit Dux Severus. Der ist nicht sehr begeistert von der Situation, vor allem nicht von der in den Raum gestellten Anklage. Schließlich bittet um eine Nacht Aufschub, bevor Dairine mit Honoria redet – in dieser Nacht verschwinden Dux Severus und Zdenko mit einem Großteil des Vis und einem Batzen Silber.
Honoria wird am nächsten Morgen ins Bild gesetzt. Die ist nicht so begeistert von der ganzen Politik – sie ist ja mehr für Gerechtigkeit als für einfache Lösungen. Aber gut, sie wird mit Immortis sprechen und schauen, was da zu tun ist.

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Seskas Gauntlet
Herbst 1214

Seska, Zafirah, Luca, Hamid, Gwyweredd, Samed

Seska muss den besten Bäcker der Stadt finden und von ihm ein Geheimnis erfahren. (Alocar muss das Gleiche mit dem besten Heiler der Stadt machen.)

Spontan ruft sie einen Backwettbewerb im neuen Stadthaus aus. Dabei treten Ibn Butran mit seinem berühmten Murri (einer salzigen Gewürzmischung), Marukh ibn Hassan mit seinem Lammbraten und Dina al-Azaed mit ihrem Minzjoghurt an.

Es kommt zu allerlei Verwicklungen, weil natürlich niemand einfach so ein Geheimnis preisgibt und alle drei noch ganz andere Probleme haben. Seska und die anderen können jedoch helfen, es gibt einen Sieger und sie erfährt ein Geheimnis.
Auch Alocar hat seine Aufgabe bewältigt, damit haben bei Lehrlinge ihr Gauntlet bestanden und sind vollwertige Magier von Haus Jerbiton.

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Feenflügel und das Schwarze Einhorn
Sommer 1214
Juri, Joran, Deborah, Marit, Haakon, Colleen

Hildegard von Donnerbach Ex Mercere kommt in den Bund. Sie braucht Hilfe, vielleicht von einem Jerbito – ihr Lehrling Roslindis ist in Schwierigkeiten. Jedenfalls hat die junge Frau, die sich hauptsächlich für Heilkunst und weniger für den Orden interessiert, einen sehr ominösen Brief geschrieben. Sie würde jetzt gehen, um sich mit einem Feind anzulegen, obwohl sie eigentlich keine Chance hätte, aber sie müsste eine Schuld gutmachen und dem Kleinen Volk helfen, schreibt sie.

Na gut, Mercere sind immer gute Verbündete, also gehen Juri, Joran, Deborah, Marit, Haakon und Colleen los, um sich die Sache anzuschauen.
Von Regina Bavariae (wo Deborah einige Anekdoten über den jungen Frederik hört) aus geht es nach Kaltenbach in den Alpen, wo sich Roslindis häufig aufgehalten hat. Ihre Spur führt weiter ins Gebirge zu einem Hammerwerk, wo sie Bekanntschaft mit einem Kobold machen, der ihnen etwas von Blumenfeen erzählt, die bei oder in einem Gletscher wohnen.

Okay, hoch ins Gebirge. Kurze Begegnung mit einem Bär, verläuft aber harmlos. Schließlich finden sie im Gletscher in magisches Tor. Wächterin taucht auf, hört, dass sie Roslindis suchen, ist erleichtert und lässt sie rein. Drin: Feenregio, großes Tal, liebe Wälder, steile Hänge.
Unten treffen sie Ti’al, eine Felsenfee. Der erzählt, dass Roslindis von den Bösen Leuten in der Burg gefangen worden ist. Die Bösen Leute machen Sachen kaputt, essen Tiere, fällen Bäume und holen Gold aus dem Fluss (das ist nicht so böse, aber trotzdem). Da ist eine böse Zauberin mit Orks und Wölfen. Gleich zur Burg? Nein, erst mal mit der Hohen Wächterin reden. Die wohnt im Tulpenturm.

Längerer Weg, viele Feen. Alle gesprächig und neugierig. Übernachtung auf einer Wiese, es gibt Essen, aber kein Wirselkraut – Roslindis hat gesagt, das ist schlecht für Menschen. Tatsächlich macht es triebig. Joran packt es ein.

Im Tulpenturm große Versammlung, Hohe Wächterin ist mehr Moderatorin als Herrscherin. Die Eindringlinge verletzen das Gesetz: „Verletze niemals das Leben!“, das ist nicht gut und schwächt das Reich. Der Tulpenkelch ist zwar noch intakt, aber im Zentrum zeigen sich schon dunkle Flecken.
Also gut, sie wollen helfen und auf jeden Fall Roslindis retten. Die Feen geben ihnen dazu Feenringe. Damit kann man sich in eine fliegende Fee verwandeln und sieht Magie – Feen leuchten eher weiß, Magie eher grau.

Die Beschreibung der bösen Magierin ist vage: Kopftuch, Schmuckstück. Allerdings zeigt die Brosche das Hauszeichen Guernicus. Oha.

Als sie loswollen, hören sie lautes, rauhes Lachen. Die Feen haben einen Ork gefangen – na, sie haben ihn mit einem Feenring in eine Fee verwandelt. Entsprechend hat der auch Mottenflügel. Weil er dadurch nicht netter wurde, haben sie ihn mit Lachkraut gefüttert, damit er niemandem etwas tut. Nur blöd, dass Orks Fleischfresser sind. Die Orkfee ist ziemlich mager.
Joran nimmt den Gefangenen unter seine Fittiche. Nachdem der vom letzten Lachflash runter ist, will er etwas zu essen. Alle machen sich groß, um die Orkfee einzuschüchtern. Das klappt auch ganz gut. Der Gefangene erzählt, dass sein Boss, Grolsch, die Magierin im Wald getroffen hat. Dann war sie erst auf einmal eine gute Freundin, als nächstes hat sie ihm Befehle gegeben und er hat gehorcht. Also war sie jetzt der Boss.
Die Orks fällen Bäume, jagen Viecher (sehr einfach, die haben gar keine Angst), sieben Gold aus dem Bach und passen auf die Bauarbeiter auf. Die bauen bei der Burg nämlich ein Bollwerk. Weil es im Alten Wald gefährliche Viecher gibt. Die Orkfee hat sogar eins gesehen: Es war groß und schwarz und sie sind davor davongelaufen, weil es sie fressen wollte.
Eine vorbeifliegende Fee weiß nichts von einem Monster, aber in den Alten Wald gehen sie eigentlich nicht. Der ist irgendwie unheimlich. Oder unwirtlich. Oder so. Außerdem wohnt da das Schwarze Einhorn, das möchte seine Ruhe.

Jedenfalls darf der Ork jetzt Joran als Boss haben. Das findet er ganz gut, zumal er ab und zu ein Stückchen Schinken bekommt. Er heißt Urgr.

Urgr darf sie dann erst mal in den Alten Wald führen, damit sie nach dem Monster Ausschau halten können. Das lässt nicht lang auf sich warten: Ein schwarzes Ding irgendwo zwischen Katze und Wolf greift an. Glücklicherweise bemerkt Colleen es rechtzeitig, und als Feen können sie ja wegfliegen. Der Katzenwolf ist magisch, ziemlich groß und hat Reißzähne und Klauen.

Als nächstes geht es zur Burg. Die liegt in einer Höhle in der steilen Felswand, die Bauarbeiter bauen gerade ein Gerüst. Unten steht eine Palisade, da schlafen die Bauarbeiter. Und die Orks.
Oben belauschen sie die Magierin, die gerade mit einem Vorarbeiter darüber diskutiert, ob man die Steine von der Burg oben für das Bollwerk unten brauchen kann. Der Vorarbeiter hätte ja lieber einen Steinbruch. Sowohl Magierin als auch Arbeiter sehen Arabisch aus.

Weiter hoch, Verwaltungsraum. Magierin mit arabischem Händler. Diskussion, ob man nicht eine Fee verkaufen soll. Magierin will nicht.
Nächster Raum, Schlafzimmer. Brief auf dem Tisch „Geehrte Magistra Hildegard… *schwurbel*“. Roslindis‘ Handschrift.
Die kommt rein und ertappt Joran und Bridget. Kurzer Austausch, was die hier wollen. Oh, sagt Roslindis, ist der zweite Brief nicht angekommen. Hups.

Dann gemeinschaftliches Gespräch mit Magierin und Roslindis. Die Magierin ist Samara bint Oman, die amtierende Quaesitorin des Nordafrikanischen Tribunals. Noch recht jung dafür, aber älter als Roslindis oder die Lehrlinge. Längeres Gespräch über serpentianische Eigenheiten und Ausbildungsmethoden. Samara hat Paddy und Gwyn mal getroffen. Sie kommt aus Marrakesh und ist dort durch ein Tor in das Feental gekommen. Da sind haufenweise Tore, mindestens ein Dutzend.

Sie macht sich Sorgen wegen dem Schwarzen Einhorn, das im Alten Wald lebt. Als die Sache mit Karthago war, sind etliche magische Viecher marodierend in der Nähe ihres Bundes herumgelaufen, und die sahen so ähnlich aus. Der Katzenwolf ist ja auch auch so ein Monster. Sie fürchtet, dass diese Wesen irgendwann das Feental als Zugang zu den anderen Toren nutzen könnten – zum Beispiel nach Marrakesh. Oder nach Palermo. Deswegen auch die Orks und das Bollwerk.

