Serpentia

Die Knochenkönigin

Frühling 1211

Michele, Lacus, Paddy, Sven, Aaron, Henry, Zafira, Pierre

Im Bund taucht Serena Canetti auf, eine Consors von Profunditas, und will mit Michele sprechen. Sie meint, Michele hätte sie gebeten, mal die Ohren nach Maria Alessi offenzuhalten, und sie hätte gehört, dass in der Nähe von Wick eine tot aussehende Frau mit dem Wappenring der Alessis gesehen worden sei. Sie soll in einem toten Land als Einsiedlerin leben.

Serena ist durch das Labyrinth im Keller gekommen – sie hat sich etwas verlaufen und daher fünf Tage von Profunditas nach Serpentia gebraucht.

Michele erinnert sich, dass Maria Alessi eine Bekannte von seinem Lehrmeister Mortifer war, die vor etwa einem Dutzend Jahre an einer Blutkrankheit erkrankt und verstorben. Die Nachrichten von dieser Frau in Schottland interessieren ihn aber – vielleicht ein Geist? Er engagiert Lacus, der sich ja mit Geistern auskennt, damit der mitkommt.

Als beide mit Paddy sprechen, fühlt der sich bei der Erwähnung des toten Landes spontan an Hector, den Hund mit dem Geist eines Landes, erinnert. Und an Scorpio, den untoten Giftmischer.
Es gibt dann eine Bundsitzung, bei der Imogen mit Hector spricht. Hector weiß nicht, wie die Menschen sein Land nennen, aber er weiß, dass es im Osten ans Meer grenzt, und er kann einige Landmarken beschreiben.

Danach gibt es noch ein Fest für Serena, die sich darüber wundert, dass man für eine Con sors ein Fest gibt. Dann stellt ihr Michele die ganzen Magier mit Familien vor, was sie erst recht verwirrt. Aber sie scheint nicht vollkommen abgeschreckt zu sein, jedenfalls will sie noch ein paar Tage bleiben.

Am nächsten Morgen brechen Paddy, Michele und Lacus mit den Grogs Aaron (für Lacus, weil Ludwig mal wieder was mit dem Blinddarm hat), Henry (für Michele, weil sich Ramon die Milz eingeklemmt hat) und Sven auf. Zafira und Pierre kommen ebenfalls mit.

Sie reisen zunächst per Hermesportal auf die Shetlands und von dort aus mit einem Kutter Richtung Süden. Die Reise verläuft relativ ruhig bei gutem Wetter, bis sie kurz vor Wick sind. Dort werden sie von Fischmenschen angegriffen, die offenbar von Dämonen besessen sind. Durch einen unglücklichen Schlag gelingt es einem der Wesen, Henry aufzuspießen; auch Sven und Paddy werden verletzt. Trotzdem können Lacus und Michele den Kampf für sich entscheiden.

An der Küste entdeckt Lacus ein Schiffswrack, und mit etwas Magie sieht er dort eine halb zerfallene Leiche, die erfolglos versucht, sich die Steilwand hochzuziehen. Im Wasser der Umgegend bemerkt er einen Geist, der sehr gequält aussieht und dieselben unheimlichen Blubbergeräusche macht wie die Fischmenschen.

Sie beschließen, so schnell wie möglich nach Wick zu kommen, und fahren in die Nacht. Dabei hält Lacus mit Magie Ausschau nach Untiefen und Sandbänken. Das funktioniert auch ganz gut, auch wenn der Kapitän am Anfang etwas verwirrt von Lacus‘ Anweisungen ist.

In Wick bringen Padraig und Sven zunächst Henrys Leiche zur Kirche, damit er ein anständiges Begräbnis erhält. Da sie das Grab nicht selber ausheben – beide sind ja verletzt – heuern sie am Hafen einen Söldner an. Der macht einen recht kampfkräftigen Eindruck, daher wird er als Ersatz für Henry angeheuert. Er heißt Haakon Hendrykson.

Padraig, Pierre und Sven gehen los, um Informationen zu beschaffen. Sie erfahren, dass die Fischwesen in diesem Frühling aufgetaucht sind und bereits mehrere Schiffe angegriffen haben. In der Gegend gibt es drei größere Clans, die Mac an Abas, die MacGrahams und die Connards (die entweder mit Feen oder mit Dämonen verbündet sind). In der Kneipe, in der die Mac an Abas verkehren, hören sie von einer untoten Frau, die im toten Land lebt, und von mehreren Untoten, die da durch die Gegend wandern.

