Serpentia

Unruhe und Bacchanal, Teil 1.0
Herbst 1213

Frederik, Konrad, Lacus, Jochen, Luca, Aella, Ludwig, Padraig, Hamid, Salvatore

Andrew war mit Hektor wandern. Dabei wird der Hund von ein paar Leuten entführt, Andrew kriegt einen Stein an den Schädel und fällt eine Schlucht hinunter.

Andrew benachrichtigt Konrad. Er hat eine Gehirnerschütterung und ein gebrochenes Bein.

Frederik bricht mit Lacus, Padraig und einigen anderen auf, um Hektor zurück zu holen. Zunächst wirkt Lacus an dem Platz, an dem Andrew angegriffen wurde, ein Ritual, um in die Vergangenheit zu sehen. Er sieht, wie drei Personen mit einer Hündin Hektor eine Falle stellen – ein gut gebauter, gefährlich aussehender Mann, ein spöttischer Zwerg und eine verwachsene Gestalt mit zu vielen Fingern in einer schwarzen Robe. Gerade, als der Zwerg und der Vielfingrige Hektor in ein schmierig schimmerndes Netz wickeln, taucht Andrew auf. Der Gutgebaute lenkt ihn mit ein paar freundlichen Worten ab, und der Vielfingrige wirft einen Stein nach ihm.

Da sie wohl davon ausgehen, dass Andrew bei dem Sturz gestorben ist, kümmern sie sich nicht weiter um ihn (der Zwerg wirft noch einen Stein in die Schlucht, verfehlt ihn aber offenbar) und brechen mit Hektor auf.

Aella versucht, eine Vision zu erhalten, und tatsächlich sieht sie Hektor und eine junge Frau mit einem seltsam undeutlichen Gesicht, die auf einen Altar gebunden sind. Über ihnen stehen drei Gestalten mit Dolchen, und als diese die Opfer erstechen, fließt nicht etwa Blut, sondern eine merkwürdige Kraft aus den Wunden. Diese Kraft, spürt Aella, wird etwas öffnen. Etwas, das besser geschlossen bleiben sollte.

Aella verfolgt die Spuren der Entführer bis nach Charmaine-sur-le-Doux. Dort hören sie von den Dörflern, dass die drei Leute zu einer Truppe Gaukler gehörten, die hier einen Auftritt hatten. Die Gaukler sind gestern aufgebrochen und nach Norden gefahren, nach Baalbek oder vielleicht nach Koussaya.

Die Magier verfolgen die Gaukler. Dabei stellen sie fest, dass die Wagen eigentümlich leicht sind und auch nachts keine Pause machen. Da sie keine Pferde dabei haben, ist es recht unwahrscheinlich, dass sie die Wagen schnell einholen werden.
Am Ende der Talsohle, in der Charmaine liegt, kommen sie an einen größeren Handelsweg. In der Karawanserei dort erfahren sie, dass die drei Wagen mit den Gauklern wohl nach Koussaya wollten, um dort den Rest ihrer Truppe zu treffen. Also kaufen Frederik und Padraig ein paar Pferde, damit sie schneller hinterher kommen.

Unterwegs werden sie bei einer Rast nachts von ein paar infernalen Bergziegen angegriffen. Es wird niemand verletzt, aber eins der Pferde geht durch und wird von den Ziegen gerissen.

Koussaya ist eine ziemlich alte Stadt, die teilweise noch aus römischer Zeit stammt. Im Augenblick wächst die Stadt wieder, aber noch haben alle innerhalb der Stadtmauern Platz.
Es ist gerade Markt in Koussaya, und in zwei Tagen wird das große, dreitägige Herbstfest hier gefeiert. Es gibt etliche Christen hier, und die Gegend eignet sich sehr gut zum Weinbau – sehr zu Salvatores Freude und Paddys Leidwesen.

Auf dem Weg zum Markt, wo sich die Gaukler aufhalten sollen, treffen sie den (bzw. die) jungen Ali, ein etwa elf- oder zwölfjähriges Straßenkind, das ihnen Unterstützung und Ortskunde anbietet. Zunächst zeigt Ali ihnen, wo die Gaukler untergekommen sind: Am Rand des Marktes, in einer alten römischen Kaserne (daneben ist links das Haus der Marktverwaltung, wo auch wertvolle Ware gelagert werden kann, rechts eine Karawanserei). Im Innenhof gibt es verschiedene Vorstellungen – Freaks, Tiere und anderes -, draußen finden unter offenen Ramadas auch kleine Veranstaltungen statt. Dabei sehen sie den Zwerg, der zotige Witze erzählt, Purzelbäume schlägt und sich über Leute lustig macht.

Bevor sie sich dort näher umschauen, suchen sie aber zunächst eine Karawanserei auf, die Ali ihnen empfiehlt. Die Karawanserei liegt ruhig im älteren Teil der Stadt, in der Nähe der alten Tempelruinen. Der Wirt der Herberge empfängt sie recht freundlich und reagiert überhaupt nicht auf Lacus‘ merkwürdige Ausstrahlung.

Aella schaut sich hier in der Gegend um und findet heraus, dass der Tempel von Bacchus / Dionysos noch ziemlich intakt aussieht. Die meisten anderen Tempel sind verfallen, die Steine hier werden als Baumaterial für neuere Häuser genutzt. Als sie später wiederkommt, um Dionysos ein Opfer zu bringen, stellt sie fest, dass sie da wohl nicht die einzige ist: Sie findet etliche Spuren, die darauf hindeuten, dass der Tempel noch genutzt wird.

Danach gehen alle erst mal schlafen. In der Nacht hat Frederik einen seltsamen Traum, bei dem er in Schwarzenbruck ist und eine junge weibliche Gestalt trifft, die verwirrt durch die Gänge irrt. Ihr Gesicht ist verschwommen und undeutlich. Sie behauptet, sie wäre das Gedächtnis und würde ihren Gedanken suchen. Als er aufwacht, erzählt er Aella davon.
Sie berührt ihn und hat eine Vision von seiner Geburt, wie er seiner Mutter weggenommen und zu seiner Patentante in Schwarzenbruck gebracht wird. Neben ihr steht Abbas ibn Usama.

