Serpentia

Der Herr der Berge

Frühling 1211

Dáirine, Patrick, Gwyweredd, Samed

Dairine und die anderen gehen zum Dorf beim Bergwerk, um das Frühlingsfest zu feiern. Dort treffen sie Arthur, der gerade mit den Bergleuten verhandelt. Mitten in der Nacht sieht Pierre einen Mann, der die sehr steile Bergwand hinunterkommt – scheinbar mit Magie. Pierre erkennt Rasul, den Räuberhauptmann.

Der erzählt ihm, dass das nahe Felsenkloster von einem fetten Erd-Ifrit namens Osmur eingenommen worden ist. Die Mönche und seine Leute wurden gefangen genommen, weil Osmur hinter einem Artefakt oder einer Reliquie her ist, das die Mönche in einem Raum verschlossen haben. Der Raum ist mit heiligen Mächten versiegelt, aber übermorgen ist Karfreitag, da sind die infernalen Mächte besonders stark und könnten zum Raum durchbrechen.

Pierre alias Puck meint zu Rasul, dass er vielleicht Unterstützung von der serpentianischen Magierin organisieren könnte. Dafür sollte Rasul den Ball flach halten.. Gut, nennt er sich halt Rachman. Aber während Pierre mit Dairine redet, unterhält sich Rasul noch mit ein paar Dörflern. Die nun wieder unterhalten sich untereinander über Rasul. Das bekommt Samed, der Poet, mit und fragt, wer denn dieser Rasul ist. Einer der Dörfler erzählt ihm hastig, Rasul wäre eine gefährliche, fleischfressende Bergziege.

Ein wenig Verwirrung über Rasul / Rachman, Pierre / Puck, Samed / Samir und der Bergziege später beschließt Dairine, sich um die Sache mit dem Felsenkloster zu kümmern. Rasul wird von einem Erddjinn begleitet, Uroc, der ihnen helfen kann, dort schnell hin zu kommen; also geht es am nächsten Morgen los.

Bevor sie richtig loskommen, tauchen zwei abgerissene Typen mit Waffen und ein heruntergekommener Erddjinn auf. Sie verkünden, dass sie im Namen des neuen Königs der Berge unterwegs sind und nach Leuten suchen, die ihn unterhalten. Dairine meldet sich, und auch Samed der Poet, Gwy und „Rachman der Studert“ stellen sich zur Verfügung. Patrick und zwei andere Bergleute müssen auch mitkommen, weil sie stark aussehen und der König der Berge Sklaven braucht.

Also schleifen Hassan und Süleiman die Gruppe zum Felsenkloster. Das ist mittlerweile mit einer groben Mauer und einem etwas wackligen Turm ausgebaut worden (beides offenbar mit Magie aus dem Erdreich gerissen). Patrick und die zwei Bergleute müssen Sklavenarbeit an der Mauer leisten, während die anderen vier zu Osmur geschleift werden.

Der ist ein fetter, grober Ifrit der Erde, der dringend nach Unterhaltung schreit. Sameds Ode an den „Herren der Berge“ gefällt ihm ausnehmend gut, obwohl es sich dabei eher um Knittelverse handelt („Der große Herr der Berge / fürchtet weder Mensch noch Zwerge. Mit Felsen und Gestein / zermalmt er Gebein“). Als Gwy dran ist, schläfert er mit einem Lied die anderen Erddjinns ein, die sich in der Halle aufhalten. Während dessen bietet Dáirine Osmur levantinischen Whisky an – und nachdem der Djinn sich damit zugeschüttet hat, schläft er auch ein. Die beiden Wächter, Hassan und Süleiman, sind ohnehin schon angetrunken und werden per Zauber ebenfalls schlafen geschickt.

Dann bekommen Rasul / Rachman und Samed die Gesichter der beiden Wächter und Dáirine und Gwy werden beide unsichtbar.