Am nächsten Tag brechen sie auf in Richtung totes Land. Nach zwei Tagen Reise stellen sie fest, dass vermehrt Giftpflanzen wachsen. Zafira entdeckt sogar eine infernale Pflanze. Allerdings nimmt dieser Bewuchs wieder ab, sobald sie sich dem toten Land nähern. Dort wächst gar nichts, keine Pflanzen, kein Gras, obwohl der Boden eigentlich ganz fruchtbar ist.

Nach einer Wegstunde sehen sie einen Trupp von toten Seeleuten, die in die Richtung schlurfen, in die sie auch wollen. Zunächst umgehen sie die Zombies. Aber an dem Turm, in dem die Tote wohnen soll, stehen auch einige tote Tiere und Menschen herum und schauen den Turm an.
Ein kurzer Test mit den Zombies, die noch herumschlurfen, ergibt, dass die nicht auf lebende Menschen reagieren. Also machen sich Paddy und die anderen auf den Weg zum Turm, gehen durch die Gruppe an Untoten zum Eingang, und klopfen an die Tür.

Es dauert einen Moment, dann öffnet ein Skelett, stutzt und winkt sie dann herein. Im Turm treffen sie die Untote, Maria Alessi. Die sieht durchaus untot aus, ist aber intelligent und nicht aggressiv. Sie erkennt Michele, ist aber etwas überrascht, dass sie schon seit so vielen Jahren tot sein soll. Immerhin ist ihr klar, dass sie tot ist. Sie erzählt, dass sie nach ihrem Tode auf einem Friedhof aufgewacht ist, umgeben von belebten Leichen. Offenbar belebt ihre bloße Anwesenheit Leichen in ihrer Umgebung, die ihr dann folgen und die sie befehligen kann.

Einige Untersuchungen ergeben, dass sie magisch ist, möglicherweise durch merkurianische Magie belebt. Das weißt nun wieder auf Micheles Lehrmeister Mortifer hin, denn in Profunditas beschäftigen sich die Magier durchaus mit merkurianischer Magie.

Maria ist über die ständig auftauchen Untoten – die Seeleute, die Tiere – allerdings beunruhigt. Früher hat sie Leichen nur in einem Umkreis von ungefähr 20 Metern unwillkürlich wiederbelebt, aber dieser Radius ist jetzt stark ausgedehnt. Möglicherweise, meint sie, hätte das mit dem Besuch eines anderen Untoten zu tun, der im Winter bei ihr war – ein unheimlicher Kerl, der sich „Stachel voll Gift“ und „Herr der Engelstrompeten“ nannte. Er wollte ein Bündnis mit ihr eingehen, das sie aber abgelehnt hat. Er kam ihr ziemlich dämonisch vor.

Paddy vermutet, es könnte sich bei dieser Person um Scorpio handeln, den alten Magier, der sein hermetischer Vorfahr aus dem Haus Tytalus erinnert – ein echtes Schreckgespenst des schottischer Tribunals. Dafür spricht, dass er sich bei seinem Gespräch mit Maria abfällig über den Orden geäußert hat.

Nachdem Maria Scorpios Angebot abgelehnt hat, hat er versucht, sie zu vernichten, was aber nicht geklappt hat. Sie hat dann versucht, ihn zu kontrollieren, aber auch das hat nicht geklappt. Schließlich ist Scorpio gegangen, hat aber versprochen, zur Äquinox im Frühling wiederzukommen – also morgen.

Maria ist mit ihrem Zustand nicht sehr glücklich. Michele möchte ihr gern helfen, und sie fragt ihn, ob er nicht etwas gegen den verstärkten Einfluss, den sie auf ihre Umgebung auswirkt, tun kann.

Er, Paddy und Lacus entdecken einen großen Knochenkreis, der um die Burg herum im Graben unter der Erde versenkt wurde. Dabei vergiftet sich Lacus an der Hand, aber dank Zafiras schneller Reaktion und dank Micheles Perdo-Zauber kann er gerettet werden. Maria kann den Knochenkreis zerstören – mit Knochen kennt sie sich immerhin aus. Das kostet sie allerdings ziemlich viel Kraft.

Danach verabschieden sie sich von Maria, möglichst bevor Scorpio vorbeikommt. Sie machen aus, dass Maria Michele ihre Unterlagen zur Verfügung stellen wird, und dass Michele Maria ein paar Utensilien für ihre Forschungen zukommen lässt.

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Marganma

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