Hm, ja. Aber: Das Reich stirbt dabei. Das ist auch nicht gut. Vielleicht können die Feen die Tore ja verschließen? Samara: Vielleicht, aber das Tor nach Marrakesh war auch „zu“. Sie hat es mit einem ReVi trotzdem aufbekommen. Frage nach anderen Zugängen? Sie kennt Marrakesh, Palermo und eine Feenwald-Regio. Da hat sie die Orks her (es gab Bäume und Käfer dort).
Von dem Gesetz weiß sie nichst. Roslindis übrigens auch nicht, aber die ist so lieb, dass sie es einfach nie gebrochen hat. Sie isst ja nicht mal Fleisch, weil ihr die Tiere leid tun. Warum sie keine Entwarnung gegeben hat? Hat sie doch, der Brief ist mit Tirana Ex Mercere unterwegs. Über Harco. Sie dachte, Jebel al-Batal hätte da ein Hermesportal. Samara lacht sie aus. Hermesportale wachsen nicht auf Bäumen. Noch mehr Diskussion über Hermesportale. Samara fühlt sich von den Lehrlingen veralbert, als die darüber spekulieren, irgendwelche Dinge einfach durch eine Hermesportal irgendwohin zu bringen, wo sie keine Gefahr mehr sind.

Jedenfalls, Plan: a) noch mal die andere Durchgänge checken, b) mal mit der Höchsten Wächterin reden.

In der Burg taucht Ludwig auf, kommt aus einem Tor in der Luft auf einem brennenden Nussschalen-Schiff. Landet unter diesen Umständen ziemlich perfekt. Ist aufgeregt wegen Igor.

Wurde von den Erzzwergen losgeschickt, um im Nachbarreich mal zu gucken, wer da die Bäume fällt. Das waren dann wohl Igors Leute, die prompt Ludwig mit Igor verwechselt haben.

(Igor hat da Schiffe gebaut, die problemlos über die Grenzen eines Reichs ins nächste fliegen können.)

Schließlich, nach längerem Wir-erklären-Ludwig-die-Situation-Gerede, geht es mal zur Hohen Wächterin. Nach längerem Marsch und vielen Gesprächen.
Von der Hohen Wächterin erfahren sie, dass sowohl Katzenwolf als auch das Schwarze Einhorn aus einem Gebirgsreich kommt, in dem es Gemsen, Ziegen und Mägde gibt. Ein Mägdereich eben. Sir Quidad ist auch von dort gekommen. Der Katzenwolf greift bisher ausschließlich die Orks an.

Wieder zurück zur Magierin. Okay, grr. Sie will das Tor nicht allein lassen und muss aber bei den Orks bleiben. Also müssen die Lehrlinge ran, nur Juri nicht. Der bleibt bei ihr, damit jemand mit Ahnung von Feen da ist.

Die anderen ins Reich der Mägde. Sie treffen gleich zwei, die Joran überreden, sich als Herr ein leerstehendes Schloss übergeben zu lassen. In diesem Reich ist es üblich, dass die Mägde einem Herrn dienen. Irgendwann heiratet dann eine Magd den Herrn und sie verlassen das Reich. Dann muss ein neuer Herr kommen. Joran lässt sich von ein paar Mägden überreden, Herr eines Schlosses zu werden. Hups.

Im Stadt-Dörfli hören sie, dass der Ritter der Grenzen hinter einem anderen Monster her ist; es sieht aus, wie eine Mischung aus Spinne und Biber. Sie folgen ihm und finden ihn an einem Feuer. Verletzt, erschöpft. Er weiß schon, dass diese ganzen magischen Viecher reinkommen. Klar, die kommen aus dem Blutrosenreich. Da ist ja ein Riss entstanden, als Gruulka zum Zwielicht zurückkam. Auch der Rosenprinz, der ja mal ein Mensch war, hat Rückfälle zu seiner Menschlichkeit. Und der Stein der Wandlung blutet (rote Graniteinschlüsse im grauen Stein).
Diskussion, aber das ist kein Problem, dass ein paar Lehrlinge und ein Knappe lösen können. Aber das Bollwerk bei den Blütenfeen ist ziemlich sinnlos, weil die magischen Viecher eh nicht in die Dominion gehen würde. Auf Dauer sollte da aber etwas passieren… vielleicht mal die Merinita drauf ansetzen?
Danach verwandelt Richard Sir Quidad, damit der mit sich besser klar kommt. Quidad ist danach zwar immer noch verflucht, sieht aber verschmitzt und nicht allzu vertrauenswürdig aus. Er meint, er geht jetzt, um Questen für böse Zauberer oder blutrünstige Riesen durchzuführen.

Danach zurück, Samara sieht ein, dass ihr Bollwerk sinnlos ist. Sie überredet die Hohe Wächterin, sich für ihre Tore trotzdem mal ein paar sinnvolle Wächter zu suchen und ihr ein bisschen Gold zu überlassen.

Dann Joran zurück zu seinem Schloss und sucht sich eine Magd aus, die er heiraten kann, und zwar eine, die eigentlich auch nur weg will. Das funktioniert dann auch ganz gut, zumindest vorerst.

Annabelle, die magische Magd! (Wurde von Joran geheiratet, damit die beiden das Reich verlassen können, und streift jetzt auf der Suche nach Abenteuern durch die Reiche).

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Mandelgeruch
Frühling 1214

Andrew, Konrad, Zafirah, Hamid, Bridged, Luca

Arthur hat ein Haus gekauft, ein altes Haus, in dem es seltsam riecht. Zafirah identifiziert den Geruch als Mandel.

Alle los.
Zafirah, Bridged, Luca ins Haus. Zafirah entdeckt eine versteinerte Pflanze, die sie nicht erkennt. Luca findet Reliefs, auch einen Obstkorb. Kennt Obst nicht. Bridget stellt fest: Keine Katzen. Kann eine Katze nicht reintragen.

Hamid sieht kleinen Jungen, der Haus beobachtet. Zwei Männer kommen und stecken ihn in einen Sack. Hamid schüchtert sie ein, sie lassen Sack fallen. Junge heißt Peter, seine Mutter ist im Haus verschwunden, vor einem Jahr. Sollte dort putzen.

Andrew und Konrad bei Vorbesitzer. Schotte, Sean McIntyre. Haus von Römern, davor angeblich heidnische Kultstätte. Erzählt ein paar Dinge nicht. Diener wissen auch nicht mehr, Fragen mögen sie aber nicht.

Alle zusammen. Peter ist nicht getauft. Also: Taufen. Danach Luca als Peter getarnt, draußen Trara, Luca geklaut. Am Hafen: Brutaler Typ. Wollte Peter fragen, weil Schwester im Haus verschwunden. Okay, wir helfen.

Zum Haus. Rein. Magische Aura. Hamid ist kalt. Mit steinerner Pflanze geredet – die ist, immer wieder kommen Opfer, seit Jahren schon, nennt sich Verzweiflung. Suche nach Leichen: unten. Regio: kommt von unten. Also Zugang zum Keller. Steinerne Wurzeln nicht zerstört. Bei Anfassen schlägt Parma an. Parma geteilt. Runter, überall Leichen. Wurzel im Herzen. Andrew betet. Licht / Feuer funktioniert nur schwach, Gebet hilft aber.
Zafirah spürt Pflanze nach, Verzweiflung macht sich breit, Wurzeln über ihr, Schatten wie Tränen. Andrew geht zu ihr, kommt ins Stocken. Auch verzweifelt.

Hamid in Richtung von Kälte, Konrad hinterher. Andrew berappelt sich und folgt ihnen. Kann sie ja nicht gehen lassen. Luca & Zafirah folgen, Bridged zerhackt Wurzeln bei Zafirah. B. ist eh wenig betroffen. Fee oder so.
Alle werden in Regio gezogen.

Dunkel. Konrad und Hamid voran, Rest hinterher. Andrew macht schwaches Licht. Hamid greift Kalt an – ist ein toter Römer. Will nach Gespräch helfen.

Verwachsener Hain – eine Pflanze? Altar mit pulsierendem Samen. Barriere auch Ästen, Andrew und Konrad greifen an, schwertharte Äste wehren sich. Bridged schlägt auch, Pfeile auf sie. Zafirah windet sich durch und windet Weißdornast um den Samen. Verzweifelter Schrei vieler Frauenstimmen. Luca auch durch, hinter dem Altar Kinderkörper, Wurzel im Herz. Luca greift Wurzel an, Kind öffnet Augen, schaut hilfesuchend. Luca weicht zurück. Andrew „tauf es“. Luca tauft es, Kind schließt die Augen, Samen – Säuglingsschrei, nicht verzweifelt. Frauenschreie lassen nach, Pflanzen greifen nicht mehr an.
Alle zurück, mit Samen und Kinderleiche. Konrad hat sich geteilt und Priester schon geholt. Priester entsetzt, weil Leichen. Verletzte & Rest ab. Mandelgeruch weg.

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Feurige Tage im Sommerpalast
Frühling 1214

Paddy, Haakon, Lacus, Aaron, Pierre, Zafirah, Luca

So. Sie hören von den 12 Geiseln und der Geschichte mit der herumreisenden Prinzessin und ihrem Verlobten (ein arroganter Schnösel, laut Gilad).

Sie werden von einem djinnblütigen Führer geführt. Um den Palast herum ein Hitzeflirren. Ein Wagen mit Vorräten wird von Djinns rübergebracht. Lishaan, eine Feuerdjinnin taucht auf, Paddy will rein, aber sie müssen den Handel mitmachen. Will Paddy nicht, also nicht rein.