Die anderen träumen auch, aber nur wirres Zeug: Lacus von Ruairigh, der nach dem Preis von drei Scheffeln Weizen fragt, Hamid von einer brennenden Stadt und Padraig von Aladin. Nicht so schlimm, findet er. Die Nacht davon hat er von Dux Severus geträumt, der ihn als Vampir verfolgt hat.

Am nächsten Morgen machen sich die Magier wieder auf den Rückweg zum Marktplatz. Dort schauen sie sich zunächst die Freaks an. Neben etlichen verwachsenen Leuten und Tieren gibt es einige, die in Käfigen zur Schau gestellt werden: Ein haariger Mann mit gefeilten Zähnen, der nur guttural grunzt und einen dicken Holzstab einfach durchbeißt („Das Monster von Gireaudan“), eine Frau, deren Haut fast vollständig mit einem Feuermal bedeckt ist, mit verbundenen Augen („Die Lamia“) und die verwachsene Person mit den vielen Fingern, die gerade an einem Webstuhl arbeitet.

Danach gibt es noch Darbietungen mit Tieren. Hier sehen sie den gut gebauten Mann, der offensichtlich der Dompteur ist. Es gibt einen Tiger, ein paar Hunde und eine prophetische schwarze Ziege mit blauen Augen. Das findet im vorderen Teil des Innenhofs statt; der hintere ist mit Tüchern abgeteilt. Dahinter sieht man die Wagen der Gaukler in einem Kreis stehen.
Am Eingang zu der Darbietung sieht Lacus den Geist eines ertrunkenen Seemanns stehen. Der ist aber nicht allzu interessiert daran, sich mit ihm zu unterhalten. Offenbar steht er hier Wache.

Draußen auf dem Marktplatz schaut sich Lacus weiterhin nach Geistern um und entdeckt, wie es der Zufall so will, ausgerechnet einen römischen Legionär, Marcus Flamininus Commodus. Der regt sich ohnehin gerade über Luca und Frederik auf, weil die den Namen des römischen Kaisers Diocletian verballhornen.
Er erzählt Lacus, dass das Gebäude, in dem der Zirkus untergebracht ist, eine alte Kaserne ist. Natürlich gibt es unter der auch Katakomben, aber da kennt er sich nicht so genau aus. Statt weiterhin hilfreich zu sein, erzählt er lieber von einer Parade zu Ehren von Diocletian, die er mal gesehen hat.

Während sich Lacus noch mit dem römischen Offizier unterhält, kommt eine größere Gruppe auf den Marktplatz. Wortführerin der Gruppe ist eine junge, charismatische Frau, Rajiya bint Khalil. Den Leuten geht es darum, dass nicht so viel Alkohol getrunken wird und dass die Leute hier sich nicht irgendwelchen Exzessen hingeben, statt zu beten und gottgefällig zu leben.
Rajiya und ihre Leute machen eine Weile lang den Weinhändlern das Leben schwer, bis ein paar von denen sich zusammentun und die frommen Prediger vom Marktplatz scheuchen.

Ali erzählt, dass Rajiyas Familie vor ein paar Jahren in Ungnade gefallen ist, weil ihr Bruder Steuern hinterzogen haben soll. Der musste aus der Stadt fliehen und lebt jetzt angeblich als Räuber in den Bergen. Er heißt Rasul. Wie die Bergziege.
Tatsächlich sieht Rajiya Rasul, dem Bergwächter, ziemlich ähnlich.

Lacus, Padraig und die anderen kehren zunächst zur Karawanserei zurück, um zu planen. Ali kennt sich nicht mit den Katakomben aus, da ist er bisher nicht runter gegangen. Der einzige, der da hinuntergeht, ist Mustafa der Blinde, und der ist irre.
Der Plan, der Zirkus irgendwie zu beobachten, wird verworfen. Statt dessen wollen Padraig und die anderen sich nachts in die Katakomben graben und dort umschauen.

Als die Gruppe später wieder aufbricht, kommen sie zunächst an einer Moschee vorbei, wo Rajiya steht und predigt. Sie hat eine sehr klare, überzeugende Stimme und spricht sehr eindringlich. Die Magier bemerken, dass ihre Redekunst nicht ganz natürlich ist, als ein schwacher Mentem-Effekt auf ihre Parmae trifft.
Was Rajiya erzählt, ist eine recht konservative, gestrenge Version des Islam, gepaart mit ein paar lustfeindlichen Elementen aus dem Christentum. Sie scheint sehr viel Wert auf Keuschheit zu legen.
Konrad spürt mit seiner besonderen Gabe, dass etwas mit der jungen Frau nicht stimmt. In ihrer Rede sind logische Brüche, die sie selbst nicht sieht, oder nicht sehen kann. Ihr Verstand ist von irgendetwas getrübt, und trotz ihrer Überzeugungskraft sieht er die Brüche in ihrem Geist; gerade wenn sie voller Abscheu über die Fleischeslust spricht.

Während sie redet, kommt ein kleines Grüppchen Männer auf den Platz. Einer von denen ruft sie barsch an, sie sollte diesen Unsinn hier lassen und nach Hause kommen. Sie antwortet trotzig, aber Konrad sieht, wie sich ihr Körper vor Ekel und Angst vor diesem Mann verkrampft.
Nach einem kurzen Wortgefecht mit ihrem Vormund gibt sie schließlich nach und geht mit ihm. An ihrer Seite ist ein jüngeres Mädchen, vielleicht ihre Schwester.