Von Rasul wissen sie, dass die Mönche unter Vater Petrus wohl im Turm gefangen gehalten werden, also machen sie sich auf den Weg dorthin. Am Wächter am Eingang kommen sie leicht vorbei. Der Turm ähnelt von innen einem instabilen Schornstein und wird von allerlei Sparren und Säulen gestützt. Es gibt einen Weg nach unten, wo die Mönche gefangen gehalten werden. Der Wächter, der ihn bewachen soll, schläft allerdings.

Heimlich schleicht die Gruppe nach unten. Dort entdecken sie zwei Erddjinns, die gerade einen gefangenen Mönch foltern, und mehrere Zellen, in denen die anderen Mönche gefangen gehalten werden. Es gelingt Samed und Rasul, die beiden Djinns zu überzeugen, die Gefangenen nach oben zu bringen. Dáirine setzt einen davon mit einem Furchtzauber außer Gefecht und erschafft danach die Illusionen eines weise dreinblickenden Luftdjinns. Der zweit Erddjinn wird unterdessen von Gwy und Rasul außer Gefecht gesetzt, indem sie eine Stütze aus dem Turm ziehen und ihm einige schwere Steine auf den Kopf fallen lassen.

Allerdings wird die Wache alarmiert, und Dáirine lässt ihren Luftdjinn nach draußen schweben und mit donnernder Stimme verkünden, alle Anwesenden sollten sich wieder Allah zuwenden – sie hätten drei Tage Zeit. Ein zweifelnder Feuerdjinn wird durch den Furchtzauber ebenfalls in die Flucht geschlagen, und ein Großteil der anderen Ifrits folgt ihm.
Bevor Osmur aufwacht, verziehen sich die Serpentianer mit den befreiten Mönchen und den Sklaven, die von Patrick und den anderen aus Rasuls Bande angeführt werden.

In einiger Entfernung von dem Felsenkloster sprechen sie mit Vater Petrus, dem Vorsteher des Felsenklosters. Das ist derselbe Petrus, der vor vielen Jahren als „Bruder Petrus“ Consors in Serpentia war. Er ist schwer verletzt, weil die Ifrits ihn gefoltert haben, aber weder er noch einer der anderen Mönche hat preisgegeben, wie die Tür zu dem Raum mit den Artefakten und Reliquien zu öffnen ist.
Petrus erzählt, dass Osmur hinter einem magischen Juwel her ist, das einen Teil der Essenz des mächtigen Feuerifrits Shirach enthält. Und die Gefahr ist nicht gebannt: Morgen ist Karfreitag, und möglicherweise kann Osmur die Tür an diesem Tag öffnen.
Gwyweredd erklärt sich bereit, unsichtbar zurück ins Kloster zu schleichen und zu versuchen, alle wichtigen Gegenstände aus der Kammer zu holen. Die Reliquien dürften sicher sein, aber das Felsenkloster verwahrt ab und zu auch verfluchte Gegenstände, damit sie nicht benutzt werden – daher stammt auch das rote Juwel.
Nachdem Gwy die Beichte abgelegt hat, gelingt es ihm, sich zurück ins Kloster zu schleichen, die Tür heimlich zu öffnen und den roten Stein, einen Dolch und eine verschlossene Flasche herauszuholen.

Am Ostersonntag verschwinden die Ifrits und ihre Mörderbande wieder aus dem Felsenkloster (die, die nicht schon vor Dáirines Luftdjinn geflohen sind). Allerdings hat einer der Räuber einen Großteils des Geldes gestohlen, und das Kloster ist schwer beschädigt, weil der instabile Turm umgestürzt ist. Dáirine hilft noch bei den Aufräumarbeiten, genau wie Rasul und seine Leute.

Danach hat sie noch ein kurzes Gespräch mit Rasul, bei dem aber nicht viel herauskommt, außer dass Rasul noch einmal bekräftigt, dass er in der Gegend hier gegen Unrecht und Willkür vorgehen wird.

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Robert_Greifenau

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