Sie schnüffeln rum, Lishaan taucht auf und meint, sie gehen ihr auf die Nerven und sollen verschwinden. Nach einiger Diskussion bekommen Luca und Zafirah die Djinns dazu, sie doch reinzubekommen – sie dürfen halt zwei Wochen bleiben. Wenn sie sich an die Regeln halten. Die erklärt ihnen die Prinzessin.

Die Prinzessin ist die Tochter von Mu’azzam, dem dritten Sohn al’Adils. Sie berichtet, dass ihr Vater im letzten Sommer eine Möglichkeit gefunden hat, freie Djinns zu kontaktieren. Das erschien erst mal politisch ganz klug, weil sie keine eigenen Djinns haben und dadurch eine bessere Position gegen die Djinnbeschwörer in der Stadt hätten. Leider hat es Muhterrems Verlobter geschafft, bei den Verhandlungen den Anführer der Djinns so sehr zu erzürnen, dass der gedroht hat, alles anzuzünden. Daraufhin hat al-Mu’azzam einen Handel mit den Djinns gemacht: Sie bleiben in der Sommerresidenz und bekommen jedes Jahr zwölf schöne Diener – dafür lassen sie die Menschen in Ruhe und sehen mit Wohlwollen auf die Familie der Ayyubiden.
Der Zugang zu den Djinnreichen ist noch offen. Muhterrem könnte ihn schließen, aber dafür braucht sie mindestens eine Viertelstunde, und das reicht nicht, um das unbemerkt von den Djinns zu tun. Die Djinns wechseln zwischen ihrer Welt und der Menschenwelt hin und her – insgesamt sind 12 Djinns regelmäßig hier. Ihr Anführer ist Prinzen Khafeez, dazu gibt es noch Lishaan, die neugierig und rechthaberisch ist, und ein paar andere. Die Djinns haben ihre eigenen Diener, aber das sind nicht sehr viele – nur acht, und immer die gleichen. Man kann sie nur schwer unterscheiden.

Die Serpentianer akklimatisieren sich und erkunden die Umgebung. Luca findet heraus, dass das Portal ein Spiegel aus Edelstein ist, an dem sich meistens eine Djinnin aufhält, Shi’al, die sich mit Magie beschäftigt. Die hat auch den Verlobten von Muhterrem in ein Kamel verwandelt.

Eigentlich, meint Pierre, sollten die Djinns sowieso nicht hier sein. Freie Djinns sollten nicht einfach so in der Menschenwelt herumlaufen. Es fällt auch auf, dass die Djinns alle ziemlich jung sind – offenbar sind das hier eher Söhne und Töchter wichtiger Persönlichkeiten, nicht die wichtigen Persönlichkeiten selbst. Vielleicht wäre es ja gar nicht schlecht, mal die Eltern zu informieren? Problem daran: Die könnten ziemlich aggressiv reagieren.

Die Barriere um die Residenz wird von den Dienern aufrechterhalten. Das ist offenbar ziemlich anstrengend, und die Diener sind nicht sehr glücklich. Zafirah erfährt, dass das alles persönliche Diener von Prinz Khafeez sind. Allerdings ist es für die schwierig, ihren Herren an seinen Vater – einen Djinnkönig – zu verpetzen, weil sie dann vermutlich ihre Stellung verlieren und keine gute Referenzen bekommen.

Es gibt noch ein Grogophon-Gespräch mit Frederik und Farina. Farina erzählt, dass es einen Vertrag mit König Salomon gab, der besagt, dass freie Djinns nicht in der Menschenwelt Einfluss ausüben dürfen – dieses Vorrecht genießen nur gebundene Djinns. Also ist das, was Khafeez und die anderen da machen, ein Verstoß gegen diesen Vertrag. Solche Dinge werden normalerweise von den Fürsten der Djinns geregelt, aber Feuerdjinns neigen eben dazu, bei Verstößen zu reagieren wie Flambeaus – mit Feuer und Gewalt. Vielleicht nicht so optimal.

Jedenfalls fällt Paddy ein Plan ein, um die Barriere erst mal zu beseitigen: Mit Erdmagie erschafft Paddy oberhalb der Sommerresidenz einige Wasserreservoirs, die aus dem Bach gespeist werden, der früher durch das Areal der Residenz floss. Den haben die Djinns umgeleitet. Jetzt können sie die Erde einstürzen lassen, die Reservoirs laufen über und das Wasser trifft auf die Barriere. Das dürfte den Hitzeschild stark belasten, vielleicht sogar überlasten.

Das ist soweit ganz gut. Luca belauscht in dieser Nacht noch ein Gespräch zwischen Adnan und Lishaan, bei der er sie anstachelt, doch gegen die Autorität ihrer Eltern zu rebellieren. Zafirah meint, dass er sich benimmt, als wäre er es nicht gewohnt, so schön zu sein. Er hat einen besten Freund, Sahar, der ziemlich dominant und sehr gutaussehend ist. Lacus findet mit Magie heraus, dass Adnans Körper verändert worden ist.

Gespräche mit Adnan führen zu nicht viel, außer dass Paddy noch mal mitbekommt, dass Lishaan lieber auch andere Gegenden sehen würde. Hier ist es doch ein bisschen langweilig.

Okay. Als nächstes wird Muhterrem eingeweiht. Die meint, dass Khafeez nicht sonderlich gern Verantwortung übernehmen würde – wenn also etwas richtig schief läuft, haut der vermutlich eher ab.
Problem könnte Lishaan sein, die eben nicht nach Hause, sondern vielleicht mit Spiegel irgendwo anders hin abhauen könnte.

Kurz nach der Unterredung taucht Najima auf, Farinas Feuerdjinn. Die lässt sich in die Planung bereitwillig mit einbinden.

Als ersten kommen Muhterrem und ihre Cousins in eine Erdhöhle, damit sie nicht mehr gesehen werden. Danach stößt Najima Zafirah um, Zafirah stürzt dramatisch und blutet aus einer Wunde. Das beunruhigt die Djinns, weil sie ja von Muhterrem gehört haben, dass eine unsichtbare Blume erblüht, wenn das Blut eines Menschen zu Boden fällt und Allah weint, wenn das zu Unrecht geschehen ist.
Na gut. Danach erst mal Abendfeier. Paddy raus, lässt Zisterne einstürzen. Wird mitgeschwemmt, rettet sich mit einem Stein. Wasser triff auf Barriere. Zafirah hört ein lautes Zischen, Dampf steigt auf. Ein Diener rennt los, informiert Khafeez, den interessierts nicht. Fünf Diener raus, aber Dampfwand zu eindrucksvoll, Barriere fällt.

Luca gräbt Leichen von Muhterrem & Co aus, die dann mit der Flut mitschwappen. Allgemeine Aufruhr, Najima stachelt Panik noch an, Pierre taucht als Bote verkleidet auf und erklärt, Mu’azzam würde morgen eintreffen. Khafeez ist völlig überfordert und beschließt, erst mal zu gehen. Djinns verschwinden in Richtung Spiegel, Lishaan als letzte. Luca überredet sie, ihren Namen preiszugeben, damit ein Djinnbeschwörer sie binden und sie in der Menschenwelt leben kann. Dann versiegelt Muhterrem den Spiegel.

Die Pseudo-Leichen kommen in eine Kammer, Muhterrem und die beiden Cousins rein. Offenbar hat Allah ein Wunder gewirkt und sie leben wieder!

Nach etwas Hin und Her kehren alle nach Damaskus zurück. Mu’azzam ist Gilad sehr dankbar und macht ihm wertvolle Geschenke, von denen einige wieder Serpentia zu Gute kommen. Der Spiegel bleibt allerdings bei den Ayyubiden, und Farina wird demnächst anfangen, einen Ring für Lishaan zu schmieden. Luca bittet sie darum, mehr über Djinns zu lernen, und sie stellt ihre Djinns ab, um ihn zu unterrichten. Dafür allerdings sollte Luca ihre Kinder (und die ihrer Schwesterfrauen, und die von Paddy) in westlichen Sitten und Gebräuchen unterrichten.

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Einödschatten
Winter 1213

Rhys, Bernward, Salvatore, Aaron, Aella, Bridget, Luca, Ludwig

Berenike von Heddinghausen kommt aus Caverna durchs Hermesportal in den Bund. Sie ist auf der Suche nach Maximilian Kastner Ex Mercere, der sich irgendwo in Schottland aufhalten muss. Die beiden kennen sich schon lange und haben offenbar auch eine Beziehung – jedenfalls fühlt sich Berenike ihm verbunden. Sie hatte in der letzten Zeit komische Träumen von Schatten, huschenden Wesen und etwas, was lange gefangen war und jetzt aufwacht; und zwar seit der Tag-und-Nachtgleiche im Herbst. Sie möchte allerdings nicht allein gehen, da sie als Dichterin und Kunstkennerin vermutlich nicht so gut geeignet ist, um allein durch die Highlands zu ziehen.

Nach kurzer Besprechung beschließen Rhys und Bernward, sie zu begleiten. Einer der Gründe: Maximilian war ursprünglich ein Lehrling von Celeste Ex Tremere, hat dann aber gegen Ende seiner Ausbildung bei einem Laborunfall seine Gabe beschädigt und musste zu den Mercere wechseln. Außerdem hat Berenike von den Mercere tatsächlich Gutes über Serpentia gehört! Zusätzlich bietet Berenike als Gegenleistung für die Hilfe einen Gedichtband und einen Turm Vis (5 Cr, 5 Ig) an.