Aella spricht das Mädchen an. Es ist tatsächlich Rajiyas Schwester, Rahina. Die macht sich große Sorgen um ihre Schwester – die war schon immer etwas komisch, aber es wird immer schlimmer. Dass sie jetzt Anhänger hat, die ihr folgen, macht die Sache auch nicht besser. Rahina ist ziemlich verzweifelt. Aella hat das Gefühl, dass sie jede Hilfe gern annehmen wird.

Zusammen mit ein paar treueren Anhängern folgen Padraig und die anderen Rajiya und ihrem Vormund bis zu deren Haus. Dort entdeckt Frederik einige sehr beunruhigende Symbole: Infernale Zeichen (ein Schutzzeichen, ein Beschwörungszeichen und ein Zeichen, dass das Haus stabilisiert), die seiner Meinung nach aus dem Charnas-Kult stammen.

Padraig möchte von hinten mal in den Garten des Hauses schauen. Er steigt auf einen Baum (zusammen mit Salvatore) und beobachtet das Haus. Kurze Zeit später kommt der Vormund in den Garten, ein paar Minuten darauf taucht eine Krähe auf, die sich in eine Frau verwandelt. Die beiden gehen ins Haus, bleiben aber nicht lange. Die Frau meint, es wäre wohl alles bereit, aber wüsste er eigentlich, dass da ein paar Leute in dem Baum neben seinem Garten sitzen? Dann verwandelt sie sich wieder und fliegt mit einem spöttischen Krächzen davon.

Paddy und Salvatore mimen zwei Betrunkene und lassen sich von den Männern des Vormunds verscheuchen.

Schließlich versammeln sich alle in einer Seitenstraße. Als sie Ali nach den Katakomben fragen, verweist der Junge sie wieder an Mustafa den Blinden, der sich gerade auf dem Marktplatz aufhält.
Die Magier sprechen den Bettler an, aber der ist völlig wahnsinnig und brabbelt nur Sachen wie „Die Steine singen vom Blut“ und „Der Name ist zu hell“. Lacus erkennt, dass er von dem Geist eines kleinen Mädchens begleitet wird. Allerdings ist das Kind scheinbar genauso wahnsinnig wie er selbst, jedenfalls sagt sie auch nicht viel sinnvolles.
Als Aella eine Vision hat, sieht sie, wie Mustafa – damals noch sehend – ein kleines Mädchen erschlägt, offenbar versehentlich.
Nachdem die Magier ihm einige Fragen gestellt haben, will Mustafa sie irgendwohin führen, aber er kommt nur bis zur Stadtmauer. Durch die kann er nicht durchlaufen, auch wenn ihn das Mädchen überredet, es zu versuchen. Frederik macht ihn auf das Tor aufmerksam, aber bei dem Wort „Tor“ gerät er vollends in Panik, schreit und fleht, man dürfe es nicht öffnen, und bricht schließlich zusammen.

Während sich die Magier mit Mustafa unterhalten, gibt es auf dem Marktplatz eine Konfrontation zwischen Rajiyas Anhängern und den Zirkusleuten. Die Gaukler betreiben nämlich unter anderem auch ein Bordell, und die Anhänger rufen alle an, die abends dorthin wollen, um sie von diesem schändlichen Treiben abzuhalten.
Das lassen sich die Gaukler nun nicht gefallen, und der Zwerg fängt an, die religiösen Bürger zu verspotten. Das artet nach kurzer Zeit in eine handfeste Schlägerei aus.
Ein paar Marktwachen treiben die Streithähne schließlich auseinander, unterstützt von Hamid. Der bekommt mit, dass die Marktwachen nicht so begeistert von den Gauklern sind, von Rajiya und ihren Leuten aber auch nicht. Normalerweise läuft das Herbstfest hier friedlicher ab.

Also kehren sie zurück zum ursprünglichen Plan und reißen in einer Seitenstraße ein Loch in den Boden. Lacus erleuchtet die Nacht mit einem hellen Licht, das er auf einen Stein legt.
Von der Beleuchtung erwacht allerdings ein Bettler, der dort geschlafen hat. Frederik versucht, ihn zu beruhigen, aber irgendwas geht schief: Statt dessen gerät er selbst in einen vollkommen gleichgültigen Zustand. Salvatore schlägt den Bettler nieder, bevor der irgendwas sagen kann.

Da Frederik aber so gleichgültig ist, ist es ihm auch egal, dass er den Fluggürtel gerade nicht trägt. Er springt einfach so das Loch hinunter und verstaucht sich prompt den Knöchel. Das allerdings bringt Jochen so sehr in Rage, dass er seinem Magier hinterherspringt und diesen wutentbrannt durchschüttelt. Erst ein Befehl von Konrad kann ihn wieder zur Räson bringen.

Unten in den Katakomben schleicht Aella vor und entdeckt eine Gestalt, die an einem Altar betet. Es ist der Vielfinger. Die Grogs schlagen ihn nieder und nehmen ihn gefangen. Der Altar allerdings ist nicht etwa – wie erwartet – dämonisch, sondern ein ziemlich zusammengeschusterter christlicher Altar.

Weiter entfernt befragen Padraig und die anderen den Vielfinger. Der ist nicht unbedingt freiwillig bei dem Zirkus, aber wer sollte ihn schon haben wollen? Ein Priester hat ihm erzählt, dass Gott sogar Leute wie ihn liebt, aber das wagt er kaum zu glauben. Trotzdem hat er gebetet.
Vom Vielfinger erfahren die Magier, dass die Dämonisten Charnas huldigen. Sie planen, einen neuen Hexenhügel zu öffnen, und dafür brauchen sie Hektor, weil der ein reines Herz hat, und ein „perfektes Opfer“. Das ist wohl eine junge Frau, die hier irgendwo in der Stadt leben muss. Padraig vermutet, dass es sich um Rajiya handeln könnte.