Nachdem sich die Gruppe ausgerüstet hat (Ludwig hat einen Haufen magischer Gegenstände eingepackt), geht es zunächst nach Solis Defectio. Maximilian war im Frühling dort und wollte – wie die Magier aufgrund von Berenikes Beschreibungen schon vermutet haben – in das tote Land, dessen Geist Hektor war.
Da eine Schiffsreise im Winter nicht gut möglich ist, ziehen die Serpentianer knapp drei Wochen an der Küste Schottlands entlang, treffen diverse Clans und Klöster und kommen irgendwann bei recht großen Benediktiner-Kloster an, das sich am Rand des toten Landes befindet.
Die Mönche sind recht freundlich und erzählen, dass Maximilian hier ist. Er ist wohl zunächst weiter zu den Mac an Abas gezogen, dem das tote Land eigentlich gehört. Außerdem erfahren Rhys und Bernward, dass sich seit Herbst ein paar seltsame Dinge tun: Die Mac an Abas haben dem Kloster das Jagdrecht dort gewährt, wobei dort bisher ja nicht viel gelebt hat. Aber vor kurzem haben einige Brüder dort ein Reh erwischt, das sich sehr merkwürdig aufgeführt hat: Es ist in den Kampf mit einem Mönch gegangen und hat versucht, ihn zu beißen, statt wegzulaufen oder seine Hörner oder Hufe zu benutzen.

Die Magier beschließen, zunächst nicht in das tote Land zu reisen, sondern sich erst einmal bei den Mac an Abas umzuhören.

Mac an Abas:
Diarmuid: Clansführer, groß, rothaarig und aufbrausend, hat bislang drei legitime Töchter
Angus: Sein Bastardsohn, ein ziemlich guter Schwertkämpfer und bisher sein Erbe
Caitlin: Seine dritte Frau, jung, rundlich, schwanger
Catriona: Die jüngste Tochter, sehr beeindruckt von Bridget, will Ritter werden.

Nachdem anfängliche Irritationen über Bridget, die Fast-Ritterin, einigermaßen beseitigt sind, erzählt Diarmuid, dass Maximilian viele Fragen über das Land und vor allem über die Schlucht an der Grenze gestellt hat. Vor vielen Jahren hat dort einmal eine Schlacht zwischen Magiern getobt, dadurch ist die Schlucht entstanden. Das Land war schon immer ziemlich seltsam und wild, ist aber seit wenigen Jahren tot und verwaist. Rhys erinnert sich, dass irgendwo hier in der Gegend Scorpio von einigen hermetischen Magiern gestellt und (angeblich) erschlagen und begraben wurde. Der Kampf wurde damals wohl von einem Tytalus (ein hermetischer Vorfahr von Malfaitar) angeführt, dabei waren zwei Bjornaer (Heartbeast Spinne und Krake), ein Flambeau, der die Gruppe verraten hat, und ein Ex Misc, der den Flambeau erschlagen hat. Überlebt hat aber wohl nur der Tytalus.
Diarmuid ist auf Maximilian nicht sonderlich gut zu sprechen, weil der zwei seiner Leute überzeugt hat, mit ihm in das tote Land zu kommen, eine junge Frau und einen Jäger.

Schließlich, nachdem Bridget einen Übungskampf mit dem jungen Angus ziemlich erfolgreich absolviert hat, bricht die Gruppe auf in das tote Land. Bernward und Aaron bleiben zurück, da Bernward sich an irgendetwas den Magen verdorben hat. Sie wollen später nachkommen.
Zunächst wollen sie noch einmal Maria Alessis Turm aufsuchen, auch wenn die Untote nicht mehr da ist. Unterwegs beobachten sie einen Wolf, der sich sehr seltsam aufführt – eher wie ein Hase als wie ein Wolf. Kurz darauf fängt Ludwig ein Rebhuhn ein, das ihm quasi in die Arme läuft. Rhys spricht mit dem Tier, das zunächst denkt, es wäre ein Bär. Der Magier kann es allerdings überzeugen, dass es in Wirklichkeit ein Rebhuhn ist, und von ihm erfahren, dass das Tier nicht mehr recht weiß, wie es hierher gekommen ist. Jedenfalls ist es nicht von hier und möchte nicht aufgegessen werden. Sie lassen das Rebhuhn schließlich wieder laufen.

In Marias Turm haben sich ein paar Vogelfreie niedergelassen – sechs oder sieben raue, halbverhungerte Gesellen, die außer Waffen nicht viel zu besitzen scheinen. Frauen haben sie wohl auch schon länger nicht mehr gesehen. Im Gegenzug zu etwas Nahrung erzählen sie den Serpentianern, dass sich Maximilian mit seinen beiden Begleitern in einer Hütte bei der Schlucht aufhält. Sie haben wohl mal versucht, ihn anzugreifen, aber der Jäger hat einen Langbogen und kann damit umgehen.
Ihnen ist auch aufgefallen, dass die Tiere sich hier seltsam aufführen. Außerdem ist einer von ihnen – Connor – von einem seltsamen Schattenwesen angefallen und tödlich verwundet worden.

Als die Magier weiterreisen, folgt ihnen der jüngste Ausgestoßene und bittet sie, ihn mitzunehmen, als Führer, als Knecht, als irgendwas. Die Männer in dem Turm (die weniger stolzen Überreste des Clans MacTilion) haben wenig zu essen und der Anführer hat schon zu ihm gesagt, dass er jeden Tag mehr aussieht wie ein Hühnchen. Rhys und die anderen haben Mitleid und nehmen Duncan MacTilion mit.
Nach zwei Tagen Reise erreichen sie schließlich die Schlucht. Dort steht die Hütte, die Berenike in einer ihrer Visionen gesehen hat. Die Schlucht ist eine tiefe, dunkle Kerbe im Land, die am Strand beginnt und sich einige Meilen ins Landesinnere zu ziehen scheint. Auch in hellem Tageslicht kann man nur sehr schlecht hineinsehen und Details ausmachen. Es scheint dort drinnen unnatürlich dunkel zu sein.

Berenike ist jetzt nicht zu halten, auch dann nicht, als ein grimmiger älterer Mann mit einem Langbogen erscheint. Sie will zu ihrem Geliebten, und zwar jetzt. Schließlich tauchen auch Maximilian und das Mädchen auf, und Berenike fällt ihm begeistert um den Hals. Der Mercere ist allerdings offensichtlich nicht sehr begeistert, sie hier zu sehen, und auch das Mädchen wirkt ziemlich befremdet. Sie ist hochschwanger.
Nach einem klärenden Gespräch erfahren Rhys, Bridget und die anderen, dass Berenike sich da wohl in etwas hineingesteigert hat. Maximilian ist mittlerweile mit der jungen Oonah verheiratet, sie ist schwanger von ihm. Trotzdem ist Maximilian nicht böse über Gesellschaft. Er ist hier, erklärt er, um nach einem Theolithen zu suchen – einem magischen Stein, der ein winziges Bruchteil der Prima Materia enthält. Das ist die Urmaterie, aus der der Stein der Weisen bestehen soll. Aber selbst so ein Theolit ist mächtig: Maximilian hofft, den Stein nutzen zu können, um seine beschädigte Gabe zu reparieren. Allerdings ist auch ihm aufgefallen, dass die seltsamen Wesen, die die Schlucht bewohnen, seit der letzten Tag-und-Nachtgleiche im Herbst viel aktiver geworden sind. Seit diesem Zeitpunkt tauchen auch immer mal wieder diese verwirrten Tiere auf, und es wachsen hin und wieder Pflanzen, allerdings außerhalb des normalen Rhythmus der Jahreszeiten.

Während sich Maximilian in der Hütte mit Rhys und Luca unterhält, bemerken Ludwig und Aella draußen an der Kante der Schlucht einen Schatten, der sich selbständig aus der Dunkelheit löst und in Richtung der Hütte über den Boden gleitet. Sie verständigen Rhys, der ein grelles Licht in das Bachbett wirft, in dem der Schatten sich versteckt hat.
Zum selben Zeitpunkt taucht von der Küste her ein Fischdämon auf – Ludwig erinnert sich, dass ein ähnliches Wesen damals auf der Überfahrt von den Shetlands Henry getötet hat. Der Fischdämon ist allerdings hier nicht in seinem Element und hat Schwierigkeiten, richtig zu atmen.
Maximilian stößt zur Gruppe und benutzt ohne viel Federlesens einen magischen Stab, der ein Pilum of Fire abschießt. Ja, diese Viecher kriechen hin und wieder hier herum, erklärt er, aber sie sind nicht sehr gefährlich. Auch herumgleitende Schatten hat er schon gesehen. Die sind ebenfalls harmlos, weil man sie mit Licht zerstören kann. Man sollte nur aufpassen, dass sie sich nicht an einen dran hängen, dann übernehmen sie einen. Das ist Fergus, dem Jäger, mal passiert, aber Oonah hat ihn mit einem reflektierten Sonnenstrahl befreit.

Die Stimmung beim Abendessen ist etwas ungemütlich, weil Berenike Maximilians Zurückweisung nicht so gut verkraftet hat und jetzt vor allem wütend auf Oonah zu sein scheint.

Am nächsten Tag möchte Maximilian in die Schlucht hinunter, um zu sehen, ob der Theolith schon bereit ist. Rhys, Bridget, Ludwig, Luca und Salvatore wollen ihn begleiten. Aella und Duncan bleiben bei der Hütte, um ein Auge auf Berenike und Oonah zu haben. Fergus bleibt auch zurück.
Der Weg durch die Schlucht ist ziemlich weit. Rhys lässt ein helles Licht um die Gruppe herum erstrahlen, aber je tiefer sie eindringen, umso dunkler wird es, bis sie den Spalt über sich nicht mehr sehen. Die Gruppe läuft in einer ziemlich klein wirkenden Lichtkugel durch die Dunkelheit. Und es ist etwas in der Dunkelheit: Sie hören Scharren und Schleifen, und manchmal wird der Kreis des Lichts etwas kleiner. Einmal taucht aus der Finsternis ein fahlweißes, rattenartiges Geschöpf mit Tentakelbeinen auf, das blitzschnell auf Rhys zuläuft, aber von Ludwig und Salvatore ohne Probleme erschlagen wird. Laut Maximilian ist das Vieh ziemlich harmlos. Fergus ist schon ein paar Mal von einem gebissen worden, und es ist nichts passiert.
Schließlich erreichen sie die Stelle, an der sich die Theolithen bilden. Rhys‘ Vermutung bestätigt sich: Diese Theolithen sind die gleichen Steine, die im Steinbruch bei Serpentia zu finden sind, die Essaroe. Einer der Steine ist besonders groß und leuchtet bläulich. Maximilian packt zunächst ein paar Laborgeräte aus und fängt an, den Theolithen zu analysieren.
Während er noch dabei ist, schält sich ein Wesen aus der umliegenden Dunkelheit, eine Art vierbeiniges Geschöpft mit zwei Armen und ohne Kopf, das zum Teil noch im Schatten steckt. Es kommt zu einem Kampf, den Rhys dadurch entscheidet, dass er das Wesen vom Schatten wegreißt. Daraufhin siehen die Grogs, dass es in Wirklichkeit viel kleiner ist als gedacht, und können ihm leicht den Garaus machen. Brigdet wird leicht verletzt, als das Wesen ihre Schwerthand umfließt, aber sie meint, es wäre nichts, die Hand ist nur ein wenig kalt.
Schließlich erklärt Maximilian erfreut, dass der Stein soweit wäre, und fängt an, ihn vorsichtig aus der Wand zu schlagen. Daraufhin ziehen sich die Schatten langsam von dem Lichtkreis zurück, der einen Moment lang etwas heller erstrahlt.
Aber nicht lang: Als nächsten schießen auf allen Schatten die seltsamen Albino-Tentakelratten aus der Dunkelheit. Luca benutzt den Dornenstab, um eine Seite mit einer Dornenfalle abzusichern, und Rhys wendet sich auf die andere Seite, um die Wesen mit einem Flammenbogen zu erledigen. Dabei entgleitet allerdings die Magie seiner Kontrolle vollständig….

Alle Anwesenden werden in Visionen gezogen, auch Bernward, der gerade auf dem Weg zu Maximilians Hütte war. Die erste Vision findet zu dem Zeitpunkt statt, als Malwenna Ex Tytalus gegen Scorpio kämpfte: Der letzte Kampf in einer langen Kette von Schlachten, nur wenige hermetische Magier gegen die Überreste von Scorpios Dämonen. Auf Malwennas Seite kämpfen Gunhild und Davy Allen Ex Bjornaer, Sirius Ex Flambeau und Gideon Ex Misc. Aus den Erzählungen wissen die Serpentianer, dass Sirius ein Verräter ist und Gideon ihn entlarvt, aber es stellt sich heraus, dass Gideon der wahre Verräter ist, der Sirius die Sache nur in die Schuhe schiebt.
Malwenna plant, Scorpio in eine Falle zu locken und einzusperren, da man ihn nicht töten kann. Die Falle soll eine Regio sein, aber keine Regio ohne Schlüssel, also hat sie einen erschaffen. In der Vision sehen die Serpentianer, dass nicht etwa Scorpio in die Falle geht, sondern Sirius, der von Gideon hineingestoßen wird.

Die zweite Vision findet in Mirabilis statt, zu Maximilians Lehrzeit. Jetzt hat Celeste Ex Tremere den Schlüssel zu Scorpios Gefängnis und bewacht ihn. Ein freundlicher Ex Misc, Jonas (aus Gideons Lehrlinie), versucht, an den Schlüssel heranzukommen, Mortifer Ex Tremere verkompliziert die Situation. Am Ende erschlägt Celeste Jonas bei dem Versuch, den Schlüssel zu stehlen. Dabei kommt es allerdings zu dem Unfall, bei dem Maximilian seine Gabe verliert.

Die dritte Vision findet ein paar Jahre in der Zukunft statt: Serpentia wird gerade von Scorpio und einer Armee von Doppelgängern angegriffen. Ein Gast des Bundes, Nathan Ex Misc (ebenfalls aus Gideons Lehrlinie), äußert die Vermutung, dass Scorpio aus seinem Gefängnis entkommen ist, sich aber noch ein Teil seiner Macht dort befinden könnte – oder zumindest etwas, das ihm schaden könnte. Rhys hat den Schlüssel, und er und Bernward beschließen, das Gefängnis zu öffnen.

Es gibt eine blendende magische Explosion, und sie sind wieder in der Schlucht. Der Theolit ist zerstört, und einige der mitgebrachten magischen Gegenstände auch. Die Erde bebt, die Wände der Schlucht schwanken. Mit dem Transportgürtel gelangen alle aus der Schlucht und sehen, dass am Ende ein Hügel aus der Erde wächst, Asche ausspuckt und schließlich ein kleiner Vulkan ausbricht. Asche und brennende Stein fliegen durch die Luft, aber es dauert nicht lange. Schließlich sehen die Serpentianer eine Gestalt aus der Lava kriechen – einen Mann. Es ist Sirius, der endlich aus dem Gefängnis entronnen ist.

Dem alten Flambeau geht es nicht sehr gut, er ist verwirrt und von der langen Gefangenschaft gezeichnet. Aber so langsam kommt er wieder zu sich und hat ein paar klare Phasen. Da er im Orden immer noch als Hochverräter gilt, sollte er zunächst von der Bildfläche verschwinden – er wird eingeladen, in Indien bei Silentius unterzukommen.

Zurück bei der Hütte gab es noch ein wenig Ärger, weil Berenike versucht hat, Oona umzubringen. Das konnte Aella glücklicherweise verhinden. Das Kind von Maximilian und Berenike wurde ausgerechnet während des Magieausbruchs geboren und scheint einige Magie absorbiert zu haben. Die kleine Celestine bleibt mit ihren Eltern noch eine Weile in Schottland – so ganz hat Maximilian den Traum von dem Theoliten noch nicht aufgegeben.

Der Rest kehrt mit Berenike zum Bund zurück – getrennt von Sirius. Die Dichterin ist zwar mit ihrem gebrochenen Herzen beschäftigt, aber es besser, wenn sie nicht weiß, wo Sirius hingekommen ist.

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Unruhe und Bacchanal, Teil 2
Herbst 1213

Frederik, Konrad, Lacus, Jochen, Luca, Aella, Ludwig, Padraig, Hamid, Salvatore

In der Nacht passiert nicht mehr viel, außer das alle wirres Zeug träumen. Frederik rennt irgendwie durch Schwarzenbruck und sucht blindlings nach etwas. Aella folgt Frederik und sieht, wie er an allen möglichen Gefahren vorbeistolpert. Auch Jochen hat den Eindruck, dass Frederik ihm davon trudelt. Paddy träumt von einem Serail, aber die wunderschöne Frau, die er im Arm hat, ist plötzlich Gwyn. Konrad läuft mit Andrew durch Gebirge, Andrew redet und hat einen offenen Bruch am Bein. Hamid träumt von Leuten, die innerlich brennen, und die ihn anfassen wollen. Lacus sucht nach jemandem, der ertrinkt, bis ihm auffällt, der er derjenige ist, der ertrinkt. Und Ludwig versenkt ein brennendes Schiff und muss sich Igor nennen lassen.

Am Morgen geht es erstmal zum Kollosseum. Das ist relativ klein, aber trotzdem noch groß genug. Sie treffen Obaid al-Bakka, der hier alles organisiert, und den Geist eines anderen Organisators, der Lacus mit „Bacchus zum Gruß“ empfängt. Obaid erzählt, dass heute abend ein Theaterstück aufgeführt und diverse Gedichte rezitiert werden, außerdem gibt es Tanz und Gesang. Und natürlich Wein. Für die Christen. Und für die Moslems, die sich gerade möglicherweise ein bisschen krank fühlen. Nur zu medizinischen Zwecken, versteht sich.
Die Leute haben schon einen Podest aufgebaut, auf dem das Theaterstück stattfinden soll. Morgen werden dann dort die Gaukler auftreten. Frederik bemerkt an dem Tisch, der darauf steht, eine Blutrinne. Aella berührt den Tisch daraufhin und hat die Vision von einer jungen Frau, die bei einem Ritual darauf vergewaltligt wird.
Da alle befürchten, dass dieses Schicksal demnächst auch Rajiya drohen wird, muss sie so schnell wie möglich in Sicherheit gebracht werden.

Aber wie soll das passieren? Zunächst soll Aella Kontakt zu Rajiyas jüngerer Schwester Rahina aufnehmen. Das klappt auch soweit recht gut, Rahina ist bereit, ihre Schwester zu überreden, gemeinsam die Stadt zu verlassen und ihren Bruder zu suchen.
Allerdings macht Rajiya diesem Plan einen dicken Strich durch die Rechnung, als sie am ersten Festtag auf dem Marktplatz auftaucht und ihre Anhänger anstachelt, mit Gewalt auf die „Sünder“ loszugehen. Eine größere Eskalation wird zwar vermieden, weil Frederik Rajiya in eine Debatte verwickelt und Hamid die Marktwachen frühzeitig auf den Plan ruft, aber trotzdem gibt es genug Unruhe, dass einige Soldaten und Offiziere auftauchen und anfangen, die Rädelsführer zu verhaften. Darunter sind auch Rajiya, Frederik und Jochen.