Das Ritual, mit dem der Hexenhügel geöffnet werden soll, wird am zweiten Tag des Herbstfestes im alten Kolloseum außerhalb der Stadt stattfinden. Das ist zumindest der Plan der Charnas-Priester, zu denen der Tierbändiger Gordon und die Krähenfrau Karga gehören.
Gordons Tiere sind übrigens teilweise verwandelte Menschen und ziemlich gefährlich. Außerdem sind noch etwa 30-40 Gaukler im Lager. Die Lamia entzündet Sachen, wenn sie sie ansieht.

Nebenher erwähnt Vielfinger, dass er Schläge bekommen hat, weil er Andrew verletzt hat. Der hat nämlich irgendein Zeichen von Charnas. Genau wie Frederik, übrigens.

Das Lager der Gaukler ist mit einem Schutzkreis versehen, der wohl auf dem Wagenkreis liegt. Innerhalb dieses Kreises haben die Dämonisten mehr Macht. Der Käfig, in dem Hektor eingesperrt ist, befindet sich in diesem Kreis – er steht auf ein paar anderen Käfigen mit Hunden und anderen Tieren.

Vorsichtig nehmen die Magier die Katakombe unter dem Exerzierplatz in Augenschein. Wie die anderen Katakomben ist der Raum recht niedrig und wird von vielen Säulen gestützt. Hier, unter dem Lager der Gaukler, stehen auch einige Geister Wache.
Ein Plan, diese Geister mit anderen Geistern anzugreifen, scheitert daran, dass Lacus keine Geister finden kann, die auch im Nachleben noch an Kämpfen interessiert sind. Er findet nur einen römischen Legionär, der auf einen gewissen Porcus wartet, aber der hat keinerlei Interesse daran, sich mit irgendwelchen Feinden Roms anzulegen.

Während sie noch überlegen, kommt der Zwerg nach unten in die Katakomben und sucht nach dem Vielfinger. Die Magier beschließen, sich zunächst zurück zu ziehen. Den Vielfinger nehmen sie mit, auch wenn der Angst vor der Rache seiner ehemaligen Herren hat. Konrad glaubt nämlich nicht, dass er seinen Herren gegenüber nichts sagen wird – dafür ist er viel zu verschüchtert.

Allerdings hat seine Angst einen guten Grund. Auf dem Weg zur Karawanserei bleibt er zunächst stocksteif stehen, weil seine Herren ihn rufen. Konrad und Salvatore halten ihn fest, aber dann bricht er zuckend zusammen. Frederik kann seine Beschwerden zwar etwas lindern, aber es ist offensichtlich, dass er an dem Fluch der Dämonisten sterben wird, wenn ihnen nicht schnell etwas einfällt.

Sie bringen ihn zunächst zum Han. Dort spricht Padraig den Wirt an – der scheint Magier gewohnt zu sein, ist er vielleicht einer? Oder kennt er einen, der helfen kann?
Der Wirt hat selbst keine magischen Kräfte, aber im Moment ist eine seltsame ältere Frau hier, Ossaida vom Hügel. Vielleicht kann die helfen.
Padraig weckt die ältere Djinnbeschwörerin (nicht gerade zu ihrer Begeisterung). Die kann zwar selbst nicht viel tun, aber sie schlägt vor, den Vielfinger in eine Moschee oder eine Kirche zu bringen. Die Macht Gottes kann sicher gegen einen infernalen Fluch helfen.

Frederik erinnert sich, dass der Vielfinger vorher erwähnt hat, dass er ja ganz gerne getauft werden würde. Also bricht er mit Jochen, Konrad und Vielfinger auf zur nächsten Kirche, weckt den Priester und motiviert ihn, der entstellten Figur eine Nottaufe zu verpassen. Das funktioniert auch: Kaum hat der Priester den Segen gesprochen, hört das qualvolle Zucken des Körpers auf. Vielfinger heißt jetzt René(e), und Frederik ist sein/ihr Taufpate.

Sie bringen René zurück zum Han, wo er erstmal versorgt und verbunden wird.

Unterwegs treffen sie einen Wagen, der spät nachts ein paar Vorräte zum Bacchus-Tempel fährt. Da wird wohl morgen ordentlich gefeiert werden – das Fest findet auf dem Marktplatz, bei dem alten Tempel und im Kolloseum vor der Stadt fest. Einer der Gönner, die viel zum Gelingen des Festes beitragen, ist ein gewisser Obaid ibn Omar al-Bakka.

Da der Plan mit Hektors Befreiung nicht geklappt hat, soll als nächstes Plan B angegangen werden: Rajiya muss gerettet werden.

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Schwefelblumen; oder: Die Zukunft des Ordens
Sommer 1213

Alocar, Seska, Padraig, Bridged, Pierre, Aaron, Marit

Andrew findet, Alocar und Seska sollten mal raus (vor allem Alocar), also schickt er sie mit Paddy los, um das Ignem-Vis aus der alten Bergfeste zu holen.

Alocars Bericht:
“Ja, fein. Also sind wir Berge hochgelaufen, wieder runtergelaufen und als nächstes wieder hochgelaufen. Unterwegs beobachtet uns eine Ziege, die unsere Grogs etwas beunruhigt. Die Stimmung ist eher albern.

Kurz vor der Feste kommt uns einer der Diener entgegen. Es spukt in der Feste! Großartig. Ich bin Arzt, kein Exorzist.
Egal, jetzt sind wir schon mal hier, also gucken wir den Geist mal an. Achmed, die Wache hier, begrüßt uns. Er hat eine durchsichtige Gestalt gesehen – hatte einen Bart, also vermutlich ein Mann.

Marit schaut sich um und findet Fußspuren. Alles klar. Geister hinterlassen normalerweise keine Fußspuren.Wir folgen den Spuren hinunter zur Visquelle – dort fehlt das Vis natürlich. Nicht so gut.

Wir durchsuchen die mehr oder minder bewohnten Räume der Feste, also vor allem Gwyns Raum. Dort finden wir aber nichts außer alten Kleidern und ein paar häßlichen Kunstgegenständen („Würgender Panther“, handgefertigt von seiner Durchlaucht, Emir Gilad al-Usami selbst).
Seska und Marit schauen sich auf dem Balkon um. Dort finden sie einen Wollfaden und einen Fußabdruck auf der Balustrade. Kein Seil oder ähnliches.

Ich spreche einen Zauber auf den Wollfaden, wo die dazugehörige Kleidung ist. Sie ist im Norden, etwas über eine Tagesreise weg. Ich könnte da jetzt hinfliegen, aber ich wäre ganz allein, und das lasse ich lieber. Der Rest will mich dann noch überreden, es ja nicht zu tun. Hallo? Ich bin nicht Gwyn.

Wir legen uns erst mal schlafen. Mitten in der Nacht hört Aaron aus dem Gang ein merkwürdiges „Huuuu… Huuuu….“ Er ist clever genug, erst mal alle zu wecken, also gehen wir gemeinsam los. Pierre schleicht dann vor und sieht eine durchscheinende Gestalt, die leicht leuchtet und dieses Huuu-Huuu-Geräusch macht.

Paddy hat dann keine Lust mehr, herumzuschleichen, also gehen wir und konfrontieren den Geist direkt. Er behauptet mit großer Geste, er wäre Abbas ibn Usama und das hier wäre seine Burg. Gut, er hat die charakteristische ibn-Usama-Nase, aber ansonsten habe ich keine Ahnung, ob der wirklich so aussah.

Erst mal tut er noch so, als wäre er gar nicht tot. Irgendwas stimmt aber nicht: Der Kerl versucht zwar, herrisch und dominant aufzutreten, aber mein Vater hat den ganz anders beschrieben. Düsterer, irgendwie. Der hier wirkt ein bisschen… windig.
Als ich ihn konfrontiere, verzieht er sich empört. Pierre bemerkt noch einen Lufthauch, der an ihm vorbei zum Balkon weht – fühlt sich wie ein Luftdjinn an. Ach so. Offenbar hat jemand seinem Luftdjinn aufgetragen, uns hier den Abbas zu machen.

Am nächsten Morgen brechen wir auf, um den Dieb zu jagen. Das dauert eine Weile – erst nach Baalbek, dann weiter in Richtung Homs. Unterwegs erkundigt sich Paddy mal bei einer Karawanserei, ob hier ein unheimlicher Kerl durchgekommen ist – und tatsächlich: Es wurde ein seltsamer Kerl mit einer ziemlich charakteristischen Nase gesehen. Einer ibn-Usama-Nase. Der war nicht allein unterwegs, sondern mit ein paar Gefolgsleute.

Nach Homs geht es weiter nach Masyaf. Da sitzen die Assassinen. Aber die sind im Augenblick weitgehend friedlich. Also setzen wir unseren Weg fort.

Schließlich kommen wir zu einer Karawanserei. Dort müssen sowohl Wollfaden als auch das Vis sein. Wir verzichten darauf, allzu subtil vorzugehen, und verlangen den Magier zu sprechen. Der ist ein alter Mann und nicht sehr begeistert von unserem Besuch. Er sagt, er habe die Schwefelblumen von einem alten Freund bekommen, und will, dass wir beweisen, dass die Blumen eigentlich uns gehören. Wir verabreden, dass er unsere Behauptungen überprüft und wir dann wieder reden. Dafür geben wir ihm eine Woche.

In der Zeit reisen wir nach Sol Noctis. Merkwürdiger Bund. Dort treffen wir Honoria, reden ein bisschen um den heißen Brei herum und fragen sie nach Informationen über den alten Magier. Sie weiß zwar von ihm, aber mehr auch nicht. Bisher gab es wohl keinen Ärger mit ihm.

Nachdem die Woche vorbei ist, kehren wir zurück zur Karawanserei. Allerdings hat der Alte gar kein Interesse, ehrlich mit uns zu verhandeln: Er behauptet, sein Freund hätte die Blumen von einem obskuren Magier aus Homs bekommen, und überhaupt, wir könnten ja nicht beweisen, dass sie uns gehören.
In der Karawanserei sind sie auch nicht mehr. Sie bewegen sich ein paar Tagesreisen entfernt nach Norden. Großartig. Der alte Magier hat uns wohl verarscht.

Als meine Väter (ja, ja, Rhys ist nicht mein Vater, aber das ist einfach kürzer so) mitbekommen, was hier passiert ist, machen sie sich auf den Weg. So geht das ja – ihrer Meinung nach – nicht. Da kann doch nicht so ein Heckenmagier kommen und einfach denken, er könnte uns ungestraft beklauen. Oder mit Leuten befreundet sein, die uns beklauen. Jedenfalls geht’s jetzt ums Prinzip. Und die Zukunft des hermetischen Ordens. Mindestens.

Jedenfalls tauchen die beiden auf, koordinieren sich mit Honoria und informieren dann noch den Princeps des Bundes, Dux Severus. Zur Erinnerung: Das ist der charmante Typ, der Julius umgebracht hat.
Entsprechend unwirsch reagiert der auch auf die Sache: Er geht los und brät die Karawanserei weg. Ein paar Blitzschläge, ein Feuersturm und einstürzende Gebäude. Raus kommt keiner. Nicht der alte Mann, nicht seine Gehilfen, nicht die Angestellten und auch niemand von den Gästen. Großartig. Die haben dann wohl Pech gehabt. Schön.

Rhys und mein Vater unterhalten sich noch mal mit dem Geist. Der hat das Vis wohl zu seinem Meister weitergeschickt, einem Magier bei den Assassinen. Außerdem hat er wohl wirklich geglaubt, dass sein Freund die Schwefelblumen rechtmäßig erworben hat.