Nun zieht eine größere Menschenmenge in Richtung Palast, wo die Verhafteten erstmal festgehalten werden sollen. Das bringt allerdings Padraig auf eine Idee: Diejenigen, deren Verwandte wohlhabend und/oder einflußreich sind, werden dort schnell wieder ausgelöst. Es ist zu erwarten, dass auch Rajiyas Vormund bald dort auftauchen wird, aber bevor er eintrifft, nimmt Padraig sein Aussehen an, um das Mädchen aus der Haft herauszuholen.
Das klappt auch ziemlich gut: Während einige Serpentianer den Vormund draußen ablenken, gelingt es Paddy, seinen Platz einzunehmen und große Verwirrung zu stiften, sodass er den Palast schließlich mit Rajiya und Rahina im Schlepptau verlassen kann.
Bei der Ablenkung befiehlt der Vormund allerdings Salvatore, doch zu den Schaustellern zu gehen und dort ein bisschen zu feiern. Salvatore ist dem nicht abgeneigt und macht sich auf den Weg. Dort, bei den Zelten, wird er durch Alkohol und Frauen so lang abgelenkt, dass er das ganze Fest durchzecht und erst danach völlig pleite und ohne recht Erinnerung wieder zu sich kommt.

Währenddessen haben Frederik, Paddy und die anderen Rajiya mühsam überzeugt, die Stadt mit ihnen zu verlassen, weil sie dort nicht sicher ist. Das sie nicht wissen, was die hiesigen Dämonisten auffahren werden, um rechtzeitig an ihr perfektes Opfer zu kommen, brechen sie sofort auf.
Unterwegs werden sie nur kurze Zeit später von einem einzelnen Dämon angegriffen, der versucht, Rajiya zurück zu holen, aber es gelingt Lacus relativ leicht, ihn zu vernichten.
Auf der folgenden Reise durchs Gebirge geschieht zunächst nicht sehr viel, aber die Gruppe fühlt sich von einer Herde Bergziegen beobachtet. Die Tiere nähern sich jedoch zunächst nicht, aber sie folgen der Gruppe.
Kurz bevor sie auf bekanntes Gebiet gelangen, werden Frederik und die anderen jedoch von ein paar Dörflern und drei Rittern angegriffen. Offenbar hat jemand diese Leute überzeugt, dass die Serpentianer Rajiya entführt und mit Magie gefügig gemacht haben. Allerdings wirkt es eher so, als wären diese Leute selbst mit Magie beeinflusst worden, denn sie lassen sich partout nicht davon überzeugen, dass Rajiya und Rahina freiwillig bei der Gruppe sind.
Es kommt zum Kampf. Hier greifen jetzt die seltsamen Ziegen ein: Scheinbar haben sie etwas gegen die Ritter und ihre Gefolgsleute. Lacus und Frederik sind von dieser Unterstützung jedoch gar nicht angetan und greifen nun ihrerseits die Baphomet-Ziegen an. Nach einer etwas konfusen Schlacht werden die infernalen Ziegen geschlagen, die Ritter und die Dörfler sind verletzt, tot oder völlig demoralisiert und den Serpentianern ist nicht viel passiert. Sie vermuten, dass die Baphomet-Ziegen nicht sehr begeistert davon sind, wenn Charnas-Anhänger auf ihrem Gebiet irgendwelche Ziele verfolgen – es ist ja schon länger bekannt, dass die beiden Dämonen sich eher feindlich gesonnen sind.

Schließlich erreicht die Gruppe Serpentia, mit Rajiya, aber ohne Hektor. Frederik, Lacus und Padraig erfahren von Andrew, dass das „perfekte Opfer“ im Charnas-Kult eine bestimmte Art von Opfer bezeichnet: Eine Person, die 13 Jahre lang in Folge jeweils in einem jeweils dreitägigen Ritual vorbereitet wird und der danach die Erinnerung an diese Rituale genommen wird. Zusätzlich zur Erinnerung verschwinden auch alle Narben und körperlichen Hinweise auf dieses Ritual. Nur die Gefühle, die mit dem Ritual verbunden waren, verschwinden nicht
Das hat Rajiya offenbar schwer zu schaffen gemacht, da sie sich nach dem Herbstfest zwar jedes Mal sehr schlecht und schmutzig gefühlt hat, es aber keinerlei Hinweise darauf gab, warum eigentlich. Von ihren Verwandten wurde sie wegen ihrer Stimmungsschwankungen für „verrückt“ oder mindestens „schwierig“ gehalten.
Als die Magier ihr anbieten, ihr Gedächtnis wieder herzustellen, stimmt sie nach kurzem Zögern zu. Das Ritual funktioniert, aber nachdem sie sich höflich bedankt hat und in den Garten gegangen ist, entfährt ihr ein so lauter magischer Schrei, dass einige der Umstehenden noch tagelang ein Klingeln in den Ohren haben.

Während sich einige Leute im Bund um Rajiya und ihren mittlerweile eingetroffenen Bruder Rasul kümmern, brechen Frederik, Lacus und Padraig in Begleitung von Andrew wieder auf, um nach Koussara zurückzukehren und weiter nach Hektor zu suchen. Andrew geht es zwar noch nicht wieder gut, aber er will auf jeden Fall mitkommen, wenn es um Charnas geht. Außerdem nehmen sie noch drei Salomoniter mit.
In Koussara können sie allerdings nicht mehr viel tun: Das Herbstfest ist vorbei und der Ort ist wieder zur Ruhe gekommen. In dem alten Kolosseum herrscht jetzt jedoch eine mächtige infernale Aura: Es sieht so aus, als hätten die Dämonisten ihr Ritual abgewandelt und eben ohne Rajiya durchgeführt. Es hat aber wohl gereicht, nur Hektor zu opfern, um hier eine infernale Regio entstehen zu lassen.
Die Salomoniter können hier auch nicht sehr viel tun. Eigentlich müsste man den ganzen Ort weihen, segnen, eine Kirche drauf bauen und ein paar mächtige Reliquien hier lagern – aber das wird wohl am Festort einer muslimischen Stadt etwas schwierig.
Immerhin ist Rajiyas Vormund tot. Er wurde im Rahmen der Feierlichkeiten umgebracht, niemand weiß so recht, wieso oder warum.
Der Zirkus hat die Stadt direkt nach dem Herbstfest ebenfalls verlassen.
Also kehren die Magier und ihre Gefährten wieder nach Hause zurück und beschließen, die Situation in Koussara im Auge zu behalten und auf jeden Fall zum nächsten Herbstfest zu gehen.
In der Zwischenzeit wird sich Rasul mit seinen beiden Schwestern auf die Hadj begeben

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Unruhe und Bacchanal, Teil 1.0
Herbst 1213

Frederik, Konrad, Lacus, Jochen, Luca, Aella, Ludwig, Padraig, Hamid, Salvatore

Andrew war mit Hektor wandern. Dabei wird der Hund von ein paar Leuten entführt, Andrew kriegt einen Stein an den Schädel und fällt eine Schlucht hinunter.

Andrew benachrichtigt Konrad. Er hat eine Gehirnerschütterung und ein gebrochenes Bein.

Frederik bricht mit Lacus, Padraig und einigen anderen auf, um Hektor zurück zu holen. Zunächst wirkt Lacus an dem Platz, an dem Andrew angegriffen wurde, ein Ritual, um in die Vergangenheit zu sehen. Er sieht, wie drei Personen mit einer Hündin Hektor eine Falle stellen – ein gut gebauter, gefährlich aussehender Mann, ein spöttischer Zwerg und eine verwachsene Gestalt mit zu vielen Fingern in einer schwarzen Robe. Gerade, als der Zwerg und der Vielfingrige Hektor in ein schmierig schimmerndes Netz wickeln, taucht Andrew auf. Der Gutgebaute lenkt ihn mit ein paar freundlichen Worten ab, und der Vielfingrige wirft einen Stein nach ihm.

Da sie wohl davon ausgehen, dass Andrew bei dem Sturz gestorben ist, kümmern sie sich nicht weiter um ihn (der Zwerg wirft noch einen Stein in die Schlucht, verfehlt ihn aber offenbar) und brechen mit Hektor auf.

Aella versucht, eine Vision zu erhalten, und tatsächlich sieht sie Hektor und eine junge Frau mit einem seltsam undeutlichen Gesicht, die auf einen Altar gebunden sind. Über ihnen stehen drei Gestalten mit Dolchen, und als diese die Opfer erstechen, fließt nicht etwa Blut, sondern eine merkwürdige Kraft aus den Wunden. Diese Kraft, spürt Aella, wird etwas öffnen. Etwas, das besser geschlossen bleiben sollte.

Aella verfolgt die Spuren der Entführer bis nach Charmaine-sur-le-Doux. Dort hören sie von den Dörflern, dass die drei Leute zu einer Truppe Gaukler gehörten, die hier einen Auftritt hatten. Die Gaukler sind gestern aufgebrochen und nach Norden gefahren, nach Baalbek oder vielleicht nach Koussaya.

Die Magier verfolgen die Gaukler. Dabei stellen sie fest, dass die Wagen eigentümlich leicht sind und auch nachts keine Pause machen. Da sie keine Pferde dabei haben, ist es recht unwahrscheinlich, dass sie die Wagen schnell einholen werden.
Am Ende der Talsohle, in der Charmaine liegt, kommen sie an einen größeren Handelsweg. In der Karawanserei dort erfahren sie, dass die drei Wagen mit den Gauklern wohl nach Koussaya wollten, um dort den Rest ihrer Truppe zu treffen. Also kaufen Frederik und Padraig ein paar Pferde, damit sie schneller hinterher kommen.