Ja, das war eine schöne Exkursion. Ich habe viel gelernt. Vor allem über den Orden. Und – na, um ehrlich zu sein: Ich hätte da etwas mehr moralische Integrität von meinem Vater erwartet. Aber dafür ist er zu sehr Politiker."

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Domitians Krone
Herst 1213

Alle Magier

Im Herbst kommt Cesare Savonarole in den Bund, verfolgt von Martis Ex Tremere und Chairos Ex Verditius. Er hat im Bund Nadir die Krone des Domitian gestohlen, die mit einem Stein verziert ist, der 28 Bauern Primärvis enthält – eine sehr, sehr seltene und wertvolle Substanz.

Cesare hat in Sol Argenteus letztes Jahr seine Ausbildung beendet. Da er während seiner Lehrzeit für Nadir spioniert hat, hat er erwartet, dass er dort Mitglied werden kann, aber der Bund hat ihn immer wieder hingehalten. Nachdem er von der Krone erfuhr, hat er Mortifer Ex Tremere kontaktiert, der ihm eine Mitgliedschaft in Profunditas im Austausch für die Krone angeboten hat.

Die Magier in Nadir wollen die Krone benutzen, um sich von ihren Schulden in Sol Argenteus zu befreien. Das ist Sol nicht ganz recht, aber so wie es aussieht, könnten die demnächst ohnehin Probleme bekommen, weil sie so viele junge Bünde finanziert haben und jetzt natürlich Einfluss deswegen ausüben können. Jedenfalls ist Haus Jerbiton nicht so glücklich mit dem finanziellen Monopol, das Sol Argenteus seit dem Fall von Konstantinopel aufbaut.

Letzten Endes muss Cesare die Krone zurückgeben. Immerhin bekommt er fünf Bauern Vis, weil Martis ihn bei der Verfolgung so erschreckt hat, dass er einen Hang hinab gestürtzt ist. Glücklich ist er damit nicht.

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Ehe zur linken Hand
Sommer 1213

Michele, Ramon, Padraig, Salvatore, Frederik, Jochen, Jessica, Zafirah, Hamid

Irgendwelche aleppinischen Spione treiben sich auf den serpentianischen Veranstaltungen herum. Beim Gespräch mit Malakei und Satima stellt sich heraus, dass die beiden etwas im Schilde führen. Vielleicht hat das mit Ishraf al-Ashtari zu tun?

Außerdem suchen Michele und die anderen noch nach einem neuen, repräsentativen Haus in Damaskus.

Nach Gesprächen mit den al-Ashtaris und Dashan kommt noch ein Besuch im Nordquartier. Sie erfahren, dass es Hilfslieferungen Wasser ins Quartier gibt und dass mit diesen Lieferungen auch noch Kisten geliefert werden. Die Kisten sind in dem Bordell von Fatima untergebracht, das direkt an der Mauer liegt.

Durch eine hilfreiche Maus finden sie heraus, dass es einen Gang gibt, der aus dem Bordell hinausführt – vermutlich unter der Stadtmauer hindurch.
Hassan Bey ist auch noch da. Der zögert gerade seinen Aufbruch zu Gwyn und den anderen Karthagern raus. Außerdem hat er Fatima getroffen, die Bordellchefin, und sie hat ihn unter Druck gesetzt, damit er ihr ein Bein und eine Waffe baut (einen Gehstock, der auch noch Magie bemerkt). Und eine Bohrmaschine für einen Brunnen – oder vielleicht für etwas anderes.

Später finden sie heraus, dass die ominösen Kisten mit Steinen gefüllt sind.

Zu guter Letzt verschwindet dann auch noch Geld, das eigentlich fürs Nordquartier bestimmt war. Und auf der Feier hört Jessica, wie sich Satima mit einem Unbekannten für morgen abend zu einer Übergabe verabredet.

Am nächsten Tag ist Satima gerade dabei, einen Handel mit einem sehr unauffälligen Mann abzuschließen, als Malakei ankommt, Satima beschuldigt, das Geld gestohlen zu haben und sie in einer Aufwallung von Emotion verstößt. Tränenreich berichtet sie ihm, wo das unterschlagene Geld ist, aber er bleibt hart und weist sie von sich. Sie wird von einem Unbekannten vom Platz geführt, während Zafirah dem unauffälligen Mann (einem aleppinischen Agenten) die „Dokumente“ stiehlt, die Satima ihm gegeben hat.

Schließlich stellt sich heraus, dass Satima und Malakei die ganze Sache arrangiert haben, um a) die Aleppiner übers Ohr zu hauen und b) einen Grund zu haben, warum Malakei Satima verstoßen muss. Die wollte nämlich einen Mann heiraten, der weit unter ihrem Stand war.

Das hat auch soweit funktioniert – Satima ist jetzt mit einem Verwalter der al-Aschtari verheiratet.

*

Nebenher erwerben Frederik und die anderen noch ein neues, größeres Stadthaus im Kaufmannsviertel – eine ziemlich baufällige Villa mit großem Garten.

*

Die Ayyubiten haben übrigens ihren Sommerpalast fluchtartig verlassen und sind umgezogen. Warum, ist etwas unklar, aber irgend etwas hat die Frauen im Harem erschreckt, und Mu’azzam hat den Umzug kurz entschlossen befohlen.

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Das große Hochzeitsfest
Frühling 1213

Dairine, Patrick, Frederik, Jochen, Juri, Joran, Marit, Colleen, Bridged

Viele Vögel tauchen auf. Die sind zu einer Hochzeit im Goldenen Frühlingswald eingeladen, die Serpentianer müssen den Weg zeigen.

Dort sind viele Wesen. Drei Männer haben der Königin einen Heiratsantrag gemacht: Ciaran, Pheran und Sir Quidad. Sie haben alle ein Bild von ihr gesehen und dabei ihr Herz an sie verloren.

Dairine und die anderen finden heraus, dass das Bild von Tamina NicLochlann gemalt wurde. Als sie sie zur Rede stellen, erzählt sie, dass sie den Fürsten des Herbstes heiraten will – das geht aber nur, wenn vorher die Königin des Frühlings geheiratet hat. Deswegen diese Einladungen, und deswegen der Zauber auf den drei Bewerbern.

Daraus sind letzten Endes fünf geworden, weil Maolorain und Armand deSolleur sich auch beworben haben. Fionnghuala ist anfangs etwas unentschlossen, weil sie eigentlich nicht heiraten will, aber sie wusste schon, dass das irgendwann kommen wird. Also stellt sie drei Aufgaben, und letzten Endes gewinnt Armand deSolleur dank überragender Tanzkünste ihre Hand.

Beim Hochzeitsfest unterhält sich Bridged mit Sir Bealach, der sehr freundlich zu ihr ist und offen darüber sprechen, dass er Fehler gemacht hat, die er jetzt bereut. Zum Schluß schenkt er ihr einen Anhänger in Form einer Schneeflocke (er legt ihn ihr auf den Nachtisch) – sie nimmt ihn mit nach Serpentia.
Ihre Mutter ist nicht so begeistert davon.

In Serpentia vergehen während dem dreitägigen Hochzeitsfest über vier Wochen. An dem Fest nehmen ziemlich viele Serpentianer teil, da Frederik vor Beginn noch mal zum Bund gegangen ist, um seine Frau zu holen – und jeden anderen, der mitfeiern wollte, auch.
Immerhin kommen die Feiernden vor dem serpentianischen Frühlingsfest zurück…

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Bundleben Winter 1212
Winter 1212

Bernwards Lehrling Kathleen besteht ihr Gauntlet und wird als Scipiona, Filia des Bernward, aus dem Haus Bonisagus in den Orden aufgenommen.

Wie nicht anders zu erwarten, gibt es ein Fest.

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Die tote Braut
Winter 1212

Dairine, Patrick, Tian, Gwyweredd, Pierre, Luca /Asad, Samed

Bei der Erzmine soll eine Hochzeit zwischen der Tochter des Händlers Amar, Mariella, und dem Sohn des Dorfvorsteher Halif, Omar, stattfinden. Natürlich läuft nicht alles glatt: Verwirrung um die Braut – ihre Zwillingsschwester, die eigentliche Braut, ist verunglückt, und die junge Frau hat einen Handel mit einer Krähe gemacht und deren Gesicht angenommen. Marietta ist die, die noch lebt, aber jetzt sieht sie aus wie Mariella.
Trotzdem will sie weiterhin Omar heiraten. Außerdem läuft da noch die untote Schwester herum.

Dairine und die anderen erwischen die Untote, wie sie mit verschiedenen Dörflern in der Nacht herummacht. Sie stellen sie, und nach längeren Kampf gelingt es, ihr den Kopf abzuschlagen.
Der junge Imam, der für die Hochzeit gerufen wurde, ist mit der Situation überfordert. Daher holt Tian aus dem Felsenkloster Bruder Andreas herbei, der die Überreste kaputtsegnet.

Marietta hat ihre Schwester tot gefunden, und eine Krähe hat ihr angeboten, deren Aussehen anzunehmen und Omar zu heiraten. Darauf hat sie sich eingelassen.

Im Felsenkloster ist diese Krähe auch aufgetaucht. Sie hatte sich als Dienerin ausgegeben, aber als die Sache mit der toten Braut aufgeflogen ist, hat sie Vater Petrus nachts aufgesucht, behauptet, sie hätte mit einem oder mehreren Mönchen Unzucht getrieben und ist als Krähe davongeflogen.

Später erzählt Rasul, der auch zu der Hochzeit eingeladen war, dass er in der Nähe eine seltsame Gruppe Fahrendes Volk getroffen hat. Die haben ihn und Maryam bezaubert, aber ihr Djinn hat ihnen geholfen, sich zu befreien. Die Krähe ist dort auch aufgetaucht, als nächstes sind die Fahrenden spurlos verschwunden. Die sind aber bestimmt noch irgendwo.

Die Hochzeit ist abgeblasen, Amar geht mit seinen Töchtern nach Damaskus und überlegt, wie es jetzt mit der Familie weitergehen soll.

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Der doppelte Konrad
Winter 1212

Irgendwann kurz nach Dairines und Juris Heimkehr fällt auf, dass Konrad sowohl mit ihnen im Feenwald als auch mit Deborah und Bridged bei den Zombibern war. Gleichzeitig.

Konrad selbst versteht das auch nicht – er kann sich an beide Reisen erinnern, wenn auch etwas schwammig, und er trägt die Narben von beiden Zwischenfällen.

Ihm fällt nur ein, dass er sich immer mal wieder etwas merkwürdig fühlt, seitdem er mit Andrew im Feenwald war, um dem Zauberer Rumburak das Handwerk zu legen. Dabei ist er auf einen Baum geklettert, und als er wieder herunterkam, ist er gleichzeitig weiter mitgereist und nach Hause zurückgekehrt. Oder so.
Dairine meint, vielleicht wäre das ein Gabelbaum gewesen. Der könnte so einen Effekt haben.

Frederik macht sich dann daran, Konrad magisch zu untersuchen. Er stellt fest, dass Konrad ein Doppel manifestieren kann, wenn er gleichzeitig an zwei Orten sein muss oder sein will. Sobald sich die beiden Konrads allerdings auf Sichtweite, Hörweite oder ca. 15 Meter annähern, verschmelzen sie wieder zu einem Konrad.
Nachteilig ist eventuell, dass ein doppelter Konrad auch doppelt so schnell altert.

Der Effekt könnte aufgehoben werden, aber Konrad beschließt, das diese Fähigkeit ganz nützlich sein könnte. Statt sie aufzugeben trainiert er lieber, sie kontrolliert einzusetzen.