Unterwegs werden sie bei einer Rast nachts von ein paar infernalen Bergziegen angegriffen. Es wird niemand verletzt, aber eins der Pferde geht durch und wird von den Ziegen gerissen.

Koussaya ist eine ziemlich alte Stadt, die teilweise noch aus römischer Zeit stammt. Im Augenblick wächst die Stadt wieder, aber noch haben alle innerhalb der Stadtmauern Platz.
Es ist gerade Markt in Koussaya, und in zwei Tagen wird das große, dreitägige Herbstfest hier gefeiert. Es gibt etliche Christen hier, und die Gegend eignet sich sehr gut zum Weinbau – sehr zu Salvatores Freude und Paddys Leidwesen.

Auf dem Weg zum Markt, wo sich die Gaukler aufhalten sollen, treffen sie den (bzw. die) jungen Ali, ein etwa elf- oder zwölfjähriges Straßenkind, das ihnen Unterstützung und Ortskunde anbietet. Zunächst zeigt Ali ihnen, wo die Gaukler untergekommen sind: Am Rand des Marktes, in einer alten römischen Kaserne (daneben ist links das Haus der Marktverwaltung, wo auch wertvolle Ware gelagert werden kann, rechts eine Karawanserei). Im Innenhof gibt es verschiedene Vorstellungen – Freaks, Tiere und anderes -, draußen finden unter offenen Ramadas auch kleine Veranstaltungen statt. Dabei sehen sie den Zwerg, der zotige Witze erzählt, Purzelbäume schlägt und sich über Leute lustig macht.

Bevor sie sich dort näher umschauen, suchen sie aber zunächst eine Karawanserei auf, die Ali ihnen empfiehlt. Die Karawanserei liegt ruhig im älteren Teil der Stadt, in der Nähe der alten Tempelruinen. Der Wirt der Herberge empfängt sie recht freundlich und reagiert überhaupt nicht auf Lacus‘ merkwürdige Ausstrahlung.

Aella schaut sich hier in der Gegend um und findet heraus, dass der Tempel von Bacchus / Dionysos noch ziemlich intakt aussieht. Die meisten anderen Tempel sind verfallen, die Steine hier werden als Baumaterial für neuere Häuser genutzt. Als sie später wiederkommt, um Dionysos ein Opfer zu bringen, stellt sie fest, dass sie da wohl nicht die einzige ist: Sie findet etliche Spuren, die darauf hindeuten, dass der Tempel noch genutzt wird.

Danach gehen alle erst mal schlafen. In der Nacht hat Frederik einen seltsamen Traum, bei dem er in Schwarzenbruck ist und eine junge weibliche Gestalt trifft, die verwirrt durch die Gänge irrt. Ihr Gesicht ist verschwommen und undeutlich. Sie behauptet, sie wäre das Gedächtnis und würde ihren Gedanken suchen. Als er aufwacht, erzählt er Aella davon.
Sie berührt ihn und hat eine Vision von seiner Geburt, wie er seiner Mutter weggenommen und zu seiner Patentante in Schwarzenbruck gebracht wird. Neben ihr steht Abbas ibn Usama.

Die anderen träumen auch, aber nur wirres Zeug: Lacus von Ruairigh, der nach dem Preis von drei Scheffeln Weizen fragt, Hamid von einer brennenden Stadt und Padraig von Aladin. Nicht so schlimm, findet er. Die Nacht davon hat er von Dux Severus geträumt, der ihn als Vampir verfolgt hat.

Am nächsten Morgen machen sich die Magier wieder auf den Rückweg zum Marktplatz. Dort schauen sie sich zunächst die Freaks an. Neben etlichen verwachsenen Leuten und Tieren gibt es einige, die in Käfigen zur Schau gestellt werden: Ein haariger Mann mit gefeilten Zähnen, der nur guttural grunzt und einen dicken Holzstab einfach durchbeißt („Das Monster von Gireaudan“), eine Frau, deren Haut fast vollständig mit einem Feuermal bedeckt ist, mit verbundenen Augen („Die Lamia“) und die verwachsene Person mit den vielen Fingern, die gerade an einem Webstuhl arbeitet.

Danach gibt es noch Darbietungen mit Tieren. Hier sehen sie den gut gebauten Mann, der offensichtlich der Dompteur ist. Es gibt einen Tiger, ein paar Hunde und eine prophetische schwarze Ziege mit blauen Augen. Das findet im vorderen Teil des Innenhofs statt; der hintere ist mit Tüchern abgeteilt. Dahinter sieht man die Wagen der Gaukler in einem Kreis stehen.
Am Eingang zu der Darbietung sieht Lacus den Geist eines ertrunkenen Seemanns stehen. Der ist aber nicht allzu interessiert daran, sich mit ihm zu unterhalten. Offenbar steht er hier Wache.

Draußen auf dem Marktplatz schaut sich Lacus weiterhin nach Geistern um und entdeckt, wie es der Zufall so will, ausgerechnet einen römischen Legionär, Marcus Flamininus Commodus. Der regt sich ohnehin gerade über Luca und Frederik auf, weil die den Namen des römischen Kaisers Diocletian verballhornen.
Er erzählt Lacus, dass das Gebäude, in dem der Zirkus untergebracht ist, eine alte Kaserne ist. Natürlich gibt es unter der auch Katakomben, aber da kennt er sich nicht so genau aus. Statt weiterhin hilfreich zu sein, erzählt er lieber von einer Parade zu Ehren von Diocletian, die er mal gesehen hat.

Während sich Lacus noch mit dem römischen Offizier unterhält, kommt eine größere Gruppe auf den Marktplatz. Wortführerin der Gruppe ist eine junge, charismatische Frau, Rajiya bint Khalil. Den Leuten geht es darum, dass nicht so viel Alkohol getrunken wird und dass die Leute hier sich nicht irgendwelchen Exzessen hingeben, statt zu beten und gottgefällig zu leben.
Rajiya und ihre Leute machen eine Weile lang den Weinhändlern das Leben schwer, bis ein paar von denen sich zusammentun und die frommen Prediger vom Marktplatz scheuchen.

Ali erzählt, dass Rajiyas Familie vor ein paar Jahren in Ungnade gefallen ist, weil ihr Bruder Steuern hinterzogen haben soll. Der musste aus der Stadt fliehen und lebt jetzt angeblich als Räuber in den Bergen. Er heißt Rasul. Wie die Bergziege.
Tatsächlich sieht Rajiya Rasul, dem Bergwächter, ziemlich ähnlich.

Lacus, Padraig und die anderen kehren zunächst zur Karawanserei zurück, um zu planen. Ali kennt sich nicht mit den Katakomben aus, da ist er bisher nicht runter gegangen. Der einzige, der da hinuntergeht, ist Mustafa der Blinde, und der ist irre.
Der Plan, der Zirkus irgendwie zu beobachten, wird verworfen. Statt dessen wollen Padraig und die anderen sich nachts in die Katakomben graben und dort umschauen.

Als die Gruppe später wieder aufbricht, kommen sie zunächst an einer Moschee vorbei, wo Rajiya steht und predigt. Sie hat eine sehr klare, überzeugende Stimme und spricht sehr eindringlich. Die Magier bemerken, dass ihre Redekunst nicht ganz natürlich ist, als ein schwacher Mentem-Effekt auf ihre Parmae trifft.
Was Rajiya erzählt, ist eine recht konservative, gestrenge Version des Islam, gepaart mit ein paar lustfeindlichen Elementen aus dem Christentum. Sie scheint sehr viel Wert auf Keuschheit zu legen.
Konrad spürt mit seiner besonderen Gabe, dass etwas mit der jungen Frau nicht stimmt. In ihrer Rede sind logische Brüche, die sie selbst nicht sieht, oder nicht sehen kann. Ihr Verstand ist von irgendetwas getrübt, und trotz ihrer Überzeugungskraft sieht er die Brüche in ihrem Geist; gerade wenn sie voller Abscheu über die Fleischeslust spricht.

Während sie redet, kommt ein kleines Grüppchen Männer auf den Platz. Einer von denen ruft sie barsch an, sie sollte diesen Unsinn hier lassen und nach Hause kommen. Sie antwortet trotzig, aber Konrad sieht, wie sich ihr Körper vor Ekel und Angst vor diesem Mann verkrampft.
Nach einem kurzen Wortgefecht mit ihrem Vormund gibt sie schließlich nach und geht mit ihm. An ihrer Seite ist ein jüngeres Mädchen, vielleicht ihre Schwester.

Aella spricht das Mädchen an. Es ist tatsächlich Rajiyas Schwester, Rahina. Die macht sich große Sorgen um ihre Schwester – die war schon immer etwas komisch, aber es wird immer schlimmer. Dass sie jetzt Anhänger hat, die ihr folgen, macht die Sache auch nicht besser. Rahina ist ziemlich verzweifelt. Aella hat das Gefühl, dass sie jede Hilfe gern annehmen wird.

Zusammen mit ein paar treueren Anhängern folgen Padraig und die anderen Rajiya und ihrem Vormund bis zu deren Haus. Dort entdeckt Frederik einige sehr beunruhigende Symbole: Infernale Zeichen (ein Schutzzeichen, ein Beschwörungszeichen und ein Zeichen, dass das Haus stabilisiert), die seiner Meinung nach aus dem Charnas-Kult stammen.

Padraig möchte von hinten mal in den Garten des Hauses schauen. Er steigt auf einen Baum (zusammen mit Salvatore) und beobachtet das Haus. Kurze Zeit später kommt der Vormund in den Garten, ein paar Minuten darauf taucht eine Krähe auf, die sich in eine Frau verwandelt. Die beiden gehen ins Haus, bleiben aber nicht lange. Die Frau meint, es wäre wohl alles bereit, aber wüsste er eigentlich, dass da ein paar Leute in dem Baum neben seinem Garten sitzen? Dann verwandelt sie sich wieder und fliegt mit einem spöttischen Krächzen davon.

Paddy und Salvatore mimen zwei Betrunkene und lassen sich von den Männern des Vormunds verscheuchen.

Schließlich versammeln sich alle in einer Seitenstraße. Als sie Ali nach den Katakomben fragen, verweist der Junge sie wieder an Mustafa den Blinden, der sich gerade auf dem Marktplatz aufhält.
Die Magier sprechen den Bettler an, aber der ist völlig wahnsinnig und brabbelt nur Sachen wie „Die Steine singen vom Blut“ und „Der Name ist zu hell“. Lacus erkennt, dass er von dem Geist eines kleinen Mädchens begleitet wird. Allerdings ist das Kind scheinbar genauso wahnsinnig wie er selbst, jedenfalls sagt sie auch nicht viel sinnvolles.
Als Aella eine Vision hat, sieht sie, wie Mustafa – damals noch sehend – ein kleines Mädchen erschlägt, offenbar versehentlich.
Nachdem die Magier ihm einige Fragen gestellt haben, will Mustafa sie irgendwohin führen, aber er kommt nur bis zur Stadtmauer. Durch die kann er nicht durchlaufen, auch wenn ihn das Mädchen überredet, es zu versuchen. Frederik macht ihn auf das Tor aufmerksam, aber bei dem Wort „Tor“ gerät er vollends in Panik, schreit und fleht, man dürfe es nicht öffnen, und bricht schließlich zusammen.

Während sich die Magier mit Mustafa unterhalten, gibt es auf dem Marktplatz eine Konfrontation zwischen Rajiyas Anhängern und den Zirkusleuten. Die Gaukler betreiben nämlich unter anderem auch ein Bordell, und die Anhänger rufen alle an, die abends dorthin wollen, um sie von diesem schändlichen Treiben abzuhalten.
Das lassen sich die Gaukler nun nicht gefallen, und der Zwerg fängt an, die religiösen Bürger zu verspotten. Das artet nach kurzer Zeit in eine handfeste Schlägerei aus.
Ein paar Marktwachen treiben die Streithähne schließlich auseinander, unterstützt von Hamid. Der bekommt mit, dass die Marktwachen nicht so begeistert von den Gauklern sind, von Rajiya und ihren Leuten aber auch nicht. Normalerweise läuft das Herbstfest hier friedlicher ab.

Also kehren sie zurück zum ursprünglichen Plan und reißen in einer Seitenstraße ein Loch in den Boden. Lacus erleuchtet die Nacht mit einem hellen Licht, das er auf einen Stein legt.
Von der Beleuchtung erwacht allerdings ein Bettler, der dort geschlafen hat. Frederik versucht, ihn zu beruhigen, aber irgendwas geht schief: Statt dessen gerät er selbst in einen vollkommen gleichgültigen Zustand. Salvatore schlägt den Bettler nieder, bevor der irgendwas sagen kann.

Da Frederik aber so gleichgültig ist, ist es ihm auch egal, dass er den Fluggürtel gerade nicht trägt. Er springt einfach so das Loch hinunter und verstaucht sich prompt den Knöchel. Das allerdings bringt Jochen so sehr in Rage, dass er seinem Magier hinterherspringt und diesen wutentbrannt durchschüttelt. Erst ein Befehl von Konrad kann ihn wieder zur Räson bringen.

Unten in den Katakomben schleicht Aella vor und entdeckt eine Gestalt, die an einem Altar betet. Es ist der Vielfinger. Die Grogs schlagen ihn nieder und nehmen ihn gefangen. Der Altar allerdings ist nicht etwa – wie erwartet – dämonisch, sondern ein ziemlich zusammengeschusterter christlicher Altar.

Weiter entfernt befragen Padraig und die anderen den Vielfinger. Der ist nicht unbedingt freiwillig bei dem Zirkus, aber wer sollte ihn schon haben wollen? Ein Priester hat ihm erzählt, dass Gott sogar Leute wie ihn liebt, aber das wagt er kaum zu glauben. Trotzdem hat er gebetet.
Vom Vielfinger erfahren die Magier, dass die Dämonisten Charnas huldigen. Sie planen, einen neuen Hexenhügel zu öffnen, und dafür brauchen sie Hektor, weil der ein reines Herz hat, und ein „perfektes Opfer“. Das ist wohl eine junge Frau, die hier irgendwo in der Stadt leben muss. Padraig vermutet, dass es sich um Rajiya handeln könnte.

Das Ritual, mit dem der Hexenhügel geöffnet werden soll, wird am zweiten Tag des Herbstfestes im alten Kolloseum außerhalb der Stadt stattfinden. Das ist zumindest der Plan der Charnas-Priester, zu denen der Tierbändiger Gordon und die Krähenfrau Karga gehören.
Gordons Tiere sind übrigens teilweise verwandelte Menschen und ziemlich gefährlich. Außerdem sind noch etwa 30-40 Gaukler im Lager. Die Lamia entzündet Sachen, wenn sie sie ansieht.

Nebenher erwähnt Vielfinger, dass er Schläge bekommen hat, weil er Andrew verletzt hat. Der hat nämlich irgendein Zeichen von Charnas. Genau wie Frederik, übrigens.

Das Lager der Gaukler ist mit einem Schutzkreis versehen, der wohl auf dem Wagenkreis liegt. Innerhalb dieses Kreises haben die Dämonisten mehr Macht. Der Käfig, in dem Hektor eingesperrt ist, befindet sich in diesem Kreis – er steht auf ein paar anderen Käfigen mit Hunden und anderen Tieren.

Vorsichtig nehmen die Magier die Katakombe unter dem Exerzierplatz in Augenschein. Wie die anderen Katakomben ist der Raum recht niedrig und wird von vielen Säulen gestützt. Hier, unter dem Lager der Gaukler, stehen auch einige Geister Wache.
Ein Plan, diese Geister mit anderen Geistern anzugreifen, scheitert daran, dass Lacus keine Geister finden kann, die auch im Nachleben noch an Kämpfen interessiert sind. Er findet nur einen römischen Legionär, der auf einen gewissen Porcus wartet, aber der hat keinerlei Interesse daran, sich mit irgendwelchen Feinden Roms anzulegen.

Während sie noch überlegen, kommt der Zwerg nach unten in die Katakomben und sucht nach dem Vielfinger. Die Magier beschließen, sich zunächst zurück zu ziehen. Den Vielfinger nehmen sie mit, auch wenn der Angst vor der Rache seiner ehemaligen Herren hat. Konrad glaubt nämlich nicht, dass er seinen Herren gegenüber nichts sagen wird – dafür ist er viel zu verschüchtert.

Allerdings hat seine Angst einen guten Grund. Auf dem Weg zur Karawanserei bleibt er zunächst stocksteif stehen, weil seine Herren ihn rufen. Konrad und Salvatore halten ihn fest, aber dann bricht er zuckend zusammen. Frederik kann seine Beschwerden zwar etwas lindern, aber es ist offensichtlich, dass er an dem Fluch der Dämonisten sterben wird, wenn ihnen nicht schnell etwas einfällt.

Sie bringen ihn zunächst zum Han. Dort spricht Padraig den Wirt an – der scheint Magier gewohnt zu sein, ist er vielleicht einer? Oder kennt er einen, der helfen kann?
Der Wirt hat selbst keine magischen Kräfte, aber im Moment ist eine seltsame ältere Frau hier, Ossaida vom Hügel. Vielleicht kann die helfen.
Padraig weckt die ältere Djinnbeschwörerin (nicht gerade zu ihrer Begeisterung). Die kann zwar selbst nicht viel tun, aber sie schlägt vor, den Vielfinger in eine Moschee oder eine Kirche zu bringen. Die Macht Gottes kann sicher gegen einen infernalen Fluch helfen.

Frederik erinnert sich, dass der Vielfinger vorher erwähnt hat, dass er ja ganz gerne getauft werden würde. Also bricht er mit Jochen, Konrad und Vielfinger auf zur nächsten Kirche, weckt den Priester und motiviert ihn, der entstellten Figur eine Nottaufe zu verpassen. Das funktioniert auch: Kaum hat der Priester den Segen gesprochen, hört das qualvolle Zucken des Körpers auf. Vielfinger heißt jetzt René(e), und Frederik ist sein/ihr Taufpate.

Sie bringen René zurück zum Han, wo er erstmal versorgt und verbunden wird.

Unterwegs treffen sie einen Wagen, der spät nachts ein paar Vorräte zum Bacchus-Tempel fährt. Da wird wohl morgen ordentlich gefeiert werden – das Fest findet auf dem Marktplatz, bei dem alten Tempel und im Kolloseum vor der Stadt fest. Einer der Gönner, die viel zum Gelingen des Festes beitragen, ist ein gewisser Obaid ibn Omar al-Bakka.

Da der Plan mit Hektors Befreiung nicht geklappt hat, soll als nächstes Plan B angegangen werden: Rajiya muss gerettet werden.

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