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Zombiber
Herbst 1212

Deborah, Konrad, Bridged

Bei einem Besuch in einem nahe gelegenen christlichen Dorf werden Deborah, Konrad und Bridged von riesigen untoten Bibern angegriffen.

Es gelingt ihnen, sich mit der Hilfe des Räubers Rasul im Dorf zu verschanzen und die Zombie-Biber zu vernichten, bevor Schlimmeres passiert.

Als sie untersuchen, warum die Biber so groß, aggressiv und untot geworden sind, stellen sie fest, dass der See, in dem die Biber gelebt haben, verseucht ist.
Daran ist Rasul schuld, wenn auch eher unabsichtlich: Er und seine Bande machen hin und wieder Jagd auf Baphomets entartete Tiere, die hier im Gebirge herumkrauchen. Bisher wurden die Leichen dieser Tiere von einer „weisen Frau“ (Mika-Tanit, die Friedhofshexe) entsorgt, aber die ist nicht mehr in der Gegend. Also haben die Räuber die Kadaver in der Nähe des Sees im Stein versenkt. Allerdings ist offenbar doch etwas in den Zulauf des Sees gesickert.

Deborah empfiehlt Rasul, sich mit künftigen Leichen an die Salomoniter zu wenden. Die sollten wissen, wie man so etwas entsorgt.

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Piratenschatz
Herbst 1212

Rhys, Haakon, Lacus, Jochen, Bernward, Aaron, Luca, Zafira

Während der Ereignisse mit der karthagischen Regio haben die Magier in der Thetis-Regio den Gelehrten Luca Mintelli kennengelernt, der sich ihnen aus Neugier angeschlossen hat.
Luca hat Salvator Maris bereits einige Mal getroffen, als dieser in Klöstern oder bei reichen Personen nach Büchern gesucht hat. Besonders interessiert war er wohl an einem Buch namens „Insel der Kreiswinde“. Ein Exemplar davon befindet sich Lucas Wissen nach noch in einem Kloster in Italien: Sancta Marcella in der Nähe von Lanciano.

Nachdem sie also jetzt eine Spur haben, wo sich die Insel von Salvator Maris befinden könnte (den Schlüssel zu der Regio haben sie ja schon von Tabellarius bekommen), machen sich Rhys, Lacus und Bernward auf den Weg zu dem Kloster.

Dort geraten sie mit ein paar seltsamen Kerlen in pechschwarzer Kleidung und mit schwarzgefärbten Pferden aneinander, die auch hinter dem Buch her sind. Zunächst können diese seltsamen Typen das Buch stehlen, aber es gelingt den Serpentianern, ihnen zu folgen und ihnen das Buch wieder abzujagen.

Der Autor ist offenbar ein Criamon, der die Insel vor über hundert Jahren entdeckt hat. Die Wind- und Wasserströmungen auf dieser Insel sind sehr seltsam, denn sie drehen sich immer im Kreis. Über der Insel liegen noch drei Regio-Ebenen – jedesmal wird die Insel größer, der Wind stärker und es wachsen dort mehr Birken.
Glücklicherweise erwähnt der Autor auch, dass die Insel in der Adria zwischen den Inseln Busi und Isola di Sant’Andrea liegt.

Auf der Suche nach der Insel fahren Rhys und die anderen zunächst die Insel Lissa vor der kroatischen Küste an. Dort hören sie auch von einem obskurem Mercere, der wohl für Salvator Maris arbeitet, die Leute in der Stadt erpresst und nebenbei auf ein besonderes Beiboot aufpasst.
Die Magier beschließen, das jedoch zu ignorieren und statt dessen solange zwischen Busi und Sant’Andrea hin- und herzukreuzen, bis sie die Insel einfach so finden.

Nach dem ersten Fehlschlag mit einem Ruderboot finden sie die Insel der Kreiswinde dann doch. Das ist eigentlich nur ein größerer Felsen im Meer, auf dem drei Birken stehen.
Aus dem Buch geht hervor, dass man die Insel einmal umrunden muss, um in die nächsthöhere Regio zu gelangen. Die erste Umrundung ist relativ einfach, aber schon in der ersten Regio gibt es einen relativ harten Kampf mit einem Erddjinn. Die Magier bleiben siegreich und finden einen Teil von Salvators Schatz – Gold und Edelsteine.

Auch auf der nächsten Ebene können sie sich gegen ein paar Wind- und Nebelgeister durchsetzen und einen weiteren Teil des Schatzes finden: Magische Gegenstände und Bücher.

Als sie jedoch versuchen, die höchste Ebene zu erreichen, wird ihnen der Weg von mächtigen Windgeistern versperrt. Die Windgeister haben eigentlich nichts gegen sie, aber sie haben Angst vor dem „Hund“.
Bei einer gewaltsamen Auseinandersetzung gibt es etliche Verletzte bei den Serpentianern. Rhys, Lacus und Bernward beschließen, nicht weiter vorzudringen. Sie haben ja jetzt einen Teil von Salvators Schatz gefunden, und Tabellarius hat nie gesagt, was er eigentlich genau haben wollte.

Also reisen sie zurück nach Italien und übergeben Tabellarius die Beute. Der ist einigermaßen zufrieden damit – der Gefallen, den die Serpentianer ihm schulden, ist damit abgegolten.

Von dem alten Mercere erfahren die Magier, das es eine Seilschaft aus alten, mächtigen Magi im Orden gibt, die versuchen, dessen Geschicke aus dem Schatten heraus zu leiten. Sie behindern manche Bünde, die ihnen nicht gefallen, und begünstigen andere. Wer dazu gehört, weiß Tabellarius nicht genau, aber Micheles Lehrmeister Mortifer ist vermutlich darunter. Außerdem auch die Nachfahrin des Hausgründers der Jerbitons, Madeleine de Jervois, und mit Sicherheit ein Bonisagus aus Durenmar…

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